Seiten 379 bis 385

Das Untertan-Projekt: Ein Ort, den man lieber mit gepackten Koffern verlässt

Für alle LeserHeinrich Mann ist als Romanautor ein Meister seines Faches. Er beherrscht alle Tricks, auch jene, die die Dicken-Wälzer-Schreiber von heute oft nicht mehr beherrschen. Fast spielerisch geht er mit der Zeit um. Hat er eben noch in immer dichter gepackten Szenen alles auf die Reichstagswahl von 1893 zugetrieben, genügt ihm ein hingeworfener Satz, um einfach mal den stillen Sommer hinter sich zu lassen: „Tatsächlich besaß zu Anfang des Herbstes kein Mensch mehr die faulen Papiere.“

Das Frühjahr war ja desto turbulenter gewesen. Die Nationalen um Diederich Heßling hatten ja nicht nur dafür gesorgt, dass der Sozialdemokrat Napoleon Fischer statt des Freisinnigen Dr. Heuteufel in den Reichstag einzieht. Der alte Buck hatte ja auch den Prozess wegen Verleumdung angestrengt.

Nicht gegen Diederich, sondern gegen die SPD-Parteizeitung „Volksstimme“, die die Vorwürfe gegen Buck genüsslich ausgebreitet hatte, auch mit Häme gegen Diederich und seine Kaisertreuen. Aber was sich im Wahlkampf bekriegt, steckt oft genug unter einer Decke. Das lernen wir hier. Denn wer so gemeinsam die Freisinnigen aus dem Rennen schießt, der unterstützt den Zweitplatzierten. Die (heimliche) Absprache gilt.

Was dann für das eigentlich freisinnige Netzig, das man irgendwo in der preußischen Provinz vermuten muss, eben bedeutet, dass ein Sozialdemokrat das Direktmandat gewinnt. Was im Jahr 1893 durchaus ein Ausnahmefall ist. Denn Sozialdemokraten holten die Mandate vor allem in den Großstädten mit ihrer Industriearbeiterschaft.

In den Landkreisen hatten sie fast keine Chancen. Da konnte es vorkommen, dass etwa in der preußischen Provinz Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Kassel) gleich sechs Antisemiten die Mandate errangen. Was damals in Fritzlar, Homburg und Eschwege los war, werden die dortigen Lokalhistoriker wohl wissen.

Aber jetzt werden wir mal ganz gemein und schauen ins Königreich Sachsen. Dort sah es in den Wahlkreisen Bautzen, Dresden, Meißen und Pirna nicht besser aus. Man fühlt sich fatal erinnert.

Die Leipziger wählten immerhin einen Nationalliberalen und einen Sozialdemokraten.

Aber das spielt ja für den „Untertan“ keine Rolle. Das Vorbildstädtchen, das Heinrich Mann zur Kulisse gewählt hat, muss zwingend im Preußischen liegen. Und zwar in relativer Nähe zu Berlin, wenn man Diederichs vergnügliche Bahnfahrten bedenkt.

Wahl war übrigens am 15. Juni 1893. Und Diederich lässt sich nach dem Sieg gegen die Freisinnigen die Gelegenheit nicht entgehen, zum Bahnhof zu spazieren, auch wenn die Sozis eine große Demonstration angekündigt haben, um ihren Abgeordneten zu verabschieden, der in Berlin natürlich gegen die Militärvorlage stimmen will. Und wo Sozis eine Versammlung ankündigen, taucht natürlich nicht nur ein Polizeileutnant auf, sondern eine ganze Abteilung, die verhindern soll, dass Napoleon Fischer noch eine Brandrede hält.

Was man aber in diesen dicht gepackten Szenen fast überliest, ist die Tatsache, dass sich Netzig ganz abseits der lärmenden politischen Kulisse auf eine Weise verändert, die eigentlich mit Diederichs Vorstellung von „deutscher Familie“ und Ehre und was sonst noch so für Krempel dazugehört, nichts zu tun hat. Wir haben es ja schon bei Wolfgang Buck gesehen, der keine Lust hatte, in diesem Kaff Rechtsanwalt zu bleiben, und nach Berlin ging, um dort irgendwie ans Theater zu kommen.

