Leuchtende Nächte, brodelnde Messen, Armenküche, Moderne und die aufreißenden Gräben der Politik

Es gibt ein Leipzig, das in der heutigen Selbstwahrnehmung der Stadt kaum vorkommt: Das ist das Leipzig der Zwanziger Jahre, der "Goldenen Zwanziger", wie sie gern genannt werden, obwohl sie für die meisten Leipziger nicht golden waren. Dabei war Leipzig in diesen knapp 15 Jahren so lebendig, modern und konfliktreich wie selten in seiner Geschichte. Aber die Fotografen - wo waren sie?
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Gab es sie überhaupt schon? Denn wer sich die Fotobücher und -kalender zum „alten Leipzig“ anschaut, sieht fast nur Architekturfotografien. Gebäude halten still , wenn man sie fotografiert. Auch in den 1920er Jahren dominierte noch die alte, schwerfällige Plattenfotografie. Doch die ersten leichten Kameras waren im Kommen. Und gerade die 1920er Jahre sind die Zeit, in der sich die moderne Reportagefotografie entwickelte. Oft waren es gestandene Fotografen, die ihr Atelier verließen und die größere Bewegungsfreiheit der neuen Technik ausprobierten. Oft waren es aber auch Amateure, die ihre Technikbegeisterung mit dem Mut zu neuen Bildern verbanden.

Wer die Fotos dieser Zeit sucht, begibt sich also in eine Art Testfeld und kann sich nicht darauf verlassen, dass die wirklich spannenden Bilder in den überlieferten Archiven zu finden sind. Der muss schon ein bisschen wissen, wo überhaupt etwas zu finden sein könnte (wenn es denn nicht gar noch in den privaten Nachlässen der Leipziger selbst steckt). Mark Lehmstedt ist so einer. Er hat ja schon dutzende Bildbände zur Leipziger Geschichte vorgelegt, hat sich auch mit den so spannenden Zwanziger Jahren schon mehrfach beschäftigt.

Deswegen empfiehlt er den Lesern dieses Bandes parallel auch vier Titel aus seinem Programm, in denen er die Texte der besten Feuilletonisten der Leipziger Zeitungen aus den 1920er Jahren empfiehlt: Erich Kästner, Hans Natonek, Max Schwimmer und Heinrich Wiegand. Man kann auch noch die von Hans Reimann dazu nehmen und die in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erschienenen Lene-Voigt-Bände. Wer die gelesen hat, weiß, dass es damals im Leipziger Blätterwald viel aufregender und bunter zuging als heute. Niveauvoller sowieso.

Man hat beim Lesen der alten Zeitungstexte zwar meist die Stadtansichten aus der Gründerzeit vor Augen, der oft knallbunten Ansichtskartenzeit. Aber richtig eintauchen ins quirlige Leben der Stadt, das konnte man mit den vorliegenden Bildbänden bislang nur bedingt. Das ändert sich jetzt ein wenig, auch wenn man in diesem Band trotzdem viele Motive findet, die einem in ähnlicher Form schon als „Klassiker“ bekannt sind – besonders die von Besuchern wimmelnde Innenstadt zu Messezeiten. Straßenbahnen, Schubkarren, Werbeschilder, wenige Autos, aber haufenweise Menschen zu Fuß unterwegs.

Es gibt auch die damals aufkommenden Fotos aus Leipziger Unternehmen, immer noch recht wenige, wenn man bedenkt, wie viele Großbetriebe es damals in Leipzig gab. Bei den meisten scheinen die Fotos aus der Produktion mitsamt den Betriebsarchiven verschwunden zu sein. Oder stecken sie noch irgendwo? Eine echte Wiederentdeckung sind die Fotos von Straßenkindern von Albert Hennig und dessen genauso intime Bilder aus der „Suppenschmiede“. Die Zwanziger Jahre waren ja gerade für Arbeiter immer wieder Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Hungers. Für Pfennige fand man dann trotzdem sein Vergnügen auf der Kleinmesse auf den Frankfurter Wiesen oder beim Radspektakel auf der Radrennbahn in Lindenau.

Bilder aus der bürgerlichen Hochkultur (samt Gewandhaus) stehen neben den Einblicken ins Leben der kleinen Leute. Auch das Naundörfchen und das Seeburgviertel rücken noch einmal ins Bild – damals die ärmsten Quartiere der Stadt und nur in idyllischen Postkarten noch als „Das alte Leipzig“ gefeiert. Hier war der Milchmann noch mit dem Karren unterwegs, saß die Frau, die Streichhölzer verkaufte, am Zaun, hingen die „Spielen verboten. Der Besitzer“-Schilder am Hoftor.

