Entmachtet die Ökonomen! Teil 2 der Buchbesprechung

Was der Club of Rome 1972 angemahnt hat, gilt bis heute: Unsere Erde ist endlich. Wenn wir alle Ressourcen aufgebraucht haben, ist Schluss mit allem. Nicht nur mit unseren Träumen vom ewigen Wachstum. Dann geht nichts mehr. Frank Niessen beleuchtet in seinem Buch diese Grenzen noch einmal und rechnet vorsichtig auch aus, was eigentlich passieren müsste, damit die Armut auf Erden endlich beseitigt wird und das Verpulvern unserer Ressourcen aufhört.

Wobei er das Thema einer echten politischen Regulation der Wirtschaft streift. Und auch Vorschläge macht – die teilweise nicht ganz neu sind, die aber alle ein Problem haben: Sie sind gegen die politische Macht der Superreichen kaum durchsetzbar. Denn sie würden auch die Allmacht dieser winzigen Gruppe beenden, die heute bestimmt, welche Politik in den großen Industrienationen gemacht wird. Die im Grunde auch verhindert, dass es zu echten Klimaschutzabkommen kommt oder zu einer echten Begrenzung der Verschleuderung unserer Ressourcen.

Und verschleudert werden die Ressourcen ja nicht, um den 7 Milliarden Menschen auf Erden endlich ein auskömmliches Leben zu sichern, sondern um einer kleinen Minderheit im Norden einen Lebensstandard zu ermöglichen, den unsere Erde auf Dauer gar nicht verkraftet. Ohne einen Abschied vom Wachstums-Mythos, so Niessen, wird die Menschheit die Kurve nicht kriegen. Und er deutet zumindest in ein paar Sätzen an, wozu das führen wird, wenn tatsächlich das Ende wichtiger Ressourcen erreicht wird. Dann beginnt nämlich das große Hauen und Stechen, dann werden Staaten, die heute noch stabil sind, reihenweise unregierbar, weil die dortigen Regierungen nicht einmal mehr die Grundversorgung gewährleisten können.

Das wäre eigentlich Thema für ein eigenes Buch. Auch für all jene, die in ihrem blinden Glauben an das dauerhafte Wachstum meinen, das ließe sich allein schon durch immer neue technische Revolutionen vermeiden. Doch die Nachrichten aus aller Welt deuten eher darauf hin, dass neue Technologien das Problem immer nur leicht vertagen. Tatsächlich sind heute schon ganze Regionen an der Grenze der Stabilität – und das hat nicht nur mit politischen oder religiösen Konflikten zu tun, sondern immer mehr auch mit zerstörten Lebensgrundlagen.

Unser (Wirtschafts-)Denken muss sich ändern. Anders werden auch die Krisen unserer Zeit nicht zu meistern sein. Denn die Staatsschuldenkrise, so Niessen, ist ja kein Zufall. Sie ist Ergebnis eines falsch gebauten Finanzsystems. Mit dem Thema hat er – so schildert er – auch mal einen Spitzenberater seiner Bank in Verlegenheit gebracht. Denn was passiert eigentlich in einem Geldsystem, in dem das Geld von Anfang an als eine Schuld ausgereicht wird? Die Zentralbank leiht das Geld ja nur weiter an die Geschäftsbanken, will dafür in der Regel Zinsen. Die Privatbanken wollen ebenfalls Zinsen. Und die, die sich das Geld leihen (auch der Staat und die Kommunen usw.), müssen diese Zinsen irgendwie aufbringen. Aber wo kommen die Zinsen her, wenn nur das Geld im System ist, das die Zentralbank ausgereicht hat?

Niessen ist nicht der Erste, der sich die Frage gestellt hat. Und eigentlich nur eine logische Antwort darauf findet: Der gehortete Reichtum der einen ist logischerweise der Schuldenberg der anderen. Je reicher die Superreichen werden, umso höher verschulden sich die Staaten. Bücher, die schildern, wie Staaten mit zu groß gewordenen Schuldenbergen umgehen, gibt es übrigens schon eine ganze Reihe. Die beliebteste Art, Schulden auf einen Schlag loszuwerden, sind: Währungsreformen.

