Nach der Anzahl der bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen errungenen Medaillen, ist der SC DHfK Leipzig offiziell der erfolgreichste Sportverein der Welt – und mit seinen rund 6.500 Mitgliedern in 19 Abteilungen auch der größte in der Stadt. Da verwundert es nicht, dass die Athlet/-innen der Grün-Weißen auch im vergangenen Sportjahr mit zahlreichen herausragenden Leistungen glänzten.

Es ist eine schöne Tradition beim SC DHfK, dass diese Erfolge im Rahmen einer jährlichen Sportlerehrung feierlich gewürdigt werden. Nachdem die Ehrung letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie nur per Livestream vollzogen werden konnte, füllten diesmal wieder über 100 Gäste den Mediencampus „Villa Ida“. Den Livestream gab es zusätzlich noch oben drauf, dort verfolgten rund 500 Zuschauer/-innen das Geschehen.

„Paralympics-Sieg, Top-Platzierungen bei Olympischen Spielen, Weltmeistertitel, Jugend-WM-Medaillen, Deutsche Meister, Deutsche Rekorde – die Erfolgsliste der besten Sportler und Trainer des Vereins las sich auch im Sportjahr 2021 wieder imposant. Grund genug, diese Leistungen heute wieder zu würdigen“, eröffnete SC DHfK-Präsident Bernd Merbitz die Veranstaltung, der als Ehrengast unter anderem Sport-Bürgermeister Heiko Rosenthal beiwohnte.

Der Titel der 100. Ausgabe der LZ, seit 1. April 2022 im Handel. Foto: LZ

Geehrt wurde in sechs Kategorien: Sportlerin und Sportler des Jahres, Nachwuchssportlerin und Nachwuchssportler sowie Trainer des Jahres – und erstmals wurde auch die Mannschaft des Jahres ermittelt. Die Wahl erfolgte vereinsintern. Alle 19 Vereinsabteilungen konnten dabei jeweils eine/n Sportler/-in in jeder Kategorie nominieren. Anschließend fand eine geheime Punktevergabe (1-3 Punkte) der 19 Abteilungen, der Vorstandsmitglieder, des Leiters Sport sowie des Förderkreises des SC DHfK statt.

Die meisten Stimmen bei den Frauen erhielt Kanurennsportlerin Melanie Gebhardt. Im Kajak-Vierer hatte sie bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme in Tokio den 5. Platz errungen. Bei den 2024 anstehenden Olympischen Spielen in Paris, will sich die 27-Jährige dann auch den Traum von einer Medaille erfüllen. Dieser Traum ist für Para-Triathlet Martin Schulz nun bereits zum zweiten Mal Wirklichkeit geworden.

In Tokio erkämpfte der 32-Jährige sogar Olympia-Gold und verteidigte damit seinen Titel aus dem Jahr 2016 in Rio. Das brachte ihm auch den überzeugenden Sieg bei der SC DHfK-Sportlerwahl ein. Der dreimalige Welt- und neunmalige Europameister ist noch immer hungrig. Bis Olympia 2024 will Schulz auf jeden Fall weitermachen – und wieder ordentlich abliefern: „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer aufs Treppchen möchte. Deshalb wird mein Ziel auch in Paris eine Medaille sein.“

Die Wahl zur SC DHfK-Nachwuchssportlerin entschied Wasserspringerin Johanna Krauß klar für sich. Die 16-Jährige ist im vergangenen Jahr überraschend Jugendweltmeisterin vom 1-Meter-Brett geworden. Bei den Jungs durfte sich der ebenfalls 16-jährige Tamino Ohme über die Ehrung freuen. Der Speedskater, der seine erste WM-Teilnahme erlebte, hat für die Zukunft große Ziele und will es langfristig „gerne bis in die Weltspitze schaffen“. Zum Trainer des Jahres hat der SC DHfK Gunar Kirchbach gewählt. Der Canadier-Olympiasieger von 1996 trainiert die Kanurennsportler/-innen um Melanie Gebhardt.

Die 4×100 Meter-Staffel der Finswimmer um Weltmeister Max Poschart, Justus Mörstedt, Malte Striegler und Sidney Zeuner gewann schließlich die Mannschaftswertung. Sie hatte den deutschen Vereinsrekord um ganze zwei Sekunden unterboten und will beim anstehenden Weltcup in Leipzig noch einen draufsetzen.

„SC DHfK Leipzig: Würdigung für große Erfolge – Melanie Gebhardt und Martin Schulz sind Sportler/-in des Jahres“ erschien erstmals am 1. April 2022 in der aktuellen Printausgabe der Leipziger Zeitung (LZ). Unsere Nummer 100 der LZ finden Sie neben Großmärkten und Presseshops unter anderem bei diesen Szenehändlern.

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