Der begnadete Theatermann, Heine-Freund und Erfinder des Jungen Deutschland: Heinrich Laube

Es gibt eine ganze Reihe berühmter Leipziger, die in der Erinnerungskultur der Stadt so gut wie keine Rolle spielen. Dazu gehört auch Heinrich Laube: Schriftsteller, Herausgeber, Theaterintendant. Und die zentrale Gestalt in einem Phänomen, das sich mal „Junges Deutschland“ nannte. Eine zerrissene Gestalt, genauso zerrissen wie das Deutschland der Metternich-Zeit.

Jetzt ist der Mann, dessen Karriere als Autor und Journalist in Leipzig begann, Thema eines Sammelbandes zu einem Kolloquium, das 2014 nicht in Leipzig stattfand und auch nicht in Wien, wo Laube fast 20 Jahre lang der Direktor des Burgtheaters war, sondern in Wroclaw, dem einstigen Breslau, veranstaltet am dortigen Institut für Germanistik – und das auch nicht zufällig. Denn mit emsigem Fleiß erkunden die dortigen Germanisten im Verein mit deutschen Kollegen die Beziehungen der eigenen, schlesischen Literatur zur deutschen. Dieses hier ist schon der achte Band der dazu erscheinenden Reihe „Schlesische Grenzgänger“. Und um welche literarische Welt es dabei geht, sieht man, wenn man allein einige der Schriftsteller nennt, die bislang schon mit eigenen Titeln gewürdigt wurden: Joseph von Eichendorff, Karl von Holtei, Max Herrmann-Neiße und Gustav Freytag. Den Letzteren verschlug es ja genauso wie Heinrich Laube nach Leipzig.

Und Laube taucht in der Reihe natürlich auf, weil er im schlesischen Sprottau geboren wurde, in Glogau und Schweidnitz zur Schule ging und nach den ersten Studiensemestern in Halle an die Universität Breslau wechselte, wo er dann einem anderen Berühmten seiner Zeit begegnete: Heinrich Hoffmann von Fallersleben, dessen Deutschlandlied heute unter völlig falschen Prämissen die Nationalhymne der Bundesrepublik ist – von den verbotenen Strophen abgesehen – aber die sind auch nur verboten, weil sie in eine andere Zeit gehören, nicht in unsere. Aber wer sagt das den Ewiggestrigen? Und wer sagt das den Politikern, die unfähig sind, dem Land eine zeitgemäße Nationalhymne zu besorgen?

Dabei fing alles damals an. Das ist eigentlich das Spannende an Laubes Biografie und auch an der (Nicht-)Begegnung der beiden Autoren, die neben Gutzkow, Wienbarg und Heine zu den Gallionsfiguren des „Jungen Deutschland“ gehörten, einer literarischen Gruppierung, die sich so zwar nie gründete, die aber trotzdem mutig daran arbeitete, eine Literatur zu schaffen, die die erstarrten Verhältnisse in Deutschland aufbrechen sollte. Laube hatte den Begriff im Grunde als Erster benutzt, um das Neue und Verbindende dieser jungen Autoren zu umreißen, Heine würde diese Gruppe später regelrecht feiern. Mit Laube war er eng befreundet. Und beide standen dann auf der Verbotsliste, die der Deutsche Bundestag 1835 gegen das „Junge Deutschland“ verhängte.

Dieser Bundestag ist natürlich nicht mit dem heutigen zu verwechseln, denn er war im Grunde eine Gesandtenvertretung des deutschen Bundes – und damit im Grunde der Fürsten aus all den zusammengewürfelten Klein- und Mittelstaaten, die hier die alten Verhältnisse konservierten und sich auch nicht scheuten, jede auch nur im Ansatz kritische Literaturströmung zu verbieten und zu zensieren. Kennt man ja alles. Das ist deutsche Geschichte pur.

