Seiten 392 bis 396

Das Untertan-Projekt: Diederich erfindet „Weltmacht“

Für alle LeserEr rast – und der Leser merkt es kaum. Mit Augenzwinkern erhöht Heinrich Mann immer mehr das Tempo, rafft die Ereignisse. Aber weil das so beiläufig und mit leicht ironischem Unterton geschieht, muss der Leser aufpassen, dass er auf den letzen Metern des Romans nicht aus der Bahn gekegelt wird. Wobei Diederich Heßlings Karriere natürlich geradezu atemberaubend ist.

Denn wenn wir da jetzt nicht einen klitzekleinen Hinweis überlesen haben, dann hat es gerade mal zwei Jahre gedauert, dass der vor der verliebten Agnes flüchtende frischgebackene Doktor Heßling in Netzig nicht nur die politische Landschaft umgekrempelt, den alten Buck entwürdigt und entmachtet hat, in zwei Prozessen ein redegewaltiger Kronzeuge war, den Sozialdemokraten zu einem Reichstagsmandat verholfen und seine vom Vater geerbte Papierfabrik praktisch ruiniert hat.

Ach ja: Seine Schwester Magda hat er eiligst an Herrn Kienast verkauft, sorry: verheiratet (was ihm gleich noch heftige Probleme bereiten wird), seine Schwester Emmi hat er dafür vor der „Schande“ eines flüchtigen Herrn Leutnants nicht retten können. Und als er so richtig in der Bredouille steckte, hat er Auguste mit ihren Millionen geheiratet. Und die ganze Zeit über wurde im Hintergrund eifrig gearbeitet, den enervierten Kaiser-Anbeter auch noch zum erfolgreichen Unternehmer zu machen.

Eigentlich hat er dafür gar nicht das Zeug. Mit seinen Angestellten ist er ja geradezu schäbig umgegangen und eigentlich hat er (moralisch betrachtet) ja auch den Tod des Arbeiters mit auf dem Gewissen, der am Tag seiner Entlassung vom Militärposten des Herrn Regierungspräsidenten erschossen wurde. Nur haben sich Diederichs Rücksichtslosigkeiten allesamt nicht gegen ihn selbst gekehrt.

Heinrich Mann erzählt ja etwas sehr Aktuelles, wenn er zeigt, wie die Stimmung in einer ganzen Stadtkommune kippt, wenn einer mit so einer rhetorischen Begabung die Dinge verdreht und regelrecht auf den Kopf stellt, sodass am Ende ausgerechnet die Leute vor dem Kadi landen oder mit „Schande“ aus dem Amt gedrängt werden, die tatsächlich all die Jahre für das Gemeinwohl gewirkt haben.

Und nun triumphieren auf einmal diese seltsamen Typen, die Diederich in der „Partei des Kaisers“ versammelt hat.

Der alte Buck hat sich mit dem Kauf der Gausenfeldschen Aktien auch noch finanziell übernommen – natürlich, weil er zum falschen Zeitpunkt gekauft hat. Die Gerüchte über die Aktien haben wir ja schon erwähnt. Und anders funktioniert das ja an den heutigen Börsen auch nicht, auch wenn scheinbar seriöse Zeitungen täglich darüber berichten, als wären die Börsen wirklich ein Abbild der Wirtschaftsrealität und nicht zu einem großen Teil auch Produkt gezielten Gerüchtestreuens.

In Netzig führt das zur Pleite des alten Buck, während Diederich, der eigentlich seine eigene Papierfabrik in kürzester Zeit in den Ruin getrieben hat, nun auf einmal nicht nur zum Generaldirektor der Papierfabrik Gausenfeld berufen wird, sondern auch noch Großaktionär wurde.

