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Figurentheater: Die Insel des Dr. Moreau – nach dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells

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    Durch einen Schiffbruch auf eine unbekannte Insel verschlagen, erlebt der arglose Edward Prendick, was Wissenschaft und Forscherdrang vermögen: Aus verschiedenen Tieren bastelt der kaltblütige Dr. Moreau Wesen, die äußerlich uns Menschen ähneln. Sein Ziel ist es einen echten Menschen aus ihnen zu erschaffen.

    Die im „Haus des Schmerzes“, Dr. Moreaus Labor, erschaffenen Tiermenschen beherrschen zwar anfangs den aufrechten Gang und sind sogar in der Lage zu sprechen, doch fallen sie nach und nach in ihren tierischen Ursprung zurück. In einer dunklen Schlucht leben jene Kreaturen und versuchen, sich durch ein diktiertes Regelwerk die aufgezwängte Menschlichkeit zu erhalten.

    Mit einer Art Religion, die im Wesentlichen an die Angst der Kreaturen vor erneuten Operationen im „Haus des Schmerzes“ und der „Hand, die schneidet“ appelliert, werden die Tiermenschen daran gehindert, allzu schnell „die Gesetze“ zu brechen. Diese bestehen darin, sich äußerlich wie ein Mensch zu verhalten: Nicht auf allen Vieren gehen, kein Blut trinken, niemanden töten. Als eine der Kreaturen das Gesetz bricht und der verwirrte Prendick zusätzlich die gereizte Stimmung anheizt, eskaliert die Lage.

    Zusammen mit dem Schiffbrüchigen Edward Prendick wird der/die ZuschauerIn zu einer Insel geführt, deren BewohnerInnen bestimmt werden von Angst und blindem Glauben. In einem unsäglichen Zustand der Selbstleugnung ergeben sich die beherrschten Kreaturen in ein ihnen auferlegtes Regelsystem, welches sie weder verstehen, noch es zu ändern vermögen. Damit sie etwas besseres werden.

    Das Figurentheaterstück versteht sich als Allegorie auf das Gewaltpotential des zivilisierten Menschen in Zeiten des Zerfalls alter Ordnungen, als eine Suche nach der Antwort auf die Frage, wie wir Menschen bleiben können, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Was treibt Menschen dazu, zu hassen, zu schreien und zu morden? – jenseits der übliche Kategorisierungen in links und rechts, deutsch oder nicht. Ist ein gesellschaftlicher Wandel von außen vollziehbar, oder bleiben Werte, Ethik und nicht zuletzt die Liebe für das Leben nur leere Worthülsen, sobald Menschen um ihre Existenz fürchten müssen?

    „Angst ist eine Krankheit, eine rastlose Furcht“
    Eine Neuinszenierung mit Figuren und Objekten von Moritz Decker und Eva-Maria Schneider.

    Termin: 19. Februar 2022 um 20.00 Uhr
    Eintritt: 14,- / 10,- erm.

    Infos & Karten unter: www.neues-schauspiel-leipzig.de

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