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Bücherverbrennung

Die Besten der Besten: Radio Blau bringt am Montag eine Sondersendung zur Bücherverbrennung

Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten mit feurigem Pathos die Bücher von ihnen verfemter Autorinnen und Autoren auf dem Berliner Opernplatz. Öffentlich demonstrierten sie, wie sie Menschlichkeit und Humanismus verachteten. Seit einiger Zeit wird auch diskutiert, ob es vergleichbare Bücherverbrennungen auch in Leipzig gab. Doch in dieser Form gab es sie nicht, auch wenn es wichtig ist, immer wieder daran zu erinnern, was diese martialischen Bücherverbrenner da verbrannten an bis heute aktueller Literatur. Radio Blau nimmt sich am Montag des Themas an.

Stempelaktion erinnert an die Bücherverbrennung

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende Menschen“ sagte Heinrich Heine. Die Stempelaktion der Leipziger Städtischen Bibliotheken und der Schulbibliotheken greift dieses Zitat auf, um an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 zu erinnern.

Virtuelle Veranstaltungen der Deutschen Nationalbibliothek zur Erinnerung an die Bücherverbrennungen

Anlässlich der Bücherverbrennungen, die sich in diesem Jahr zum 88. Mal jähren, widmet das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 dem Schriftsteller Ulrich Becher einen Abend. Es erinnert damit zugleich an die vielen anderen Autor/-innen, deren Werke öffentlich verbrannt wurden, und die im Exil nicht selten auch einen künstlerischen Neuanfang wagen mussten.

Die Bücherverbrennungen vom 7. und 8. März in Dresden mahnen uns, die Freiheit der Kunst zu schützen

Schon am 7. und 8. März 1933 fanden in Dresden auf dem Wettiner Platz erstmals Bücherverbrennungen statt. Dresden war auf diese Weise eine trauriger Vorreiter für die von Nationalsozialisten inszenierten Bücherverbrennungen, die später auch in vielen anderen Städten stattfanden. In Dresden zündeten SA-Trupps Bücherstapel unter anderem aus den Beständen der einstigen Volksbuchhandlung auf der Großen Meißner Straße und dem Verlagshaus der einstigen „Dresdner Volkszeitung“ an.

Der Stadtrat tagte: Bis 2023 soll das Thema „Bücherverbrennung in Leipzig“ erforscht werden + Video

Im Juni brachte die SPD-Fraktion ein Thema auf den Tisch der Ratsversammlung, das auch und gerade in Zeiten „sozialer Medien“ nicht vergessen werden darf. Denn die eigentlichen und wirklich nachhaltigen Wissensspeicher sind immer noch Bücher. Und in Leipzig gibt es bis heute keinen Ort, der an die Bücherverbrennungen in der Nazi-Zeit erinnert. Auch wenn es in Leipzig am 10. Mai 1933 keine so theatralische Bücherverbrennung gab wie in Berlin.

Auch Leipzigs „verbrannte Orte“ bekommen jetzt ein Gesicht

In die historische Erzählung eingegangen als tiefer Sturz der einstigen Dichternation Deutschland ist der 10. Mai 1933, als in Berlin und mehreren Hochschulstädten Deutschlands mit großem Pomp Bücherverbrennungen inszeniert wurden. Oft ist nur diese Inszenierung im Gedächtnis der Menschen noch lebendig. Und in Leipzig galt lange Zeit die Feststellung, hier habe es am 10. Mai keine Bücherverbrennung gegeben. Eben weil es die Buchstadt Deutschlands war. Aber das Projekt „Verbrannte Orte“ kann jetzt eine etwas andere Geschichte erzählen.

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