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Haltestelle Hauptbahnhof entlasten, mehr Bahnen über den Westring fahren lassen

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    Dass der Leipziger Promenadenring umgebaut werden muss, damit der Straßenbahnverkehr hier schneller flutscht, ist längst klar. Doch es kann noch zwei Jahre dauern, bis die Stadtplaner die Umbaupläne für den Ring fertig haben. Aber aktuell wird gerade der neue Nahverkehrsplan im Stadtrat debattiert. Wie aber soll das Nadelöhr der Haltestelle am Hauptbahnhof entschärft werden, wenn erst in ein paar Jahren Vorschläge dazu kommen? Die CDU-Fraktion hatte da so eine Idee.

    Sie möchte in der Fortschreibung zum neuen Nahverkehrsplan, der ja eine deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen im ÖPNV vorsehen wird, einen weiteren Untersuchungsauftrag untergebracht sehen. Das schrieb sie jetzt in einen Änderungsantrag.

    U 5 a soll der Untersuchungsauftrag lauten: „Kurzfristige Entlastung der Haltestelle Hauptbahnhof durch stärkere Nutzung des westlichen Ringabschnittes, einschließlich Haltestelle Hauptbahnhof Westseite, mittels veränderter Linienführungen.“

    Denn wenn ein Großteil der Verspätungen dadurch entstehen, dass die Straßenbahnen einfach nicht schnell genug durch das Nadelöhr der Hauptbahnhof-Haltestelle kommen, dann liegt doch eine Lösung darin, sie anders um den Ring herumzuleiten.

    Die Begründung des CDU-Antrags: „Die Zentralhaltestelle Hauptbahnhof mit den Gleisen 1–4 ist in der Hauptverkehrszeit das Nadelöhr des Leipziger Straßenbahnnetzes und stößt regelmäßig an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit. Die aktuelle Baumaßnahme der LVB soll eine erste Entlastung bringen.

    Im Nahverkehrsplan wird zu Recht der Untersuchungsauftrag 5 erteilt, der in einer längerfristigen Perspektive auf grundlegende Veränderungen im innerstädtischen Straßenbahnnetz abzielt. Zusätzlich sollten aber auch Wege für eine weitere, eher kurzfristige Entlastung gefunden werden.

    Fakt ist: der westliche Ringabschnitt, zwischen Goerdelerring und Neuem Rathaus, ist mit der Linie 9 relativ wenig ausgelastet, gleiches gilt für die Haltestelle Hauptbahnhof Westseite. Die Umleitung der Linien 10, 11 und 16 im Zeitraum August/September zeigte, dass dieser Abschnitt problemlos mehrere zusätzliche Linien bewältigen kann.“

    Und sogar einzelne Vorschläge für mögliche Veränderungen hat die CDU-Fraktion mitgeliefert:

    „Die Linie 10 kann dauerhaft wie in der Umleitungsphase über den westlichen Ringabschnitt geführt werden.

    Die Linie 16 kann im Wechsel über den östlichen und den westlichen Ringabschnitt geführt werden, d. h. als Linie 16 und 16 E.

    Die Linie 3 kann aus dem Ranstädter Steinweg nach Süden abbiegen und bis Neues Rathaus wie die Linie 9 und ab dann wie die Linie 8 geführt werden.

    Die so erreichte Entlastung der Zentralhaltestelle Hauptbahnhof kann für Taktverdichtungen bei den dort verbleibenden Linien genutzt werden.

    Mit den hier vorgeschlagenen Veränderungen wird auch die Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz als Verknüpfungsstelle zwischen Straßenbahn und S-Bahn attraktiver.“

    Phase 2 der LVB-Bauarbeiten sorgt für veränderte Einschränkungen ab dem 16. September

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    2 KOMMENTARE

    1. Das gute an der 10 ist, dass sie mit der 11 auf einer sehr langen Wegestrecke einen konstanten 5er-Takt bietet. Das ist auch der Grund, weshalb beide Linien letztlich viele Fahrgäste haben.
      Wenn man das aufbricht, wird es deutlich weniger Fahrgäste geben.
      Grundsätzlich gibt es keinen Bedarf Linien vom Hauptbahnhof wegzunehmen. Laut LVB könnten noch 2 weitere Linien im 10er Takt über den Vorplatz geführt werden., gleiches gilt für den Leuchnerplatz.
      Geplant ist in absehbarer Zeit jedoch nur eine neue Linie in der Georg-Schwarz-Straße. Ob diese dann zum Hauptbahnhof führt oder über den Leuschnerplatz stand bisher noch nicht fest. Ursprünglich sollte sie im Dezember 2019 eingeführt werden.

    2. Die Ideen sind prinzipiell machbar, jedoch kann es dadurch wiederum zu einer Verschlechterung für Fahrgäste kommen.

      Denn der Hauptbahnhof hat sich zum zentralen Umsteigeplatz gemausert, obendrein als attraktives Ziel.

      Fahren nun Bahnen westlich um den Ring und bedienen den Hbf nicht mehr, könnte das negativ für diverse Routenplanungen sein.
      Ebenso, wenn bspw. der Leuschnerplatz als S-Bahn-Haltestelle nicht mehr bedient würde.

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