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Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de oder kontaktieren den Versender der Informationen.
Markkleeberg: Bürgerinformation zum Klimaanpassungskonzept am 15. Juni
Die Große Kreisstadt Markkleeberg lädt am Montag, dem 15. Juni 2026, zu einer Bürgerinformationsveranstaltung in den Großen Lindensaal des Rathauses ein. Thema ist das Klimaanpassungskonzept der Stadt. Los geht es um 17 Uhr. Mit einem Ende wird gegen 19 Uhr gerechnet.
Im Kern dieser ersten Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema möchte die Stadt den interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern die vergangene und aktuelle klimatische Situation der Stadt Markkleeberg vorstellen. Gemeinsam wird der Blick auf folgende wichtige Fragen gerichtet:
- Wie haben sich Temperaturen und Niederschläge entwickelt, und was erwartet uns in Zukunft?
- Welche Bevölkerungsgruppen sind von den klimatischen Veränderungen besonders betroffen?
- Wo befinden sich im Stadtgebiet die sogenannten „Hitzeinseln“?
Klimaanpassung bedeutet, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die der Stadt helfen, sich auf veränderte klimatische Bedingungen einzustellen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.
Durch die Förderung von grüner Infrastruktur, innovativem Regenwassermanagement, klimafreundlicher Mobilität und einer zukunftsfähigen Gebäudeinfrastruktur steigern wir die Lebensqualität in Markkleeberg und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Das Klimaanpassungskonzept bildet hierfür eine wesentliche Grundlage: Es dient als Handlungsleitfaden, definiert konkrete Maßnahmen und sichert deren zielgerichtete Umsetzung. Die Basis dafür hat das Bundes-Klimaanpassungsgesetz gelegt. Damit wurde 2024 der erste rechtsverbindliche Rahmen für die Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels geschaffen.
Die Stadt Markkleeberg setzt bereits seit einigen Jahren Maßnahmen zur Klimaanpassung um. Sei es bei der Grünflächenpflege oder Straßenbaumpflanzungen, der Bereitstellung von Versickerungsmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum, bei kommunalen Baumaßnahmen wie der Jugendherberge oder der Festsetzung von Klimamaßnahmen in der Stadtplanung.
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Verdacht des versuchten Totschlags
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 48-jährigen Russen Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden erhoben. Dem Beschuldigten liegt versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last.
Ihm wird vorgeworfen, am 15. Februar 2026 gegen 15:15 Uhr einem 42-jährigen obdachlosen Polen nach einem vorangegangenen Streit auf dem Schlesischen Platz 1 vor dem Bahnhof Dresden-Neustadt mit Tötungsvorsatz einmal mit dem Messer in den Bauch gestochen zu haben. Der Geschädigte wurde hierdurch lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Er hat den Angriff überlebt.
Der Beschuldigte wurde am 15. Februar 2026 durch die Polizei festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden am 16. Februar 2026 einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er ist bereits erheblich und teilweise einschlägig vorbestraft. Der Beschuldigte hat sich zum Tatvorwurf eingelassen und behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben.
Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.
Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt.
Mit Kunst und Kultur für Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt: Der Protestflügel rollte durch Leipzig + Video
Am 12. Juni rollte der Protestflügel zum dritten Mal von Leipzig Plagwitz zum Leipziger Marktplatz, diesmal allerdings im sporadisch auftretenden Nieselregen, was der Stimmung der Teilnehmenden aber keinen Abbruch tat. Am Treff- und Startpunkt der Kreuzung Karl-Heine-Straße / „kleine feine Merse“ fanden sich gegen 14.00 Uhr die ersten Menschen ein, die Bäckerei Wendl spendierte Kaffee und Gebäck und die Küfa (Küche für alle) war anwesend, die Verpflegung erhöhte die Stimmung ebenfalls.
Die Künstlerin Mona Ragy Enayat bereitete sich auf ihren Auftritt, den ersten der Veranstaltung, vor. Wir nutzten die Gelegenheit für einige Fragen.

Nach dem, von der Polizei kontrollierten, ordnungsgemäßen Einparken des Konzertflügels am Straßenrand ging es auch schon mit der Eröffnung los. Worum es geht, dazu sagte Sahra Kaden:
„Warum machen wir das Heute? Drei Stichworte: Vernetzung, Forderung, Freude. Das Bachfest steht dieses Jahr unter dem Motto „Im Dialog“ und genau darum geht es uns auch. Wir wollen Kultur und Engagement miteinander verbinden, wir wollen Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die sich fragen: Wie wollen wir in Zukunft in Leipzig leben. Wir wollen das Netzwerk stärken, welches wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Wir wollen langfristig zusammen denken was zusammengehört, nämlich Kulturschaffende und Menschen die sich für das Leben hier engagieren.

