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Pendeln über Verbundgrenzen: Die Marktforschung für den Sachsentarif startet

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    Natürlich ist das ärgerlich, wenn überall in Sachsen andere Tarife gelten, jeder Verkehrsverbund sein eigenes System hat und selbst Arbeitswege über Verbundgrenzen hinaus zu einer Wissenschaft werden. Ein Thema, mit dem sich ja Martin Dulig als Verkehrsminister schon seit Jahren herumschlägt. Jetzt arbeitet das in Dresden angesiedelte Kompetenzcenter an einem einheitlichen Sachsentarif. Die Marktforschung dazu ist gestartet.

    Ab Anfang September bis Dezember 2021 findet eine umfangreiche Fahrgastbefragung in Sachsen statt.

    „Mit der Befragung lernen wir viel über die Wege, die die Fahrgäste im Freistaat täglich zwischen den Verkehrsverbünden zurücklegen“, erläutert Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. „Die Zahlen und die Antworten der Fahrgäste auf die Fragen sind besonders wichtig, damit wir eine umfassende Datengrundlage für den neuen Sachsentarif haben.“

    Damit die Befragung repräsentativ wird, dauert sie drei Monate.

    „Sie umfasst sowohl Zeiten, in denen viele Pendler und wenige Ausflügler unterwegs sind, als auch die Herbstferien, in denen es genau anders herum ist“, sagt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), bei dem das Kompetenzcenter Sachsentarif angesiedelt ist. „Um möglichst genaue Daten zu erhalten, bitten wir die Fahrgäste um ihre Unterstützung und Mitarbeit.“

    Die Fahrgäste erkennen die Befrager an einem Ausweis sowie dem Smartphone oder Tablet, mit denen die Daten anonym erfasst werden. Sie fragen die angesprochenen Fahrgäste kurz nach ihrem Ticket und dem damit zurückgelegten Weg. Bei Tages-, Monats-, Jahres- und Wochenkarten möchte das Kompetenzcenter zudem noch wissen, wie oft diese benutzt werden.

    Der konkrete Zeitraum der Befragung ist zudem vom Verlauf der Corona-Pandemie abhängig: Sollten sich das Mobilitätsverhalten und die Fahrgastzahlen deutlich ändern, wird die Erhebung abgebrochen, da das Ergebnis dann nicht mehr repräsentativ wäre.

    Die Kosten für die Marktforschung werden im Zusammenhang mit der Finanzierung des Kompetenzcenters Sachsentarif durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr getragen. Entsprechend des Beschlusses zwischen den fünf Zweckverbänden und der sächsischen Staatsregierung arbeitet das Kompetenzcenter seit Ende 2019 an der Entwicklung eines neuen Tarifs für Fahrten zwischen den Verkehrsverbünden im Freistaat. Der Start des Sachsentarifs ist für 2023 geplant.

    An der Erhebung beteiligt sich auch der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV).

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