Aber wie? Bei dem Tempo, in dem Heinrich Mann jetzt auf das Finale zuschreibt, überliest man es beinah: „Die ‚Netziger Zeitung‘, jetzt unbedingt zu Diederichs Verfügung, stellte fest, daß Herr Buck selbst es gewesen sei, der, noch bevor er den Vorsitz im Aufsichtsrat niederlegte, die Berufung des Herrn Doktor Heßling zum Generaldirektor befürworten mußte. An der Tatsache spürte mancher einen eigenartigen Geschmack. Doch gab Nothgroschen zu bedenken, daß Herr Generaldirektor Heßling sich ein großes und unbestrittenes Verdienst um die Allgemeinheit erworben habe. Ohne ihn, der mehr als die Hälfte der Aktien in aller Stille an sich gebracht hatte, wären sie sicherlich immer tiefer gefallen, und gar manche Familie verdankte es nur Herrn Doktor Heßling, daß sie vor dem Zusammenbruch bewahrt blieb.“

Oha. Das mit dem „unbestrittenen Verdienst um die Allgemeinheit“ ist so klug gesetzt, dass man das „in aller Stille an sich gebracht“ glattweg überliest, wenn man zu eilig ist. Von wem hat er sich wohl die Aktien „angeeignet“?

Und er legt noch einen drauf: „Tatsächlich hatte Diederich nichts Eiligeres zu tun, als das Aktienkapital erhöhen zu lassen. Für das neue Kapital ward das Heßlingsche Werk erworben. Diederich hatte ein glänzendes Geschäft gemacht. Seine erste Regierungshandlung hatte der Erfolg gekrönt, er war Herr der Lage, mit seinem Aufsichtsrat aus gefügigen Männern, und konnte darangehen, der inneren Organisation des Unternehmens seinen Herrscherwillen aufzudrücken.“

Und dass er sich bei Gausenfeld genauso selbstherrlich benimmt wie in der väterlichen Papierfabrik, wird bei Heinrich Mann zu gerade boshaft-schönen Szenen. Denn jetzt ist er ja wieder ein mächtiger Mann und kann die Leute schikanieren und sich in ihr Privatleben einmischen. Er hängt die ganze Fabrik erst mal mit Verbotsschildern voll, schmeißt ein unverheiratetes Pärchen (ein „in freier Liebe dahinlebendes Paar“) raus, verbietet auch gleich mal „sozialistische Umtriebe“: „Wer in Zukunft anders wählt, als ich will, fliegt!“

Und dann kommt die Erfindung, über die sich die meisten Schüler beim Lesen wohl am köstlichsten amüsiert haben: „Dieser Vorfall war für Diederich sogar der Anlaß, ein neues Mittel zur sittlichen Hebung des Volkes zu verwenden. An den geeigneten Orten ließ er ein in Gausenfeld erzeugtes Papier aufhängen, bei dessen Benutzung niemand umhinkonnte, die moralischen und staatserhaltenden Maximen zu beachten, mit denen es bedruckt war. Zuweilen hörte er die Arbeiter einen von hoher Stelle stammenden Ausspruch einander zurufen, von dem sie auf diesem Wege überzeugt worden waren, oder sie sangen ein patriotisches Lied, das sich ihnen bei derselben Gelegenheit eingeprägt hatte.“

Und weil das Papierchen so durchschlagenden Erfolg hatte, ließ er es sich gleich mal patentieren unter dem Zeichen: „Weltmacht“.

Klingt panzerkreuzerisch. Aber eigentlich ist dieser so martialisch auftretende Generaldirektor noch der alte Feigling und von Ängsten besessen. Zuviel Medienkonsum, könnte man fast sagen. Als hätte Heinrich Mann schon die Angstmacherei des 21. Jahrhunderts vor Augen gehabt. Aber im Bangemachen waren auch damalige konservative Zeitungen gut und gerieten geradezu in Entsetzen, als sie davon berichteten, dass die neue Reichstagsmehrheit so unverschämt war, die von Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (den Kanzler Caprivi hatte der Kaiser gerade erst gefeuert) eingebrachte „Umsturzvorlage“ abzulehnen. Datum: 11. Mai 1895.

