Medien

Nur Mut: Fliegen will geübt sein. Foto: Ralf Julke
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Höchste Zeit für mediale Innovationen

Sie haben es im Jahr 2016 bestimmt auch beobachtet. Kaum schaut die L-IZ sich ein Thema mal ein bisschen anders an, taucht es in leichten Abwandlungen auch in anderen Zeitungen und Magazinen auf. Was daran liegt: Viele Kollegen lesen mit. Denn soviel Original aus Leipzig bekommen sie ja woanders nicht. Manchmal stutzen wir auch nur selbst, schreiben über das Mittelmaß der Quote. Und dann springt einem bei „Spiegel“ ein Quotenkuchen entgegen.

„Focus“-Titel mit suggestiver Frage. Foto. L-IZ
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Die Sache mit dem Gemeinmachen und der emotionalen Distanz

Oh ja, über Medien haben wir auch ein bisschen nachgedacht in diesem Jahr. Wir bekommen ja immer wieder solche seltsame Rückmeldungen wie: Warum seid ihr so kritisch? Oder gleich einen abgewandelten Spruch um die Ohren gehauen, der gern Hajo Friedrichs zugeschrieben wird: „Journalismus darf sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“ Das ist dann schon keine Nachtigall, die man trampeln hört. Eher ein großer grauer Dinosaurier.

Ist das einer? Foto: Ralf Julke
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Das Trollen in der politischen und medialen Realität

Natürlich haben wir auch über Trolle nachgedacht. Eine Menge Leute hat ja in diesem Jahr so getan, als seien Trolle eine neuzeitliche Erfindung. Und keiner hätte damit rechnen können, dass sie im Internet auftauchen, diesem komischen „Neuland“, wie unsere Bundeskanzlerin einmal sagte. Aber je länger man sich die Biester anschaut, umso vertrauter kommen sie einem vor.

Startseite des Journalistikons. Screenshot: L-IZ
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100 Jahre Zeitungswissenschaft und ein Journalistikon als Online-Projekt

„Übersichtlich. Wissenschaftlich. Neu. Das Wörterbuch der Journalistik ist jetzt online“, meldete der Herbert von Halem Verlag kurz vorm Weihnachtsfest. Es gab also gleich mal ein schönes Online-Geschenk für „Wissenschaftler und Studierende der entsprechenden Fachrichtungen und (...) alle, die sich für Journalistik und praktischen Journalismus interessieren“. Gibt es die tatsächlich? Hat Herr Trump das alles nicht gerade für überflüssig erklärt?

Leipziger Zeitung: Früher war mehr Lametta ... Foto: L-IZ
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In der neuen Leipziger Zeitung gibt es 800 Jahre Rebellion, Reiberei und rücksichtslose Renovierungen

Na gut, ein Weihnachtsbaum hat es nicht aufs Titelfoto der neuen „Leipziger Zeitung“ geschafft, die heute in Leipzigs Kiosken ausliegt. Auch kein zuckergesättigter Coca-Cola-Weihnachtsmann. Dafür das stolze Leipziger Rathaus von 1905. Sie wissen schon: „Eine neue Burg ward errichtet ...“ – Denn in dieser Ausgabe taucht Marko Hofmann, begleitet von Michael Freitag wieder ein in das seltsame Leipzig vor 100, 120 Jahren - genauer ins Jahr 1891. Und ein eigenartiges Projekt namens Elster-Saale-Kanal kommt zur Sprache.

Schön ist es, wenn L. nur von Haifischen träumt. Grafik: L-IZ
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Ein bisschen was über Flaschengeister, Nabucco und die Hoheit in Federbetten

LeserclubSolche Nächte fürchtete L. Und wich ihnen eigentlich aus, wenn er konnte, ging nicht mehr ans Telefon, ignorierte das Quarren seines elektronischen Flaschengeistes. „Ich bin dein elektronischer Flaschengeist! Du hast gefälligst bei Fuß zu stehen, wenn ich auch nur niese.“ – „Nöö.“ – „Aber doch! Das ist ein Befehl!“ – „Von Flaschengeistern lass ich mir nicht ...“

Big Data – Das Ende des Zufalls? Foto: L-IZ.de
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Big Data: Abwiegeln, wegreden und negieren

KommentarIch habe den derzeit heiß debattierten Artikel des Schweizer Magazins „Das Magazin“ nun drei bis viermal gelesen, mir das empfohlene Verkaufs-Video von „Cambridge Analytica“-Chef Alexander Nix angesehen. Und finde die sofort einsetzende Entwarnung durch Parteien und Medien ungerechtfertigt. Es geht bei den im Artikel dargestellten Manipulationsversuchen vor allem darum, unglaubliche Datenmengen verschiedenster Herkunft zu analysieren und einzusetzen. Und nicht darum, ob der Vorgang nachweislich ausschlaggebend für eine Wahl ist oder war.

Nur ein paar ungeordnete Buchstaben. Foto: Ralf Julke
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Der auslesbare Wähler und die fehlende Power des Journalismus im neuen Traumreich der Manipulateure

KommentarWas heißt das eigentlich, was das in der Schweiz produzierte „Das Magazin“ am 3. Dezember aufgedeckt hat für den Journalismus von heute? Welche Rolle kann Journalismus noch spielen, wenn Politiker und Wahl-Optimierer ganze Wahlen manipulieren können, weil sie die riesigen Datenmengen aus Big Data filtern und für ihre Wahlstrategien nutzen können? Eins ist sicher: Ohne echte Unterstützung werden Journalisten nicht gegenhalten können.

Die ARD als Frame-Schleuder: Flüchtlingswelle als Suchbegriff. Screenshot: L-IZ
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Wie deutsche Talkshows zur Frame-Schleuder werden und selbst die Stimmungsumschwünge herbeisenden

KommentarWas ist da aber im Spätsommer 2015 tatsächlich passiert? Geschah da ein ganz unabhängiger „Vertrauensverlust“ der Bürger in die Medien? Oder waren es „die Medien“ selbst, die für ein Kippen der Stimmung im Land sorgten, weil auf einmal auch Politiker meinten, jetzt wieder tüchtige Politik mit Worten machen zu müssen? Es deutet Vieles auf Letzteres hin.

Der Maischbeger-Talk mit dem Frame Lügenpresse. Screenshot: L-IZ
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Wie falsche Thesen zur Diskussionsgrundlage inhaltsloser Talkshows werden

KommentarAls die jüngste „Maischberger“-Talkshow am 30. November über die Bildschirme flimmerte, wurde auch wieder eine Studie zitiert, die noch gar nicht in der Welt ist: eine von der Hamburg Media School für die Otto-Brenner-Stiftung erstellte Studie zur Medienberichterstattung über die „Flüchtlingswelle im Sommer 2015“. Hoppla. Autsch. Ja, das war jetzt ein direktes Zitat vom NDR. Hoch lebe das deutsche Fernsehen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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