Die betroffenen Autoren gingen damit völlig unterschiedlich um. Heinrich Laube kommt dabei natürlich eine Sonderrolle zu, denn seit er mit seinen Büchern und auch als Herausgeber der „Zeitung für die elegante Welt“ (seit 1833 in Leipzig) zur scheinbaren Führungsgestalt der Gruppe geworden war, hatten ihn die sächsischen und preußischen Behörden natürlich im Visier. Schon 1834 wurde er „wegen burschenschaftlicher Bestrebungen“ verhaftet und saß neun Monate lang in Haft in der Berliner Hausvogtei. Eine Zeit, die den Mann gezeichnet hat. Vielleicht auch gebrochen. Einige der Autoren in diesem Sammelband, der immerhin 18 Beiträge zu Leben und Werk Laubes enthält, gehen auf diesen Umbruch in Laubes Leben ein, auch wenn sich kein Beitrag speziell mit dem beschäftigt, was da in Laube vorgegangen sein muss.

Denn mit der Berliner Haft war ja das behördliche Vorgehen gegen ihn noch nicht beendet – ein Vorgehen, das man aus heutiger Sicht nur als staatliche Willkür bezeichnen kann. Denn einen fairen Prozess (selbst nach damaligen Maßstäben) bekam Laube nie. Stattdessen bekam er noch ein weiteres Urteil auf sieben Jahre Zuchthaus, auch wenn er diese Strafe dann – verkürzt – auf dem Gut von Herrmann von Pückler-Muskaus „absitzen“ durfte, weil die Gefängnisse überfüllt waren. Und das Verbot des „Jungen Deutschland“ 1835 muss ihm endgültig den Mut genommen haben, weiter so wie Heine in Paris für ein anderes, erneuertes Deutschland zu trommeln. Immerhin ging es dabei auch um das tägliche Brot und die Chance, überhaupt noch in deutschen Landen etwas veröffentlichen zu dürfen.

Den ersten Knacks in der Freundschaft mit Heine gab es schon 1835, als Laube sich öffentlich von seinen „Irrtümern“ distanzierte. Den zweiten und im Grunde endgültigen dann 1849, als Laube sein dreibändiges Werk „Das erste deutsche Parlament“ herausgab, in dem er die konservativsten und reaktionärsten Kräfte in der Frankfurter Versammlung regelrecht hofierte. Das Buch lasse sich „auch als Bewerbungsschrift für das Wiener Hofburgtheater lesen“, schreibt Tobias Weger in seinem Beitrag zu Laubes politischem Engagement im Umfeld der Revolution von 1848 / 1849. Denn Laube war – genauso wie Robert Blum und Karl Biedermann aus Leipzig – Mitglied in der Nationalversammlung, auch wenn er sich den böhmischen Wahlkreis, über den er ins Parlament kam, regelrecht herbeischlawinert hat. Und wo man ihn anfangs noch ganz selbstverständlich im linken Flügel der Versammlung sah, entpuppte er sich mit seinem dreiteiligen Buch als etwas Anderes. Das Wort Opportunist fällt.

Aber die Sache ist wohl im Fall Laube deutlich komplexer. Immerhin war an ein politisches Parteienspektrum, wie wir es heute kennen, noch lange nicht zu denken. Wer sich als Demokrat oder Republikaner zu erkennen gab, musste mit staatlichen Repressionen rechnen. Und auch die Frage der deutschen Einheit war ungeklärt. Und blieb es noch für Jahrzehnte, was im Grunde all das erst begünstigte, was wir heute als deutschen Nationalismus begreifen, der so eng verquickt ist mit Verachtung für andere Völker.

