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Mit Klassik und Moderne: Gewandhausorchester geht auf Herbst-Tournee

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    In der kommenden Woche beginnt das Gewandhausorchester seine traditionelle Herbst-Tournee. Vom 7. bis 20. Oktober sind elf Auftritte in acht europäischen Städten geplant. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Tschaikowski, Mahler und ein Auftragswerk des lettischen Komponisten Andris Dzenitis.

    Für Andris Nelsons ist diese Reise die zweite mit dem Orchester als Gewandhauskapellmeister. Auf dem Tourplan stehen drei verschiedene Programme. Zwei waren vergangene Woche in Leipzig zu hören. Das dritte bringt der Maestro diese Woche im Gewandhaus zur Aufführung. Lag der musikalische Fokus in der abgelaufenen Jubiläumssaison sehr auf zeitgenössischer Musik, stehen in der laufenden Spielzeit wieder die großen sinfonischen Klassiker im Zentrum des Spielplans.

    Dass Nelsons mit einem Auftragswerk des Letten Dzenitis auf Tour geht, ist den Gastspielen in Riga und Liepaja anlässlich der lettischen Unabhängig vor 100 Jahren geschuldet. Für die lettischen Fans des Weltstars sind die Gewandhaus-Gastspiele einer der selten gewordenen Gelegenheiten, den Maestro in seiner Heimat live zu erleben.

    Dass Nelsons zwei der drei Abende gemeinsam mit seiner Ex-Frau, der lettischen Star-Sopranistin Kristine Opolais, gestalten wird, war naheliegend, zumal das Paar die einvernehmliche Trennung erst bekanntgab, nachdem die Tinte unter den Verträgen längst getrocknet war. Opolais wird Werke von Peter Tschaikowski interpretieren. Umrahmt wird ihr Auftritt von der Uraufführung der Auftragskomposition und Gustav Mahlers 1. Sinfonie. Wer möchte, kann sich das Programm am Donnerstag und Freitag im Gewandhaus anhören.

    Die zweite Hälfte des Tourneeprogramms war in Leipzig am vergangenen Wochenende zu hören. Der Ausnahmetrompeter Hakan Hardenberger spielte mit „Bridge“ ein anspruchsvolles Stück, das der schwedische Komponist Rolf Martinsson eigens für ihn geschaffen hatte. Die 25-minütige Komposition besticht in ihren drei Sätzen durch ihre abstrakte Formensprache, die zu Beginn noch Assoziationen an raue skandinavische Landschaften weckt, im Schlussteil aber zunehmend ins Groteske abgleitet.

    Es braucht einen Virtuosen wie Hardenberger, um die kontrastierenden Solokadenzen zu meistern. Das Publikum darf sich auf ein intensives Farbenspiel freuen, in dem der Trompeter das Orchester zum musikalischen Duell herausfordert. Leider steht das Stück nur beim Tourfinale in Dortmund auf dem Programm. Auf den übrigen Stationen interpretieren Hardenberger und Nelsons Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert „Nobody knows de trouble I see“. Außerdem wird Mahlers Fünfte gegeben.

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