Man muss schon aufpassen bei solchen Einstreuungen. Heinrich Mann hat das Uhrwerk deutlich beschleunigt. Und als dann gar ein Attentat auf einen Industriellen verübt wird, gerät Diederich vollends in Panik: „Tage- und wochenlang öffnete er keine Tür ohne Bangen vor einem dahinter schon gezückten Messer. Sein Büro erhielt Selbstschüsse, und gemeinsam mit Guste kroch er jeden Abend durch das Schlafzimmer und suchte.“

Was wie erzählter Slapstick wirkt, liest sich in den nächsten Zeilen, als hätte der Autor die Hysterie des 21. Jahrhunderts nur schon zu gut gekannt. Die Diederiche sind durch mediale Panikmache so richtig entflammbar: „die Telegramme, mit denen Diederich den Allerhöchsten Herrn überschüttete, schrieen nach Hilfe gegen die von den Sozialisten angefachte Revolutionsbewegung, der wieder ein Opfer mehr erlegen war …“

Nur zur Erinnerung: Die Jahre, in denen Heinrich Mann seinen „Untertan“ spielen lässt, waren von Nachrichten über Attentate regelrecht geprägt. Der „Terrorismus“ war allgegenwärtig, wie es schien: 1891 das Attentat auf den russischen Kaiser, 1893 das auf die Französische Nationalversammlung, 1894 auf den französischen Staatspräsidenten Carnot, 1896 auf den Schah von Persien, 1897 auf den spanischen Ministerpräsidenten, 1898 auf Elisabeth von Österreich-Ungarn, jene Prinzessin, die es als Sissy zu hollywoodreifen Nachruhm brachte.

Das ist natürlich alles Stoff für eine politische Atmosphäre, in der alle sich gegenseitig überbieten mit Vorwürfen und Forderungen. Nur dass es den damals Verantwortlichen genauso wenig beizubringen war, dass eine drakonische Politik die Konflikte nur noch weiter anheizt und den Terroristen immer neue Vorwände gibt, sich zu inszenieren. Und während sich Diederich via „Netziger Zeitung“ regelmäßig als Wohltäter feiern lässt, macht seine Karriere jemand anderes neidisch. Verwicklungen nahen.

Wir blättern um.

Das „Untertan-Projekt“

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Geht’s noch Deutschland? Claus Strunz will wissen, wer wir Deutschen wirklich sind
Claus Strunz: Geht's noch, Deutschland? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNatürlich geht es nicht ohne dicke Fragezeichen am Rand einiger Seiten im Buch ab. Überall dort, wo dem nicht mundfaulen Moderator die Pferde durchgehen, wo er zu stark in den zuweilen unerbittlichen, oft aber auch selbstgerechten Ton des Hauses Springer fällt. Weshalb er auch besonders gern „Bild“ und „Welt“ zitiert. Mit den Kollegen dort ist er nach wie vor auf einer Wellenlänge. Das ist nicht immer nur Geschmackssache.
Demonstration für das „Black Triangle“ nach Flaschenwürfen und Polizeimaßnahmen vorzeitig beendet + Video
Nachdem am 15. Januar das Black Triangle durchsucht und polizeilich gesichert wurde, folgte am 16.01.2019 die Protestdemo dazu ab Wiedebachplatz. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle LeserVideoBis kurz vor 19 Uhr war nicht klar, ob die Lage an diesem Abend eskaliert. Mehrere hundert Menschen hatten sich am Mittwoch, den 16. Januar, am Wiedebachplatz versammelt. Anlass war die Durchsuchung des bis dahin besetzten „Black Triangle“ am Tag zuvor. Da sich kurzfristig doch noch ein Anmelder für eine Demonstration fand, konnten die Anwesenden bis zum Wilhelm-Leuschner-Platz laufen. Nach mehreren Flaschenwürfen auf Polizisten sowie einer Maßnahme gegen etwa 100 Teilnehmende endete der Aufzug jedoch vorzeitig. Die mancherorts erwarteten massiven Ausschreitungen blieben aus.
Dürfen tatsächlich zu viele Leute kostenlos ins Schauspiel Leipzig?
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZu verschenken hat Leipzig ja eigentlich nichts. Auch nicht auf dem Gebiet der Kultur. Deswegen stutzte CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski, als er die Theaterstatistik 2016/17 des Deutschen Bühnenvereins las und dort feststellte, dass das Schauspiel Leipzig scheinbar besonders viele Besucher gegen freien Eintritt ins Haus ließ. Das Kulturdezernat hat auf seine Anfrage jetzt geantwortet.
Stadträt/-innen beantragen eine Teilung des Mega-Fachausschusses Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule
Verwaltungssitz Neues Rathaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war auch ein Spar-Vorgang, als in den 1990er Jahren viele kleine Dezernate zu Groß-Dezernaten zusammengelegt wurden. Das größte wurde im Lauf der Zeit das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule. Nicht nur vom Etat her, sondern auch von den Aufgaben. Und das bekommen auch die Stadträte im Fachausschusses Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule: Sie stöhnen unter den Bergen von Entscheidungen und beantragen jetzt eine Teilung des Ausschusses.
Hat Leipzig tatsächlich so viele Bauhaus-Gebäude, dass es einen Grund zum Feiern gibt?
Die von Bauhaus-Architekt Hans Heinrich Grotjahn entworfene Versöhnungskirche in Gohlis. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Leipzig feiert gemeinsam mit weiteren deutschen Städten das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses“, vermeldete am Dienstag, 15. Januar, das Leipziger Kulturdezernat. „Leipzig bietet überraschende Spuren des Bauhauses. Die Ideenschmiede hat die Stadt stark beeinflusst – etwa im grafischen Gewerbe und der Architektur“, meinte bei der Gelegenheit Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke. „Auch bot die Messestadt ein wichtiges Podium für neue gestalterische Konzepte.“
Nicht alle Mitglieder von Sachsens Staatsregierung haben einen persönlichen Social-Media-Kanal
Facebook-Accounts von Michael Kretschmer und Martin Dulig. Screenshots: L-IZ