Wir sind überzeugt: Kultur braucht eine lebenswerte Zukunft und eine lebenswerte Zukunft braucht Kultur. Unsere Forderungen an den Stadtrat sind: Mobilität für alle, sicher, bezahlbar und klimafreundlich, Stadtgrün schützen und ausbauen, Menschen stärken, Menschen schützen und Gemeinschaft stärken. Die findet ihr auch im Detail auf unserer Webseite protestfluegel.org. Wir werden diese Forderungen ausdrucken und dorthin übergeben, wo sie hinhören, nämlich an den Stadtrat. Das Besondere dieses Jahr ist, dass wir diese Forderungen mit Leipziger Initiativen aufgestellt haben, namentlich Verkehrswende Leipzig, ADFC, Leipzig pflanzt, Leipzig gießt, der Deutschen Umwelthilfe und Fridays for Future.
Und neben den Forderungen und der Vernetzung gibt es auch die Freude. Es geht uns darum, das Notwendige mit dem Schönen zu verbinden, das wollen wir hiermit machen. Danke, dass ihr da seid, es ist schön euch zu sehen. Es bewegt mich, es freut mich sehr.“

Wir haben mit einigen Vertretern der Veranstalter dazu gesprochen.
Es ging am Startplatz mit den ersten Acts los, Johannes Lauer und Linus Berg spielten, unter anderem Duke Ellington, auf der Posaune. Johannes gab uns auch ein kurzes Statement zu seiner Motivation.
Der Zug setzte sich in Bewegung. Mit Live-Musik ging es über die Karl-Heine-Straße zur Sachsenbrücke, wo ein erster Stopp mit Zwischenkundgebung und Live-Acts stattfand. Die Menschen ließen sich weder vom sporadischen Regen, noch von der Panne mit der Zugdeichsel des Anhängers aufhalten. Mit vereinten Kräften wurde der Schaden behoben.

Weiter ging es zur zweiten Station, dem Platz vor dem Bundesverwaltungsgericht, wo der Crazy Generation Chor schon wartete und nach der Zwischenkundgebung unter anderem das diesjährige ProtestFlügelLied performte. Das Video von diesem Auftritt haben wir für eine kleine Bilderschau genutzt.

Weiter ging es über den Ring und durch die Innenstadt zum Marktplatz und somit zum Ende des Umzugs. Der Dank der Veranstalter galt allen, besonders den nicht genannten, Teilnehmenden und Künstlern.

Damit endete der Umzug des Protestflügels, später folgten im offiziellen Programm der Bach-Tage noch Auftritte der Künstlerinnen und Künstler.
Bunter Mockauer Sommer 2026: Stadt lädt zu Musik, Kultur und zum Mitmachen ein
Pünktlich zum (kalendarischen) Sommerbeginn: Das inzwischen traditionelle Stadtteilfest in Mockau, der „Bunte Mockauer Sommer“, wird in diesem Jahr am 20. und 21. Juni 2026 gefeiert. Dafür wird die Grünfläche gegenüber der Otto-Michael-Straße 16–22 mit zahlreichen Aktivitäten belebt, teilt die Stadt mit.
Ziel ist es, dort einen temporären Begegnungsort für die Nachbarschaft zu bieten, einen Treffpunkt für alle Bewohnerinnen und die Freunde des Stadtteils. Das Fest wird vom Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung sowie dem Quartiersmanagement INTIGRA+ gemeinsam mit vielen Einrichtungen, Vereinen und Schulen aus Mockau und den angrenzenden Stadtteilen bereits zum neunten Mal veranstaltet.
Baubürgermeister Thomas Dienberg (Grüne) meint dazu: „Der ‚Bunte Mockauer Sommer‘ trägt seit 2018 zu einem lebendigen und inklusiven Stadtteilleben bei. Die lokalen Vereine und Initiativen nutzen die Gelegenheit, um sich vorzustellen; Künstlerinnen und Künstlern wird für zwei Tage eine Bühne geboten. Dieses Fest ist eine der Maßnahmen des Stadtteilkonzepts, mit dem die Entwicklung und Vernetzung Mockaus vorangebracht werden sollen.“
Festwochenende mit Musik, Kultur und Mitmachangeboten für die ganze Familie
Die Besucher erwartet auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Festwochenende mit Musik, Kultur und zahlreichen Mitmachangeboten für die ganze Familie. Zu den Höhepunkten zählen die Eröffnung am Samstag um 13:00 Uhr mit Baubürgermeister Thomas Dienberg und dem Chor „Mockau singt“, das Knalltheater, das Livekonzert von Mert Güney & Band sowie die Talentshow „Bühne frei für Mockau. Dein Talent. Deine Bühne.“
Für diese Show am Samstag können sich talentierte und mutige Künstlerinnen und Künstler noch per E-Mail anmelden unter intigra@bgh-leipzig.de.
Am Sonntag gibt es für die Besucherinnen ab 10:00 Uhr unter anderem einen Freiluftgottesdienst, ein Bürgerfrühstück sowie die Zaubershow von Rosa Poposa. Livekonzerte geben Hey Mel und die Mondnomaden sowie Gabriel Alvarez. Ergänzt wird das Programm an beiden Tagen durch kreative Workshops, Spiel- und Bewegungsangebote sowie viele Aktionen zum Ausprobieren und Mitmachen. Das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung und das Quartiersmanagement informieren über aktuelle Projekte und Entwicklungen im Stadtteil.