Dazu muss man nicht mal BWL oder VWL bis zu Ende studiert haben, um das zu wissen. Dazu würde der gesunde Menschenverstand ausreichen. Aber der hat in dem, was heutige Wirtschaftswissenschaftler öffentlich so treiben, keinen Platz. Man steckt in seinen eindimensionalen, wirklichkeitsfremden Modellen, die seit über 30 Jahren auch noch politische Raison geworden sind mit allen fatalen Folgen für Arbeitslose, Niedrigqualifizierte, aber mittlerweile auch Höherqualifizierte und den viel gepriesenen Mittelstand. Und denkende Leser freuen sich schon, wenn etwas unabhängigere Wirtschaftswissenschaftler wie Thomas Piketty so ein Buch wie „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ oder Tomàs Sedlacek ein Buch wie „Die Ökonomie von Gut und Böse“ veröffentlichen und einfach mal zeigen, dass die gängige Wirtschaftswissenschaft so sachlich und unabhängig nicht ist, wie sie immer tut. Und dass wichtige Aspekte unserer Gesellschaft in dieser schein-mathematischen „Wissenschaft“ gar nicht vorkommen. Und zwar die wichtigsten: Wofür arbeiten wir denn eigentlich? Und wie sichern wir die Existenz unserer Gesellschaft auch in Zukunft? Wie müssen wir mit den Ressourcen umgehen, dass erstens alle sich die Mindestversorgung mit dem Lebensnotwendigen sichern können und zweitens auch die Lebensgrundlagen aller folgenden Generationen noch erhalten bleiben?

Das war ja Thema der „Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung“, der sogenannten Konferenz von Rio 1992 in Rio de Janeiro. Die Themen: immer wieder vertagt, verschoben, abgeprallt an einem Wirtschaftsdenken, das von den alten Maßstäben des Wohlstandsdenkens nicht Abstand nehmen wollte. Niessen versucht, anhand des ökologischen Fußabdrucks auszurechnen, wie viel Wohlstand die Erde eigentlich aushalten würde. Hier ist ihm möglicherweise ein Denkfehler untergekommen, als er den ökologischen Ressourcenverbrauch mit den errechneten monetären Größen für Armutsgrenzen verrechnete. Da muss man ihm nicht folgen. Aber die Aufgabe ist unübersehbar: Die Art Wohlstand, die sich die konsumorientierten westlichen Staaten „gönnen“, würde binnen weniger Jahre zum Kollaps sämtlicher Ökosysteme auf Erden führen, wenn man sie in allen Ländern der Erde einführen würde. Die Menschheit muss das Thema Wohlstand und Freiheit neu denken lernen. Und sich von der besonders ressourcenverschwenderischen Luxusgüterproduktion verabschieden.

Niessen kann die Aufgaben nur anreißen. Aber die allerwichtigste hat er im Titel ja genannt: Die alte Art, Ökonomie an den Hochschulen zu lehren, kann man nur schleunigst abschaffen. Es ist überlebenswichtig, wieder von Politik und „Wirtschaft“ unabhängige Wirtschaftswissenschaften zu bekommen, die unabhängig forschen können, die sich wirklich mit der ganze Komplexität menschlichen Wirtschaftens und den Grenzen des Wachstums beschäftigen, die aber auch echte, weil wirksame und sinnvolle Vorschläge für Reformen machen können. Das ist die niedrigste Schwelle, die es zu nehmen gilt, wenn man aus der gegenwärtigen Voodoo-Praxis endlich eine echte, erkenntnisfähige soziale Wissenschaft machen möchte.

Frank Niessen Entmachtet die Ökonomen!, Tectum Verlag, Marburg 2016, 17,95 Euro.

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Foto: Ralf Julke

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Nadine Stitterich. Foto: Alexander Sens

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