Es ist ein anderes Leipzig, das hier Kontur gewinnt, eher ein Leipzig, wie es Heinrich Zille gezeichnet hätte, wenn er in Sachsen geblieben wäre. Die kurzen Röcke und legeren Anzüge, die man mit den „Goldenen Zwanzigern“ verbindet – hier sieht man sie nicht. Sie dominieren eher das Straßenbild in der Innenstadt. Auf verblüffende Weise machen die Fotos sichtbar, dass es auch für die Leipziger mindestens zwei verschiedene „Zwanziger“ gab, eher noch drei oder vier. Denn selbst aus der Distanz der Jahrzehnte wirken die Bilder aus einem sehr kämpferisch geführten Wahlkampf noch immer befremdlich und scheinen auch nicht zu passen zu den Bildern des festlich illuminierten Leipziger Nachtlebens. Da scheinen mehrere Leipzig regelrecht nebeneinander her gelebt zu haben, in völlig verschiedenen Welten, die sich eher selten begegneten. Zu Weihnachten vielleicht, wenn die Straßenkinder sehnsüchtig auf das ausgestellte Spielzeug schauten, das sich wohl nur reiche Eltern leisten konnten.

Es geht munter durcheinander. Fotos einer noch intakten, eindrucksvollen Stadt der Gründerzeit wechseln sich ab mit Rodelbildern aus Schönefeld und Straßenszenen vom Brühl, wo sich (Kisch hat’s ja beschrieben) der Welthandelsplatz für Rauchwaren befand. Manches Stadtdetail befremdet beim Anschauen, denn oft genug haben Krieg und Nachkriegszeit die Orte völlig verändert – auch die Straßenzüge der Innenstadt. Völlig verschwunden sind ja das Alte Theater, die Matthäikirche, der Eiserne Schutzmann auf dem Augustusplatz oder Teubners betriebsames Auslieferungsgelände.

Auch ein paar Bilder aus der hohen Politik haben sich gefunden – vom Leipziger Ratskollegium von 1930 etwa (nur eine Frau) bis hin zum Hitler-Besuch beim 1933er Wagner-Geburtstag. Die Einladung an den Kanzler hatte Leipzig schon verschickt, bevor Hitler im Januar von Hindenburg ins Amt gehievt wurde.

Etliche Fotos zeigen schon die Qualitäten der modernen Reportagefotografie. Dass es nicht mehr sind, hat wahrscheinlich auch darin seinen Grund, dass noch die Abnehmer fehlten. Einige Magazine und Zeitschriften (wie die „Arbeiter Illustrierte Zeitung“) hatten gerade erst begonnen, die Fotografie im Blatt zu pflegen. Bevor die Tageszeitungen nachziehen würden, mussten noch Jahrzehnte vergehen. Die Fotografen waren also zumeist auf eigene Faust unterwegs, auch wenn sie die neuen Möglichkeiten, auch die Betriebsamkeit der Stadt einzufangen, auszureizen versuchten. Albert Hennig (1907 bis 1998) ragt hierbei als Arbeiterfotograf mit dem Blick fürs proletarische Leipzig natürlich heraus.

Dass möglicherweise manch Fotoschatz noch in Privatbesitz schlummert, ist Mark Lehmstedt dabei durchaus bewusst. Denn wirklich dezidiert geforscht hat auf diesem Gebiet in Leipzig augenscheinlich noch niemand, auch wenn man der Architekturfotografie dieser Zeit schon mehrfach begegnet ist (man denke nur an den großen Band zur Ausstellung „Moderne Zeiten“ im Stadtgeschichtlichen Museum). Aber so vielschichtig wie hier hat noch keine Publikation versucht, das Leben der Leipziger einzufangen in dieser Zeit – vom Großmarkt bis zur Kleinmesse, von der Lindenauer Badeanstalt bis zum langsamen Verfall in den Hinterhöfen. Es gab auch damals schon Ecken in Leipzig, die sichtlich nicht mehr in die Zeit passten – die eng bebauten Hinterhöfe gehörten dazu. Auch das ein Fotomotiv für – in diesem Fall – namenlos gebliebene Fotografen, während Neubauten oft genug in professionellen Auftragsbildern festgehalten wurden.

Man war schon stolz auf die sichtbare Modernisierung der Stadt. Und trotzdem gab es die aufmerksamen Fotografen, die sich bewusst waren, dass die Zeit des „alten Leipzig“ ablief und die Chance genutzt werden musste, das Vergängliche festzuhalten. Aber unübersehbar war diese Stadt – auch wenn zu den Messen der Bär tanzte – eine deutlich ruhigere Stadt als unsere heutige – an Kiosken und Litfaßsäulen stehen die Leipziger noch und halten ausführliche Schwätzchen und Diskussionen. Selbst der Arbeitsalltag spielte sich in großen Teilen noch auf der Straße ab. Und während auf dem Markt schon die neuen Taxis in Reihe stehen, füttert Carl Schulze in der Bosestraße seinen Droschkengaul. Das Pferdezeitalter war noch längst nicht zu Ende. Auch das waren die Zwanziger in Leipzig, die aus der Distanz schon wie ferne Geschichte aussehen. Fast ein bisschen wie Karneval. Und wer sich umschaut, sieht: Eigentlich ist es die Stadtkulisse selbst, die sich viel stärker verändert hat als die Menschen.

Mark Lehmstedt „Leipzig in den Zwanziger Jahren. Fotografien 1918 – 1933, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2015, 19,90 Euro

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