Seiten 350 bis 352

Das Untertan-Projekt: Diederichs Rüstung bekommt einen Riss

Für alle LeserEben noch war man geneigt, diesen Diederich für einen komplett faschistischen Charakter zu halten. Denn der zeichnet sich durch seine völlige Unfähigkeit zum Mitgefühl aus. Das hat sich nicht geändert, bis heute nicht. Die Typen merken es nicht mal, wenn man es ihnen mit dem Klammerbeutel beibringt. Und Diederich? Von dem wissen wir ja, wie er so wurde.

Und es war kein außergewöhnliches Schicksal. Seine Eltern waren nicht schlimmer als andere Eltern damals, vielleicht auch nicht schlimmer, als völlig überforderte Eltern heute auch noch manchmal sind. Die Mutter mit ihrer seltsamen Art, sich nicht gegen den Vater zu wehren und den Sohn zum Komplizen ihrer Heimlichkeiten zu machen, der Vater ein rabiater Klotz, der seinen Sohn behandelte wie einen aufmüpfigen Rekruten.

Da hat er schon eine Portion dessen gelernt, was man so als „bürgerlichen Ehrenkodex“ bezeichnen könnte, er wurde, wie wir gesehen haben, zum Petzer in der Schule, zum Drückeberger und zum Opportunisten, der erst richtig glücklich wurde, als er sich bei den Neuteutonen ohne Nachdenken in das seltsame Regelwerk aus Saufen und Hauen einordnen konnte.

Und erst mit Agnes erlebte er dann so etwas wie eine tiefere Verwirrung. Sein angelerntes Korsett des „richtigen Verhaltens“ passte nicht zu den Erwartungen, Wünschen und Gefühlen des Mädchens, das ihn umwarb – und das er dann, mit lauter faulen Ausreden, regelrecht abwimmelte.

Und nun denkt man, geht in Netzig so richtig die Post ab, nachdem die erste Wahlveranstaltung der Nationalen so deutlich alle Fronten aufgemacht hat. Sogar mit Dr. Heuteufel hat es sich Diederich verscherzt – oder doch nicht?

Immerhin ist es der einzige Arzt in Netzig, zu dem er gehen kann, nachdem ihm die Stimme wegblieb. Und der verdonnert ihn auch gleich noch zu einem Ausgehverbot. Diederich hat zu laut geschrien. Seine Stimme braucht Erholung. Und nun ist er mit seiner kleinen Familie allein und merkt, dass mit seiner Schwester Emmi etwas nicht stimmt. Sie hat sich sowieso schon seit Wochen eingeigelt und sich in ihrem Zimmer eingeschlossen.

Was Diederich bisher immer nur zu autoritärem Gehabe angespornt hat, denn er fühlt sich ja auch als männliches Oberhaupt der Familie. Eben hat er seine Schwester Magda unter die Haube gebracht. Oder auch nicht. Das ist das Seltsame an dieser Situation: Die Schwestern haben die Suche nach einem potenziellen Ehemann selbst in die Hand genommen. Es ist eine seltsame Zeit. Eigentlich sind Frauen ja auch vor dem Gesetz „dem Manne untertan“. Wenn sie nun aber einen Partner fürs Leben finden wollen, müssen sie selbst irgendwie erfinderisch werden.

Heinrich Mann erwähnt es nicht extra: Aber dazu, das sich die jungen Leute dennoch kennenlernen konnten, dienten damals Bälle diverser Art. Auch da gab es Regeln. Die ganze Stadt schaute zu. Und irgendwie erwartete man dann, dass die jungen Leute sich dann auch an die Regeln hielten und noch „bevor etwas passierte“ bei den jeweiligen Vormündern um die Zustimmung zur Verlobung baten.

Aber gleichzeitig lebten sie in einer Welt des Blendwerks, so, wie es auch Diederich erlebt hat: Es geht um Geld (Guste hat er ja wirklich nur des Geldes wegen geheiratet, und wenn er das nicht getan hätte, wäre er schon lange pleite), um Stand und Ehre. Nicht nur Diederich ist ja von jedem Deppen in Uniform beeindruckt. Er liebäugelt eigentlich auch damit, dass aus der vagen Ahnung, Emmi könnte etwas mit dem strammen Leutnant von Brietzen haben, eine glänzende Verheiratung wird, mit der er selbst auch prahlen kann.

Das würde ihn natürlich als stramm nationalen Bürger ehren. Wo er doch selbst sofort innerlich strammsteht, wenn ein Uniformierter ihn anspricht.

