Seiten 132 bis 143

Das Untertan-Projekt: Wie wir den untertänigsten Redakteur der „Netziger Zeitung“ kennenlernen

Für alle LeserSo möchtest du eigentlich niemals werden. Sogar eine Stelle extra für Journalisten hat Heinrich Mann in seinem Roman „Der Untertan“ untergebracht. Eine ganz verflixte Stelle. Sie beginnt auf Seite 137: „Der Fremde dienerte. – ‚Nothgroschen, Redakteur der ‚Netziger Zeitung‘.' – ‚Also ein Hungerkandidat‘, sagte Diederich und blitzte. ‚Verkommene Gymnasiasten, Abiturientenproletariat, Gefahr für uns!‘“

Wobei der neue Gast am Tisch der vier kneipenden Nationalhelden gar nicht der erste ist, der sich an den Tisch geschlichen hat. Zuvor hatte sich schon Gymnasialprofessor Kühnchen sich aus dem zunehmend abgedunkelten Ratskeller zu Diederich, Pastor Zillich, Jadassohn und dem in Ruhestand versetzten Major Kunze vorgearbeitet und die Maulhelden damit erfreut, dass er frei erfundene blutige Heldenanekdoten aus seiner Zeit bei Sedan zum Besten gab.

Von denen er auch noch behauptet, er würde sie auch seinen Schülern erzählen. Und gerade wo er mittendrin ist, sich als blutiger Jäger von „Franktiröhr“, von Frauen und kleinen Kindern aufzuspielen, taucht der Bursche im Hohenzollernmantel auf.

Erklär jetzt mal einer, was ein Hohenzollernmantel ist. Vielleicht das Ding, das die preußischen Generalstabsoffiziere trugen? Auf Taille geschnitten, eng anliegend, sodass auch ein fetter Generalfeldmarschall darin propper und mächtig wirkte? Oder eher das weite Regenmantelmodell, das Kaiser Wilhelm zu Pferde trug? Gibt es einen Schneider unter uns, der das weiß?

Der Widerspruch zwischen den blutigen Fakes, die Professor Kühnchen eben zum Besten gegeben hat (und die so erstaunlich an die Fake-Produktion der heutigen sozialen Netze erinnern) zu dem untertänigen Redakteur der kleinen „Netziger Zeitung“ könnte kaum größer sein – hier der staatsangestellte Lehrer, der keine Scheu kennt, sich seinen Krieg zu erfinden, wenn er Eindruck schinden will, und dort der kleine Redakteur, der genau weiß, wer in Netzig das Sagen und das Geld hat. Eben hat er das Blatt für den nächsten Tag fertig gemacht. Doch statt ein erholsames Feierabendbierchen zu trinken, findet er sich zum Kotau bei den Leuten ein, die ihn verachten und auch seine Arbeit verachten.

Schon mal den Schlachtruf „Lügenpresse“ gehört?

Hier kommt er her. Aus der neuen Aufgeblasenheit des kühn gewordenen Dr. Heßling: „Das wissen wir besser als Sie. Sie saugen sich das ja doch nur aus Ihren Hungerpfoten!“

Wir hatten ja schon in Berlin gesehen, wie Diederich sich die Welt zurechtredet, um Eindruck zu schinden. Auch wenn er etwas ganz anderes erlebt hat. Warum sollte er dem eifrigen Redakteur des kleinen Stadtblattes zutrauen, dass er alle Geschehnisse um den erschossenen Arbeiter am Nachmittag richtig wiedergeben würde, wo er doch mit seiner frischen Kumpeltruppe hernach vor Ort war und schon lauthals seine Verdammung des augenscheinlich aufrührerischen Burschen in die Welt posaunt hat?

Wahrheit ist, wie es aussieht, für diesen neuen Diederich nur noch das, was er sich selbst zurechtgeredet hat. Er und seine neuen Freunde, für die die Macht ein Heiligtum ist und ein Menschenleben nicht die Bohne wert.

Und gelernt hat er auch, dass er Menschen in Schrecken versetzen kann, wenn er sie nur niedermacht und anpöbelt wie ein Feldoffizier. Dass Nothgroschen augenscheinlich auch noch einen Doktortitel trägt, verunsichert ihn nur kurz.

