Leipzigs Musikszene Kiss, Herbert Grönemeyer, Madonna, Queen, ... kennt man ja. Aber hat Leipzig eine eigene Musikszene wie Hamburg und Berlin? Brummt in den Musikmagazinen die Musik aus Leipzig in allerhöchsten Tönen? Wohl eher nicht. Doch das soll nicht heißen, dass Musiker in Leipzig weniger qualitätsvoll tönen wie anderswo. Sie werden nur nicht beachtet und wahrgenommen. Es gibt auch in der Messestadt viel zu entdecken. Die L-IZ war in Proberäumen, Clubs und Festivals unterwegs und hat so manche Geschichte hervorgeholt. Leipzigs Musikszene ist bunt und quirlig, so das Fazit.
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Rotwein saufendes Schunkelmonster: Daniel Orange im Interview
Daniel Thalheim
04.02.2012
Daniel Orange rockt auch 2012 alls an die Wand.
Bild: Daniel Orange/Presse
Jim Cantona nennt sich der Gitarrist der Rocker aus Altenburg. Er nahm sich Zeit, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. "Daniel Orange" hat 2012 einiges vor. Der Klampfer stellt viele Live-Auftritte in Aussicht, schaut zurück und nach vorne. Wie aber alles am Ende klingen wird, verrät Jim noch nicht.
Kommt Daniel Orange als Baguette mampfendes und Rotwein saufendes Monster aus Frankreich zurück, oder was kann man von euch 2012 erwarten?
Das mit den Baguettes und dem Wein klingt gut, ist natürlich auch ein wenig Urlaub. Aber der erste Auftritt im Ausland!
Erzähl mehr darüber. Wie seid ihr an den dicken Fisch gekommen?
Der dicke Fisch heißt Herr Wolf und ist Vorstandsvorsitzender des Freundschaftsverein Liebertwolkwitz – Pays des Herbiers. Er hatte uns letztes Jahr live gesehen. Die französische Seite dieser Städtepartnerschaft veranstaltet dieses Jahr ein Musikfestival und lädt dazu Bands aus ganz Europa ein. Dank Herrn Wolf und dem guten Eindruck, den wir bei ihm hinterlassen haben, dürfen wir mitfahren.
Klingt nach einer fairen Geschichte. Frankreich ist ja absolutes Neuland für euch. Was erhofft ihr euch vom Abstecher zu unseren Nachbarn?
Baguette und Wein!
Denkt an die Frauen!
Da musst du mit den anderen Jungs reden... (zwinkert) Wir sind auf die Mentalität gespannt, werden dort in Gastfamilien untergebracht.
Jim Cantona (links) und seine Mitstreiter beim "Wellenmachen 2011".
Foto: Daniel Thalheim
Klingt wirklich wie Urlaub!
Mit An- und Abreise insgesamt fünf Tage. Wir sind sehr neugierig, wie wir mit unserer Musik ankommen.
Zuspruch dürfte euch leicht fallen, mit der neuen EP im Rücken. Wie läuft's hierzulande damit?
Kurz nach der Release ging die Scheibe weg wie warme Semmeln, heute werden wir vor allem auf den Konzerten viele los. By the way, basteln wir momentan an einem neuen Sound für 2012.
Ihr lasst auch nichts anbrennen, oder? Wie wird das Resultat klingen und wann dürfen wir alle daran teilhaben?
Diese Neuerung im Sound schlummerte irgendwie schon immer in jedem von uns. Letztes Jahr haben wir uns auch ein wenig von anderen Künstlern inspirieren lassen. Es verleiht dem Live-Set auf jeden Fall um einiges mehr an Spannung und einen starken Schunkelfaktor. Aber was es nun genau ist, verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Aber dieser Weg fühlt sich schon jetzt sau gut an! Wir hoffen aber, dass wir den neuen Stoff möglichst bald loswerden können. Vielleicht sind es sogar die Franzosen, die als erste in den Genuss kommen.
Schunkeln?
Der Schunkelfaktor war als Spaß gemeint! Ich meine: tanzbarer!
Daniel goes to Disco?
Vielleicht?! Wir sind mittendrin und wissen es selbst noch nicht genau.
Jim Cantona: Daniel Orange 2012 wird tanbarer.
Foto: Daniel Thalheim
Ich merke schon, dass dein Mund fest verschlossen ist. Wann werden wir überrascht?
Wir hoffen noch so einige Überraschungen loszulassen, aber auch da mag und darf ich noch nichts sagen. Einige Sachen sind noch nicht hundertprozentig sicher und mit genauen Terminen sind wir sowieso vorsichtig. Es wird aber nicht mehr all zu lang dauern!
Jimmi: Genau der Spruch wollte mir nicht einfallen! Ich werde außerdem gehauen, wenn ich etwas verrate! (zwinkert)
Das will ich nicht! Aber sicher werdet ihr ein Resümee zu 2011 ziehen können, oder? Gerade Konzerte spieltet ihr oft...
2011 war ein verdammt gutes Jahr! Frisch aus dem Studio haben wir am Anfang des Jahres eine kleine Mini-Half-Unplugged Tour auf die Beine gestellt. Zu dieser Zeit befand sich die EP im Mastering. Direkt nach der Tour haben wir unser erstes Musikvideo zum Song "Hearts on Fire" aufgenommen.
Das sah auch sehr professionell aus...
Ein Projekt mit und unter Freunden... Alle haben quasi ehrenamtlich mitgewirkt. Das einzige, wofür Aufwendungen vollbracht werden mussten, waren Strom, Kameramiete sowie das Schneiden am Ende. Aber insgesamt war es wirklich eine Low-Budget Produktion, dank aller Beteiligten. Ja und dann sind wir ganz schön rumgekommen. Europas größte Jugendmesse - die You! in Berlin, die NRJ Club Zone in Leipzig oder auch der NRW-Tag in Bonn zum Tag der Deutschen Einheit waren einige Stationen.
Ihr seid auch umtriebig. Sogar beim Wellenmachen wart ihr dabei. Während Linkin Park auf der Festwiese spielte...
Stimmt! Das war auch ziemlich cool! Allein die Idee war grandios! Die Gig-Liste 2011 liest sich schon schön, aber das soll 2012 auf jeden Fall gesteigert werden. Zum Honky Tonk am 24. März in Leipzig sind wir übrigens wieder dabei!
Das war ja letztes Jahr auch erfolgreich für euch. Wie schafft ihr es nur, alle rumzukriegen?
Musik! Aber wir leben auch ein wenig von unserer Fangemeinschaft, die die Musik auch gerne weiterträgt. Es gibt wirklich einen harten Kern an Leuten, der, so gut es geht, jedes Konzert besucht und dann auch immer wieder neue Leute mitbringt.
Dann hoffen wir das Beste, dass das auch 2012 so bleibt.
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Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…
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Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…
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