Seiten 377 bis 379

Das Untertan-Projekt: Ein Haftbefehl für Eugen Richter

Für alle LeserNicht alle Namen und Personen im „Untertan“ sind erfunden. Und man kann ruhig darüber stolpern, dass Diederich in seiner letzten Rede vor den „Kaisertreuen“ am Abend vor der Stichwahl einen Namen erwähnt, der heute kaum noch jemandem etwas sagt. Zumindest außerhalb der Wissenschaft. Irgendjemand scheint alle seine Bücher immer noch zu lesen. Und dabei ist es nur so ein Einfall von Diederich. Er erfindet ja so gern Kaiser-Wilhelm-Zitate.

Am Vorabend hat er ja mit seiner frei erfundenen Behauptung zum Grundstück für das von den Freisinnigen gewünschte Säuglingsheim den alten Buck in die Ohnmacht getrieben – und gleich auch noch einen Gerichtsprozess in Gang gebracht. Wenn er seine Gefühle vergisst, wird Diederich perfide. Da kennt er nichts. Da haut er Verleumdungen in die Welt, gegen die seine Gegner keine Schutzwehr haben. Da ist er wie Donald Trump, der das Mittel bis zur Perfektion beherrscht.

Wollte man die Verleumdungen widerlegen, müsste man Klage einreichen vor Gericht. Aber wie widerlegt man Verleumdungen, für die es nicht die simpelsten Beweise gibt? Und nun, am Folgetag, wo sich alles auf einen Zweikampf zwischen dem Kandidaten der Freisinnigen, Dr. Heuteufel, und dem der Sozialdemokraten, Napoleon Fischer, zuspitzt, den Diederich ja versprochen hat zu unterstützen, badet sich der Kaisertreue in Selbstlob: „Denn, meine Herren, das Hochgefühl schwellt mir die Brust, daß ich mich verdient mache um unseren herrlichen Kaiser, wenn ich einem gefährlichen Feinde die Maske abreiße und Ihnen beweise, daß er auch nur verdienen will.“

Dieses „auch nur“ ist besonders lecker. Denn damit unterstellt Diederich dem alten Buck genau das, was er selbst die ganze Zeit tut. Denn all seine politischen Intrigen zielen ja letztlich auf den großen Reibach mit der Papierfabrik Gausenfeld. Man merkt es ja – Heinrich Mann schreibt es ganz freundlich zwischen die Zeilen – wie hinter den Kulissen gezockt wird.

Irgendjemand puscht die Verkaufsgerüchte um den alten Küsing, die Aktien von dessen Papierfabrik werden immer wertvoller und selbst Buck scheint das Geld, das er sich ausgerechnet von Diederich Heßling gepumpt hat, in Aktien der Papierfabrik Gausenfeld gesteckt zu haben. Ein dubioses Berliner Konsortium scheint anzubeißen. So macht man Geschäfte.

Aber ist es nicht der Regierungspräsident von Wulckow, der entscheidet, wer in Netzig die großen Aufträge fürs Zeitungspapier bekommt? Und hat er die Kontingente nicht gerade erst dem alten Klüsing entzogen und an Diederich Heßling ausgereicht, was ja nun Heßling vorm Bankrott rettet und den alten Klüsing erst zum Verkauf bringt?

Das folgt erst ein paar Seiten weiter. Stimmt. Das darf erst nach der Wahl bekannt werden, wenn die Nationalen mit ihrem strammen Einmarsch ins Wahllokal dafür gesorgt haben, dass nicht die Freisinnigen das Reichstagsmandat bekommen, sondern ausgerechnet Napoleon Fischer.

Da klingt seltsam, was Diederich da in der letzten Versammlung der Kaisertreuen so martialisch verkündet.

Und weil er gerade dabei ist, erfindet er gleich mal das nächste Kaiserzitat: „Seine Majestät haben das erhebende Wort gesprochen: Mein afrikanisches Kolonialreich für einen Haftbefehl gegen Eugen Richter! Ich aber, meine Herren, liefere Seiner Majestät die nächsten Freunde Richters!“

Da darf man stolpern über den Namen Eugen Richter. Den gab es wirklich. Und er war tatsächlich Reichstagsabgeordneter der Freisinnigen und galt – wie Wikipedia zu berichten weiß – als einer der größten Redner im Reichstag. Wenn Diederich ihn hier nennt, glaubt man regelrecht einen Umstürzler vor sich zu haben.

Aber in Diederichs Weltbild ist einiges verdreht. Auch wenn Eugen Richter tatsächlich einer der schärfsten Gegner der Bismarckschen und später der kaiserlichen Regierungspolitik war. Er war etwas, was man auch heute noch einen überzeugten Liberalen nennen darf: prinzipiell gegen jede staatlichen Verbote und Bevormundungen. Deswegen stimmte er auch gegen das Sozialistengesetz und auch 1894/95 gegen das „Kleine Sozialistengesetz“.

Und auch im Antisemitismusstreit 1878/1881 meldete er sich mit Worten zu Wort, die man heute von etlichen Politikern in dieser Klarheit vergeblich erwartet: „Das ist gerade das besonders Perfide an der ganzen Bewegung, daß (…) hier Racenhaß genährt wird, also so etwas, was der einzelne nicht ändern kann und was nur damit beendigt werden kann, daß er entweder todtgeschlagen oder über die Grenze geschafft wird.“

Das ist vor allem gegen die Christlich-Soziale Arbeiterpartei gesagt, die sich schon damals gerierte wie später ihre neugebackenen Nachfolger und einen „deutsch-christlichen Gottesstaat als Ständestaat“ anstrebte. Da ist das „christliche Abendland“ nicht weit, dass es ohne diese schäbige Grundierung aus Rassenhass einfach nicht zu kaufen gibt.