Schwerpunktgebiet der integrierten Stadtteilentwicklung
Mockau ist ein Schwerpunktgebiet der integrierten Stadtteilentwicklung in Leipzig. Das Stadtteilfest wird maßgeblich aus Kulturfördermitteln der Stadt Leipzig finanziert und durch das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt (SZP) Mockau unterstützt. Im integrierten Stadtteilentwicklungskonzept werden Ziele und Maßnahmen für Mockau beschrieben.
Zeit und Ort
20. und 21. Juni 2026, auf der Grünfläche gegenüber der Otto-Michael-Straße 16-22.
Weitere Informationen
Termin steht fest: Melanie Müller muss wegen mutmaßlicher Urkundenfälschung erneut vor Gericht
Der Ort könnte ihr schon etwas vertraut sein: Bei einem Termin am Leipziger Amtsgericht vor rund zwei Jahren hatte Partysängerin und TV-Darstellerin Melanie Müller ihren SUV auf einem Behindertenparkplatz vor dem Gebäude abgestellt. Der Ausweis hinter der Windschutzscheibe, der sie dazu berechtigt hätte, soll laut Staatsanwaltschaft eine Fälschung sein. Nun steht ein Prozesstermin fest.
Zunächst hatte die Leipziger Volkszeitung über den neuen Verhandlungstermin berichtet. Dieser ist demnach für Dienstag, den 11. August 2026, anberaumt worden. Laut Staatsanwaltschaft soll Melanie Müller am 15. August 2024 vor dem Leipziger Amtsgericht ihren SUV auf einem ausgewiesenen Parkplatz für schwerbehinderte Menschen abgestellt haben, um einen privaten Termin im Gerichtsgebäude wahrzunehmen. Allerdings wurde die heute 38-Jährige während des Vorgangs von einem Reporter fotografiert.
Fälschungsverdacht bei Ausweis: Kreis Recklinghausen erstattete Anzeige
Ein hinter der SUV-Frontscheibe deponierter Behindertenausweis war dabei vermeintlich auf den Kreis Recklinghausen ausgestellt, der dies aber ausdrücklich verneinte. Daher erstattete er Anzeige bei der Leipziger Staatsanwaltschaft. Im Dezember 2024 fand dann eine Razzia in Müllers damaligem Leipziger Privathaus statt, bei der es nach Behördenangaben um Beweismittel im Zusammenhang mit dem Park-Vorfall ging.
Offenbar wurde man dabei fündig, sodass gegen Melanie Müller ein Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen erging – der Vorwurf: Urkundenfälschung. Weil Müller Widerspruch einlegte, soll der Sachverhalt nun in einer Hauptverhandlung beleuchtet werden.
Verurteilt wegen „Hitlergruß“ und Drogenbesitz
Das Leipziger Landgericht hatte die zweifache Mutter zuletzt Anfang des Jahres in einem Berufungsprozess wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen in Tatmehrheit mit Drogenbesitz für schuldig befunden. Das Urteil: 70 Tagessätze à 50 Euro Geldstrafe. Demnach soll Müller bei einem Auftritt zum Oktoberfest der „Rowdys Eastside“ in Leipzig in der Nacht zum 18. September 2022 mehrfach den sogenannten Hitlergruß gezeigt sowie illegal Drogen besessen haben.
Müller hatte die Vorwürfe, wie zuvor schon in der ersten Gerichtsinstanz, komplett abgestritten und sich von rechtsextremer Ideologie distanziert.
Ein derartiges Weltbild sei ihr auch nicht zu unterstellen, zumindest aber habe sie sich während der aufgeheizten Konzertatmosphäre in einem Augenblicksversagen zum Heben des rechten Arms hinreißen lassen: Mindestens ein Konzertbesucher habe den „Hitlergruß“ vollführt, während die alkoholisierte Angeklagte zu „Ost-, Ost-, Ostdeutschland“-Rufen die Masse anheizte. Dabei nahm sie billigend in Kauf, wie ihre Geste zu verstehen ist, sagte die Richterin am Landgericht, Karen Aust.
Kein Schuldeingeständnis: Müller akzeptiert Geldstrafe
Gleichwohl kam Müller mit 3.500 Euro Gesamtgeldstrafe deutlich billiger als in der Vorinstanz weg – schließlich hatte ihr das Amtsgericht noch 80.000 Euro aufgebrummt.
Der Unterschied dürfte sich auch daraus erklären, dass Müller im Berufungsverfahren erstmals öffentlich über ihre finanziellen Verhältnisse sprach und diese als zerrüttet beschrieb. Sie nannte allein 150.000 Euro Schulden beim Finanzamt. Dazu seien die Auftrittsbuchungen eingebrochen, zuletzt sei sie auf Einkünfte aus einem Teilzeitjob und Hilfe ihrer Eltern angewiesen gewesen.
Im März 2026 gab Melanie Müller bekannt, dass sie die 3.500 Euro Geldstrafe nicht weiter anfechte, als schuldig sehe sie sich aber nach wie vor nicht. Die 38-Jährige wurde in Oschatz geboren und wuchs überwiegend in Grimma auf. 2014 hatte sie die achte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (umgangssprachlich: „Dschungelcamp“) für sich entschieden. Überdies stand sie in einer Vielzahl ähnlich gelagerter TV-Formate vor der Kamera und trat als Schlagersängerin unter anderem auf Mallorca auf.
