Der Briefwechsel von Christoph Hein und Elmar Faber: Ich habe einen Anschlag auf Sie vor

Für alle LeserAcht Jahre lang ruhte der Verlag Faber & Faber. 2011 hatte sich der Verleger Elmar Faber, immerhin schon 77 Jahre alt, aus dem Verlagsgeschäft zurückgezogen. Sohn und Partner im Verlag, Michael Faber, war damals noch Kulturbürgermeister in Leipzig. 2017 starb Elmar Faber und die Grabrede hielt kein anderer als der Schriftsteller Christop Hein, dem der Verleger seit 1983 hochachtungsvoll verbunden war.
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Die beiden lernten sich damals kennen, als Elmar Faber den Aufbau Verlag übernahm, das Flaggschiff unter den Verlagen der DDR. Hier waren die namhaftesten Schriftsteller/-innen der DDR unter Vertrag. Eben auch Christoph Hein, der natürlich zu Recht befürchtete, der neue Verlagschef könnte ein Funktionärstyp sein, mit dem sich nicht gut Kirschen essen ließe. Vorher war Faber Leiter der exportorientierten Edition Leipzig gewesen, hatte also unter den Autoren des Landes noch keinen Ruf als möglicher Förderer von Belletristik.

Entsprechend kritisch fielen Heins erste Briefe an den Neuen aus, der sich freilich als humorvoller und ebenso nachdenklicher Briefpartner erwies, der die Veröffentlichungspraxis in der DDR zwar aus anderer Perspektive betrachtete, aber die Probleme des Autors nur zu gut verstand. Denn selbst wenn Buchtitel wie die von Christoph Hein erfolgreich waren, gab es kaum eine Chance, genug Exemplare drucken zu können, um den Bedarf der Leser zu decken. In einem Brief schildert Hein sehr anschaulich den leergefegten Zustand der ihm bekannten Buchhandlungen. Faber schildert im Gegenzug die Sache mit dem Plan und den Papierkontingenten. Launig nutzt Hein später eine spontane Jubiläumsrede, um sehr anschaulich die völlige Überflüssigkeit von Verlegern zu schildern.

Dieses Spiel mit Augenzwinkern beschäftigte die beiden in etlichen Briefen. Und sie gingen damit so humorvoll um, dass kurzzeitig sogar die Idee im Raum stand, solche Texte, die auf spielerische Weise die in einer Sackgasse gelandete Literaturpolitik der DDR hätten beschreiben können, in einer Zeitschrift wie dem damals erscheinenden „Sonntag“ zu veröffentlichen. Aber die Idee scheiterte – wahrscheinlich traute sich die Redaktion dann doch nicht, sah nicht, dass man Ende der 1980er Jahre durchaus schon ein bisschen mehr Mut zeigen konnte, denn dass sie das Land in eine Sackgasse gewirtschaftet hatten, das sahen zumindest die gebildeteren Funktionäre im ZK schon.

Hein und Faber erlebten es ja anschaulich im Versuch, Heins Roman „Horns Ende“ durch Verweigerung der Druckgenehmigung zu verhindern. Man hatte sich regelrecht festgebissen an ein paar „Stellen“. Solche Bücher scheiterten immer an „Stellen“. Nur hatte Hein längst keine Lust mehr, für die Herren Zensoren und Funktionäre immer wieder die inkriminierten Stellen zu entfernen, bloß damit die dann das Gefühl haben könnten, wieder ein bisschen Subversion durch „sozialistische Wachsamkeit“ ausgemerzt zu haben. Keiner hatte davon so die Nase voll wie Christoph Hein, der dann ja auch auf dem Schriftstellerkongress 1987 als erster öffentlich die Abschaffung der unsinnigen und verbrecherischen Zensurpraxis forderte.

Sein „Horns Ende“ bekam trotzdem keine Druckgenehmigung, weshalb Faber in einem Husrarenritt das Buch trotzdem drucken ließ, einfach dem Druckhaus gegenüber behauptete, es gäbe eine Genehmigung. So wurde „Horns Ende“ wohl das einzige Buch, das vor dem klammheimlichen Ende der Zensur Anfang 1989 in der DDR ohne Druckgenehmigung erschien, schreibt Michael Faber in einer Anmerkung zu diesem Vorgang. Er hat die Briefe von Elmar Faber und Christoph Hein für diesen Band gesammelt, ergänzt um zwei Reden Christoph Heins, die ihn genauso als klugen und humorvolle Erzähler zeigen wie die Briefe.

