Artikel zum Schlagwort Wirtschaftswachstum

Ein neues Bundesländerranking vom BIAJ

Was verrät das BIP eigentlich über die Wirtschaftsentwicklung 4.0?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert eigentlich, wenn man einfach mal die Wirtschaftsentwicklung aller Bundesländer nebeneinanderlegt? Sieht man da etwas? Oder bekommt man wieder nur die gewohnte Bestätigung, dass in Süddeutschland die Post abgeht und in Ostdeutschland der Hund begraben liegt? Weder noch. Auch dann nicht, wenn man weiß, dass sich Wirtschaftsleistung nicht vergleichen lässt. Nicht einmal mit dem Bruttoinlandsprodukt. Weiterlesen

Na gugge mal, die Dienstleister

IWH staunt über die Rolle Berlins, vergisst aber die eigentliche Mahnung an eine orientierungslose Politik

Foto: L-IZ

Für alle LeserViel sagt das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle zur zentralen Rolle der Dienstleistung in Berlin nicht. Aber man beginnt in Halle so langsam umzudenken, gerade vor dem Hintergrund der neuesten Konjunkturerwartungen, die 2019 deutlich nach unten gehen, weil die Industrie weniger Aufträge in den Auftragsbüchern hat. Kann es sein, dass der tertiäre Sektor die 150 Jahre lang dominierende Wirtschaftsform überflügelt? Kann sein. Weiterlesen

126 Milliarden Euro wurden 2018 im Freistaat erwirtschaftet

Dienstleistung ist der Wachstumstreiber Nummer 1 in Sachsen

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Für alle LeserÜber 126 Milliarden Euro erwirtschafteten die Sachsen im vergangenen Jahr, rund 114 Milliarden davon als Bruttowertschöpfung. Und auch Sachsens Statistiker staunten, denn nach all den Miesepeter-Meldungen aus den Wirtschaftsinstituten rechneten sie gar nicht mehr so recht mit so einem Anstieg. Sie haben die Zahlen auch noch einmal durch den Wolf gedreht, denn die berühmte Inflation musste ja auch noch irgendwie herausgerechnet werden. Weiterlesen

Ein 3-Millionen-Euro-Forschungsprojekt

IWH darf grübeln: Warum sinkt die Produktivität oder fehlen nur die richtigen Daten?

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Manfred Weber wirbt für eine sozialere EU“, titelte die F.A.Z. am 28. Dezember. Einen Tag zuvor gab’s eine recht kritische Buchbesprechung: „Sachbuch ‚Game over‘: Bitte aufwachen zum Systemcrash“. Für eine wirtschaftsnahe Zeitung wie die F.A.Z. sind das durchaus schon zwei muntere Funken. Ein konservativer CSU-Mann wie Manfred Weber fordert mehr Sozialstaat, ein alter SPÖ-Genosse schreibt die Katastrophe herbei. Weiterlesen

Ohrfeige für eine vergeigte Bildungspolitik

Jetzt bremst das Fehlen des gut ausgebildeten Nachwuchses das Wirtschaftswachstum im Osten

Grafik: IWH Halle

Für alle LeserNicht immer sind es steigende Exporte oder neue Umsatzrekorde, die die Wirtschaftsleistung in einer Region voranbringen. Was augenscheinlich die ostdeutschen Bundesländer besonders betrifft. Bei den Wachstumszahlen für 2017 blieben sie deutlich hinter den westlichen Bundesländern zurück. Das könnte einen ziemlich fatalen Grund haben, stellt das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) fest. Weiterlesen

Wenn Dienstleistung der dominierende Wirtschaftsbereich ist

Sachsens Statistiker können sich nicht mal mehr über 1,4 Prozent BIP-Wachstum freuen

Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm Mittwoch, 28. März, veröffentlichte das Statistische Landesamt auch die Zahlen zum sächsischen Wirtschaftswachstum 2017. Oder dem, was man so landläufig für Wirtschaftswachstum hält. Denn das viel beweihräucherte Bruttoinlandsprodukt (BIP) beschreibt nun einmal kein Wirtschaftswachstum, sondern nur ein Umsatzwachstum. Und für Umsatz gilt nun mal in Deutschland der alte, gültige Spruch: Haste nüscht, kriegste nüscht. Weiterlesen

HWWI/Berenberg-Städteranking 2017

Die höchst prekären Zukunftschancen in den drei ostdeutschen Wachstumsstädten

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDa war der Jubel wieder groß. Ach, wie toll Leipzig doch ist. Wieder ist es in einem bundesweiten Ranking ganz vorn gelandet. Diesmal in einem, das die Berenberg Bank beim Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut bestellt hat. Platz 2 hinter München, vor Frankfurt, weit vor Dresden und Berlin. Selbst „Focus“ glaubte am 15. September, Lob verteilen zu müssen. Weiterlesen