Karacho: Ein Roman über das Entlieben, Verzweifeln und Wieder-Lebendigwerden
Eigentlich ist es eine Geschichte, die mittlerweile vielen gestandenen Paaren passiert: Aus heiterem Himmel kündigt einer der Partner die Ehe oder Lebensgemeinschaft auf, hat sich woanders neu verliebt oder hat das Gefühl, endlich aus den Fesseln herausmüssen. Das ist meist eher ein Klamauk-Thema für Middle-Age-Romane. Aber wie sieht das Ganze tatsächlich für eine Betroffene aus? Kira zum Beispiel, Mitte 40, Mutter zweier Söhne, Künstlerin und in Vau noch immer verliebt wie vor 20 Jahren?
Doch Vau hat eine Jüngere kennengelernt. Man kennt diese Konstellation nur zu Genüge. Er blüht auf, krempelt sein Leben um und lässt Kira regelrecht auflaufen. Einfach dumm dastehen mit all ihren Gefühlen und Gewissheiten, die nun vor ihren Augen zerbröseln. Und wer das erlebt hat, der weiß, wie lange es dauert, bis auch der Kopf begreift, dass das so sicher und vertraut gedachte Leben jetzt in die Binsen geht, sich völlig auflöst.
Und auch Kira braucht lange, bis das alles sackt. Sie schreibt sogar Tagebuch. Denn auch Schreiben gehört zu ihren Professionen – neben dem Malen, mit dem sie eher nur bescheidenen Erfolg hat. Auf einmal steht auch noch ein Thema im Raum, das alle Freischaffenden kennen: Reicht das Geld jetzt überhaupt noch für Miete und Haushalt?
Oder landet Kira nun umgehend auf dem harten Boden der finanziellen Tatsachen, wo doch Vau bisher vor allem die gemeinsame Wohnung finanziert hat?
Liebe und Demütigung
Kira muss sich völlig neu organisieren, auch wenn die ersten Wochen eigentlich geprägt sind von Nicht-Begreifen, einer Portion Verzweiflung und tiefer Niedergeschlagenheit. Denn das ist das Heftigste, das mit solchen Trennungen immer verbunden ist: dass die Betroffenen erst einmal völlig überfordert sind von der Situation, enttäuscht und – ja, auch das – gedemütigt.
Alles Gefühle, die in Susanne Schirdewahns Roman zur Sprache kommen. Gefühle, über die man eigentlich nicht redet in einer Gesellschaft, in der man sich eigentlich überall als Erfolgsmensch verkaufen muss, nicht zu entmutigen, stets mit tollen Projekten unterwegs.
Doch gerade dann, wenn ein geliebter Partner nach 20 Jahren – wie Vau – eher beiläufig zu verstehen gibt, dass er Kira nicht mehr liebt, wird der Vorgang zur Demütigung. Und Kira erlebt es heftig, möchte sich am liebsten verkriechen. Aber sie ist nicht die Frau, die klein beigibt und sich hängen lässt, auch wenn die ersten Wochen hart sind, regelrecht niederschmetternd.
Auch weil Vau freundlich bleibt, schon wegen der Kinder regelmäßig in der gemeinsamen Wohnung ist. Als wäre nichts, als hätte er mit seiner Ankündigung, sich in eine viel Jüngere verliebt zu haben, Kira nicht den Boden unter den Füßen weggezogen.
Da kann man sich noch so sehr vornehmen, die Trennung einvernehmlich oder gar in Freundschaft durchzuziehen – es kollidiert trotzdem mit der wohl tiefsten Verletzung, die man einander antun kann. Wobei Vau in dieser Geschichte eigentlich immer weniger interessiert, auch wenn Kira ihm am Ende noch eine Art Dankschreiben widmet, in dem sie einige der schönsten Erlebnisse aus der gemeinsamen Zeit auflistet.
Das ist stark, richtig stark, weil für gewöhnlich nach so einer Geschichte nur noch wenig Platz ist für so eine Dankbarkeit, selbst wenn es wirklich intensive 20 Jahre waren.
Ach, diese Männer!
Aber eigentlich geht es auch da nicht um Vau, sondern um Kira selbst, die mehr als ein Jahr braucht, um sich aus der Gefühlsmühle zu befreien. Irgendwann beschließt sie einfach, sich das eigene Leben nicht (mehr) von Vaus Verhalten vorgeben zu lassen.
Immerhin lebt sie in Berlin, hat echte Freundinnen, die zuhören, wenn sie über ihr Drama erzählt. Und sie steckt – das merkt sie nach und nach – voller Lebens- und Liebeslust. Noch so ein Aspekt bei solchen Trennungen: Was ist eigentlich aus dem tiefen Bedürfnis nach intensiver körperlicher Leidenschaft geworden? Darf man mit Mitte 40 noch verliebt und liebeshungrig sein wie mit 20?
