Wie viel Journalismus bekommt man eigentlich für ein trockenes Brötchen?

Es ist schon erstaunlich. Sogar ein englischer Komiker hat schon mitbekommen, dass da irgendwas kaputt ist im Regionaljournalismus. Auch in England. „Wir müssen für Journalismus bezahlen“, teilt John Oliver seinen Anhängern in einem Youtube-Video mit. Also für nass. Ein Widerspruch, auf den die „Süddeutsche“ in ihrem Beitrag zu Olivers berechtigter Mahnung hinwies.

Es ist überall dasselbe. Die Mechanismen, die den deutschen Werbemarkt ins Rutschen gebracht haben und die Einnahmen regionaler Medien wegschmelzen ließen wie Schnee an der Sonne, sind überall in der westlichen Welt am Werk. Es ist ja nicht so, dass die Werbetreibenden weniger Werbung treiben – aber sie haben schnell gelernt, was Google und Facebook ihnen angeboten haben: Sie können Werbung viel, viel billiger bekommen. Und sie können sie ohne die alte Heimatzeitung (oder das neue Online-Portal) bekommen. Sie können ihre Botschaften ganz personalisiert direkt an die möglichen Kunden ausspielen.
Und damit bricht gerade den regionalen Medien eine wichtige Einnahmequelle weg. Die örtliche Wirtschaft trägt die örtlichen Medien nicht mehr. Sie hat ihnen ihre Unterstützung aufgekündigt.

Die Zeitungsverleger suchen „das ökonomische Heil in der leichten Kost und vielen Tierbildern“, schreibt die „Süddeutsche“. Als hätte sie in die sächsische Provinz geschielt dabei. Oder die sachsen-anhaltinische. Von der mecklenburgischen wollen wir hier gar nicht reden. Abdriftende Stimmungen haben auch immer mit einer zahnlos gewordenen Medienwelt zu tun. Wer von den eigentlich so wichtigen Medien nicht mehr mit handfesten Informationen und Hintergrundgeschichten bedient wird, der holt sie sich woanders.

Das Internet ist weit. Und es sind Millionen Leute drin, die auf ihre Weise „Informationen“ machen. Jeder ist sein eigener Publisher, selbst wenn er nur in der eigenen Seifenblase Freunde und Gleichdenker hat. So verstärken sich nicht nur Emotionen, sondern auch Gerüchte und Falschbehauptungen. So entstehen Verschwörungstheorien.

Und Redaktionen wie die der L-IZ werden mit Forderungen überhäuft: Könnt ihr mal? Würdet ihr mal bitte?

Denn wer prüft eigentlich die Geschichten, Gerüchte, Behauptungen und Erzählungen, die „da draußen“ im Schwange sind? Facebook, dieser „Wir mischen uns da nicht ein“-Verein? Dieser Verstärkungsladen für wilde Hass-Kampagnen und eitle Selbstvermarktung? Bestimmt nicht.

Gerade weil das so ist, wird immer deutlicher, was für einen Berg an Erwartungen Leser eigentlich haben an ein Medium. Meistens völlig unausgesprochen. Man setzt es einfach stillschweigend voraus.

Zum Beispiel, dass jemand geprüft hat, ob eine Geschichte auch stimmt, bevor sie gedruckt oder online veröffentlicht wird.

Wer sollte das sein? Doch eigentlich die Redakteurin oder der Redakteur, die ihren Namen oder ihr Kürzel drunter gesetzt haben unter den Beitrag. Anders als der oft genug anonyme Facebook-Schnell-Melder steht der schreibende Journalist mit seinem Namen dafür, dass er die Geschichte geprüft hat. Dass er zumindest weiß, dass sie stimmt, dass die Fakten stimmen und die Zuordnung.

Auch das wird erwartet, sonst machen Geschichten nämlich keinen Sinn: Sie müssen in einen Kontext eingeordnet werden. Da wird es schon aufwendiger, denn es macht einfach keinen Sinn, Fräulein X. ein Promi-Sternchen zu nennen, wenn neun von zehn Lesern Fräulein X. gar nicht kennen, weil sie nur ein C-Sternchen im Abendprogramm von Bayern 3 ist. Oder irgendwo in einer Urwald-Show auf einem privaten Sparten-Kanal.

