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Die Bremer haben es erfunden: Stadtverwaltung und LVB bereiten Mobilitätsstationen für Leipzig vor

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    Mittels Mobilitätsstationen soll es künftig ganz flexibel durch Leipzig gehen. Und das ganz ohne eigenes Verkehrsmittel. An besagten Umsteigepunkten sollen Mann und Frau problemlos von Bus und Bahn auf ein Taxi, ein Carsharing-Auto oder ein Leihfahrrad umsteigen können. Stadtverwaltung und Leipziger Verkehrsbetriebe bereiten derzeit ein solches Pilotprojekt vor.

    Udo ist ein pfiffiges Kerlchen. Er lebt in der Hansestadt Bremen nach dem Motto: Warum muss ich unbedingt besitzen, was ich einfach nur nutzen will. Auf Englisch: Use it, don’t own ist. Von kreativen Werbetextern zu Udo komprimiert.

    Schnittstellen dieses Carsharing-Projekts an der Weser sind so genannte mobil.punkte. Seit 2003 gibt es diese in der Hansestadt. Selbst der ADAC findet die Idee preiswürdig. International für Furore sorgte das Projekt auf der EXPO 2010 in Shanghai.

    Das System der mobil.punkte habe bislang über 2.000 Autos ersetzt, heißt es in Bremen. Autos, die in der Halbmillionenstadt im Norden weder Immissionen erzeugen, noch Parkplätze beanspruchen.Nun brauchten die Macher bei den Leipziger Verkehrsbetrieben LVB und in der Stadtentwicklungsverwaltung nicht bis nach China zu reisen, um sich über das Konzept zu informieren. Denn mit Vertretern aus Bremen und aus Nürnberg diskutieren Leipziger Offizielle seit 2007 gemeinsam Fragen der Stadtentwicklung im Projekt koopstadt.

    „Leipzig hat das Konzept an seine lokalen Gegebenheiten angepasst“, heißt es aus dem Neuen Rathaus. Derzeit bereiten die Stadtverwaltung und die LVB ein Pilotprojekt für langfristig 20 innerstädtische Mobilitätsstationen vor.

    An drei Orten soll es in Bälde versuchsweise losgehen. Darüber informierten am Montagmittag Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD), Ulf Middelberg, Sprecher der LVB-Geschäftsführung und Raimund Otto, kaufmännischer Geschäftsführer der hiesigen Stadtwerke SWL.Fürs Foto zur Preview wurde eigens eine Attrappe des künftigen Terminals an der LVB-Haltestelle Angerbrücke aufgestellt. Zeitweilig, versteht sich. Solcherart stadtweit einheitlich gestaltete Stelen werden die nötigen Informations- und Serviceangebote vorhalten.

    Die Angerbrücke in Lindenau ist für diesen neuartigen Verkehrsknotenpunkt ein idealer Ort. Schließlich kreuzen hier nicht nur Busse und Bahnen verschiedener Linien ihre Wege. Hier unterhält auch teilAuto eine Station.

    „Hier soll in den nächsten Wochen eine der drei Stationen für die Pilotphase entstehen. Die beiden anderen sind in der Innenstadt an der Markgrafenstraße und in Schleußig an der Könneritzstraße geplant“, teil die Stadtverwaltung mit.

    Als Kriterien für eine Mobilitätsstation benennen die Projektpartner die Verknüpfung des öffentlichen Personennahverkehrs mit mindestens zwei weiteren Verkehrsanbietern, die Nähe zu stark frequentierten Straßenbahn- und Bushaltestellen und Platz für mindestens zwei Carsharing-Autos. Wichtig seien zudem Buchungsmöglichkeiten vor Ort. Eine Erweiterung des Angebots durch eine Ladestation für Elektroautos ist angedacht.

    „Wir wollen den Anteil von umwelt- und klimafreundlichen Verkehrsarten stärken und eine Ökonomie des Teilens im Dienste der Schonung von Ressourcen unterstützen“, begründete Bürgermeister zur Nedden das Vorhaben. „In unserer Strategie und für uns als integrierter Mobilitätsdienstleister spielen die Mobilitätsstationen eine zentrale Rolle“, unterstreicht LVB-Chef Middelberg. Die LVB verstünden sich nicht nur als Anbieter für Fahrten von A nach B. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und weiteren Partnern wolle man alternative Angebote schaffen, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden, so Middelberg.

    www.mobilpunkt-bremen.de

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