Kira nimmt sich das Recht. Sodass Susanne Schirdewahns Roman eben nicht davon erzählt, wie eine Frau die Niederlage ihres Lebens erlebt, sondern von einer selbstbewussten Kira, die gar nicht einsieht, dass die Trennung jetzt auch noch das Urteil über ihr eigenes Leben sein soll.
Auch wenn die Liebhaber, die sie findet, durchaus ihre eigenen Probleme haben und ausgerechnet Nick, ihr Rettungsanker in liebesdürstenden Nächten, selbst so etwas erlebt wie Vau.
Ach, diese Männer!, möchte man an den Rand schreiben. Aber vielleicht ist es richtiger zu sagen: So ist das Leben. Manche landen in einer veritablen Midlife-Krise. Andere bekommen das drängende Gefühl, doch noch irgendetwas Wildes in ihrem Leben anstellen zu müssen, sich noch einmal zu beweisen – wie Vau, der ganz offensichtlich davon ausgeht, dass Kira das einfach so schluckt.
Warten – auf wen eigentlich?
Aber Kiras Geschichte wird immer mehr zu einer Geschichte der Selbstermutigung. Sie ist es, die Vau am Ende verbal und laut aus der Wohnung schmeißt, weil sie von seinem so selbstverständlichen Freundlichtun die Nase voll hat.
Sie wünscht sich klare Verhältnisse, nicht so ein Herumgeeier. Und vor allem will sie wieder spüren, dass sie Herrin im eigenen Leben ist. Sie sucht sich einen Job, organisiert Ausstellungen, produziert wilde Bilder, plant am Ende gar eine völlig ausgefallene Inszenierung von „Warten auf Godot“.
Ausgerechnet, möchte man sagen. Aber man merkt es ja in allen ihren Einträgen und der Energie, mit der sie sich am Ende selbst zusammenrauft: Dieses Warten auf den nie erscheinenden Godot hat eine Menge mit ihrem Leben zu tun.
Nicht nur mit ihrer abgebrochenen Karriere als Regisseurin. Sondern auch mit der Situation, in die sie Vau gebracht hat, als er ihr seine Liebschaft wie eine endgültige Entscheidung präsentierte. So nach dem Motto: Männer dürfen das. Sie können nicht anders.
Können sie wohl. Aber das müsste dann wohl ein Autor beschreiben, der das Ganze aus männlicher Sicht erzählt – wenn er gut ist, genauso intensiv wie Susanne Schirdewahn, die mit ihrem Roman im Grunde von etwas erzählt, was wir alle brauchen im Leben. Nicht nur nach niederschmetternden Trennungen von Menschen, an denen all unsere Gefühle hingen.
Sondern in allen schweren Situationen im Leben, wenn uns die Umstände signalisieren wollen, dass wir gerade die Niederlage unseres Lebens erleben und jetzt endgültig aufgeben sollten. Aber Kira gibt nicht auf.
Sie lässt sich das Geschlagensein einfach nicht gefallen. Auch wenn es lange dauert, bis sie das Gefühl hat, den Kopf endlich wieder über Wasser zu haben, der Situation nicht mehr ausgeliefert zu sein. Sondern auch das Recht hat, laut und deutlich sein zu dürfen.
Aus dem Schlamassel
Es ist, als wäre dieser Roman eine Gegengeschichte zur Metaerzählung unserer Zeit, in der ständig von Niederlagen und Opfern die Rede ist, wo die einen verdammen und beschämen und die anderen beschämt in der Hilflosigkeit erstarren.
Da passt dann der Titel des Romans, in dem es lange Zeit ganz und gar nicht mit Karacho zugeht. Aber spätestens als das Wort einmal fällt, wird klar: Kira hat sich selbst aus dem Schlamassel gezogen. Mithilfe von Freundinnen und Liebhabern.
Aber auch mit der unbändigen Lust, ihr Leben jetzt erst recht in die eigenen Hände zu nehmen. Denn mit Mitte 40 ist man noch kein rostiges Eisen. Im Gegenteil: Da kann man die Dinge wieder beim Kragen packen. Und wieder lernen, dass man im eigenen Leben die Hauptrolle besetzt.
Was man ja in langen und auch intensiven Partnerschaften oft verlernt hat, weil man sich immer als Paar dachte und alles Vertrauen darauf setzte, dass das hält bis ganz zum Schluss.
Sich selbst wieder in die Mitte der Welt zu stellen, das braucht Mut und ein Stück Selbstvertrauen, das man sich zwischen Trauer und Enttäuschung langsam wieder erobern muss. Mit Rückschlägen und Tiefschlägen. Und vielen, vielen Zweifeln, ob man aus dem Tief je wieder herauskommt.
Eine Geschichte direkt aus dem Leben. Und wem es just passiert ist – der wird sich in Kiras Geschichte wiedererkennen.
Susanne Schirdewahn Karacho Voland & Quist, Berlin 2026, 22 Euro.
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Aktuelle Verkehrsinformationen für die Autobahn A4
A4: Sperrung der Abfahrten der Anschlussstelle Ohorn in beiden Fahrtrichtungen
Im Rahmen von Baugrunduntersuchungen kommt es am 16.06.2026 und 17.06.2026 zu kurzzeitigen Sperrungen der Abfahrten der Anschlussstelle Ohorn. Die Abfahrt der Richtungsfahrbahn Görlitz wird am 16.06.2026 von 09:00 Uhr bis spätestens 15:00 Uhr gesperrt. Die Umleitungsführung erfolgt als Wendefahrt über die Anschlussstelle Burkau.