Gut wäre es in diesem Fall auch immer zu erzählen, was sie da eigentlich macht, was das für ein Kanal ist und warum sie irgendeine Bedeutung für diese Geschichte hat. Dass sie eine neue Schuh-Kollektion für die Marke Y. in Leipzig präsentiert hat, ist keine Geschichte.

Was eben auch heißt: Geschichten müssen gewichtet werden. Das kommt nicht ohne Grund von wichtig und Gewicht. Journalisten sind normalerweise Leute, die entscheiden können, ob ein Ereignis so wichtig ist, dass es alle erfahren sollten – oder ob es in den Papierkorb wandert. Wenn der Zeitungsverleger nun freilich Fräulein X. unbedingt mit großem Kleidausschnitt im Blatt haben will, ist das auch eine Geschichte. Die könnte dann ein konkurrierendes Portal erzählen. Das macht nicht nur Spaß, sondern zeigt auch Abhängigkeiten.

Auch das erwarten Leser stillschweigend: Dass Medien auch über ihre eigenen Abhängigkeiten berichten. Und auch erklären, warum sie bestimmte Geschichten erzählen – und andere nicht.

Nicht immer ist der große, finstere Zeitungsverleger Grund dafür, dass Geschichten nicht erzählt werden. Manchmal sind es auch Stapel von Abmahnungen von Leuten, die das deutsche Persönlichkeitsrecht dazu missbrauchen, Redaktionen mit Klagen zu überziehen.

Manchmal fehlt zu Geschichten aber auch die unabhängige Bestätigung. Aber wer macht das alles? Und wie viel schafft einer oder eine so am Tag? Oft dauern Geschichten länger, weil man viele Leute fragen muss, um alle Puzzle-Teile zusammenzubekommen. An den großen Geschichten arbeiten sowieso mindestens zwei oder drei Kollegen. Sollten zumindest.

Und da geht es los. Oder endet es, wenn Lokalredaktionen dem „Rotstift“ zum Opfer fallen, ausgedünnt werden und drei Kollegen auf einmal die Arbeit von zehn machen sollen.

Wie viele Geschichten schafft man dann noch gründlich zu erarbeiten?

Erwarten Leser nicht auch, dass sie nicht auf Lesestoff verzichten müssen? Dass es jeden Tag mindestens dieselbe Ladung spannender, aufregender, guter Geschichten gibt?

Wer deutsche Lokalzeitungen in den vergangenen 20 Jahren gelesen hat, weiß, wie diese Geschichten nach und nach aus dem Lokalteil verschwunden sind und immer mehr Platz dem gewidmet wurde, was die „Süddeutsche“ Katzengeschichten nennt. Es können auch C-Promis mit neuen Schuh-Kollektionen, D-Promis beim Stadtfest oder der Erfolg des von Autohaus X. gesponserten Fußballclubs in der Kreisliga sein. Hauptsache, die Trikots mit dem Logo sind gut im Bild.

Dahin hat sich Lokaljournalismus entwickelt. Und statt den großen Geschichten nachzugehen, die wichtig wären für die Region oder die Stadt, treiben sich die verbliebenen Journalisten auf Opernbällen, Filialeröffnungen und Highsociety-Empfängen herum. Mit lauter „wichtigen“ Leuten.

Auch so kann Journalismus die Maßstäbe verschieben für das, was „wichtig“ ist. Und wenn dann immer noch ein Loch in der Zeitung ist, wird geguckt, ob irgendwo im Agenturverteiler noch eine Geschichte über ein C-Sternchen hängt, das gestern im Fernsehen zu sehen war.

Aber wir wollten nie Katzengeschichten schreiben. Das ist schlicht kein Grund, lokalen Journalismus zu machen (es sei denn, es gibt einen neuen Ärger ums Leipziger Katzenhaus).