Aber irgendetwas ist da schiefgelaufen. Und Diederich schwant etwas. Und nicht nur das.

Denn das ist das Erstaunliche bei Heinrich Mann: Er verwirft seinen Helden nicht. Er lässt zu, dass seine Schale aufbricht. Denn sein Versuch, sich als nationaler Maulheld zu gerieren, ist für Diederich ja eine Rüstung, in der er sich versteckt hat, damit keiner merkt, dass er im Inneren eigentlich immer noch das „weiche Kind“ ist. Deswegen trügt der Schein, wenn man „dem faschistischen Typus“ generell unterstellt, er sei zu jeglicher Empathie unfähig. Die Typen gibt es trotzdem. Aber das ist nicht die Regel.

Der Grundmechanismus, der Menschen wie Diederich für Chauvinismus anfällig macht, ist ihre Verunsicherung. Sie sind keine ganzen, heilen und souveränen Menschen. Das haben sie nicht gelernt. Gelernt haben sie, ihre Gefühle zu verstecken, sich unangreifbar zu machen und sich widerspruchslos einzufügen in eine Erziehung, die den absoluten Gehorsam zum Prinzip erhoben hat. So wie im wilhelminischen Preußen-Deutschland, das einige Leute heute wieder so toll finden.

Der Untertan ist kein geborener Untertan, sondern ein Erziehungsprodukt.

Und nun als Oberhaupt der Familie glaubt Diederich erst recht, sich keine gefühlsmäßige Blöße geben zu dürfen. Mehrere Szenen, in denen er die leidende Emmi zusammengestaucht hatte (weil er ihre Abwehr als reine Renitenz empfand), haben wir ja schon gelesen. Dabei hatte er schon gemerkt, dass sie deprimiert war und sich mit einem Problem herumschlug, über das sie nicht sprechen konnte. Es kommt jetzt endlich zur Sprache.

Da ist Diederich ein bisschen forsch vorgegangen. Aber als er begreift, was der edle Leutnant von Brietzen getan hat, passiert etwas mit ihm, was man als Leser diesem Kaiserzujubler und Redenschwinger gar nicht mehr zugetraut hätte. Eben noch hätte er Emmi nur zu gern ihrer Schwester Magda nach Eschweiler nachgeschickt. Aber auf einmal fängt Emmi an, „leise und inständig zu bitten, daß sie dableiben dürfe. Diederich, dem, er wußte nicht was, ans Herz griff, ließ ratlos die Augen umhergehen, und dann zog er sich zurück.“

Was ihm da ans Herz griff, würde er bald merken.

Aber wir staunen jetzt erst einmal, weil wir das diesem Diederich nicht mehr zugetraut hätten. Es muss wohl wirklich erst direkt neben einem einschlagen, dass man endlich merkt, dass die Welt nicht aus lauter Kaisern, Feinden, Vaterländern und nationalen Deppereien besteht, sondern aus Menschen, richtigen Menschen, denen es richtig wehtut, wenn sie wie Dinge behandelt werden, die man einfach wegwerfen kann.

War da nicht was? Da war was.

Wir blättern um.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Linkes Bündnis behauptet: Verfassungsschutz übte Druck auf die Universität Leipzig aus
Universität Leipzig, Seminargebäude. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass der Verfassungsschutz private Veranstalter vor den Auftritten „extremistischer“ Bands warnt, ist bekannt. Dass er linke Gruppen infiltriert, die an Hochschulen aktiv sind, ebenfalls – ein solcher Fall wurde erst kürzlich in Göttingen bekannt. Doch dass der Verfassungsschutz auch an der Universität Leipzig aktiv ist, wäre neu. Genau das behauptet nun aber ein linkes Bündnis. Die „Kritischen Einführungswochen“ werfen der Unileitung vor, auf Druck der Behörde zunächst mehrere Anträge zur Nutzung von Räumen abgelehnt zu haben. Die Hochschule bestreitet die Vorwürfe.
»Teenage Widerstand« feiert am 2. März Premiere
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

