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SC DHfK Leipzig vs. HSG Wetzlar 32:28 – Starke Teamleistung mit kurzer mentaler Auszeit

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    Durch starke Paraden und konzentrierte Abschlüsse haben die Leipziger Handballer am Donnerstagabend ihr Heimspiel gegen die HSG Wetzlar für sich entschieden. Dafür legten Sie ab der Mitte der ersten Halbzeit den Grundstein und tankten das Selbstververtrauen, mit dem phasenweise Alles zu gelingen schien. Bis auf die letzten fünf Minuten, als Wetzlar noch einmal bedrohlich aufholte. Der Sieg war allerdings vollends verdient.

    Zunächst begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei Joel Birlehm im Leipziger Tor schon früh zeigte, dass nur schwer ein Weg an ihm vorbei führen würde. Vier Paraden hatter der Mann zwischen den Leipziger Pfosten schon nach fünf Minuten gesammelt. Noch allerdings konnten seine Teamkollegen diese nicht immer in Torerfolge ummünzen. Der ein oder andere Ball ging noch im Spielaufbau verloren.

    Interessanterweise begann die Dominanz der Hausherren genau nach einer Auszeit der Gäste. In dieser fand in der 19. Minute wohl André Haber die besseren Worte an seine Männer. Es stand 8:9, doch die DHfKler zogen durch einen 6:0-Lauf davon. Dabei waren staubtrockene Abschlüsse aus dem Rückraum für die Abwehr schwer zu ahnen und meist erfolgreich. Zogen die Wetzlarer daraufhin die Abwehrreihe in der Mitte dicht, waren es eben die Außenspieler, die erfolgreich einnetzten. So war nach Philipp Weber – mit sieben Toren – Patrick Wiesmach der zweiterfolgreichste Werfer.

    Philipp Weber traf gegen Wetzlaer siebenmal für den SC DHfK. Foto: Jan Kaefer
    Philipp Weber traf gegen Wetzlaer siebenmal für den SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

    Gerne wäre der Leipziger Cheftrainer auch mit den sieben Toren Vorsprung wie beim 17:10 in die Pause gegangen. Eine Zeitstrafe gegen Alen Milosevic, mit der dieser sichtlich nicht einverstanden war, ließ die Gäste in Überzahl noch einmal verkürzen. Dennoch waren fünf Tore Vorsprung zur Pause komfortabel, auch wenn mit der Sirene auch Philipp Weber noch für die ersten zwei Minuten von Hälfte zwei auf die Bank geschickt wurde.

    Die Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit begeisterte André Haber nicht, seine Männer hatten aber auf Tore der Hessen stets eine Antwort und hielten die Höhe der Führung. Mitte der zweiten Hälfte bauten sie diese sogar aus, wieder waren Paraden und erfolgreiches Tempospiel der Schlüssel. „Davor habe ich meine Mannschaft gewarnt, das kann Leipzig richtig gut“, stellte Gäste-Trainer Kai Wandschneider nach dem Spiel fest. Im Anschluss an diese Phase fand Haber den einzigen Kritikpunkt des Abends: „Damit, dass wir mental ein wenig raus sind bei 8 Toren Vorsprung, bin ich nicht zufrieden. Dreimal werfen wir in Überzahl den Ball weg.“

    Maciej Gebala wird am Kreis hart angegangen. Foto: Jan Kaefer
    Maciej Gebala wird am Kreis hart angegangen. Foto: Jan Kaefer

    In der Tat wurde so das Spiel noch einmal spannend, die Wetzlarer witterten eine Chance und spielten nun ihrerseits sehr erfolgreiche Angriffe. „Wir haben uns ein paar Unsicherheiten erlaubt, obwohl wir nur zwei Tore gebraucht hätten, um alles klar zu machen“, bestätigte Patrick Wiesmach seinen Trainer. Aus seiner Sicht bewegten die Leipziger den Ball gut im Angriff und hätten so den eigenen Stil durchsetzen können, über Tempospiel und Verteilung der Abschlüsse über alle Positionen schwer ausrechenbar zu sein.

    Dafür sprachen auch nur zwei Zeitstrafen und kein Siebenmeter gegen die Wetzlarer. Die Abwehr kam oft schlicht gar nicht dazu, den ballführenden Spieler zu attackieren, weil dieser schon weitergepasst hatte. „Das war ein entscheidender Unterschied zur Niederlage gegen Erlangen. Da ist es uns überhaupt nicht gelungen, den Ball schnell zu bewegen“, erklärte Gregor Remke. Er bekam ab der 16. Minute im Rückraum den Vorzug vor Martin Larsen und wusste das Vertrauen zu nutzen.

    Gregor Remke versucht die Abwehr-Arme von Anton Lindskog zu überwinden. Foto: Jan Kaefer
    Gregor Remke versucht die Abwehr-Arme von Anton Lindskog zu überwinden. Foto: Jan Kaefer

    Die nächsten Spiele bestreiten die Leipziger am kommenden Dienstag und Donnerstag in kurzer Folge. Sollte die Leistung der größtenteils starken Phasen über 60 Minuten abgerufen werden, müssen sich die SG Nordhorn Lingen und die Hannoveraner definitiv vor diesem Gegner fürchten.

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