Alles hängt an der Frage: Wie viele Journalisten kann man eigentlich einsetzen? Einen? Das ist logischerweise zu wenig. Da kommen dann solche News-Seiten heraus, wie sie überall durchs Netz schwabbern. Mit millionenfach dupliziertem Inhalt (neudeutsch: Content), unaufgearbeitet, meist ungeprüft. Genau die Suppe, die heute alle Kanäle füllt.

Man braucht doch wieder mehrere emsige Mitarbeiter, die bereit sind, sich richtig Zeit ans Bein zu binden, um eine Geschichte „rund“ zu machen. Und vor allem eines zu tun, was augenscheinlich niemand mehr den Lokalredaktionen zutraut: eigene Geschichten zu schreiben, eigene Recherchewege zu gehen und mit dem Gespür für die richtigen Fragen die eigene Region etwas gründlicher unter die Lupe zu nehmen.

Manches davon haben Sie in den vergangenen 12 Jahren auf der L-IZ lesen können. Und es kommt immer wieder, immer wieder neu, weil wir uns doch immer wieder Zeit und Kraft suchen, um einige unserer Geschichten aufzuarbeiten.

Aber mal so aus dem Nähkästchen geplaudert: Neun von zehn Geschichten lesen Sie hier nicht. Obwohl sie zum Teil seit Monaten und Jahren auf unserer To-do-Liste stehen.

Die Gründe sind alle oben genannt.

Man braucht Zeit dafür. Und Leute, die sich dafür Stunden und Tage ans Bein binden können. Und die man nicht mit einem Brötchen pro Text bezahlen darf. (Sie sehen: Wir haben das Honorar verdoppelt.) Da verhungern sie nämlich trotzdem.

In eigener Sache – Eine L-IZ.de für alle: Wir suchen „Freikäufer“

MedienLokaljournalismusFreikäuferLeipzig
Print Friendly, PDF & Email
 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ausstellung in der Galerie Schwind Leipzig: Günter Thiele – Zum 90. Geburtstag
Günter Thiele, Paris - An der Porte St. Denis, 2006, Tempera auf Leinwand, 64 x 72 cm. Quelle: Galerie Schwind

Quelle: Galerie Schwind

Anlässlich des 90. Geburtstags von Günter Thiele (* 1930) zeigt die Galerie Schwind Leipzig vom 18. August bis 19. September 2020 eine Einzelausstellung des Leipziger Malers. Günter Thiele, der an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg Malerei studierte, gilt als stiller Beobachter und Topograf seiner Umwelt.
Die bequemen Opfer der Verkehrswende
Taschentücher für arme Autobesitzer ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

KommentarEigentlich sind die Themen von „Zeit“-Redakteur Tilman Steffen ja Rechtsextremismus, AfD und Die Linke. Aber am 2. August haute er einmal seinen Frust in die Tasten und schrieb so eine Art Wutausbruch und Opferklage des autofahrenden Menschen, der auf einmal Fahrspuren räumen muss. Besonders erschreckt hat ihn, dass jetzt sogar Boris Johnson so böse gegen Autofahrer ist. Sie sind doch die leidende Mehrheit, oder etwa nicht?
Schmetterlingsvielfalt in Leipzig: Umweltforschungszentrum lädt die Leipziger/-innen zum Mitmachen ein
Tagfalter in der Stadt. Foto: Guy Pe'er (UFZ/iDiv)

Foto: Guy Pe'er (UFZ/iDiv)