»Gemeinsam gegen den Klimawandel« – war letzten Freitag der Schlachtruf am Augustusplatz. Seit Dezember 2018 finden auch in Leipzig wöchentlich Protestaktionen statt. Dem Vorbild der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg folgend, streiken jeden Freitag tausende Schüler*innen und Studierende für mehr Klima- und Umweltschutz. Weltweit gehen Jugendliche derzeit auf die Straße – gegen Umweltverschmutzung, Rechtsruck oder Waffengewalt. Was die Protestierenden beschäftigt und motiviert, damit setzen sich seit September 15 Jugendliche am Theater der Jungen Welt auseinander.
Frauen im Kostüm: Zehn Frauen-Lebensgeschichten von Jutta Pillat, die es in sich haben
Jutta Pillat: Frauen im Kostüm. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn jeder Frau stecken mehrere Frauen. Schon des Überlebens halber. Denn sie leben ja in keiner anderen Welt als die Männer, die mit ihren Rollen erst recht nicht zurechtkommen. Nur dass die meisten Männer nicht mal begreifen, warum sie sich in den promoteten Bildern vom Mann-Sein nicht wohl fühlen. Frauen wissen das von ihren Rollenbildern schon etwas besser. Auch wenn das leider noch nicht heißt, dass es ihnen damit besser geht – oder ging. Die DDR war ja auch so ein Wünsch-Dir-Was-Experiment.
SV Babelsberg vs. 1. FC Lok Leipzig 3:0 – Nulldrei
Nils Gottschick (Lok) in Aktion. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNach zehn Spielen hat der 1. FC Lok Leipzig wieder verloren. Beim SV Babelsberg blieben die Probstheidaer beim 0:3 (0:2) auch im siebten Anlauf ohne Sieg. Zwei einfache Tore der Gastgeber ebneten den Weg in einem Spiel, in dem Lok nach starker Anfangsphase über eine durchschnittliche Leistung nicht hinauskam.
Verkehrsbetriebe investieren 2019 fast 29 Millionen Euro in Gleise und Haltestellen
Neue Gleise an der Plagwitzer Brücke. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSeit ein paar Jahren haben es die Leipziger Verkehrsbetriebe richtig zu spüren bekommen, dass man vorher jahrelang auch an der Substanz gespart hatte. Im Netz gab es lauter Langsamfahrstellen, die Fahrpläne gerieten durcheinander, gerade Weichen und Kreuzungen ließen die Räder kreischen vor Missvergnügen. Deswegen wurden in den letzten Jahren die Investitionssummen für die Infrastruktur deutlich erhöht. Und auch 2019 werden fast 29 Millionen Euro verbaut.
Der Rechtsstreit um Vergabe für Leipzigs neue Fahrgastunterstände ist endlich beendet
Wartehäuschen an der Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Austausch der Fahrgastunterstände an Bus- und Bahnhaltestellen hat die letzte juristische Hürde genommen, teilt das Leipziger Rathaus am heutigen Freitag, 22. Februar, mit. Das Oberlandesgericht Dresden hat am Donnerstag, 21. Februar, die Beschwerde der Firma Wall GmbH gegen die Vergabe der Leistung an die Firma RBL Media GmbH durch die Stadt Leipzig zurückgewiesen.
Wiener Modell in Leipzig: Über Nacht gab es mehr als 1.000 Unterschriften für das 365-Euro-Jahresticket
Straßenbahn auf dem Augustusplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist zwar nicht so, dass sich Leipzigs Verwaltung durch viele Unterschriften unter Petitionen sehr beeindrucken lässt. Einige Abteilungen sind ja geschult darin, viele gute Ausreden zu finden, Dinge nicht zu tun. Das betraf auch immer den ÖPNV. Aber der Vorstoß des Ökolöwen, ein 365-Euro-Jahresabo für Leipzig zu entwickeln, sorgte schon in der ersten Nacht für starke Resonanz.
239.000 Sachsen würden heute schon von Heils Grundrente profitieren
Kein Gerücht. Viele müssen noch nach der Verrentung weiterarbeiten. Foto: IG Bau

