Ein Essay über die Frage, warum das heutige Verständnis von Stadtentwicklung scheitern muss

So geht es nicht. Das ist im Grunde das Fazit aus Andreas Thiesens Buch „Die transformative Stadt“, in dem er sich essayistisch mit der Stadtentwicklungspolitik der letzten zwei Jahrzehnte beschäftigt. Die war zwar schon ein Fortschritt gegenüber der Reparaturpolitik der Vorjahre. Aber sie ist trotzdem wieder ein Großprojekt, das Stadtteilentwicklung ohne die Bewohner macht.

Was nicht daran liegt, dass man die Bewohner nicht dabei haben möchte. Kein politisches Projekt der vergangenen Jahre hat das Thema Bürgerbeteiligung so breit und vielfältig definiert wie gerade diese mit Millionensummen gefütterte Stadtentwicklung für – hoppla – benachteiligte Stadtquartiere. Genau da aber liegt der Hase im Pfeffer, ist der Hund begraben, flattert das Feigenblatt im Winde.

Denn herkömmliche Politik ist nach wie vor Obrigkeitspolitik. Das haben auch in Leipzig etliche Akteure in den betroffenen Stadtteilen schon erfahren, die entsprechend kritisch auf all die schönen Geldregen reagierten, die zwar irgendwie in die Stadtteile flossen – aber an ihnen vorbei. Es wurden immer wieder nur Projekte gepampert, die ins Vorstellungsraster der Verwalter passten.

Die haben eine Menge gelernt. Keine Frage. Darauf geht Thiesen, der Professor für Sozialwissenschaft an der HTWK Leipzig ist, sehr kenntnisreich ein. Immerhin war es ein gewaltiger Lernprozess auch für Leipzigs Stadtentwickler, dass man mit der einst rein auf Stadtteil-Verschönerung fokussierten Politik die Probleme innerhalb der Stadtteile nicht löst. Das schafft man nur, wenn man auch Aspekte wie Wirtschaftsentwicklung, Vernetzung, Kultur, Sozialarbeit usw. mit aufnimmt und dafür funktionierende Strukturen schafft.

So weit, so gut. Aber dann schaut sich einer wie Thiesen an, was dabei herauskommt – und ist ganz ehrlich entsetzt. Denn Wissen ist das eine, Vorurteile sind das andere. Denn damit, dass man aus „Problemstadtteilen“ einfach per Marketing neue, glückliche „Newcomer“-Stadtteile im Aufbruch macht, lachende Menschen, Sonnenblumen und glückliche Wiesen plakatiert, ändert sich noch nichts an der Tatsache, dass man die Ortsteile, die nicht ins Raster passen, stigmatisiert. Alle Aktionen, die von der Verwaltung bewilligt und mit klar zuzuweisenden Fördergeldern finanziert werden, wirken wie der Versuch von Außenstehenden, dem auserwählten Ortsteil ein Korsett überzuhelfen, das ihn nun passend machen soll.

Das empfindet nicht nur Thiesen als Bevormundung, gekoppelt mit einem großen Schuss Ignoranz. Denn wenn man irgendeine Art Bürgerbeteiligung auflegt, heißt das ja noch nicht, dass tatsächlich auch alle Bürger involviert sind in die Veränderungsprozesse ihres Wohngebietes. Oder dass sie diese auch so wollen. Was auch daran liegt, dass Städteplaner noch immer ein altes, wahrscheinlich falsches Bild von Stadtbevölkerung hegen und pflegen: Stadt als Lebenswohnsitz, Ortsteile als freundliche Nachbarschaft, wo Generationen miteinander Leben und Alltag vollbringen. Gar noch hübsch sozial homogen.

Was eigentlich nicht stimmen kann in einer Welt, in der die Globalisierung herrscht und ganze Bevölkerungen zu ständiger Mobilität und Transformation zwingt. Die Arbeitswelten verändern sich in rasendem Tempo. Immer mehr Menschen leben auf gepackten Koffern, definieren Heimat nicht mehr über Jahrzehnte an der gleichen Adresse, sondern durch Arbeitswelten, grenzüberschreitende Freundschaften und zunehmend digitale Beziehungen. Wohnorte sind immer öfter nur Durchgangsstationen. Gerade für gut gebildete Menschen, die immer öfter einer Arbeitswelt begegnen, in der Jobs zeitlich befristet sind, Lebensabschnitte höchst prekär und Wohnorte meist nur Transiträume sind.

Das verändert logischerweise die Sicht der Bewohner auf den Wohnort genauso wie ihre Haltung zu von außen aufgesetzten Bewertungen. Denn was Politik, Verwaltung und Medien daherreden, hat selten etwas mit den tatsächlichen Befindlichkeiten im „Kiez“ zu tun. Thiesens Erfahrung aus mehreren Stadtentwicklungsprojekten ist: Die Bewohner selbst sehen ihren Wohnort keineswegs als problematisch, als besonders von Konflikten betroffen. Im Gegenteil: Für sie ist das, was Andere meist als problematisch sehen, Teil einer permanenten Veränderung. Man hat es eigentlich immer mit Stadteilen im Übergang zu tun – die sogar teilweise die Veränderungen der ganzen Stadt spiegeln und vorwegnehmen.