Für alle LeserDas Insektensterben ist seit drei Jahren für die meisten Leute ein Begriff. Sie wissen, dass nicht nur die Bienen am Verschwinden sind, sondern auch die Schmetterlinge. Mit Blühstreifen versucht die Stadt Leipzig ein wenig für die Flatterer zu tun. Aber noch viel mehr können alle Leipziger/-innen tun, die über auch nur das kleinste Stückchen Grün verfügen. UFZ und iDiV laden ab dem 5. August richtig zum Mitmachen ein.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #39
Irgendwas wird schon wachsen ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEhrlich gesagt denke ich nicht lange nach, bevor ich zu schreiben beginne, mache mir nie ein Konzept und hoffe, dass sich die Dinge während des Gepinsels irgendwie fügen und mir eine Geschichte erzählen, die ich bis dahin nicht kannte. Alles andere wäre auch furchtbar langweilig. Würde ich wissen, worauf die Sache hinausläuft, hätte ich weder die Lust noch die Kraft zu beginnen.
Stadtwerke Leipzig dürfen ihr modernes Gasturbinenheizkraftwerk an der Bornaischen Straße bauen
Bauskizze für das neue Gaskraftwerk. Visualisierung: Stadtwerke Leipzig

Visualisierung: Stadtwerke Leipzig

Für alle LeserEin Leipziger Traum gewinnt immer mehr Konturen: Ende 2022 soll es so weit sein, die Stadt endgültig aus ihrer Kohleabhängigkeit zu befreien. Im Mai konnten die Stadtwerke Leipzig melden, dass sie die modernsten Gasturbinen bei Siemens ordern konnten. 2022 sollen sie in das neue Gaskraftwerk Süd an der Bornaischen Straße eingebaut werden, um ab 2023 die Fernwärmeversorgung für Leipzig zu sichern. Für die Bauwerke gab es jetzt Grünes Licht von der Landesdirektion Sachsen.
Seit Montag fahren Fahrradkuriere mit Lastenrädern die innerstädtischen Sendungen der Verwaltung aus
Max von Fulmo und Hauptamtsleiter Christian Aegerter bei der Vorstellung der beiden Lastenräder vorm Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Welt ändert sich, Stück für Stück. Erst einmal wird im Kleinen etwas Neues ausprobiert. Wenn es funktioniert, wird die Sache erweitert. Auch in Leipzig passiert das. Im November 2018 beantragten die Grünen im Stadtrat: „Der derzeit extern beauftragte Kurierdienst der Stadtverwaltung und alle nachgeordneten Einrichtungen werden schrittweise per Ausschreibung auf Lastenfahrräder umgestellt.“ Im Januar 2019 gab es eine wohlwollende Stellungnahme aus dem Hauptamt. Seit dieser Woche fahren Lastenräder die Post der Stadt Leipzig aus.
Montag, der 3. August 2020: Der Kater nach der Party

Foto: René Loch

Für alle Leser/-innenMehrere zehntausend Menschen haben am Wochenende in Berlin für die Verbreitung des Coronavirus demonstriert. In Sachsen denkt man derweil darüber nach, was passiert, falls die Zahlen wieder steigen – zum Beispiel mit den Schulen. An den Flughäfen sind die „Testcenter“ für Reiserückkehrer/-innen mittlerweile offiziell gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 3. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Der 1. FC Lok zwischen Trauer und Träumen: „Wir nehmen die Herausforderung an“
Der neue Lok-Trainer Almedin Civa gibt Anweisungen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelDie neue Saison beim 1. FC Lok begann mit Tränen. Sportdirektor und Cheftrainer der vergangenen Saison, Wolfgang Wolf, versammelte zwei Tage nach dem Scheitern in den Aufstiegsspielen gegen den SC Verl noch einmal die Mannschaft, seine Mannschaft. In der Kabine versuchte er den Jungs zu erklären, warum er gehen muss und bekam bald vor Tränen keine kompletten Sätze mehr heraus. Der Bundesligaspieler und -trainer, der mit dem 1. FC Nürnberg und den Stuttgarter Kickers aufgestiegen war, sollte kein dritter Aufstieg vergönnt sein.
Polizeihubschrauber waren im ersten Halbjahr auch zehn Stunden lang zur Umweltüberwachung in der Luft
Der Polizeihubschrauber über Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBei der Auswertung der Antwort zur Landtagsanfrage von Juliane Nagel (Die Linke) zu polizeilichen Hubschraubereinsätzen fällt noch ein bisschen mehr auf als die schiere Zunahme der Einsätze. Auch die Definition der Einsätze hat sich gründlich geändert, ist zwar einfacher, aber dadurch nicht wirklich klarer geworden. Und es ist ein völlig neues Einsatzfeld aufgetaucht: „Umweltschutz“.
Vom 11. bis 13. September: Leipziger Straßentheatertage
Foto: Hannes Fuhrmann