Gerade am Beispiel Laube wird deutlich, wie sehr der Mut anderer Völker damals, um ihre nationale Freiheit zu kämpfen, in Deutschland nicht nur Solidarität und Begeisterung auslöste, sondern auch Gefühle des Neides, auch der Bedrohung und der Angst, den eigenen schönen Platz an der Sonne zu verlieren. Laubes Verhalten gegenüber den tschechischen Separationsbestrebungen erinnert erstaunlich an die grassierende Panik heutiger „besorgter Bürger“, die Europa gern wieder auseinandernehmen und vor allem die Südländer und die Osteuropäer wieder an den Katzentisch verbannen würden. Was da geistert, ist augenscheinlich 200 Jahre alt und war zu Laubes Zeiten das Schmierwerk, mit dem die Anhänger der damaligen Kleinstaaterei darum kämpften, dass die Verhältnisse so blieben, wie sie waren und die Fürsten, Könige und Kaiser weiter als Symbol der eigenen kleinen Überlegenheit auf den Thronen blieben.

Ob das ein Bruch in Laubes Biografie war, bestreiten natürlich andere Autoren wieder. Denn zeitlebens blieb er Befürworter der nationalen Einheit, möglichst als konstitutionelle Monarchie.

Und dass auch so ein braver Patriot schizophren sein konnte, zeigte Laubes Verhältnis zu Polen, denn den dortigen Aufstand bejubelte er genauso wie viele andere Sachsen. Der richtete sich aber auch nicht gegen den Kaiser in Wien oder den König von Preußen, sondern gegen den russischen Zaren.

Und seine Möglichkeiten als Herausgeber und Autor nutzte Laube auch nach 1835, um die Autoren populär zu machen, die ihm wichtig waren. Immerhin unter permanenter Zensur. Und zu den Autoren, die er populär machte, gehörte auch dieser Hoffmann von Fallersleben, der heute mit Leuten wie Herwegh und Freiligrath schon zum „Vormärz“ gezählt wird. Aber die Grenzen sind fließend. Und in diesem Laube steckte deutlich mehr als ein Mann, der sich verbog, um eine Stellung zu bekommen. Denn den Job als Direktor des Wiener Burgtheaters bekam er ja nicht nach der gescheiterten Revolution, sondern genau in der Umbruchzeit, als auch in Wien auf einmal Unerhörtes möglich schien und der starre Kanzler Metternich hatte fliehen müssen. Und die Wiener wählten ihn auch, weil sie ihn auch schon als begabten Dramatiker und Regisseur erlebt hatten. Dieser Laube hatte eine Menge Talente. Und wie man ein populäres Theater machte, wusste er auch.

Dass er dabei Autoren wie Grillparzer und Heyse zu Erfolgen ihrer Stücke verhalf, gehört natürlich genauso in seine Lebensgeschichte wie seine späte Wortmeldung zum von Heinrich Treitschke ausgelösten „Berliner Antisemitismusstreit“. Und das wollte schon eine Bedeutung haben, als das deutsche Bürgertum in der Bismarckära zunehmend chauvinistischer wurde und der Antisemitismus regelrecht zur Modeerscheinung wurde.

Tatsächlich lernt man in diesen Beiträgen einen Heinrich Laube kennen, der in viele Schubladen einfach nicht passt. Der immer zu changieren schien, hochtalentiert, vor allem ein begabter Theatermann, der auch den jungen Wilhelm Richard Wagner auf die Spur brachte, auch wenn er das Spätwerk des Komponisten nicht wirklich prickelnd fand. Natürlich spürt der ein oder andere Beitrag auch den schlesischen Spuren in Laubes Werk nach – und die gibt es natürlich, denn insbesondere seine Reisenovellen zehren vom Stoff insbesondere seiner Studienzeit in Breslau.

Der Band beschließt mit einem Ausflug von Marek Halub in die heutige Wahrnehmung Laubes in polnischer Fachliteratur, in Lexika und Interneteinträgen. Gerade bei Letzteren merkt man, wie unzuverlässig viele Quellen sind, wenn kenntnislose Abschreiber aus dubiosen Quellen zitieren. In Sprottau, Laubes Geburtsstadt, könnte aus einem sehr zufälligen kleinen Heimartmuseum durchaus auch mal eine Erinnerungsstätte für Heinrich Laube werden. Da denkt man an Leipzig, wo dieser Heinrich Laube zwar mit einem Straßennamen geehrt wird – aber mehr ist auch hier nicht zu finden. Doch da geht es Laube ja genauso wie Gerstäcker und Freytag und anderen Autoren, die in Leipzig versuchten, sich ihr täglich Brot mit der Feder zu verdienen. In Leipzig scheint es nur Musik zu geben. Das ist schön unverbindlich und man muss sich mit den geistigen Absichten der Künstler nicht weiter beschäftigen.

