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Prepper

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Polizeibeamte bei einem Einsatz in Leipzig (Archiv, Symbolbild). Foto: LZ

Dienstag, der 30. März 2021: Sachsen droht der nächste Polizeiskandal, Corona-Ostern Nr. 2 rückt näher

Sollten sich die Vorwürfe erhärten, hat Sachsen den nächsten Polizeiskandal am Hals: Insgesamt 17 Beschuldigte aus den Reihen eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in Dresden waren heute Ziel von Durchsuchungen, bei denen es unter anderem um den Verdacht des Munitionsdiebstahls geht. Nun werden auch mögliche Verbindungen zur rechtsextremen Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ geprüft. Gleichzeitig steuert der Freistaat mit Vollgas auf das zweite Osterfest in der Pandemie zu und die Corona-Fallzahlen geben Anlass zur Sorge. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 30. März 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Kerstin Köditz (Linke). Foto: DiG/trialon

Köditz: Sachsens „Verfassungsschutz“ mal wieder ahnungslos – militante Prepper-Nazis ernstnehmen

Kerstin Köditz, Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag für Antifaschistische Politik, erklärt zum heutigen Bericht der taz „Vorbereitung auf den ,Rassenkrieg'“: „Das ist äußerst alarmierend: Mitglieder einer extrem rechten Burschenschaft in Leipzig sollen Vorbereitungen für einen ,Tag X' und Planungen für einen ,Rassenkrieg' betrieben sowie konkrete Kampfhandlungen besprochen haben.“

Zahl der bewaffneten Rechtsextremisten in Sachsen sinkt nicht. Montage L-IZ.de

Wie kam sächsische Polizeimunition in die rechte „Prepper“-Szene?

Prepper sind keine harmlosen Leute, auch wenn das auf den ersten Blick so wirkt: Sie decken sich ein mit allen möglichen Vorräten und Geräten, die sie am Tag einer großen Katastrophe, die die Infrastrukturen lahmlegt, in die Lage versetzen, allein zu überleben. Wenigstens für einen gewissen Zeitraum. Empfiehlt denn das nicht auch das Bundesamt für Katastrophenschutz?

Wieviele Konserven braucht man eigentlich, um abgesichert zu sein? Foto: Ralf Julke

Hat der Verfassungsschutz tatsächlich schon einen Prepper entdeckt?

Irgendwie war er höchst besorgt, als der AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hütter 2017 hörte, die Innenminister würden jetzt auch die sogenannte Prepper-Szene geheimdienstlich beobachten lassen. Prepper, das klingt doch eigentlich nach netten Leuten, ein bisschen kauzig, aber auch um die Zukunft besorgt, so besorgt, dass sie sich den Keller voller Konserven packen, falls morgen doch mal die ganze Zivilisation zusammenbricht.

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