Wenn der Seelenkäufer schon fast wie ein Trost in der doppelten Einsamkeit ist

Der kleine Leipziger Verlag Reinecke & Voß macht einfach weiter. Da, wo die meisten anderen Verlage sich quasi nicht (mehr) hintrauen - im Experimentierfeld, in der Testwerkstatt des Schreibens. Wer die kleinen Bändchen mit dem springenden Fuchs erwirbt, muss auf Unfassliches gefasst sein. Auch mal auf eine Schauernovelle. Gar eine depressive Schauernovelle.
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Man fragt sich ja sowieso, warum so viele Leute heute überhaupt Dracula-, Vampir-, Horror- und Splatter-Romane schreiben. Und warum augenscheinlich eine Menge Leute das lesen, auch noch verfilmen, regelrecht baden in Blut. Haben die noch nicht genug Grauen in ihrem Leben? Geht es denen so gut, dass die noch jeden Abend ihre Extra-Portion Entsetzen brauchen?

Oder übertünchen sie mit dem einen Entsetzen das andere? Eine Diagnose, die Luise Boeges Geschichte nahe legt. Denn eigentlich fängt alles ganz harmlos an. Zumindest nach dem Standard heutiger Erzählungen aus dem Leben der Bewohner einer Welt, in der immer mehr Menschen der Sinn des Ganzen abhanden kommt. Irgendetwas fehlt – auch Kasper und seiner Freundin. Sie haben sich gerade getrennt. So recht klar, warum, ist das nicht. Kaspers Großvater ist gestorben. Irgendwie die letzte Bezugsperson in seinem Leben. Jetzt hat er zwar das alte Haus, aber auf einmal kann er mit sich selbst so recht nichts mehr anfangen, versumpft regelrecht und lässt sich gehen.

Was Luise Boege mal nicht ganz auf die übliche bleierne Art erzählt, wie das andere Autoren tun, die sich an dieser Schwermut geradezu berauschen können. Sie tut es eher in einer spielerischen Erzählform, in der sie aus dem stringenten Schildern dessen, was gerade geschieht, auch immer wieder in den gedanklichen Monolog wechselt. Das mutet durchaus da und dort an wie bei Elfriede Jelinek, die wohl wie keine andere geschafft hat, die inneren Denk- und Redeschleifen des zur Monade gewordenen Bewohners der Gegenwart zum Erzählstil zu machen. Denn dass derart viele Bewohner der Gegenwart melancholisch, mutlos, lustlos, zum Teil auch depressiv werden, hat ja mit zwei Dingen zu tun: der für viele verloren gegangenen Sinngebung im eigenen Leben – und der verloren gegangenen Fähigkeit, Nähe und wirklichen Dialog zuzulassen.

So geht es auch Kasper und seiner Freundin, die zwar alle beide wissen, wie sehr sie einander brauchen – aber wirklich sagen können sie es nicht. Und so stecken sie eigentlich schon vorher, bevor der violette Mann auftaucht, in ihren eigenen Höllen, werden sie von den Tagen und Untätigkeiten geradezu verschlungen und lassen sich Begegnungen mit Anderen eher aufnötigen, als dass sie selbst welche suchen. Da und dort darf man sich bei den beiden auch an die vielen einsamen Helden aus den Romanen Gustav Meyrinks, der frühen Anna Seghers, aber auch Kafkas erinnert fühlen. Da wabert eine ähnliche Trostlosigkeit, das Leben hat keine Höhen und Tiefen mehr und die Kraft, sich selbst aus dem Sumpf der Lethargie zu ziehen, ist völlig verloren gegangen.