Und so fand auch dieses Kolloquium eben in Wroclaw statt und nicht in Leipzig, wo Laube seine dollsten Beiträge zum „Jungen Deutschland“ schrieb und später auch noch mal kurz als Schauspieldirektor tätig wurde, bevor er doch lieber wieder zurückging nach Wien.

Leszek Dziemianko, Marek Halub, Matthias Weber (Hrsg.): Heinrich Laube (1806 – 1884). Leben und Werk, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2016, 36 Euro.

In eigener Sache

Jetzt bis 13. Mai (23:59 Uhr) für 49,50 Euro im Jahr die L-IZ.de & die LEIPZIGER ZEITUNG zusammen abonnieren, Prämien, wie zB. T-Shirts von den „Hooligans Gegen Satzbau“, Schwarwels neues Karikaturenbuch & den Film „Leipzig von oben“ oder den Krimi „Trauma“ aus dem  fhl Verlag abstauben. Einige Argumente, um Unterstützer von lokalem Journalismus zu werden, gibt es hier.

Überzeugt? Dann hier lang zu einem Abo …

RezensionenBiografieLiteraturgeschichteJunges Deutschland
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Rodig reflektiert: Sächsische Rundschau – Wie geht es weiter im freiesten aller Freistaaten?
Tom Rodig lässt den Blick in die politische Zukunft der Stadt schweifen. © privat

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelIch möchte in den kommenden Absätzen meiner ureigenen Aufgabe nachkommen. Als Ministerpräsident in spe (außer Dienst) dieses freiesten aller Freistaaten, dieses sogenannten Sachsens, werde ich mich für Sie umsehen und ins Land blicken – damit Sie es nicht tun müssen. Denn ich kann in den braunen Sumpf schauen ohne zu erblinden, kann in die Stollen fahren und unversehrt herauskommen, kann dem sächsischen Volk auf das Maul sehen ohne zur Salzsäule zu erstarren.
Mittwoch, der 5. August 2020: Sächsischer Verfassungsschutz soll verdächtigen dürfen
Innenminister Roland Wöller. Foto: SMI/C. Reichelt

Foto: SMI/C. Reichelt

Für alle Leser/-innenDer sächsische Verfassungsschutz will künftig auch über „Verdachtsfälle“ informieren, der Lübcke-Mörder hat seinen Entschluss angeblich nach einer Demonstration in Chemnitz gefasst, die Landestalsperrenverwaltung warnt vor Blaualgen und die Linkspartei kritisiert den „Vier-Stufen-Plan“ für Schulen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 5. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Neue Markenware aus der Leipziger Leichtathletik-Schmiede: Läufer/-innen des SC DHfK Leipzig gründen das Distance Team
Das neu gegründete Distance-Team im SC DHfK Leipzig. Foto: larasch

Foto: larasch

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelAnfang letzten Jahres ließ der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl aufhorchen, als er auf einer extra einberufenen Pressekonferenz die Gründung des eigenständigen Mitteldeutschen Kugelstoßteams innerhalb des SC DHfK Leipzig bekannt gab. Das war seinerzeit ein Novum. Nun jedoch folgten auch die Mittel- und Langstreckenläufer des Vereins diesem Vorbild. Anfang Juli gaben sie die Gründung des „Distance Team“ im SC DHfK bekannt. Diesem gehören momentan zehn Läufer/-innen an. „Flaggschiff“ ist Robert Farken, der dreimalige Deutsche Hallenmeister über die 800 Meter.
Einmal ein etwas geharnischter Kommentar zum Benennungs-Wirrwarr im Leipziger „Stadtgedächtnis“
2014 in Plagwitz entdeckt: Edward-Snowden-Platz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

