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Recycling2go. Quelle: BUND Leipzig

BUND Leipzig: Recycling2go geht jetzt erst richtig los!

Am vergangenen Mittwoch hat der Stadtrat mit großer Mehrheit die weitere Finanzierung des Projekts Recycling2go des BUND Leipzig beschlossen. Der Umweltverband bedankt sich für das Vertrauen der Stadträt*innen. Das bereits seit fünf Monaten auf Sparflamme laufende Projekt kann endlich richtig umgesetzt werden.

So sehen die Recycling2go-Kaffeebecher aus. Foto: BUND Regionalgruppe Leipzig

Ab 2019 soll Leipzig ins Mehrwegbecher-Zeitalter starten

Andere Städte haben so etwas schon länger. Es liegt ja auf der Hand: Jeder Einweg-Kaffeebecher sorgt für neuen Ressourcenverbrauch und wachsende Müllberge. Das wollen nicht mal die Menschen, die gern ihren „Coffee to go“ mit sich tragen. Was also liegt näher, als auch diese Kaffeebecher in ein Mehrweg-System zu packen? Der BUND Leipzig hat dafür einen Becherlieferanten gefunden. Und Cafés und Bäckereien können jetzt mitmachen.

Coffee-to-go. Karikatur: Schwarwel

Pfand für Mehrwegbecher: Kampagne „Recycling2go“ startet

Mit einer Informationsveranstaltung am 11. Oktober, 15 Uhr, im Ratsplenarsaal des Neuen Rathauses (Raum 261) startet der BUND Leipzig gemeinsam mit Cafés und Bäckereien die von der Stadt Leipzig geförderte Kampagne „Recycling2go“. Angelika Freifrau von Fritsch (Leiterin Amt für Umweltschutz), Thomas Kretzschmar (Leiter Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig), Sebastian Gerstenhöfer (Projektleiter Recycling2go, BUND Leipzig), Titus Kunze (Geschäftsführer, 8GRAMM) und Florian Pachaly (Geschäftsführer, reCup) werden das Projekt vorstellen sowie Fragen beantworten.

Grünen Stadtrat und Fraktionschef Norman Volger. Foto: L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Der Kampf gegen Einwegbecher bleibt Privatsache

Es sollte der große Wurf werden, doch stattdessen bleibt es wohl dabei, dass Einweg-Kaffeebecher weiter massenhaft verteilt und entsorgt werden. Die Grünen hatten einen Antrag eingereicht, dem zufolge die Stadt gemeinsam mit Händlern ein Pfandsystem für Mehrwegbecher entwickeln sollte. Doch der Stadtrat unterstützte lediglich einen Alternativvorschlag der Verwaltung, die vage Unterstützung für Dritte in Aussicht stellt.

Mehrwegbecher mit dickem L. Foto: Ralf Julke

Grünen-Antrag zu Mehrwegbechern bringt Leipzigs amtliche Bedenkenträger in Hochform

Da mussten wir jetzt wieder ganz schön tief ins Archiv schauen: Vom November 2016 stammt der Grünen-Antrag „Einwegbechern Einhalt gebieten – Leipzig auf den Mehrweg bringen“. Anfang des Jahres nahm das Umweltdezernat mal kurz Stellung und stellte sich ratlos. Jetzt hat das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport endlich so eine Art Alternativvorschlag vorgelegt – der freilich die Ratlosigkeit nicht loswird. Aber er stimmt dem Anliegen wenigstens halbherzig zu.

Verwaister Kaffeebecher. Foto: Ralf Julke

Leipzigs Umweltdezernat sieht nur wenig Chancen, die Kaffee-Pappbecher-Flut loszuwerden

Es sieht ganz so aus, als müsste die Mode, mit dem heißen Kaffee im Becher durch die Stadt zu laufen, erst einmal abflauen, bis Leipzig sich in der Lage sieht, den Pappbechern ein Ende zu bereiten. Denn auf den Antrag der Grünen, etwas gegen die Pappbecherflut zu unternehmen, reagiert die Stadt eher ausweichend. Wenn die Becher-Anbieter nicht mitspielen, sind ihr die Hände gebunden.

Coffee to go. Foto: Ralf Julke

Leipzigs Grüne beantragen eine Mehrweg-Initiative für das Kaffee-zum-Rumlaufen-Problem

Wir vermüllen unsere Welt. Einfach nur, weil wir bequem sind und darauf trainiert, die Bequemlichkeiten um uns herum einfach so anzunehmen. Kostet ja nichts extra. Man trinkt den Kaffee im Gehen – was eh schon eine seltsame Art ist, seinen Kaffee zu trinken – und dann schmeißt man den leeren Becher einfach weg. Nachhaltig ist das nicht. Die Grünen beantragen einen ersten vorsichtigen Ausstieg aus dem Pappbecherwahnsinn.

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