Sächsisches Wirtschaftswachstum im Rückspiegel

Dresden zauberte 2015 ein BIP-Wachstum von 10 Prozent aus dem Hut

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Was war da eigentlich 2014 in Leipzig los? Mit einem Riesensatz sprang Leipzig an die Spitze der sächsischen Wirtschaftsentwicklung, überholte Dresden einfach mal so mit links. Ein Jahr später konnte Leipzig zwar weiter zulegen, aber jetzt war es Dresden, das sich mit einem Riesensatz wieder an die Spitze setzte. Die sächsische Förderpolitik für die Landeshauptstadt macht sich immer wieder bemerkbar. Weiterlesen

Prozentrechnung auf Harvard-Niveau

Der Versuch des Berlin-Instituts, sich vom blinden Wachstums-Denken ein bisschen zu lösen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat sich, als es 2000 gegründet wurde, ein nicht ganz unwichtiges Hauptthema gesetzt: Wie verändern eigentlich die globalen demografischen Veränderungen unsere Welt? Am 29. Juni hat es wieder eine Studie zum Thema veröffentlicht, die deutlich macht, wie sehr eigentlich das heute dominierende Wachstumsdenken mit den Veränderungen menschlicher Gesellschaften kollidiert. Auch wenn es die Autoren so nicht sehen. Weiterlesen

Der falsche Glaube an das Wirtschaftswachstum und die Erfüllung echter Bedürfnisse mit einem anderen Wirtschaftsdenken

Konzeptwerk Neue Ökonomie präsentiert neue Publikation auf dem Kirchentag

Montage: L-IZ

Der Kirchentag auf dem Weg hat dieser Tage auch Leipzig als Schauplatz. Alle möglichen Leute beschäftigen sich mit Luther, Reformation und der Frage, was Religion heute eigentlich noch für eine Rolle spielt. Aber manchmal sind es eher die Gäste solch eines Ereignisses, die zeigen, worum es eigentlich geht. So wie das Konzeptwerk Neue Ökonomie, das in einer Broschüre das strittigste Thema der Zeit aufgreift: den blinden Glauben ans Wachstum. Weiterlesen

Konjunktur in Sachsen bis Oktober 2016

Karambolagen auf den Weltmärkten haben vor allem den Autoexport absacken lassen

Foto: Ralf Julke

Wohin geht die Reise in der sächsischen Wirtschaft? Die Weltmärkte legen ja aktuell etliche Karambolagen hin. China geht die Luft aus, Russland steckt in der Dauerkrise, die EU kommt nicht aus der Misere. Ganz so überraschend ist es also nicht, wenn Sachsen für den Oktoberzwischenstand einen leichten Dämpfer vermeldet, bei genauerem Hinsehen sogar einen großen. Weiterlesen

2017 - was kommt

Die Wirtschaft Ostdeutschlands wird auch 2017 wachsen und Berlin spielt dabei die zentrale Rolle

Foto: Ralf Julke

Berlin kann man nicht übersehen. Und jetzt bleiben wir mal ganz im Wirtschaftlichen. Denn Wirtschaft braucht Strukturen. Sie siedelt sich dort an, wo sie die besten Strukturen zum Wachsen findet. Das erzählen wir jetzt mal nur unter uns. Wenn das die deutschen Wirtschaftsexperten mitbekommen, werden die nur verwirrt. Das widerspricht ja all ihren täglich verlautbarten Orakeln. Weiterlesen

Raus aus der Wachstumsfalle

Ein Buch über die Erfolgsgeschichte der kapitalistischen Wachstumsidee und ein vermeidbar katastrophales Ende

Foto: Ralf Julke

Alle schauen wie gebannt auf die diversen Klimagipfel – nun auf den in Marrakesch. Als wäre zu erwarten, dass die versammelten Staatsoberhäupter dort einen Ausweg aus der Krise beschließen könnten, in die die komplette Staatengemeinschaft mit Vollgas hineinrast. Möglichst einen Ausweg, der niemanden zu einem Verzicht zwingt. Schon gar nicht uns. Dabei gibt es einen solchen Weg nicht – nicht, wenn wir uns nicht gründlich ändern. Weiterlesen

Nichts ist billig, irgendjemand bezahlt immer die Zeche

Neben uns die Sintflut, eine Buchbesprechung in zwei Teilen (2)