Denn wenn einer in so schlecht bezahlter Position arbeitet, bedeutet das genug Machtgefälle für ihn. Er behandelt ihn gleich wie einen Lakaien. Und das Schlimme: Northgroschen lässt sich so behandeln und dient sich den besoffenen Nationalhelden gleich mal an, indem er ihnen die Kaiserproklamation, die morgen im Blatt stehen wird, offeriert. Quasi als kleine Bettelei, in ihrem Haufen akzeptiert zu werden.

Hernach ist er dann heldenhaft dabei, mit den Herren gemeinsam ein hochtönendes Beifalltelegramm an den Kaiser zu verfassen und von einer Geschichte zu träumen, die seine Karriere befördert. Dann komme ich zu Scherl! Das ist sei großer Traum. Scherl ist einer der großen Zeitungsverlage in Berlin.

Das Verfassen und Abschicken des Telegramms, das Diederich honorig von seinem noch immer nicht selbstverdienten Geld bezahlt, ist eine der deftigsten Anekdoten im Roman. Die saufseligen Nationalbrüder haben – da ja auch biblische Helden Werkzeuge Gottes sind (von Hammurabi ganz zu schweigen), gleich mal den Kaiser selbst zum Werkzeug gemacht. Es ist das Wortgebrodel des späten 19. Jahrhunderts, professorales Sprachpathos. Man merkt, durch welche Schule sie gegangen sind – und nicht wirklich was gelernt haben dabei.

Nothgroschen versucht ja sogar, die Herren Lobhudler vor den schlimmsten Schnitzern zu bewahren. Er weiß ja zumindest, wie sein Metier funktioniert. Und sage nur einer, es wäre heute überall anders.

„Wenn ich in der Zeitung schreiben wollte, daß Sie, Herr Doktor Heßling, Minister werden sollten, dann – hihi – werden Sie es gerade nicht.“

Er ist zwar ein bitterarmer Tropf – aber er weiß, wie Medien missbraucht werden, wenn es um Macht- und Meinungsfragen geht. Damals wie heute. Wer hat den besten Draht zum Chefredakteur? Und wer bringt ihn dazu, die falsche Geschichte am richtigen Platz unterzubringen?

Einen wie Nothgroschen kann man ködern, indem man ihm eine Exklusiv-Geschichte verspricht. Denn dass er lieber ellenlange Geschichten über Kirchenfenster schreibt, statt den Honoratioren dieses Nests mit eigenwilliger Recherche auf den Pelz zu rücken, das hat er ja durch die Bierblume schon angedeutet. Wer arm ist wie eine Kirchenmaus, aber von einer Karriere bei Scherl träumt, ist käuflich.

Der muss nicht mal bedroht oder erpresst werden. Dem genügt ein Funkeln und er ist ein Herz und eine Seele und torkelt mit den honorablen Herren durchs nächtliche Netzig und pöbelt sogar den Polizisten an, der auf dem Platz seine Runde dreht und wohlweislich lieber nicht sieht, wer da lärmend und die „Wacht am Rhein“ grölend durch die schlafende Stadt marschiert.

Wüsste man nicht, dass es den meisten kleinen Stadtzeitungen heute wieder genauso miserabel geht wie zu Kaisers Zeiten und die verbliebenen Redakteure sich jeden Tag vorm Öffnen des Briefkastens fürchten, man würde es abhaken: So war das damals.

Es ist schon erstaunlich, wie gegenwärtig der Roman sich liest, als wäre gar kein Jahrhundert vergangen mit drei gewaltigen Desastern darin. Und einer Presse, die die honorablen Herren Schnurrbartträger nur zu gern als Dienstmagd behandeln, auf dass sie nur noch das berichte, was aus ihrer Sicht auf die Welt einzig richtig ist. Man könnte auch von „alternative facts“ reden. Am besten gefällt ihnen die Presse, wenn sie ihnen nur noch zu Munde schreibt und dabei ordentlich scharwenzelt.

Horrido. Und am Ende zergeht Nothgroschen gar in verblüfftem Stammeln, weil Diederich ihm vorkommt wie der Kaiser persönlich. Ende Drittes Kapitel.

Das Untertan-Projekt.

Untertan-Projekt
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