Die Abfahrt der Richtungsfahrbahn Dresden wird (nach Beendigung der Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn Görlitz) am 16.06.2026 frühestens ab 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr und am 17.06.2026 zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr gesperrt. Die Umleitungsführung erfolgt als Wendefahrt über die Anschlussstelle Pulsnitz.
Eine gleichzeitige Sperrung der beiden Abfahrten wird ausgeschlossen.
UPDATE A4: Sperrung der Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Uhyst a.T. in Fahrtrichtung Dresden (Aachen)
Vom 4. Mai 2026 bis 30. Juni 2026 (statt 24. Juni 2026) werden die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Uhyst a.T. in Fahrtrichtung Dresden (Aachen) gesperrt. Grund dafür ist die Erneuerung der Fahrbahn. Der abfahrwillige Verkehr wird als Wendefahrt über die Anschlussstelle Burkau geführt. Der auffahrwillige Verkehr wird ab der Anschlussstelle Uhyst über die Bedarfsumleitung U14 zur Anschlussstelle Burkau geleitet.
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Polizeibericht 12. Juni: Unfall mit Linienbus, Opelfahrer übersieht Radfahrerin, Motorradfahrer flüchtet erfolglos vor der Polizei
Unfall mit Linienbus
Ort: Leipzig (Stötteritz), Sommerfelder Straße, Ecke Pommernstraße, Zeit: 11.06.2026, gegen 07:30 Uhr
Am Donnerstagvormittag kam es im Leipziger Osten zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Linienbus, bei dem ein Fahrgast leicht verletzt wurde. Ein 63-jähriger deutscher Opel-Astra-Fahrer befuhr die Pommernstraße in Stötteritz in östlicher Richtung und wollte nach links auf die Sommerfelder Straße abbiegen. Dabei übersah er den von links auf der Sommerfelder Straße kommenden, vorfahrtsberechtigten Linienbus.
In der Folge kam es zur Kollision, wobei ein weiblicher Fahrgast (18) stürzte, sich leicht verletzte und zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Sachschaden wird auf circa 8.000 Euro beziffert. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.
Opelfahrer übersieht Radfahrerin
Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Hermann-Liebmann-Straße / Eisenbahnstraße, Zeit: 11.06.2026, gegen 19:30 Uhr
Am Donnerstagabend kam es im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde. Der 22-jährige Fahrer (turkmenisch) eines Opel Astra befuhr die Herrmann-Liebmann-Straße in südliche Richtung und wollte auf die Eisenbahnstraße nach links abbiegen. Dabei übersah er die vorfahrtsberechtigte 40-jährige Radfahrerin, welche ihm auf der Hermann-Liebmann-Straße entgegenkam und die Kreuzung gerade queren wollte.
Es kam zur Kollision, bei der die Radfahrerin schwer verletzt wurde. Sie wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von circa 1.500 Euro. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen einer fahrlässigen Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall aufgenommen.
Motorradfahrer flüchtet erfolglos vor der Polizei
Ort: Rötha (Espenhain), Leipziger Straße, Zeit: 11.06.2026, gegen 10:00 Uhr
Am Donnerstagvormittag flüchtete ein Motorradfahrer in Espenhain vor der Polizei. In Störmthal endete seine Flucht. Gegen 10 Uhr wollte ein Streifenwagen des Polizeireviers Borna in der Leipziger Straße in Espenhain, ein schwarzes Motorrad kontrollieren. Der Fahrer der Honda CBR beschleunigte daraufhin sein Motorrad und versuchte, vor dem Streifenwagen zu flüchten.
In der Neuen Straße in Störmthal konnten die Beamten die Honda schließlich stellen, jedoch ohne Fahrer. Er hatte sein Motorrad dort abgestellt und war zu Fuß in den dortigen Wald geflüchtet. Dort konnte er letztendlich gestellt werden. Es handelte sich um einen 46-Jährigen (deutsch), der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Ebenso stellten die Beamten fest, dass die an der Honda angebrachten Kennzeichen gefälscht waren.
Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Amphetamine, weswegen ihm Blut abgenommen wurde. Der 46-Jährige hatte zudem auch Amphetamine dabei. Die Ermittlungen wegen verschiedener Verkehrsdelikte, des Besitzes von Betäubungsmitteln sowie weiterer Straftaten wurden aufgenommen.
