Ein Gedichtband mit Murren, Gurren und ein paar berechtigten Spitzen

Mit „Taubenblicke“ erzählt Grit Kurth vom Lieben, Verlieren und Betroffensein

Für alle LeserIn ihrem Novellenbuch „Seelenbruder“, der 2014 im Einbuch Verlag erschien, hatte Grit Kurth auch schon ein paar Gedichte beigegeben. Sie schienen nicht ganz dazu zu passen, gaben aber schon einen Hinweis darauf, dass da noch mehr sein könnte. Der Wunsch zum Beispiel, sich mit Gedichten ganz persönlich zur Lage der Welt zu äußern. Und sich selbst zu verorten „in diesen prosaischen Zeiten“.

Die so prosaisch nicht sind, sondern durchwachsen. So gefährdet, wie es zuletzt in den frühen 1980er Jahren zu spüren war, als Dichter hüben wie drüben tatsächlich ihre Elfenbeintürme verließen und deutlich wurden im Formulieren ihrer Ängste. Denn auch damals spielte (wer erinnert sich überhaupt noch daran?) ein ziemlich durchgeknallter amerikanischer Präsident mit dem Feuer, wollte gar die ganze Erde mit einem Raketenschirm umspannen. Die Angst vor dem Atomkrieg war allgegenwärtig. Und augenscheinlich haben viele Menschen nichts draus gelernt.

Wieder regieren Zündler und Mauerbauer, ist Krieg und Tod in den Nachrichten allgegenwärtig.

Der aufgeputschte Medienbrei schwappt in die Wohnzimmer. Und Grit Kurth vergeht dabei der Appetit. Eigentlich ist sie sogar entsetzt, wenn sie sich umschaut und sieht, wie gleichgültig ihre Mitwelt das alles hinnimmt, es konsumiert, als wäre es nur ein digitales Spiel. Nicht wichtig, kein Grund, sich aufzuregen oder sich gar einzubringen. Den Trott zu verlassen oder die Maskerade, mit der wir uns angepasst haben an die Welt der reichen Clowns. Sind wir schon wieder da? Nicht nur Grit Kurth geht es so, wenn sie fragt: „Aus welcher Schublade hast du dir / deine aufrechte Haltung gezogen? / Mit welchen Nadeln, sag, hast du dir / deine dichte Gewissheit gestrickt?“

Ertappt. Sie kennen auch diese Typen? Diese selbstgerechten Opportunisten, die sich in ihre windschnittigen Erklärungen eingemauert haben und überheblich grinsen, wenn sie merken: Da hat noch einer Angst, Bedenken, Sorgen, Mitgefühl …

Man könnte schreien. Und in gewisser Weise sind Grit Kurths Gedichte recht laut – verglichen mit dem auch heute noch gut verkäuflichen Uhland-Mörike-Gebäck. Sie erweckt eine totgeglaubte Gedichtform wieder zum Leben: das politische Gedicht. Nicht weil darauf irgendeine Partei wartet oder gar eine zu Mut erwachte Zeitungslandschaft, die mal wieder so etwas wie Haltung zeigen möchte. Das nicht. Aber die sensibleren unter den deutschen Dichtern wussten immer: Leben ist immer politisch. Wer nicht deutlich wird und Position bezieht, der macht sich zumindest vor einer Instanz schuldig: dem eigenen Gewissen.

Und geblüht hat das politische Gedicht immer dann, wenn die Zeiten in Deutschland eisig, haarig und gespenstisch wurden. Im sogenannten Biedermeier, in den sogenannten Goldenen Zwanzigern, in den turbulenten Sechzigern. Da wurden die Besten unter den Dichtern spitz, aphoristisch und drei Ecken ehrlicher, zeigten Herz und Tapferkeit. Ganz alte Tugenden. Seit 1990 irgendwie längst wieder abgelegt, ersetzt durch das blasierte Gesicht des gut gefütterten Bürgers.

Mensch, geht’s uns gut.

Geht es gar nicht, schreibt Grit Kurth. Denn wer nicht blind ist im Herzen und verblödet im Kopf, der merkt, wie sich das alles wieder in unsere Welt frisst, wie die Angst in der Straßenbahn mitfährt, weil sie über die berauschten Kanäle in unsere Köpfe flutet. Wer Angst sät, erntet Angst, Misstrauen und diese trübe Stimmung, in der der Mitmensch zur Bedrängung und latenten Gefahr wird.