KommentarNatürlich staunten auch wir bei der L-IZ, als der Stadtrat im Januar plitzplauz und aus heiterem Himmel dem Antrag von Stadtrat Thomas Kunmbernuß (Die PARTEI) zustimmte, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen. Was dann, wie es aussah, einen ganzen Schwanz von Petitionen zu weiteren Straßenumbenennungen nach sich zog, weil ja auch andere griesgrämige Männer mit verqueren Ansichten im Leipziger Straßenraum gewürdigt wurden und werden.
Bilden Leipziger Straßennamen tatsächlich nur ein öffentliches Stadtgedächtnis?
Die viel befahrene Jahnallee. Foto: LZ

Foto: LZ

Für alle LeserMittlerweile beschäftigen ja eine ganze Reihe Anträge zu Straßenumbenennungen den Leipziger Stadtrat, nachdem der Anfang des Jahres schon der Umbenennung der Arndtstraße zustimmte. Zu jedem dieser Anträge verfasst das Dezernat Allgemeine Verwaltung in der Regel eine Stellungnahme – in der Regel ablehnend, weil seit 1999 so eine Art Stillhalteabkommen gilt, nachdem Verwaltung und Stadtrat eine Kompromissformel gefunden hatten, um die Umbenennungswelle der 1990er Jahre zu beenden.
Beim Bruttoeinkommen blieb Leipzig auch 2019 das Schlusslicht unter den deutschen Großstädten
Ein bisschen mehr Gehalt - so im Durchschnitt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Trend zum Anstieg der Löhne in Sachsen setzt sich in 2019 fort“, meldete die sächsische Arbeitsagentur am 20. Juli. Gestand dann aber zu, dass Sachsen nach wie vor am Ende der Tabelle der Bundesländer rangiert. So schnell verabschiedet sich ein Bundesland nicht von seinem hart erarbeiteten Status als Niedriglohnland. Und die sächsischen Großstädte rangieren ebenso wenig an der Spitze der deutschen Großstädte, wenn es ums Einkommen geht.
We Are Millions #Free Julian Assange: Solidaritätsausstellung in der Galerie KuB
Blick in die Ausstellung "We Are Millions #Free Julian Assange". Foto: Courage Foundation

Foto: Courage Foundation

Für alle LeserSeit dem 1. August ist in der Galerie KuB in der Kantstraße 18 eine Fotoausstellung zum Thema Julian Assange und Pressefreiheit zu sehen, entstanden in Zusammenarbeit von DiEM25 und der Courage Foundation. Wie bereits in anderen europäischen Städten wie Bergen, Berlin, Kopenhagen zuvor, soll auf die mögliche Auslieferung Julian Assanges an die USA aufmerksam gemacht werden.
Burgen und Sagen im Harz: Höchste Zeit, die alten Gemäuer zu entmystifizieren
Burgen und Sagen im Harz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist diesmal kein Sagenband, auch keine Einladung zu Wanderungen an mystische Orte. 2018 luden der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. und die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ins Kloster Ilsenburg zu einer Jubiläumstagung ein. Denn 1868 wurde der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde gegründet, dessen Initiator Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode war. Der hatte sich das Kloster in Ilsenburg zu seinem Refugium ausgebaut und interessierte sich intensiv für Burgen und Sagen.
Dienstag, der 4. August 2020: Hilfsfonds für Start-ups, Silvesteraufarbeitung und Großeinsatz in Taucha
Martin Dulig bei einem Besuch in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser/-innenDer Freistaat Sachsen hat einen Hilfsfonds für Start-ups im Umfang von 30 Millionen Euro aufgelegt, die juristische Aufarbeitung der Connewitz-Ausschreitungen zu Silvester dauert an und in Taucha war die Polizei sechs Stunden damit beschäftigt, die Waffen eines 91-Jährigen zu beschlagnahmen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 4. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Open Air Kino zur Menschenrechtssituation in Hongkong im Clara-Zetkin-Park
Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Amnesty International Stadtgruppe Leipzig lädt Euch zum Menschenrechts – Open Air Kino ein. Obwohl der EU–China Gipfel dieses Jahr nicht in Leipzig stattfinden wird, möchten wir den Fokus an diesem Abend auf die Situation in der Volksrepublik China und Hongkong werfen.
Am 6. August in der „Runden Ecke“: Film über eine Freundschaft in der DDR und deren jähes Ende
Der alte Stasi-Kinosaal im heutigen Zustand. Foto: Bürgerkomitee Leipzig