Screenshots: L-IZ

Für alle LeserWir leben ja in einer sonderbaren Gesellschaft, in der ein Großteil der politischen Debatte in jenen riesigen Netzwerken stattfindet, die man so landläufig „social media“ nennt. Was nicht nur „mehr Reichweite“ für die Botschaften der Politiker bedeutet, sondern auch viele negative Blaseneffekte mit sich bringt – und jede Menge Arbeit. Aber twittern und posten die alle selbst? Und wer bezahlt das eigentlich, wollte Katja Meier wissen. Zumindest mal von den Mitgliedern der Staatsregierung.
Kleines Gedenken an Luxemburg und Liebknecht: 30 Linke demonstrieren in Leipzig
Demonstration der Linken Leipzig zum 100. Todestag von Luxemburg und Liebknecht auf der Karli. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle LeserDas Jahr 2019 hat nun – was Demonstrationen betrifft – so richtig angefangen. Am 14. Januar ging der „Aufruf 2019“ auf die Straße und erinnerte an 1989 und die Notwendigkeit für Demokratie einzustehen. Morgen Abend soll rings um die Polizeiaktion vom heutigen Tage im „Black Triangle“ eine Demonstration am Wiedebachplatz in Connewitz stattfinden, am Freitag wollen sich streikende Schüler auf dem kleinen Willy-Brand-Platz treffe. Und heute startete die Linke Leipzig nach einer Ankündigung vom 10.01. in der Südvorstadt eine Demonstration zur Erinnerung an den 100. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Mehr als 30 Teilnehmer kamen nicht zueinander.
Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch: Polizei durchsucht leeres „Black Triangle“
Das „Black Triangle“ im Mai 2018. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserEin selbstverwalteter Freiraum für Wohnen, Kultur und Politik – davon träumten Aktivisten im Leipziger Süden mehr als zweieinhalb Jahre. Doch die Situation rund um das „Black Triangle“ war von Anfang an kompliziert, da die Deutsche Bahn die Besetzer nicht dulden wollte. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Hausfriedensbruchs. Die Polizei hat das Grundstück an der Arno-Nitzsche-Straße nun durchsucht, aber keine Personen angetroffen. Am Mittwochabend, 16. Januar, soll als Reaktion auf den Einsatz eine Demonstration in Connewitz stattfinden.
„Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ oder die Frage: Was passiert eigentlich, wenn man Geschichte einfach für erledigt erklärt?
Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Buch „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ haben wir schon im Dezember besprochen. Jetzt kommen die Herausgeber auch nach Leipzig, um diesen durchaus brisanten Tagungsband im Conne Island vorzustellen und auch zur Diskussion zu stellen. Denn der Befund ist ziemlich eindeutig: Auch die DDR hat sich nie wirklich der Aufarbeitung jener zwölf Jahre gewidmet, die nicht nur die Teilung Deutschlands zur Folge hatten, sondern auch Berge unbewältigter Vorurteile.
Am Donnerstag gibt es im Landtag die Anhörung zum Whistleblower-Schutzgesetz der Grünen
Valentin Lippmann, Landtagsabgeordneter der Grünen in Sachsen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserMan durfte ja in den vergangenen Jahren immer wieder zutiefst erschrocken sein, wie staatliche Instanzen mit Whistleblowern und auch Medien umgegangen sind, die verheimlichte Informationen aus Behörden und staatlichen Einrichtungen veröffentlicht haben. Viele dieser überzogenen Aktionen machten deutlich, wie sehr sich das Staatsverständnis diverser Amtsinhaber verschoben hat. Auch indem immer mehr Behördenvorgänge als „geheim“ eingestuft wurden. Da darf man tatsächlich mitzittern, ob ein Grünen-Antrag zu besserem Whistleblower-Schutz in Sachsen durchkommt.
Am 16. März in der Kulturlounge: Electric Acid
Electric Acid PR