Mit dem gesammelten Briefwechsel würdigt er nicht nur zwei markante Vertreter der Literatur im Osten, die sich auch nach 1990 nicht aus dem Getümmel zurückzogen, auch wenn Elmar Faber beim Aufbau Verlag gleich zwei sehr eigenartige Entlassungen erlebte, die sich ebenfalls als Stoff im Briefwechsel wiederfinden. Genauso wie Heins Berufung zum Theaterintendanten, die von bissiger Missgunst des eher westdeutschen Feuilletons verhindert wurde.

An einer Stelle spricht Hein dann nur noch von der „großdeutschen Zeitungslandschaft“, die er einfach nicht mehr lese. Dafür stellt er verwundert fest, dass mit Begriffen wie „Elitenwechsel“ oder „Aufbau Ost“ ausgerechnet Begriffe direkt aus der LTI verwendet wurden, die am Ende auch entlarvend sind, weil sie eben doch bestätigen, was immer so sonntagsbräsig abgestritten wurde: Dass die Einheit eben doch nicht auf Augenhöhe passierte.

Nur haben es die selbstgerechten Kommentatoren in den Medien des Westens nicht einmal gemerkt – bis heute oft nicht gemerkt – dass sie ihre west-deutsche Brille der Vorurteile nie abgelegt haben. Sie waren ja immer die Sieger der Geschichte. Und es waren eben eher sensible Autoren wie Christoph Hein, die überhaupt in der Lage waren zu formulieren, wie so eine Arroganz bei denen ankommt, die eigentlich 1990 beschlossen hatten, respektierter Teil eines großen Ganzen zu werden.

Logisch, dass Hein bis heute eine wirklich kluge Debatte über deutsch-deutsche Befindlichkeiten vermisst.

Es ist kein sehr ausufernder Briefwechsel. Beide Briefpartner zeichnen sich durch Kürze und Klarheit aus. Gelernt ist gelernt. Man lernt etwas in dieser Form durchaus Seltenes kennen: eine durchaus aufmerksame Beziehung zwischen einer prägenden Verlegerpersönlichkeit und einem selbstbewussten Autor in der DDR und in den Jahren danach, in denen sich die Wege gezwungenermaßen voneinander entfernten, auch wenn die herzliche Beziehung der beiden bis 2017 lebendig blieb. Einige kleinere Arbeiten von Christoph Hein fanden auch ins Verlagsprogramm von Faber & Faber.

Wertschätzung ist der Begriff, der einem dazu einfällt. Er beschreibt nicht nur den Umgang der beiden Büchermenschen miteinander, er beschreibt auch ihre Art, Bücher und Literatur zu betrachten. Denn erst mit solchem Respekt vor dem Tun des Anderen ist auch der Raum einer offenen und klugen Diskussion denkbar, den gute Bücher eröffnen. Das scheint manchmal gar nicht Thema zu sein, wenn die beiden spöttisch über ausgeplünderte Autoren oder „Buchverwertungsfabriken“ (Elmar Faber) schreiben, aber tatsächlich schwingt es immer mit.

Es ist die Basis, die die beiden auf jeden Fall bis zum Ende der DDR anregte, sehr hintersinnig über das Büchermachen unter der „Lenkung der Literaturpolitik“ (Elmar Faber) und die eigentlichen „Bedürfnisse der Leser“ zu schreiben. Denn beide müssen eine Ahnung davon haben, wonach die Leser eigentlich dürsten. Das war zwar auch im Bückdich-Land DDR fast erwartbar nach Titel und Autor, aber eben niemals planbar. Und die Hochachtung, mit der Hein dem zehn Jahre Älteren begegnet, verrät zumindest, dass er Verleger solchen Formats ganz und gar nicht für überflüssig hält.

Vielleicht hat Michael Faber deshalb genau diesen Briefwechsel als erstes Buch im wieder ermunterten Verlag Faber & Faber herausgegeben.

Christoph Hein; Elmar Faber Ich habe einen Anschlag auf Sie vor, Faber & Faber, Leipzig 2019, 22 Euro.

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