Aber Eugen Richter war weit davon entfernt, sich als Sozialist zu begreifen. Heute würde man ihn einen knallharten Neoliberalen und Marktradikalen nennen. Er redete gegen Bismarcks Schutzzölle an, weil er den Freihandel für den einzig richtigen Weg der Wirtschaftspolitik hielt. Aus dem angelsächsischen Raum hatte er auch die Idee vom „schlanken Staat“ übernommen, mit der er im aufgerüsteten Wilhelminischen Kaiserreich natürlich immer wieder genau dahin trat, wo es den Kaisertreuen wehtat. Er wetterte gegen neue Steuern, Dampfersubventionen und 1893 natürlich auch gegen die neue Militärvorlage von Kanzler Caprivi. Deswegen lag Diederich der Name wohl auf der Zunge.

Dass der alte Buck dieselbe Partei verkörpert wie dieser kampflustige Eugen Richter, verblüfft schon. Aber wer sich die heutige FDP anschaut, sieht ja, dass sie aus denselben Gründen genauso zerrissen ist wie die SPD, denn der Liberalismus hat immer verschiedene Aspekte von „Freiheit“ versucht, unter einen Hut zu bekommen – die Freiheit der Bürger von der Bevormundung durch den Staat genauso wie die Meinungsfreiheit und die Freiheit des Unternehmertums. Und die radikalste Form der Unternehmerfreiheit war immer der (später sogenannte) Neoliberalismus, der zu Richters Zeiten noch Manchesterkapitalismus bzw. Manchesterliberalismus hieß.

Es war also 1893 schon alles da, was heute auch die Welt zerreißt – die Radikalisierung der Märkte mit unbegrenztem Freihandel auf der einen Seite (gern als Globalisierung verniedlicht) und die alte, bismarcksche Schutzzollpolitik, die heute ausgerechnet ein amerikanischer Präsident betreibt. Eugen Richter wüsste heute ganz genau, wo er steht. Und er würde auch den weichgespülten Rassisten im Bundestag die Meinung geigen. Und zwar vom Platz aus. Wahrscheinlich könnte die FDP so einen Mann sehr gut gebrauchen.

Aber es war wohl damals auch schon so wie heute: Die Bürger wählen selten das, was für sie gut ist. Sie wählen zumeist die Parteien, die ihnen versprechen, sie würden ihnen die Ängste nehmen.

Ist doch ein herrliches Wahlkampfmittel: Erst einmal lauter völlig irreale Ängste schüren, und dann so tun, als wäre man ganz allein in der Lage, die beschworenen Gespenster aus der Welt zu treiben. Nur dass man sich heute nicht mehr offiziell als Antisemit geriert, sondern die „Flüchtlinge“ zu Buhmännern macht.

Da stimmt dann am Ende wohl der Satz, den Eugen Richter 1887 gesagt haben soll: „Die Mehrheit des Reichstages ist ein Angstprodukt der Wähler.“

Und an Diederichs Aufstieg haben wir es ja gesehen: Seine Methode war immer das Angstmachen. Und nach dem Tumult am Tag zuvor reden die Netziger Zeitungen nur noch über die Niederlage Bucks. Diederichs Schlag hat gesessen, er hat den alten Mann, der sich immer um Redlichkeit bemüht hat, zur fragwürdigen Gestalt gemacht. Die Wähler der Freisinnigen sind verunsichert. Denn wenn erst einmal das Mutmaßen beginnt …

Den Rest erledigen Diederichs Kaisertreue dann mit einem wagnerischen Triumphzug: „Die Entscheidung aber fiel nachmittags um drei. In der Kaiser-Wilhelm-Straße erscholl Alarmgeblase, alles stürzte an die Fenster und unter die Ladentüren, um zu sehen, wo es brenne. Es war der Kriegerverein in Uniform, der herbeimarschierte. Seine Fahne zeigte ihm den Weg der Ehre. Kühnchen, der das Kommando führte, hatte die Pickelhaube wild im Nacken sitzen und schwang auf furchterregende Weise den Degen.“ Diederich marschierte natürlich mit. „Man brauchte nur zu stapfen, und aus dem alten Buck ward Kompott gemacht unter dem Taktschritt der Macht!“

Der Kriegerverein stapfte übrigens geschlossen zur Wahl – Napoleon Fischers.

Was so burlesk wirkt, erinnert einen freilich trotzdem daran, dass die heutigen Nationalen ein ganz ähnliches Verständnis vom Staat und vom niederkompottieren der Gegner haben. Und dass ihr brachiales Auftreten (heute gern in den „sozialen Netzwerken“) denselben Effekt hat: die Unentschlossenen, Ängstlichen und Wankelmütigen einzuschüchtern und ihnen zu suggerieren, dass dieser brachiale Auftrieb unaufhaltsam sei.

Denn wenn die Angst erst einmal umgeht, dann erbleichen auch die Bürgermeister Scheffelweis, wenn der Vertreter der Macht ins Wahllokal gestiefelt kommt: „Wulckow!“

Ich schätze, wir brauchen eine Menge Eugen Richters.

Und ein paar kluge Autoren, die immer wieder die wichtige Frage stellen: Wem nützt das eigentlich? Wer verdient am Ende wirklich daran? Denn eines wissen wir ja von diesem Diederich schon: Er wirft den Gegnern gern Bereicherung vor. Aber er tut alles im eigenen pekuniären Interesse. Eine Hand wäscht die andere. Und wenn „die Macht“ zufrieden ist, kassiert der Untertan für treue Dienste.

Wir blättern um.

Das „Untertan-Projekt”.

Untertan-Projekt
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Einfach mal über die Stadt ... Foto: Ralf Julke

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