Freitag, der 12. Juni 2026: Protestflügel rollt durch die Stadt, Reform für Selbstbestimmungsgesetz, schwerer Rad-Unfall im Osten
Klimagerechtigkeit verleiht Flügel. Oder so ähnlich. Die Gruppe ProtestFlügel zog heute ein solches Musikinstrument von Plagwitz bis zum Marktplatz, um anlässlich des Bachfestes für eine lebenswerte, klimagerechte Stadt einzutreten. Die Justizministerkonferenz will dem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes einen Riegel vorschieben. Und: Schwerer Rad-Unfall im Osten. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 12. Juni 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Protestflügel rollt durch die Stadt
Der Protestflügel ist angekommen. Auch das regnerische Wetter konnte ihn nicht stoppen. Von der Merseburger Straße aus ist das Musikinstrument mittels Muskelkraft auf einem großen Anhänger quer durch die Stadt bis zum Marktplatz gezogen worden – zur großen Bachfest-Bühne. Bereits zum dritten Mal nutzte damit die „ehrenamtliche Leipziger Bewegung an der Schnittstelle von Musik, Demokratie und Klimaschutz“ – so die Selbstbeschreibung der ProtestFlügel-Gruppe – den Rahmen des Bachfestes, um einerseits Musik in den öffentlichen Raum zu bringen außerdem Klimagerechtigkeit hörbar, sichtbar und spürbar zu machen.
Zudem trägt die Gruppe folgende drei Forderungen für eine lebenswerte Stadt nach außen: (1) Mobilität für alle: sicher, bezahlbar und klimafreundlich, (2) Stadtgrün schützen und ausbauen, (3) Menschen schützen und Gemeinschaft stärken. Und damit diese Forderungen auch an die Ohren der Stadtoberen dringen können, hat ProtestFlügel daraus direkt ein Lied gemacht. Gesungen zur Melodie von „Ich steh an deiner Krippe hier“ – natürlich von Johann Sebastian Bach:
„Kommt’ her, ihr Menschen, fern und nah
wir möchten was verkünden!
Die Klimaziele uns’rer Stadt
könn’n wir genehm verbinden
mit allem, was wir täglich woll’n
von Ruh’ bis Luft zu freiem Raum
d’rum Stadtrat höre her!
Gebt Wege uns für Fuß und Rad
der Autolärm ist grässlich,
für weite Strecken Bus und Bahn
bezahlbar und verlässlich!
In uns’rem schönen Kern der Stadt
sind wir das Tempo 50 satt
d’rum Stadtrat höre her!
Die Luft zum Atmen wird uns knapp,
wir brauchen grüne Räume!
Asphalt drückt uns’re Böden platt,
macht Platz für neue Bäume!
Die Schwammstadt schützt vor Hitz’ und Flut
das Grün steht uns’ren Dächern gut
d’rum Stadtrat höre her!“
Mehr zur heutigen Leipzig-Tour des ProtestFlügels gibt es morgen von LZ-Kollege Thomas Köhler zu lesen.
Justizministerkonferenz lässt Selbstbestimmungsgesetz nachschärfen
Auf der 97. Justizministerkonferenz in Hamburg haben Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine gesetzliche Nachschärfung des Gesetzes über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG) angestoßen. So wurde beschlossen, dass gesetzlich klarzustellen ist, unter welchen objektiven Voraussetzungen Standesämter bei offensichtlichen Missbrauchsfällen tätig werden können. Die Justizministerinnen und Justizminister der Länder haben mit ihrem Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, einen entsprechenden Gesetzgebungsvorschlag zu unterbreiten.
Aktuelle Relevanz erhält diese Initiative der mitteldeutschen Bundesländer durch den Fall der Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich. Diese war 2023 – noch unter dem männlichen Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle (Saale) wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer 18-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ende 2024 initiierte Liebich dann die Änderungen von Geschlechtseintrag und Vornamen – entsprechend des neuen Selbstbestimmungsgesetzes, was Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) als klaren Missbrauch interpretiert.
„Wir stärken damit die gesellschaftliche Akzeptanz des Selbstbestimmungsgesetzes und schützen die sensiblen Bereiche wie den Strafvollzug oder die Strafverfolgung“, so die sächsische Justizministerin Prof. Constanze Geiert (CDU) zu dem heutigen Beschluss. „Es geht ausdrücklich nicht darum, die geschlechtliche Identität von Menschen staatlich überprüfen zu lassen. Prüfbar sollen allein objektive und dokumentierbare Umstände sein, die auf eine zweckwidrige oder missbräuchliche Nutzung des Verfahrens hindeuten“.
Schwerer Rad-Unfall im Osten
Bei einem Verkehrsunfall im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld ist gestern Abend eine 40 Jahre alte Radfahrerin schwer verletzt worden. Nach polizeilichen Angaben zum Unfallhergang war ein 22-jähriger Fahrer eines Opel Astra auf der Hermann-Liebmann-Straße in südlicher Richtung unterwegs gewesen und wollte gegen 19:30 Uhr nach links in die Eisenbahnstraße abbiegen. Dabei erfasste er die entgegenkommende, vorfahrtsberechtigte Radfahrerin, die die Kreuzung gerade queren wollte.
Die verletzte Frau wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt, und der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall aufgenommen.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
WM-Tagebuch (2): Kanada und die USA spielen jetzt auch mit
Vor dem ersten WM-Spiel des DFB-Teams: Leipziger Papageien geben Tipp ab
Hallo Leipzig: So startet Freitag, der 12. Juni 2026
Die AfD im Osten: Was die Wahlen von 2024 und 2025 über die Erfolgsrezepte der AfD verraten
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Was heute sonst noch wichtig war:
Das Elon Musk-Unternehmen SpaceX wird seit heute an der Börse gehandelt. Es war der größte Börsengang der Geschichte. 75 Milliarden Dollar nimmt SpaceX durch den Verkauf von Wertpapieren ein und ist damit eines der wertvollsten US-Unternehmen überhaupt.
