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Am 17. Mai wurde Baustart für den „Lipsia-Turm“ gefeiert

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    Ein Hochhaus zu bauen ist auch für die Lipsia nicht alltäglich. „Der Neubau für 12,2 Millionen Euro stellt das gesamte Lipsia-Team vor eine große Herausforderung, die wir neben dem Alltagsgeschäft bewerkstelligen“, erklärte Dr. Kristina Fleischer, Vorstandsvorsitzende der Lipsia, am Donnerstag, 17. Mai. Da war großer Spatenstich mit der Baubürgermeisterin in Grünau. Die Lipsia baut hier das erste Hochhaus nach der Wende.

    Entstehen sollen im „Lipsia-Turm“ 60 wertbeständige Wohnungen von 30 bis 103 Quadratmeter. Das dazugehörende Service-Konzept der Lipsia: Dienstleistungen rund um Haushalt und Gesundheit erleichtern das Leben, Kulturangebote im Haus und Gemeinschaftsräume auf jeder Etage bieten Gelegenheit für Begegnung und Austausch. In erster Linie baut die Wohnungsgenossenschaft hier für ältere Mieter, denn diese haben einen hohen Bedarf an seniorengerechtem Wohnen mit Service signalisiert.

    „Dies bringt eine ureigenste wohnungsgenossenschaftliche Aufgabe zum Ausdruck: Die Versorgung ihrer Mitglieder mit geeignetem Wohnraum im Rahmen ihres satzungsmäßigen Förderauftrags“, betonte Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) zum Spatenstich.

    Der Bauplatz Brackestraße / Ecke Miltitzer Allee. Foto: WundR PR
    Der Bauplatz Brackestraße / Ecke Miltitzer Allee. Foto: WundR PR

    „Die prägnante Form des Wohnturms ist kein Selbstzweck“, sagte Architekt Gregor Fuchshuber zum Konzept seines Büros. „Es geht darum, je eine kleine Gruppe von effizient geschnittenen Wohnungen mit einem attraktiven Gemeinschaftsraum zu einer kleinen ‚Nachbarschaft‘ zu gruppieren. Für diese Aufgabe bildet die vertikale Stapelung die logische Lösung. Mit der Grundstücksfläche wird dabei so sparsam umgegangen, dass Platz für einen großzügigen Garten bleibt.“

    Hochhäuser kosten im Bau zwar mehr als die Errichtung niedrigerer Bauten. Aber sie sind dennoch für Mieter bezahlbar, so das Fazit der Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG.

    „Wir haben die Baukosten den einer Genossenschaft angemessenen Mieteinnahmen entgegengesetzt und kommen zu einem wirtschaftlichen Ergebnis. Wir sind als Genossenschaft unseren Mitgliedern verpflichtet und rechnen immer nur mit vertretbaren und bezahlbaren Miethöhen“, erklärt Dr. Kristina Fleischer.

    Leipzigs Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau, Dorothee Dubrau, betonte: „Auch städtebaulich werden durch das Vorhaben der Lipsia Akzente gesetzt: man zeigt, dass hier nicht nur Einfamilienhäuser als Neubau eine Zukunft haben. Ich bin überzeugt, dass im Zuge der wachsenden Stadt der Wohnungsneubau generell auch in Grünau wieder an Bedeutung gewinnen wird – verfügbare Flächen, gute Erreichbarkeiten und eine gute soziale Infrastruktur sprechen dafür.“

    Sie sieht darin einen positiven Schub für den Stadtteil: „Ein durch eine Wohnungsgenossenschaft errichtetes Vorhaben in dieser Größenordnung zeigt, dass Grünau ein lebendiger Stadtteil mit einer sich weiter differenzierenden Wohnungsnachfrage ist.“

    So soll das neue Hochhaus der Lipsia aussehen. Visualisierung: Fuchshuber Architekten GmbH
    So soll das neue Hochhaus der Lipsia aussehen. Visualisierung: Fuchshuber Architekten GmbH

    Die Einwohnerzahl Grünaus wuchs in nur fünf Jahren um 20 % von 40.000 auf 50.000. Der Stadtteil besteht überwiegend aus seriellen Bauten der 70er und 80er Jahre. Eine gute Infrastruktur, das nahe Erholungsgebiet Kulkwitzer See und die fast vollständige Sanierung und Modernisierung der Wohnungsbestände der Lipsia erweisen sich inzwischen als ideale Bedingungen für gutes Wohnen.

    Noch vor wenigen Jahren wurden die einst dominierenden Hochhaustürme in Grünau zurückgebaut, weil gerade dieser Stadtteil besonders stark an Bevölkerung verloren hatte seit 1990. Aber die wachsende Stadt hat auch längst die Siedlung am Leipziger Westrand erfasst.

    „Der ‚Lipsia-Turm‘ wird sein Umfeld nachhaltig aufwerten, allein schon optisch. Auch die ansässigen Geschäfte und Dienstleister werden die neuen Mieter spüren und mehr nachgefragt werden“, sagt Marco Rosenberger, Vorstand der WG „Lipsia“ eG.

    Nur die alten Leipziger Preise wird es in Neubauten nicht mehr geben, dazu sind die Baukosten mittlerweile zu hoch: Der Mietpreis für die Wohnungen im „Lipsia-Turm“ wird bei 10 Euro/m² liegen. Dazu kommt die Servicepauschale von 2 Euro/m². Die Betriebs- und Nebenkosten sind mit 1,80 Euro/m² niedrig, da die WG „Lipsia“ eG auf ein bereits bewährtes Gebäudeleitsystem zum Energiesparen setzen will.

    Die Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG wurde 1954 gegründet und ist eines der bedeutendsten genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen Leipzigs. Zu ihr gehören fast 8.000 Wohnungen im Bestand, davon über 3.000 im Stadtteil Grünau sowie eine hauseigene Spareinrichtung.

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