Artikel zum Schlagwort Dreißigjähriger Krieg

Ein großes Loch in der Leipziger Geschichte gestopft

Alexander Zirr erzählt, was die Schweden von 1642 bis 1650 in Leipzig trieben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges spielte Leipzig am Rand immer eine Rolle. Hier fanden drei der wichtigsten Schlachten dieses Krieges statt: die Schlachten bei Breitenfeld 1631 und 1642 und die bei Lützen 1632. In allen dreien siegten die Schweden. Bei Lützen starb auch noch ausgerechnet der Schwedenkönig Gustav Adolf in der Schlacht. Reicht doch eigentlich, könnte man meinen. Aber mit „reicht doch“ lässt sich ein echter Historiker nicht abspeisen. Weiterlesen

„Der Dreißigjährige Krieg und seine Drucksachen“: Ausstellung in der Bibliotheca Albertina

Am 24. Mai 2018 wird in der Bibliotheca Albertina die Ausstellung „Der Dreißigjährige Krieg und seine Drucksachen“ eröffnet. Die Universitätsbibliothek Leipzig gewährt 400 Jahre nach Kriegsbeginn anhand ausgewählter Ereignisse bildreich Einblick in die Publizistik der Zeit. Mit einer Flut von Veröffentlichungen kommentierten die verschiedenen Kriegsparteien die politischen und militärischen Ereignisse des Krieges vom Prager Fenstersturz bis zum Westfälischen Frieden. Weiterlesen

„Je weniger Klingen je größere Herzen“

Fünf Museen in Nordsachsen zeigen ab Mai Ausstellungen zum Dreißigjährigen Krieg

Foto: Radeberger Gruppe

Für alle LeserEigentlich hat die ganze Region Leipzig noch ein bisschen Zeit. Der Dreißigjährige Krieg kam erst deutlich später nach Sachsen. Bis 1630 gelang es Kurfürst Johann Georg I., das Land aus dem Krieg herauszuhalten. Aber dann zogen die katholischen Heere auch plündernd durch das noch nicht verwüstete Sachsen. Und Johann Georg ging den Bund mit dem Schwedenkönig Gustav Adolf ein. Das ist der Bursche, der bis heute das Bier aus Krostitz ziert. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“, Teil 3

Die 100-jährige blutige Eröffnung des Zeitalters der Globalisierung

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDie Zeichnungen, die Jaques Callot 1633 anfertigte und von denen eine den Umschlag von Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“ schmückt, hätte Callot so auch 40 Jahre vorher in den habsburgischen Kriegen mit den Türken, später den Uskoken, Ungarn, Siebenbürgern oder Böhmen zeichnen können. Tatsächlich hat er sie gezeichnet, als die französischen Truppen in Lothringen einfielen, das damals noch zum Heiligen Römischen Reich gehörte. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“, Teil 2

Ein Krieg, der selbst im sächsischen Schulunterricht viel zu kurz kommt

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas, was uns bis heute am Dreißigjährigen Krieg so verwirrt, ist das Irrationale. Er scheint nicht zu passen. Er wirkt wie ein Rückfall in barbarische Zeiten. Und wenn wir an ihn denken, sehen wir ein Bild vor uns wie das, das der englische Verlag Penguin Books für den Umschlag des 2009 erschienenen Bestsellers von Peter H. Wilson wählte: den „Galgenbaum“ aus Jaques Callots Serie „Les Grandes Misères de la Guerre“. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“,Teil 1

Was hat eigentlich Martin Luther mit dem Krieg von 1618 bis 1648 zu tun?

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas Buch ist über 1.000 Seiten dick und so etwas wie die Gesamtübersicht über das, was Historiker so leichthin den Dreißigjährigen Krieg nennen. Geschrieben von einem Militärhistoriker, der die Sicht von draußen hat und auf lokale Ressentiments keine Rücksicht nehmen muss. Denn Peter H. Wilson lehrt an der Oxford University. Und das Buch bietet mehr, als in einer Rezension (die wir am 24. November in der „Leipziger Zeitung“ veröffentlichen) Platz finden kann. Weiterlesen