HC Leipzig vs. Buchholz-Rosengarten 27:35 – Dritter Härtetest in Folge

Für alle LeserDie Hoffnung stirbt zuletzt, aber der Liga-Favorit HL Buchholz 08-Rosengarten war für die Handballerinnen des HC Leipzig am Ende doch noch eine Nummer zu groß. Am Sonntagnachmittag verloren die jungen Leipzigerinnen vor 584 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße mit 27:35 (13:15) und belegen vorerst den 12. Tabellenplatz.

Es war ein hammerharter Ligastart für die Aufsteigerinnen des HC Leipzig. Nach dem Auftaktsieg gegen Wuppertal (33:27) war mit dem Spitzenteam BSV Sachsen Zwickau (20:27), dem Erstliga-Absteiger Union Halle-Neustadt (32:41) und jetzt dem Zweitliga-Sieger der letzten beiden Spieljahre (27:35) die Creme de la Creme der 2. Bundesliga zu bespielen.

Dass dies jeweils mit deutlichen Niederlagen endete, war nicht ganz unerwartet. Doch selbst dem Top-Favoriten aus dem Speckgürtel von Hamburg wollten die Leipzigerinnen alles abverlangen. „Natürlich sind wir heute wie in jedes andere Spiel gegangen: Wir wollten den Gegner schlagen.“, sagte Rückraumspielerin Julia Weise. „Ich denke, in der ersten Halbzeit sah das auch erst mal gar nicht so schlecht aus. Wir standen in der Abwehr echt gut und hatten ein gutes Torhüter-Spiel.“

Julia Weise: "Wir schaffen es Woche für Woche, den Kopf wieder nach oben zu kriegen". Foto: Jan Kaefer

Julia Weise: „Wir schaffen es Woche für Woche, den Kopf wieder nach oben zu kriegen“. Foto: Jan Kaefer

Nach einer Viertelstunde führte der HCL gegen Buchholz-Rosengarten mit 6:4. Doch dann schlug der Favorit zu. Fünf Gegentore in den folgenden vier Minuten drehten die Partie auf 6:9 (19.), was die Gastgeberinnen bis zur Pause nicht mehr korrigieren konnten. Dennoch war beim Halbzeit-Stand von 13:15 noch nichts entschieden.

„Wir haben uns in der Halbzeitpause viel vorgenommen.“, so Weise im L-IZ-Interview. „Ich kann aber leider nicht sagen, was vor allem am Anfang der zweiten Halbzeit passiert ist. Wir haben da ein bisschen den Kopf verloren. Aber ich denke, das ist auch ein bisschen dem geschuldet, dass wir einfach noch sehr jung sind und eigentlich null Erfahrung haben.“

Buchholz-Rosengarten hatte den HCL - hier Laura Majer - meist im Griff. Foto: Jan Kaefer

Buchholz-Rosengarten hatte den HCL – hier Laura Majer – meist im Griff. Foto: Jan Kaefer

Tatsächlich erwischten die Leipzigerinnen einen denkbar schlechten Einstieg in die zweite Spielhälfte. Die ersten vier Treffer landete Buchholz-Rosengarten, das sich nun beim 13:19 (36.) einen soliden Vorsprung erarbeitet und die Partie fortan im Griff hatte.

Der HCL musste nun aufpassen, nicht unter Wert abgefrühstückt zu werden. In der 42. Minute betrug der Rückstand beim 16:25 schon neun Tore. Kurz vor dem Ende fiel mit dem 23:33 (57.) dann erstmals die grässliche zweistellige Marke. Diese hatte bis zur 59. Minute Bestand (25:35). Dass Leipzig dann noch um zwei Tore verkürzte, zeigt eindrucksvoll die tolle Einstellung, die in diesem jungen Team steckt.

Wiebke Meyer in der Luft. Foto: Jan Kaefer

Wiebke Meyer in der Luft. Foto: Jan Kaefer

„Ich denke, hier wäre vielleicht sogar etwas möglich gewesen, und wir hätten die Großen ärgern können. Das wäre eine Riesenüberraschung gewesen. Aber Buchholz ist dann vielleicht auch nicht der Gegner, wo man die Punkte holen muss.“, so das Fazit von Julia Weise, die glaubhaft versichert, dass selbst diese dritte heftige Niederlage in Folge das Team nicht aus der Bahn werfen wird:

„Wir schaffen es Woche für Woche, den Kopf wieder nach oben zu kriegen, egal ob wir gewonnen oder verloren haben. Ich denke, das ist unsere große Stärke. Die nächsten Gegner werden kommen, wo wir die Punkte holen werden.“ Der Anfang sollte am kommenden Sonntag (20. Oktober) gemacht werden. Dann ist mit dem SV Werder Bremen ein Team in der Brüderhalle zu Gast, das genau wie Leipzig bisher nur einen Sieg verzeichnen konnte – und aktuell in der 2. Bundesliga Vorletzter ist.

Alle Infos zur 2. Frauen-Bundesliga:
http://www.hbf-info.de/o.red.r/spielplanhbf2.php

Hinfallen - aber wieder aufstehen. Stefanie Hummel. Foto: Jan Kaefer

Hinfallen – aber wieder aufstehen. Stefanie Hummel. Foto: Jan Kaefer

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