Die beauftragten Stadtteilentwickler finden also gar nicht das vor, was sie nach ihren Schemata eigentlich erwarten sollten. Nur: Gerade diese Schablonen machen geradezu blind für das, was wirklich vor Ort geschieht, sich verändert, gebraucht wird. Aber auch für die Chancen und Eigeninitiativen, die es schon gibt. „Wirklicher Erkenntnisgewinn ist demnach nur möglich, wenn wir bereit sind, die Sphäre kognitiver Erwartbarkeit zu verlassen“, schreibt Thiesen so lax hin. Er spricht auch von unserer „eigenen kulturellen Komfortzone“. Und da wird’s eigentlich spannend. Denn das betrifft nicht nur Stadtverwaltungen. Das betrifft eine komplette Regional- und Landespolitik. Denn genauso in Raster ist ja auch die Betrachtung aller anderen Räume verfestigt. Man entscheidet auf hoher politischer Ebene, was gut zu sein hat für die Region – und weist dann die Mittel zu. Bitteschön: zweckgebunden.

Man könnte es auch die moderne Form der Entmündigung nennen, in der Bürgerbeteiligung vorgespielt wird, aber letztlich „Experten“ die Bedingungen formulieren, unter denen Förderung ausgereicht wird wie ein Gnadenbrot. Auf Landes-, Bundes-, EU-Ebene. Immer wieder mit denselben fatalen Folgen, dass falsche Entwicklungen verfestigt werden und die eigentlich Beglückten trotzdem das Gefühl nicht loswerden, dass von all diesen Weihnachtsgeschenken bei ihnen gar nichts ankommt. Dass sie weder gefragt noch eingebunden werden.

Das deutet sich nur an, wenn Thiesen zum Ende seines Essays auf die möglichen Folgerungen zu sprechen kommt, die sich aus seiner Analyse ergeben. Wahrscheinlich ahnt er selbst, dass das eben nicht nur Stadtteilentwicklung betrifft, sondern die ganze arrogante Art und Weise, wie Experten und Politiker versuchen, die komplette EU aus der Königsperspektive zu steuern, die konkret betroffenen Menschen vor Ort aber immer rauszuhalten versuchen aus allen Entscheidungen.

Für die gibt es nur zwei Möglichkeiten: Die meisten wenden sich schulterzuckend ab und die ganze aufgebrezelte Stadtteilbeglückung schwebt als reines Verwaltungsprojekt über dem Stadtteil. Es werden Akteure beglückt, die schon immer wussten, wie man an die Gelder kommt. Und die anderen leben davon völlig unbehelligt ihr Leben, bauen sich Existenzen auf, knüpfen eigene Netzwerke, organisieren ihr Leben im Stadtteil nicht, weil es IHR Stadtteil ist, sondern weil es gerade der richtige Ort ist, an dem sie ihre Lebensvorstellungen verwirklichen können. Der Ort ist also gar nicht falsch – nur die amtliche Problembetrachtung ist falsch.

Na ja, und die andere Möglichkeit zu reagieren könnte dann eine ziemlich diffuse und sehr emotionale Wut sein, weil etliche derer, die wirklich Veränderungen wünschen, das Gefühl nicht loswerden, dass wieder nur die Arrivierten, Gutbetuchten und Amtsträger über ihre Köpfe hinweg entscheiden, sinnfreie Projekte auflegen und selbst das bisschen Geld, das zur Verfügung steht, für allerlei Hokuspokus und irritierendes Marketing ausgegeben wird.

Dass der Fehler größer ist, als die Verantwortlichen meist glauben, deutet Thiesen an, wenn er – sehr ausführlich – die europäischen Gesellschaften als „hochgradig differenzierte Gesellschaften“ beschreibt. Man muss auch hinzufügen: auf ihrer Ebene hochkompetente Gesellschaften. Und damit beißt sich genau das, was immer mehr Europäer als fatale Fehlentwicklung sehen: der „hegemoniale Geist“ nicht nur in der Forschung, sondern auch und gerade in der Politik – und die erlebte Realität. Wer Politik und Fördergeldverteilung so konsequent hegemonial denkt, der merkt nicht einmal mehr, dass er die eigentlich Betroffenen wieder entmündigt und bevormundet.

Und das wird besonders deutlich, wenn Thiesen feststellt, was aus dem „ursprünglich emanzipatorisch formulierten Selbsthilfebegriff“ (wie er z.B. in „Hilfe zur Selbsthilfe“ steckt) geworden ist: ein „aktivierender Sozialstaat“. Der – was Thiesen ja nicht extra betonen muss – in „autoritäre Handlungsmuster“ verfällt und alle diejenigen diffamiert, die nicht „mitmachen“, „sich nicht einbringen“ oder der „Aktivierung“ auch noch mit Widerstand begegnen.

Thiesen hat sein Schlusskapitel bewusst offengelassen, damit die Leser auch noch selbst was dazudenken. Aber die Schlussfolgerungen sind sehr eindeutig. Und ziemlich ernüchternd.

Andreas Thiesen Die transformative Stadt, Bielefeld 2016: transcript Verlag (Reihe „Urban Studies“). ISBN: 978-3-8376-3474-7, 19,99 Euro.

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