Ein Wiedersehen mit Saskia Lang

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 71, ab 27. September 2019 im HandelVon 2011 bis 2017 hatte Saskia Lang für den HC Leipzig in der 1. Bundesliga gespielt. Sie lief 77-mal für die Handball-Nationalmannschaft auf und erzielte dabei 91 Tore. Die Insolvenz-Wirren beim HCL hatten die Rückraum-Rakete dann zum Thüringer HC wechseln lassen, wo sie 2018 erstmals Deutscher Meister wurde. Seit dieser Saison jedoch trägt Lang die Farben des SV Union Halle-Neustadt. Mit dem Erstliga-Absteiger will sie am liebsten direkt wieder ins Oberhaus. Der Weg dorthin führt auch über Leipzig.

Am Sonntag, 22.09., stand Lang mit ihren „Wildcats“ in der Sporthalle Brüderstraße gegen den „neuen“ HC Leipzig auf der Platte – und trug gleich 13 Tore zum klaren 32:41-Auswärtssieg bei. Zeit für ein paar Fragen an die ehemalige HC Leipzig-Spielerin.

Saskia, wie war es für Sie, heute erstmals gegen Ihren ehemaligen Verein aufzulaufen?

Ich finde es cool, dass Leipzig wieder in der 2. Liga spielt und hoffe, dass sie die Klasse halten. Aber man sieht natürlich, dass einem hier nicht mehr die Mannschaft gegenübersteht, die sie früher einmal war. Dennoch hatte ich großen Respekt vor dem Spiel, gerade weil der HCL hier zu Hause so eine Macht ist, mit so vielen Fans im Rücken. Da sind auch die jungen Spielerinnen zu ganz besonderen Leistungen fähig. Ich bin mir sicher, dass sie vor allem hier zu Hause noch einige Punkte holen werden.

Welches sportliche Ziel wollen Sie in dieser Saison mit Union Halle-Neustadt erreichen?

Der Verein hat das Ziel Platz 1-5 ausgegeben, wir wollen oben mitspielen. Aber unser Ziel als Team ist natürlich, dass wir jedes Spiel so angehen wie heute, dass wir dominant und als Sieger auftreten. Ich glaube, wenn wir das auch bei den starken Gegnern, die das gleiche Ziel haben, schaffen, dann könnten wir am Ende der Saison etwas zu feiern haben. Ich will auf jeden Fall wieder nach oben, dafür kämpfen wir in jedem Spiel.

Warum sind Sie eigentlich vom Thüringer HC jetzt in die 2. Liga gewechselt?

Der Titel der neuen LEIPZIGER ZEITUNG: Jetzt überall im Handel

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Für mich war es eine wichtige Entscheidung, auf meinen Körper zu hören und nicht mehr alle drei Tage und international zu spielen. Beim THC hatte ich letzte Saison ein schweres Jahr. Ich habe selber gemerkt, dass ich körperlich nicht mehr dahin komme, wo ich einmal war. Aber um sich in einem Spitzenteam durchzusetzen, muss man alles geben können. Dazu war ich nicht mehr fähig.

Die Trainer und Verantwortlichen in Halle haben mir die nötige Zeit gegeben. Ich habe eine super Vorbereitung gehabt und konnte mich wieder fit machen. Das gibt mir Vertrauen, und ich hoffe, dass ich hier wieder Spaß am Handball finde, dass ich der Mannschaft viel geben kann und junge Spielerinnen vielleicht dahin bringe, wo ich einmal war.

Außerdem wollte ich wieder nach Hause, denn für mich ist Leipzig mein zu Hause, und das soll es auch bleiben, wenn ich dann mal nicht mehr Handball spiele.

Sie spielen jetzt also in Halle, wohnen in Leipzig und promoten hier neuerdings auch das Eishockey-Team der Icefighters. Wie kam es dazu?

Ich wollte unbedingt in einem Sportverein arbeiten, um die Erfahrungen aus meinen Profi-Jahren auf anderer Ebene in die Waagschale werfen zu können. Das heißt Geschäftsstelle und Promotion. Ich habe mich an allen Ecken und Enden beworben und dann mit André Krüll (Geschäftsführer der Icefighters/d. Red.) super Gespräche geführt.

Die Icefighters fahren genau meine Schiene, familiär zu sein und doch den Schritt zur Professionalität zu schaffen. Dabei habe ich ganz viel Spielraum. Ich kann mich einbringen und werde auch gelassen. Natürlich hoffe ich, dass wir auch hier in den nächsten Jahren den Aufstieg schaffen können.

Die Leipziger Zeitung, Ausgabe September 2019 ist am 27. 09. 2019 erschienen und hier zu kaufen.

Der lange Weg zurück: Aufsteiger HC Leipzig ist ins Abenteuer 2. Bundesliga gestartet

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