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Studie zur Abschaltung letzter Kernkraftwerke: Keine Versorgungslücke und auch kein neues Geschäft für ostdeutsche Kohlekraftwerke

Manchmal ist es schon verwunderlich, wie im Jahr 2021 immer noch genauso über die überfällige Energiewende diskutiert wird wie seinerzeit im Jahr 1998. Als es erstmals zu einer Rot-Grünen-Regierung kam und die PR-Abteilungen der Fossil-Lobby mit aller Kraft Zweifel säten, ob das Land nach Abschaltung der alten Kraftwerke nicht einfach vor dem wirtschaftlichen Bankrott stünde. Augenblicklich wird ja wieder über die Kernkraft als großer Heilsbringer geredet, obwohl deren Zeit nun tatsächlich zu Ende geht.

Eine deutliche Mehrheit für die Energiewende. Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien

Bernhard Herrmann: Koalitionsvertrag eröffnet Sachsen endlich den Weg aus der Kohle  

Dass der Regierungswechsel in Berlin auch überfällig war für die Entwicklung in Sachsen, machte am Freitag, 26. November, Bernhard Herrmann, Chemnitzer Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90 / Die Grünen, deutlich, indem er auf die Energie- und Klimaziele im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP einging. Denn ab jetzt kann sich auch die sächsische Regierung nicht mehr hinter konservativen Wirtschaftsministern in Berlin verstecken. Auch der „Kohlekompromiss“ ist jetzt nicht mehr das Maß, auf das sich in Sachsen jemand berufen kann.

Mit der Kohle aus dem Tagebau Nochten wird das Kraftwerk Boxberg befeuert. Foto: Marko Hofmann

Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP: LEAG-Chef spielt noch einmal Kassandra

Die Einschätzung von Fridays für Future zum am Mittwoch, 24. November, vorgestellten Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP war eindeutig: „Während die Welt auf knapp drei Grad Erhitzung hinsteuert, verfehlt der Vertrag von SPD, Grüne und FDP noch vor Amtsantritt die eigenen Versprechen zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze. Trotzdem feiern wir nach 154 Wochen Klimastreiks auch Erfolge der Klimabewegung wie den Kohleausstieg 2030. Nur: Der aktuelle Koalitionsvertrag allein reicht für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze nicht aus.“

Commerzbank-Umfrage zum Einzelhandel in der Corona-Zeit: Starke Umsatzeinbußen bei jedem zweiten Einzelhändler in der Region Leipzig

Die Corona-Pandemie hat ordentlich ins Kontor geschlagen. Und vor allem hat sie wirtschaftlich jene Branchen getroffen, die unter den diversen Allgemeinverfügungen ihre Häuser und Läden schließen mussten. Dazu kam dann noch die diffuse Angst vieler Konsumenten, die ihre Einkäufe dann lieber bei Online-Händlern tätigten. Das traf den Einzelhandel auch in Leipzig hart. Die Commerzbank hat jetzt die Ergebnisse einer Umfrage dazu vorgelegt.

Windräder vor den Toren Leipzigs. Foto: Michael Freitag

VEE Sachsen e.V. schreibt Brandbrief: Wie Städte und Gemeinden in Sachsen den Bau von Windkraftanlagen blockieren

Der Windenergie-Ausbau in Sachsen steht still – und benötigt dringend Unterstützung von höchster Stelle. Deswegen haben Mitglieder der Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien in Sachen (VEE Sachsen) e.V. einen Brandbrief an die sächsische Landesregierung übersandt. Denn ausgerechnet da, wo tatsächlich Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen oder in Vorbereitung sind, stellen sich Gemeinden, Bürgermeister und Bürgerinitiativen quer. Oft mit dubiosen Argumenten.

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