Ohne – grünen – Wasserstoff wird in naher Zukunft nichts mehr gehen in der ostdeutschen Wirtschaft. Am 28. August ist nun im Internationalen Congess Center in Dresden die Gemeinschaftsstudie H2-Netz OST offiziell gestartet: Rund 50 Unternehmen, Netzbetreiber, Kommunen, Wirtschaftsförderer und weitere Institutionen haben ihre Beteiligung an dem länderübergreifenden Vorhaben zugesagt. Der Startschuss fiel vor rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim 1. Ostdeutschen Wasserstoffkongress in Dresden.
Ziel der Gemeinschaftsstudie ist es, Bedarfe aus Industrie und Energiewirtschaft, Erzeugungsperspektiven sowie infrastrukturelle Entwicklungen systematisch zusammenzuführen und daraus eine abgestimmte Entwicklungsperspektive für eine Wasserstoff-Verteilnetzinfrastruktur in Ostdeutschland abzuleiten.
Im Fokus steht die konkrete Frage, wie ein länderübergreifend abgestimmter und wirtschaftlich tragfähiger Ausbau auf Verteilnetzebene umgesetzt werden kann. H2-Netz OST soll damit eine belastbare Grundlage für zukünftige Infrastruktur- und Investitionsentscheidungen schaffen.
Beteiligungen sind noch bis zum 22.09.2026 möglich
Auch nach dem offiziellen Start besteht für weitere Unternehmen, Netzbetreiber und Institutionen die Möglichkeit, sich H2-Netz OST anzuschließen. Bis zum 22.09.2026 können sich weitere Partner anmelden. Beteiligte Organisationen können eigene Perspektiven und Bedarfe in die Untersuchung einbringen und von einer gemeinsamen, abgestimmten Datengrundlage profitieren.
Untersuchungsraum erstmals auf ganz Ostdeutschland erweitert
H2-Netz OST knüpft an die 2024 abgeschlossene Gemeinschaftsstudie „Wasserstoffnetz Mitteldeutschland 2.0“ an. Im Auftrag von 54 privatwirtschaftlichen und öffentlichen Partnern wurden damals Quellen und Senken für grünen Wasserstoff erhoben und eine konkrete Zielnetzplanung für ein mitteldeutsches Wasserstoff-Verteilnetz entwickelt. Mit H2-Netz OST wird der Untersuchungsraum nun länderübergreifend auf ganz Ostdeutschland erweitert. Das Vorhaben ist aktuell das einzige Infrastrukturprojekt dieser Art auf Verteilnetzebene in Ostdeutschland.
Bereits zum offiziellen Start haben rund 50 Partner ihre Beteiligung an H2-Netz OST zugesagt. Darunter auch Netzbetreiber aus vielen wichtigen Städten – darunter auch die ONTRAS Gastransport GmbH und die LEAG Gigawatt GmbH.
Unter den Unterstützern findet man die IHK zu Leipzig und die Stadt Leipzig – Amt für Wirtschaftsförderung.
Die Gemeinschaftsstudie H2-Netz OST wird gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der DBI-Gruppe und der VIONTA GmbH & Co. KG durchgeführt. Initiativpartner sind ONTRAS, HYPOS, der DVGW und die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO).
In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.
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