Electric Acid PR

Die Geschichte von Electric Acid beginnt im Winter 2016 in Leipzig. Die Band wurde aus einem Schmelztiegel von unterschiedlichsten Musikeinflüssen geboren. Metal, Blues, Reggae, Southern-, Psychedelic- und Hard-Rock wurden zusammen geschmiedet als die 5 Musiker Electric Acid zum Leben erweckten.
Das Telekommunikationsüberwachungs-Zentrum in Leipzig soll jetzt 2020 in Betrieb gehen
Künftiger Sitz des GKDZ an der Essener Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Gemeinsame Telekommunikationsüberwachung soll 2019 starten“, verkündete der damalige sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) 2017. Das Gemeinsame Kompetenz- und Dienstleistungszentrums (GKDZ) war – neben dem Kauf neuer Schützenpanzerwagen für die Polizei und Waffenverbotszonen – eins der Herzensprojekte des gescheiterten Innenministers. Und auch mit der Ankündigung, es würde 2019 losgehen, hat er zu viel behauptet.
90 Prozent der sächsischen Landtagsabgeordneten ticken bei Rentenvorsorge elitär
Sächsische Pensionslasten werden ab 2020 deutlich steigen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist etwas verloren gegangen – auch und gerade bei einigen unserer gewählten Volksvertreter: das Bewusstsein dafür, dass sie von den Bürgern des Landes gewählt wurden und von ihren Steuergroschen bezahlt werden. Da darf man nicht nur Transparenz in Handeln und Reden verlangen, sondern auch Transparenz bei Einkommen und Abhängigkeit. Ein Thema, das jetzt zwei Landtagsabgeordnete der Linken auf den Tisch packen.
Bundesverfassungsgericht verhandelt ab heute Sanktionen in Hartz IV
Dante wusste, wie engherzige Menschen die Höllen auf Erden erschaffen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm heutigen Dienstag, 15. Januar, gibt es die erste mündliche Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu den Sanktionen in Hartz IV. Das Sozialgericht Gotha hatte das Verfassungsgericht um Prüfung gebeten, ob die Sanktionen in Hartz IV überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Zu Wort kommen wird auch der seit 25 Jahren tätige Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V., der weiß, wie schnell die Geldkürzungen bei vielen Betroffenen zur finanziellen Katastrophe werden.
LVB-Pilotprojekt zur Anzeige von S-Bahnen auf den Anzeigern an den LVB-Haltestellen
Fahrgastinformation an der Straßenbahnhaltestelle S-Bahnhof Gohlis. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn jeder Straßenbahn hängen große Bildschirme. Rechts gibt es lauter bunten Kram zu sehen, bei dem man nie weiß, wie alt er eigentlich schon ist. Links sieht man dafür die Fahrtroute der Straßenbahn und – kurz vor der Haltestelle – ein paar der nächsten Anschlüsse, die in 2, 3 Minuten abfahren. Was bislang fehlt, sind die Anschlüsse zur S-Bahn. Aber vielleicht kommt das noch. Denn draußen an den Haltestellen arbeiten die LVB schon an so einer Kopplung.