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Am heutigen Freitagabend geht’s los! Die Handballerinnen des HC Leipzig starten bei den Rödertal-Bienen gleich mit einem Pokal-Derby ins neue Pflichtspieljahr. Ein echter Härtetest für die frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteigerinnen, bevor sie dann nächste Woche zu ihrer Erstliga-Premiere auflaufen. „Was in der ersten Liga wirklich Phase ist, können wir bisher nur spekulieren“, steht auch HCL-Coach Erik Töpfer noch vor einer Wundertüte. Deshalb sieht er im jetzigen Rödertal-Derby „von der Intensität her eine perfekte Einstimmung“.

Am Dienstag dieser Woche hatte man beim HC Leipzig gemeinsam die traditionelle Saisoneröffnung zelebriert. Alle Nachwuchsteams des Vereins wurden in der Brüderhalle einzeln vorgestellt und gewürdigt, insgesamt 140 Spielerinnen waren dabei. Den umjubelten Abschluss der Teampräsentationen bildete die Vorstellung der Frauen-Mannschaft, die nach neun Jahren Abwesenheit nun endlich wieder zurück ist in der 1. Handball-Bundesliga ist. Drei neue Gesichter bekommen die HCL-Fans in dem 16-köpfigen Kader zu sehen.

Neben Torhüterin Aleksandra Orowicz (29), die aus Mainz kam, und Kreisläuferin Jasmin Eckart (25), die vom jetzigen Pokalgegner Rödertal nach Leipzig wechselte, ist auch Emma Niemann (20) neu bei den Blau-Gelben. Die Rückraumspielerin gehörte dem Drittligisten TV Hannover-Badenstedt an und lief per Zweitspielrecht für den Zweitligisten HL Buchholz 08-Rosengarten auf – bekam es sportlich somit also auch schon mit den Leipzigerinnen zu tun. Und so ganz „nebenbei“ holte sie – mit vier weiteren HCL-Spielerinnen an ihrer Seite – vor ein paar Wochen den U20-Weltmeisterinnen-Titel ins Land.

Die drei HCL-Neuzugänge (v.l.): Jasmin Eckart, Torhüterin Aleksandra Orowicz und Emma Niemann. Foto: Jan Kaefer

Wahrscheinlich hat auch das die Eingewöhnung in ihr neues Team erleichtert. „Ich bin auf jeden Fall sehr gut angekommen und wirklich sehr zufrieden hier“, bekräftigt das 1,83 Meter große Talent, das in Leipzig einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. „Ich komme mit der Mannschaft und den Trainern gut klar. Es macht sehr viel Spaß. Auch das Umfeld, die Stadt – es ist einfach das Gesamtpaket, das mich sehr überzeugt.“

Dem heutigen Pokal-Derby in Großröhrsdorf sieht sie mit besonderer Spannung entgegen: „Ich glaube, eine bessere Möglichkeit kann es gar nicht geben, um gut reinzukommen – direkt DHB-Pokal, Derby – was will man mehr? Da kann man einfach nur alles geben – und hoffentlich auch gewinnen.“ Ganz ähnlich sieht das ihr neuer Cheftrainer Erik Töpfer, der aber eigentlich „mal nicht wieder gegen die gleichen Mannschaften wie letztes Jahr“ spielen wollte, wie er schmunzelnd verriet.

Dennoch freut er sich aufs Derby: „Da hat man gleich eine gewisse Stimmung und muss sich genau darauf einstellen. Denn für uns wird es dann in allen Hallen eine Art Derbystimmung sein und lauter als in den anderen Zweitliga-Hallen. Deshalb ist es von der Intensität her in Rödertal eine perfekte Einstimmung, denn im Derby wird immer ein bisschen härter gespielt, was auch gut so ist.“ Bis auf die noch krank geschriebene Alina Gaubatz hat der 29-Jährige alle Spielerinnen an Deck. Einem intensiven Auftakt steht damit heute ab 19:30 Uhr nichts mehr im Wege.

Volle HCL-Power: Alle Teams feierten gemeinsam die Saisoneröffnung 2026/27. Foto: Jan Kaefer

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