„Wo sind wir nur hingeraten?“, fragt die Dichterin, die im richtigen Leben noch dazu Lehrerin ist. Und sich nicht entmutigen lässt, auch wenn sie wohl auch über ihren Beruf mitbekommt, wie systematisch unser Menschsein demoliert wird – von den einen, die glauben, jede menschliche Funktion müsste in eine Maschine verlagert und in einen Algorithmus verwandelt werden. Und von denen, die wissen, wie man Kinder zu Zombies macht. Kinder, deren Eltern nicht einmal wissen wollen, worum es bei all diesen Anmachen draußen in der Offline-Welt und in den Online-Welten geht. Denn das Raubtier kennt keine Grenzen, wo ihm niemand Grenzen setzt. „Zwei Köpfe hat es: das Geld und die Macht“.

Und es findet seine „coolen“ Soldaten überall, wo es Menschen beibringt, dass Betroffensein nicht akzeptiert wird – es sei denn, als leere Geste, eine Geste, die keine Folgen hat. Da wirken dann selbst Gestalten wie der Mann am Kreuz oder der wütende Prediger aus Wittenberg wie aus der Welt gefallen.

Was das alles mit Tauben zu tun hat, erfährt man im zweiten Teil des Gedichtbandes, in dem Grith Kurth sehr persönlich wird und die unerhörte Schönheit einer Liebe beschreibt, die genauso tragisch unerhört endet. Tragisch, wie jede große Liebe. Weil die Zurückbleibende immer mehr verliert als nur den Seelenverwandten, den Menschen, der einem tatsächlich nah war und vertraut.

Dass es einen in solchen Momenten regelrecht zerreißt, hat ja auch damit zu tun, dass wir selten wirklich Menschen finden, die wir so nah an uns heranlassen. Die meisten suchen nicht mal danach. Und die, die gefunden haben, kennen die Angst, dass dieser Mensch verschwindet. So etwas braucht lange, sehr lange, um zu heilen.

Aber es ist nicht das Ende. Man wird nur müde oder wacher, kritischer, verletzlicher.

Was dann im dritten Teil – „Gurren und Murren“ – zur nur scheinbar sarkastischen Beschreibung einer Mitwelt wird, die ihre Schäbigkeit nicht einmal mehr versteckt. Fast ist es Entsetzen, mit dem die Autorin sieht, wie Menschen ihren kleinen, zähen Hass zelebrieren, ihre Gefühllosigkeit, ihre Oberflächlichkeit und Verlogenheit. Was man vielleicht so nur wahrnimmt in aller Schärfe, wenn man – als Dichterin – die Welt mit geschärften Sinnen betrachtet. Und weiß, was Worte anrichten. „Du siehst nicht sein Material, / spürst nicht sein Gewicht …“

Womit sich ja der Kreis schließt. Es ist wieder eine Zeit der starren Blicke, der blasierten Vorgestrigkeit, der Selbstgerechten, die ihre beengten Vorstellungen vom Leben versuchen, wie Sauerbier unters Volk zu bringen.

Glücklicherweise gibt es da noch Leipzig, die Stadt, in der man auch noch ein paar andere Menschen trifft und einen Hauch jener Atemfreiheit, der einem hilft, nicht ganz zu ersticken. Also gibt es auch ein paar Leipzig-Gedichte.

Dumm nur, dass die Dummen und Selbstgerechten weder lesen noch zuhören. Das ist die Krux der Dichter: Die Botschaft erreicht immer nur Menschen, die sowieso noch empfänglich sind. Die sich ihrer Unvollkommenheit und ihrer Ängste nicht schämen. Die aber auch niemals loslaufen würden, um ihre Sicht auf das Leben den anderen aufzunötigen. Das täten sie nicht. Sie lesen lieber heimlich ein Gedicht am Tag und legen sich dann mit der Dichterin auf eine Wiese und schauen in den Himmel, um sich über die Vielfalt der Wolken zu freuen. Immer mit diesem leisen Piepen im Ohr, das nicht aufhören will, weil gefühllose Trottel die Welt regieren: „Wolken, eine ganze Schar. / Letzte Wolke: atomar.“

Nein, das ist weder das letzte Gedicht noch der letzte Vers in diesem Band. Das letzte Gedicht empfiehlt den Handstand. Also die tägliche Übung der Dichterinnen und Dichter, die wirklich gelernt haben, dass man die Wirklichkeit erst erkennt, wenn man sie einmal kopfüber betrachtet hat.

Grit Kurth Taubenblicke, Treibgut Verlag, Berlin 2017, 12 Euro.

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