Foto: IG BAU

Für alle LeserSo langsam sind alle großen westdeutschen Medien durch, das von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagene Thema einer Grundrede zu zerreden oder zumindest zu bemäkeln. Es ist ja nun mal kein Eliten-Thema, sondern eins für Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann doch mit einer Rente abgespeist werden, die nicht zum Leben reicht. Und das betrifft nun einmal auch viele Sachsen. Schon heute wären es 239.000, wie die NGG feststellt.
Keine Leute, keine Leute: Der Fachkräftemangel macht gleich mehreren Branchen in Leipzig zu schaffen
Sitz der IHK zu Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben mal wieder in einer Zeit, in der alle in die Glaskugel schauen: Was braut sich da am Konjunkturhimmel zusammen? Kommt die nächste Krise, ausgelöst durch die Zollpolitik des US-Präsidenten? Spielt China die entscheidende Rolle? Und wie schlägt das auf die Regionen durch, Leipzig zum Beispiel? Die Weltwirtschaftslage, so stellt die IHK jetzt fest, spielt für Leipzig erst einmal nicht die entscheidende Rolle.
Ferdinand Sauerbruch und die Charité: Wie bleibt man ein anständiger Mensch, wenn Verbrecher regieren?
Christian Hardinghaus: Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Buch, das passt mal wieder. In der ARD läuft die Serie „Charité“, die das wohl berühmteste Klinikum Deutschlands als regelrecht historisches Ereignis in Szene setzt. Und natürlich gibt es auch beeindruckende Teile mit dem weltberühmten Ferdinand Sauerbruch, gespielt vom eindrucksvollen Ulrich Noethen. Aber eine wirklich belastbare große Biografie über Sauerbruch gab es bis heute nicht. Dafür einige sehr boshafte Kampagnen, die den berühmten Chirurgen regelrecht zum Nazi-Sympathisanten machten.
Video „Sportpunkt“: Athletisch aus der Winterpause
Max Richter (SC DHfK) zu Gast in der Sportpunkt-Sendung. Screenshot: Sportpunkt

Screenshot: Sportpunkt

Für alle LeserVideoDer Sportpunkt ist zurück aus der Pause - und wie eine eingangs der Sendung Nr. 48 zu sehende Umfrage in der Leipziger Innenstadt ergab, ist die Bevölkerung darüber völlig aus dem Häuschen. Im Häuschen hingegen war die Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in der Arena. Zur Feier des Tages lud das Moderatoren-Duo Landgraf/ Hoch dann auch mit Max Richter einen Leichtathleten als Talk-Gast in die Sendung.
Leipzig startet Online-Umfrage zum „Masterplan Grün“
Im Abtnaundorfer Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn einer wachsenden Stadt wie Leipzig werden die Freiflächen immer kleiner. Dass dies beim Thema Wohnungen und Mieten zum Problem wird, ist bekannt. Etwas weniger Aufmerksamkeit erhielt bislang die Frage, inwiefern Grünflächen und Gewässer vom Wachstum betroffen sein werden. Die Stadt hat nun eine Online-Umfrage gestartet, in der die Bürger auf konkrete Probleme hinweisen und Vorschläge für neue Projekte einreichen können.
Vorschlag für den neuen Wettbewerb zum Freiheitsdenkmal steckt seit einem halben Jahr in der Verwaltung fest
Erinnerungssäule an den Herbst 1989 auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWarum dauert das so lange? Im Sommer 2018 stellte die Stiftung Friedliche Revolution ihre Umfrage zum Leipziger Freiheitsdenkmal vor. Dabei erfuhr man, dass auch der Konzeptvorschlag zum Beteilungsprozess und zum Wettbewerb schon vorläge. Im Begleitgremium gäbe es noch Dissens. Man würde ihn später vorlegen. Und dann tat sich trotzdem Monate lang nichts. Nicht nur die L-IZ wurde ungeduldig. Auch die CDU-Fraktion stellte jetzt fest, dass das Trödeln eigentlich ein Ende finden sollte.
2019 ist das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV im Leipziger Neuseenland unterwegs
Das Wasserbehandlungsschiff auf dem Großräschener See in der Niederlausitz im Einsatz. Foto: LMBV, Radtke

Foto: LMBV, Radtke

Für alle LeserDie Bergbaufolgeseen haben fast alle ein Problem: Sie enthalten viele Auswaschungen aus dem Erdreich, sind übersäuert und haben noch lange keine ausgewogene Wassergüte. Deshalb müssen einige der jüngeren Seen auch noch gekalkt werden, damit die Versauerung wieder reduziert wird. Das passiert in diesem Jahr auf dem Hainer, dem Störmthaler und dem Zwenkauer See, teilt die LMBV mit.
Neue iDiV-Karte macht die Artenvielfalt der Wälder weltweit sichtbar
Die erste weltweite Karte der Baumarten-Vielfalt, erstellt mithilfe des neuen Modells. Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Für alle LeserFrüher gab es in Geografie-Büchern schöne faszinierende Karten in Waldgrün, Wüstengelb und Wasserblau. Da waren Wälder als Wälder eingemalt. Ganz so, als wären alle Wälder dasselbe. Aber jeder Wald hat eine andere Artenzusammensetzung. Und manche Wälder sind viel artenreicher als andere. Aber wie macht man so etwas sichtbar? Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) versucht es jetzt mal mit einem neuen Modell der Darstellung.