Foto: Hannes Fuhrmann

Die 13. Leipziger Straßentheatertage dürfen stattfinden. Vom 11.-13.September 2020 kommen internationale Künstler und Lokalmatadoren in der Innenstadt (Grimmaische Str.) zusammen, um die Passanten zum an- und innehalten zu bewegen.
Ökolöwe fordert härtere Gangart beim Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge in Leipzig
Hier war es eine ausgeschilderte Baustelle, wegen der mehrere geparkte Fahrzeuge abgeschleppt wurden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Freibrief für Falschparker?“ fragte Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek am 30. Juni. Ziemlich konsterniert über eine flapsige Äußerung aus dem Leipziger Ordnungsamt, das sinngemäß äußerte, dass es die Vielzahl an Anzeigen, die ein einzelner Bürger wegen Falschparkens gestellt hatte, nun nicht mehr bearbeitet werde. Und das nach Jahren der sichtlich sehr zurückhaltenden Kontrolle von Falschparkern in Leipzig. Der Ökolöwe fordert jetzt ein konsequenteres Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge in Leipzig.
Was nutzen all die Antikorruptions-Telefone, wenn doch alles unter der Decke bleiben soll?
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Ende wusste sich der- oder diejenige keinen Rat mehr und gab die Informationen zum größten Korruptionsfall in der jüngeren Polizeigeschichte Sachsens an die Dresdner Morgenpost weiter. Sonst hätte Sachsens Innenminister das „Fahrradgate“ wohl weiter unter der Decke gehalten. Aber damit wird eine/-r Polizeibedienste/-r in Sachsen natürlich zum Whistleblower. Und was tut Sachsens Polizei? Sie sucht die undichte Stelle.
MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ startet am 4. August bei Niedrigwasser und unter Corona-Bedingungen
Elbe-Messkampagne Sommer 2019 mit dem Forschungsschiff "Albis". Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserSchon die erste Testfahrt 2019 fand unter erschwerten Bedingungen statt, denn auch damals führte die Elbe Niedrigwasser. Und wenn die Forscher/-innen vom Helmholtz Umweltforschungszentrum gehofft hatten, 2020 zur Generalprobe wäre es anders, so sehen sie sich enttäuscht. Ihre so wichtige MOSES Generalprobe „Elbe 2020“ findet wieder unter Niedrigwasserbedingungen statt. Die Corona-Schutzmaßnahmen kommen noch extra obendrauf.
Modellversuch Chemnitz: Der tragische Tod des Journalisten Arne Heller
Ronald Willmann: Modellversuch Chemnitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein vertrackter Roman, freilich nicht unbedingt, weil der Held stirbt darin wie der Held in William Goldings „Pincher Martin“ von 1956. Das ist lediglich erschütternd, vertrackt ist er, weil er ein Stück weit die Wehrlosigkeit von Journalisten zeigt, die wirklich herausfinden wollen, wer im deutschen Rechtsextremismus tatsächlich die Fäden zieht und welche Rolle dabei die seltsamen Ämter für Verfassungsschutz spielen, die so erwartbar immer wieder versagen, wenn es um rechtsextreme Umtriebe geht.
Am 24. August in der Moritzbastei: „Der durstige Pegasus“
Der durstige Pegasus, Bild: Pressematerial

Bild: Pressematerial

Ein durchaus kontrastreiches Programm bietet Der durstige Pegasus im August – Open Air auf der Terrasse der Moritzbastei erstmalig nach dem Lockdown – mit einem Roman des Autorin-Übersetzerin-Duos Svetlana Lavochkina und Diana Feuerbach und Kurzgeschichten von Francis Mohr.