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Stadtbeleuchtung

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Nach und nach sollen Leipzigs Straßenlampen auf LED-Leuchten umgestellt werden. Foto: Ralf Julke

Leipzigs Masterplan Licht: Strom sparen mit LED-Umstellung – aber es dauert

Es passiert in letzter Zeit immer öfter, dass man beim Checken der großen Nachrichtenseiten über Sätze und Geschichten stolpert, bei denen man stutzt. Da wird über die eigene Stadt berichtet – aber die Geschichte stimmt irgendwie nicht. So ging es uns jüngst auch mit einer Geschichte über Stadtbeleuchtung im „Spiegel“. „Folge hoher Strompreise: Städte sparen […]

Der Leipziger Marktplatz und das Alte Rathaus. Foto: LZ

Wie das Licht nach Leipzig kam. Die ganze Geschichte, Teil 3

In seinem Dekret vom 19. September 1701 hatte August vorgeschlagen, den Aufbau und den Betrieb der Leipziger Laternen durch eine „gemeine Anlage“ zu bestreiten, was nichts anderes bedeutet, als dass das Licht durch neue Steuern bezahlt werden muss. Mit anderen Worten: Die Leipziger sollen für das blechen, was ihnen die Blechschmiede bauen.

Salzgäßchen im Licht. Foto: Ralf Julke

Wie das Licht nach Leipzig kam. Die ganze Geschichte, Teil 2

Bereits 1695, also just in jenem Jahr, in dem August II. in Dresden das Reithaus in ein ganz neues Licht tauchen ließ, hatte die Leipziger Kaufmannschaft den Wunsch nach einer verbesserten Straßenbeleuchtung geäußert und dabei ebenfalls auf das Vorbild anderer Städte verwiesen, in deren Liga man sich zweifellos sah. In dem entsprechenden Bittgesuch heißt es, dass „an gewissen Orthen der Stadt, wie in Wien, Hamburg, Berlin und andern Orthen gebräuchlich, beständig-brennende Nacht-Laternen gehalten und die Straßen hierdurch beleuchtet werden möchten.“

Kein Weihnachten mehr ohne Licht ... Foto: Ralf Julke

Wie das Licht nach Leipzig kam. Die ganze Geschichte, Teil 1

Am Heiligabend des Jahres 1701 geht den Leipzigern ein Licht auf. Der Stern von Bethlehem hat ausnahmsweise mal nichts damit zu tun. Und auch die in den Gelehrtengehirnen glühende Aufklärung, die von den Studierstuben in die Stadt hinausstrahlt, kann den Erfolg nicht auf sich verbuchen. Denn das, was da leuchtet, ist weder Gott noch Geist, sondern eine Armada aus 700 Rüböllaternen, die am 24. Dezember 1701 erstmals ihr Licht in Leipzig verströmen, womit sich das Zeitalter der öffentlichen Straßenbeleuchtung ins große Buch der Geschichte einbrennt.

Nachtbeleuchtung am Wintergartenhochhaus. Foto: Michael Freitag

Noch zehn Jahre bis zur kompletten LED-Beleuchtung in Leipzig

Ab und an überarbeitet die Stadt Leipzig ihre Lichtkonzeption. Die letzte Konzeption stammt noch aus den 1990er Jahren. Da wurde die gesamte noch aus DDR-Zeiten stammende Beleuchtung durch damals moderne Natriumhochdrucklampen ersetzt. Doch mittlerweile ist ein ganz anderes Leuchtenzeitalter angebrochen. LED-Lampen lösen die alten Stromfresser ab. Aber mittlerweile spielt auch das Thema Lichtverschmutzung eine Rolle.

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