Das ist natürlich die beste Grundlage für das Grauen, das sich erst einmal wie nebenbei hineinschleicht in die Geschichte, kaum erkennbar, weil es vor dem grauen Hintergrund der Mutlosigkeit gar nicht so sehr auffällt. Eher wirkt es wie ein müder Verkäufer seiner überflüssigen Dinge, der noch einmal so einen Flackerschein aus tristen Energiesparlampen erzeugt. Vampir, Werwolf, Seelenkäufer – eigentlich ist es egal, was der Mann im Grunde ist. Er trifft auf zwei Menschen, die eigentlich beide keine Kraft mehr haben, ihr Schneckenhaus zu verlassen – auch wenn Kaspar ein anderes, sehr dubioses Angebot zwischenzeitlich sogar annimmt und dabei just in einer Welt landet, in der er sich wirklich fremd fühlt, einsam sowieso. Denn wirkliche Nähe wird ja nicht möglich, wenn Menschen (in diesem Fall Musiker) die Maskerade zum Lebenszweck gemacht haben, niemand mehr seine wirklichen Gefühle zeigt. Da muss man gar nicht erst die mageren Kröten eines seltsamen Vereins der Altpreußen verdienen wollen. Wer jung ist in Deutschland, der hat oft genug solche seltsamen Jobs erlebt, in denen man sich gutgelaunt, grunzzufrieden und überglücklich zeigt, auch wenn das Geld am Ende eher ein mieses Trinkgeld ist – samt Schulterklopfen: Hab dich nicht so.

So ein bisschen versteht man Kasper und seine Freundin, die dann doch wieder irgendwie bei ihm gelandet ist in Großvaters altem Haus, dass sie da eigentlich nicht mehr mitmachen wollen. Wissend, dass sie damit auch aus allen Versorgungen fliegen. Da kennt unsere Gesellschaft ja nichts: Wer den Maskentanz nicht mittanzt, ist raus. Richtig raus. Und die Frage ist natürlich: Können die Helden der Gechichte was draus machen? Sind zwei nicht stärker als einer? Kämpfen sie sich zusammen da raus? – Aber dazu fehlt beiden augenscheinlich die Kraft.

Oder – und da ist man wieder in der nebligen Grundsubstanz der Schauernovelle: Wird ihnen die Kraft, sich da rauszuziehen von irgendetwas abgesaugt? Joseph, der Liebhaber auf Zeit, der im Leben von Kaspers Freundin auftaucht, scheint mit seinen Freunden so etwas zu vermuten und spürt den eigentümlichen Todesfällen von alten, einsamen Menschen nach. Nur: Welche Chance hat er, wenn dieser seltsame Seelenkäufer im Grunde tatsächlich die Wünsche seiner Opfer erfüllt?

Was ja das eigentliche süße Grauen in einer Schauernovelle ist: Wie sehr die Selbstaufgabe Teil des (Er-)Schreckens ist, gepaart mit der latenten Angst, das man selbst einmal so werden könnte. Und der Ohnmacht der Nächststehenden, wenn sie sich dabei so völlig hilflos fühlen. Ein Autor, der einem bei diesem allmählich dichter werdenden Grauen durchaus auch einfallen darf, ist Ray Bradbury. Der kannte die Hilflosigkeit des so gern gepriesenen amerikanischen Mittelstandes und die Einsamkeit des normierten Lebens sehr genau. Auch das Leben von Kasper und seiner Freundin wird immer hermetischer – die diversen Fernseher schmeißt Kaspers Freundin gleich aus dem Fenster. Und man wäre schon geneigt, die Geschichte einfach unter Schauernovelle abzulegen, wie es der Verleger vorschlägt. Würde man diese einsamen, zur Monade gewordenen Gestalten nicht schon kennen aus Bergen von Büchern und Kurzgeschichten. Die eigentliche Diagnose lautet wohl: Das Grauen liegt ganz dicht unter der Oberfläche einer Welt, die mit Emotionen und Nähe nicht mehr umgehen kann und nur noch Oberflächlichkeit honoriert.

Alles fast spielerisch, leichthin erzählt, da und dort durch Reflexionen von Kaspers Freundin unterbrochen (die tatsächlich keinen Namen bekommt), welche sich Gedanken macht darüber, warum Kasper so geworden ist, wie er ist. Aber eigentlich sollte sie ja über sich selbst nachdenken, hatte ihre Psychotherapeutin gefordert (die am Ende natürlich auch nur nach dem Geld fragt). Aber über sich selbst kann oder möchte Kaspers Freundin nicht sprechen.

Es ist also eine recht unbehagliche Geschichte aus einer sehr oberflächlich gewordenen Wirklichkeit, in der das Grauen schon wie ein Teil der Kulisse aussieht. Da ist natürlich der Markt bereitet für Berge von wirklich schauerlichen Schauergeschichten. Denn schlimmer kann’s ja nur noch besser werden.

Luise Boege „Kaspers Freundin, Reinecke & Voß, Leipzig 2015, 14 Euro

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