Das Ebola-Virus hat sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter ausgebreitet. Bis Mitte der Woche waren insgesamt 676 Fälle bestätigt worden, 136 der infizierten Personen sind bereits verstorben. Die Epidemie hatte vor etwa einem Monat offiziell festgestellt worden.
Täter können künftig gerichtlich zum Tragen von elektronischen Fußfesseln verpflichtet werden. Einen entsprechenden Beschluss des Bundestages hat nun auch der Bundesrat gebilligt. Damit sollen Opfern häuslicher Gewalt besser geschützt werden.
WM-Tagebuch (2): Kanada und die USA spielen jetzt auch mit
Die Welt sei nicht genug, hieß es vor knapp drei Jahrzehnten im Titel eines „James Bond“-Films. Leicht abgewandelt könnte man heute formulieren: Ein (einziges) Eröffnungsspiel bei der Weltmeisterschaft ist nicht genug. Klar, offiziell gibt beziehungsweise gab es auch nur eines davon, aber die kommenden Auftaktspiele der Gastgeber Kanada und USA könnte man schon mitzählen.
Das nördlichste der drei Gastgeberländer startet am Freitagabend gegen Bosnien-Herzegowina ins Turnier. Im Gegensatz zu Mexiko und den USA ist es für Kanada das erste Mal, dass das Land eine Fußball-WM der Männer austrägt. Kanada hofft bei dieser Premiere auch auf seinen ersten WM-Sieg überhaupt. Bei den bisherigen beiden Teilnahmen vor vier und vor 40 Jahren war das nicht gelungen.
In einer Gruppe, in der neben dem Favoriten Schweiz auch noch Katar und eben Bosnien-Herzegowina dabei sind, sollte das durchaus möglich sein. Problem: Der wichtigste Spieler wird wohl nicht rechtzeitig fit. Linksverteidiger Alphonso Davies, der Bayern-Spieler, hat anhaltende Oberschenkelprobleme und wird möglicherweise erst in der K.o.-Phase eine Option – wenn überhaupt.
Immerhin ist Kanada nicht vollständig von einem Spieler abhängig. Mit Jonathan David von Juventus Turin und Cyle Larin vom FC Southampton gibt es speziell im Angriff ordentlich Qualität. Gegner Bosnien-Herzegowina hat ebenfalls prominente Verletzungssorgen. Weltstar Edin Dzeko, mit 38 Jahren aktuell bei Bundesligaaufsteiger Schalke 04 aktiv, sollte aber rechtzeitig wieder einsatzfähig sein.
USA verweigern Fans der Elfenbeinküste die Einreise
Wenige Stunden nach Kanada greifen dann auch die USA ins Turnier ein. Gemeint ist dabei natürlich die Fußball-Nationalmannschaft. Die USA als Staat greifen schließlich schon seit Tagen ins Turnier ein, indem sie Schiedsrichter, Delegierte oder Fans wieder nach Hause schicken oder gar nicht erst einreisen lassen.
Wie am Donnerstag bekannt wurde, erwischte es nun auch die Anhänger*innen der Elfenbeinküste. Die USA hätten „klar zum Ausdruck gebracht“, dass Fans aus dem afrikanischen Staat nicht erwünscht seien, hieß es seitens eines Fanvertreters. Mehr als 500 Reisewillige wären es aber wohl sowieso nicht geworden. Vor allem für Menschen in Afrika sind die Kosten für Tickets, Unterkunft und Mobilität kaum zu bewältigen.
Die USA, die wohl gerne mal wieder über das Achtelfinale hinauskommen würden, so wie zuletzt 2002 beim Viertelfinalaus gegen Deutschland, treffen auf Paraguay, das sich erstmals seit 2010 wieder für eine WM qualifiziert hat. Das bislang einzige Duell beider Mannschaften bei einer Weltmeisterschaft liegt schon einige Jahre zurück. 1930 gab es einen 3:0-Erfolg der USA.
Mexiko besiegt desolate Südafrikaner
Der dritte WM-Gastgeber Mexiko ist am Donnerstagabend mit einem 2:0 gegen Südafrika ins Turnier gestartet. Dass es zum Auftakt ein Erfolgserlebnis gab, lag aber weniger an der eigenen Stärke und mehr an der desolaten Vorstellung des Gegners. Südafrika blieb über 90 Minuten chancenlos und holte sich zudem zwei Rote Karten wegen Notbremse und Tätlichkeit ab. In der Nacht besiegte Südkorea Tschechien im zweiten Spiel der Gruppe A mit 2:1.
Spiele am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag:
21 Uhr: Kanada gegen Bosnien-Herzegowina (ARD)
Prognose: knapper Sieg für Kanada
3 Uhr: USA gegen Paraguay (nur MagentaTV)
Prognose: knapper Sieg für die USA
