Foto: Ralf Julke

Der Klimawandel ist nicht nur menschgemacht oder Ergebnis eines heiß diskutierten „Anthropozän“, er ist direkte Folge unserer Externalisierungsgesellschaft. 150 Jahre lang haben wir eifrig fossile Brennstoffe verheizt und so getan, als wenn der ganze Ruß und die Treibhausgase in der Atmosphäre einfach verschwinden. Aber in einem so kleinen System Erde „verschwindet“ nichts. Alles hat Folgen. Weiterlesen

Wie wir die negativen Folgen unseres Wohlstands alle ausgelagert haben und so tun, als ginge uns das überhaupt nichts an

Neben uns die Sintflut, eine Buchbesprechung in zwei Teilen (1)

Foto: Ralf Julke

Deutsche Autoren können es auch. Wenn sie Mumm haben und den Mut zu klaren Worten: Den Zustand der Welt so kritisch beschreiben, wie man das bislang eher nur von Naomi Klein (Kanada), Arundhati Roy (Indien) oder französischen Autoren wie Stéphane Hessel oder Alain Badiou gewohnt war. Dabei haben Autoren wie Stephan Lessenich natürlich einen Standort-Nachteil: Sie kritisieren die irre Maschine aus dem luxuriös ausgestatteten Cockpit heraus. Weiterlesen

IWH-Analyse zur Wirtschaftsentwicklung im Osten

Kein Aufholprozess mehr, aber wer wächst denn da im Osten eigentlich?

Grafik: IWH

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ist ein durchwachsenes Institut. Mal gibt es relativ seltsame Meldungen zum Mindestlohn, dann wieder legt man umfassende Analysen vor, die zeigen, warum der Osten hinterherkleckert und was getan werden könnte, um das zu ändern. Vielleicht. Möglicherweise. Denn es hängt wie so oft wieder mal am Geld. Weiterlesen

Erstmals 125 Milliarden Euro

Umsatzwachstum der sächsischen Wirtschaft ging auch 2014 weiter

Grafiik: L-IZ

Das Jahr 2014 ist zwar schon ein Weilchen her. Gerade wenn es um Wirtschaftszahlen geht, wird in deutschen Statistikämtern sehr lange und genau gerechnet. Und wenn man dann so weit ist, ist man gern auch mal verblüfft, dass die Entwicklung tatsächlich ganz befriedigend war. In Sachsen zum Beispiel, wo sich seit 2006 abzeichnete, dass sich das Land erst einmal wirtschaftlich stabilisiert. Weiterlesen

Von 50 auf 75 Prozent

Steigende Steuereinnahmen stabilisieren den sächsischen Haushalt, ein Geberland wird es trotzdem nicht

Grafik: Freistaat Sachsen, SMF

Noch vor der Mai-Steuerschätzung, die auch für Sachsen wieder höhere Steuereinnahmen als geplant in Aussicht stellt, hat der sächsische Finanzminister seine „Mittelfristige Finanzplanung“ auf einen neueren Stand gebracht. Kaum ein Papier zeigt so deutlich, wie sehr sich die Steuereinnahmen in Sachsen seit 2005 stabilisiert haben. Damals konnte Sachsen gerade mal die Hälfte seines Haushalts aus eigenen Steuereinnahmen finanzieren. Weiterlesen

Sachsen hat 2015 erstmals 112 Milliarden Euro beim BIP erzielt

Die sächsische Sparpolitik bremst den Freistaat bei der Wirtschaftsentwicklung aus

Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Sachsen bremst sich selber aus. Anders kann man nicht mehr beschreiben, was das Land bei der Entwicklung seiner Wirtschaft derzeit versäumt, verschläft, wegbremst. Denn eigentlich ist es gar keine gute Nachricht, wenn die Landesstatistiker für 2015 melden, das sächsische Wirtschaftswachstum hätte wieder einmal unterm gesamtdeutschen Durchschnitt gelegen. Weiterlesen

Trotz Krisen in allen Richtungen

Sächsischer Export legte 2015 auf über 38 Milliarden Euro zu

Foto: Ralf Julke

Eigentlich geht es so nicht. „Sächsischer Export weiterhin erfolgreich durch die Kfz-Branche“, meldeten Sachsens Landesstatistiker am Donnerstag, 3. März. Als stünde Sachsen wirtschaftlich nur auf einem Bein und würde im Ausland ausschließlich mit neuen Autos Geld verdienen. Aber was macht man nicht alles für Rekorde: „Mit einem Warenwert von 38,38 Milliarden Euro hat der sächsische Export im Jahr 2015 einen neuen Höchstwert erreicht.“ Weiterlesen