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Tag: 7. März 2021

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Foto: Tilly Domian

Das Wochenende, 6. & 7. März 2021: Enttäuschung bei „Querdenkern“, Sequenzierungsprojekt für Corona-Mutationen und Leipzig für’s Klima

Am Samstag rollten „Querdenker“-Autokorsos durch Leipzig - doch im Gegensatz zur Gegendemonstration konnten die Coronaleugner/-innen keinen Erfolg feiern. Derweil halten steigende COVID-19-Inzidenzen und neue Projekte zur Pandemiebekämpfung Sachsen in Atem. Außerdem: Oberbürgermeister Jung wird von „Leipzig für’s Klima“ der Eiffelturm überreicht, während der Flughafen ausgebaut und in Parks abgeholzt wird. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 6. und 7. März 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Der 6. März 2021: Eher der Tag des Gegenprotestes und nicht der „Querdenker“ in Leipzig. Foto: Tilly Domian

#le0603 – Video: Ein Tag mit Querlenkern + Bildergalerie

Betrachtet man mal die Grundaufstellung, welche die sogenannten „Querdenker“ da am gestrigen 6. März 2021 in Leipzig und auch sonst in anderen Städten mit ihren Autokorsos wählten, so ist es das Konzept des maximalen Stresses. Für die Polizei, die Berichterstattung und den eventuellen Gegenprotest. Denn da vieles dezentral angelegt wird, ist es schwer den Überblick zu behalten, zumal sich natürlich der radelnde Gegenprotest an die Strategie anpasste. Gleichzeitig läuft bei „Querdenkern“ die Mythenbildung immer mit. Wie gut, dass es mittlerweile genug Kolleginnen bei der LZ und Freunde unserer Zeitung gibt, die viele Szenen an vielen verschiedenen Orten in Leipzig in Videos festhielten.

Der SC DHfK - hier Luca Witzke - konnte sich nie wirklich aus dem Griff der Stuttgarter befreien. Foto: Jan Kaefer

SC DHfK Leipzig vs. TVB Stuttgart 23:25 – Kein beschauliches Sonntagstee-Treffen

Mit Viggo Kristjannson kam im Team des TVB Stuttgart ein alter Bekannter nach Leipzig. Dass er und seine Teamkollegen nicht zum Teetrinken und auf einen Plausch in der Arena vorbeischauten, machten sie allerdings früh deutlich. Mit Nationaltorhüter Johannes Bitter zwischen den Pfosten hatten die Gäste einen starken Rückhalt. Diesen bot aufseiten der Hausherren auch Joel Birlehm, denn sonst hätte wohl schon zur Pause ein unangenehm großer Rückstand auf der Anzeigetafel gestanden.

Das Museum der bildenden Künste hat eine der umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Foto: Antonia Weber

Provenienzforschung am Museum der bildenden Künste #2021JLID

Mit über 80.000 Gemälden, Plastiken, Fotografien und grafischen Werken gehört das Museum der bildenden Künste (MdbK) zu den umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Um dem Leipziger Stadtentwicklungskonzept gerecht zu werden, organisieren die städtischen Museen Ausstellungen mit internationaler Reichweite, erforschen, bewahren und erweitern die Sammlungsbestände. Die Erforschung der Kunstwerke umfasst auch die Provenienzrecherche, welche die Herkunft von Bildern und Skulpturen klären soll. Zwischen 1933 und 1945 wurden verfolgte Minderheiten, Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma um ihr kulturelles Hab und Gut gebracht. Einige dieser Kunstschätze schlummern noch immer in den Depots von Museen oder zieren die Wände verschiedener Ausstellungen. 

Die Start- und Landebahn Süd (rechts im Bild) hat An- und Abflugschneisen, die über deutlich dichter besiedeltes Gebiet führen. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig

Flughafenausbau: Der Ökolöwe veröffentlicht seine Kritik an den nicht fachgerechten Plänen

Die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen zum Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Frachtflughafens Leipzig/Halle ist abgelaufen. Nicht nur die direkt betroffenen Städte haben ihre umfangreiche Kritik an den völlig unzureichenden Planunterlagen schriftlich fixiert. Auch die Naturschutzverbände vermissen die simpelsten Voruntersuchungen für das umweltschädliche Vorhaben. Der Ökolöwe hat seine Stellungnahme jetzt öffentlich gemacht.

Forscher Stephan Riesenberg (links) und Lukas Bokelmann (rechts) im Labor am Klinikum St. Georg in Leipzig. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Neuer Corona-Test aus Leipzig: Schneller die tatsächlich Infizierten herausfinden

Bei den jetzt benötigten großen Massentests auf Sars-Cov-2 geht es nicht nur darum, dass jedermann schnell an einen Schnelltest kommt. Denn die Gesundheitsämter brauchen große verlässliche Testreihen, um einen möglichen Infektionsherd schnell einkreisen zu können. Aber die Auswertung der Gurgeltests ist bislang sehr aufwendig, teuer und zeitraubend. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und des Krankenhauses St. Georg haben jetzt ein schnelleres Auswertungsverfahren entwickelt

Tierbeobachtungen gehören offensichtlich zu jenen Ökosystemleistungen, die direkt auf das Vorkommen von Arten angewiesen sind. Solche Arten liefern jedoch eine Reihe weiterer Leistungen, etwa Schädlingskontrolle, Samenverbreitung usw. Foto: Pixabay

iDiV-Forscher/-innen mahnen: Ökosysteme funktionieren nur mit großer Artenvielfalt

Der Mensch tut sich augenscheinlich schwer, seine Welt in genau den großen Zusammenhängen zu begreifen, in denen sie existiert. Auch die Naturwissenschaft habe sich bislang viel zu oft auf einzelne Aspekte konzentriert und dabei nicht wirklich wahrgenommen, welche Artenvielfalt eigentlich zu komplexen Biosystemen gehört. Das muss sich ändern, mahnen jetzt Wissenschaftler/-innen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv).

Birte Müller, Yannick de la Pêche: Wie krank ist das denn? Foto: Ralf Julke

Wie krank ist das denn? Ein Kinderbuch über echt gruselige Krankheiten von früher und heute

Früher waren Kinderbücher entweder total niedlich oder grässlich pädagogisch. Das hat sich gründlich geändert, denn gerade Verleger/-innen und Autor/-innen haben längst gelernt, dass Kinder viel offener sind für eine oft widerborstige Wirklichkeit als die meisten Erwachsenen, die sich der Realität so gern verweigern. Zum Beispiel der Tatsache, dass schreckliche Krankheiten zum Leben der Menschen gehören. Wirklich schreckliche Krankheiten.

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