Foto: Bürgerkomitee Leipzig

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt am 6. August 2020 im ehemaligen Stasi-Kinosaal Film über eine Freundschaft in der DDR und deren jähes Ende 1979. Der preisgekrönte Film „Zuckersand“ von 2017 zeigt das Leben zweier zehnjähriger Jungen in der DDR des Jahres 1979. Ohne (n)ostalgische Verklärung und mit viel Wärme und Wahrhaftigkeit erzählt er von einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Jungen, die durch die Ausreise der Mutter des einen nach Westdeutschland auf eine harte Probe gestellt wird.
GlobaLE Filmfestival: Viermal politisches Freiluftkino & Diskussionen in Leipziger Parks diese Woche
Plakat zum GlobaLE Filmfestival 2020. Grafik: GlobaLE

Grafik: GlobaLE

In dieser Woche zeigt das Leipziger GlobaLE-Filmfestival am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend Filme. „Wir laden alle Leipzigerinnen und Leipziger herzlich ein mit unseren Gästen über aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragen zu diskutieren.“ so Mike Nagler, einer der Organisatoren.
Vom Eismärchen zum Albtraum: Icefighters und Leipziger Eissport-Club stehen ohne Eishalle da
Corona, fristlose Kündigung, Hausverbote: Wie geht es weiter mit der Eisarena im Kohlrabizirkus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelVor genau zwei Jahren war die Leipziger Eissport-Welt noch in Ordnung. Mit viel Hoffnung und großen Plänen im Gepäck waren damals das Eishockeyteam der Icefighters Leipzigs (IFL) und sein Stammverein, der Leipziger Eissport-Club (LEC), nach sechsjährigem „Exil“ aus Taucha zurück in die Messestadt gezogen. Im geschichtsträchtigen Kohlrabizirkus, nahe der Alten Messe, sollte auf Langfristigkeit gesetzt werden. Ein Mietvertrag über zehn Jahre sollte Planungssicherheit geben und zeigen: Wir sind gekommen, um zu bleiben. Doch bereits nach einem Jahr war dieser Mietvertrag fristlos gekündigt.
Ausstellung in der Galerie Schwind Leipzig: Günter Thiele – Zum 90. Geburtstag
Günter Thiele, Paris - An der Porte St. Denis, 2006, Tempera auf Leinwand, 64 x 72 cm. Quelle: Galerie Schwind

Quelle: Galerie Schwind

Anlässlich des 90. Geburtstags von Günter Thiele (* 1930) zeigt die Galerie Schwind Leipzig vom 18. August bis 19. September 2020 eine Einzelausstellung des Leipziger Malers. Günter Thiele, der an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg Malerei studierte, gilt als stiller Beobachter und Topograf seiner Umwelt.
Die bequemen Opfer der Verkehrswende
Taschentücher für arme Autobesitzer ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

KommentarEigentlich sind die Themen von „Zeit“-Redakteur Tilman Steffen ja Rechtsextremismus, AfD und Die Linke. Aber am 2. August haute er einmal seinen Frust in die Tasten und schrieb so eine Art Wutausbruch und Opferklage des autofahrenden Menschen, der auf einmal Fahrspuren räumen muss. Besonders erschreckt hat ihn, dass jetzt sogar Boris Johnson so böse gegen Autofahrer ist. Sie sind doch die leidende Mehrheit, oder etwa nicht?