Und nun trifft Diederich auch noch auf den abreisewilligen Jadassohn. Das war ja der grimmige Assessor, der Diederich noch vor wenigen Monaten mit seiner finsteren Art so richtig erschreckt hatte. Jetzt will er nach Paris – aber nicht, um sich dort zu vergnügen: Er will sich seine großen Fledermausohren verkleinern lassen. Und mit Diederich hat er mittlerweile augenscheinlich ein fast brüderliches Verhältnis und bringt ihm brühwarm die Gerüchte um Käthchen Zillich bei. Das ist ja die Pfarrerstochter, mit der er heimlich getechtelmechtelt hat. Und nun ist auch sie nach Berlin entfleucht.

Und Diederich hatte ja auch ein Auge auf sie geworfen … bevor Gustes Geld wichtiger wurde.

„,Durchgegangen‘, sagte Jadasssohn. Da blieb Diederich denn doch stehen und schnaufte. Käthchen Zillich durchgegangen! In was für Abenteuer hätte man verwickelt werden können!“

Man merkt schon, wie Diederich hin- und hergerissen ist. Denn eigentlich ist er zutiefst beeindruckt davon, dass auch Käthchen ihr Leben selbst in die Hand genommen hat. Ganz sichtlich bricht hier das alte patriachalische Zeitalter auf. Während die Antisemiten in den schwärzesten Provinzen triumphieren und die Sozis mit Roten Fahnen in den Reichstag ziehen, zerbricht die konservative Wertewelt der kleinen Bürger und die jungen Leute und auch die Frauen nehmen ihr Leben selbst in die Hand.

Und dazu gehört auch die Szene, die Diederich mit noch mehr Verblüffung wahrnimmt: Er sieht ausgerechnet den Fabrikanten Lauer, der nach einem halben Jahr seine Gefängnisstrafe wegen Majestätsbeleidigung abgesessen hat und nun mit einem großen Blumenstrauß dem Zug entgegengeht. „Das ging mit dem Teufel zu! Aus einem Coupé grüßte Judith Lauer, ihr Mann half ihr herunter, ja er überreichte ihr den Blumenstrauß, und sie nahm ihn mit dem ernsten Lächeln, das sie hatte.“

Er versteht es nicht. War sie denn nicht fremdgegangen? Und nun holt ihr Mann sie mit Blumen vom Zug ab.

Na gut, das wissen wir nur genauso gerüchteweise, genauso wie Diederich. Die Welt der kleinen Bürger besteht aus lauter Gerüchten. Und statt sich kundig zu machen, verurteilt man. Man ist ja von besserer moralischer Natur. „Alle werden dieselbe peinliche Empfindung haben wie ich. Man wird ihm allerseits zu verstehen geben, daß er am besten zu Hause bleibt …“

Das sind Diederichs originale Gedanken. Was für ein kleinkarierter Wicht, was für eine piefige Moral. Hauptsache die Fassade stimmt. Auch das ist ja nicht vergangen. Es lebt in unseren Provinzen noch immer, schaut hochmütig weg und verweigert Gruß und Respekt, wenn einer sich nicht an die prüden Regeln des Dorfes hält.

Verlogene Regeln. Wir können ja mit dem Autor in Diederichs Kopf hineinschauen. Er malt sich ja auch ständig was aus, und ein kleines Stück Anerkennung dafür, dass Käthchen Zillich lieber in Berlin Karriere machen will, als unter der Moralfuchtel ihres Vaters zu bleiben, ist herauslesbar, wenn Diederich denkt: „Käthchen Zillich hatte es begriffen und die richtige Folgerung gezogen …“

Und im Kopf schaltet es sofort um, da denkt man dann an heutige Provinzen, wo die Käthchen und Cathys reihenweise ihre Koffer packen und in die Großstadt flüchten, weil ihnen die verbiesterten Moralvorstellungen ihrer Eltern auf den Keks gehen. Deswegen ist die ostsächsische Provinz heute so beleidigt und gefrustet und vergreist und die Diederiche laufen hochmütig durch die Straßen.

Nur dass die SPD keine Schalmeienkapelle mehr auf die Beine stellt, wenn sie ihre frisch gewählten Bundestagsabgeordneten zum Zug bringt. Dazu fehlen die organisierten Arbeiter. Zeiten ändern sich. Nur die Moral scheint so tief verwurzelt, dass auch den Enkeln und Urenkeln nichts anders bleibt, als wegzufahren, wenn sie nicht im Mief der Gerüchte versauern wollen.

Um die „faulen Papiere“ kümmern wir uns beim nächsten Mal.

Wir blättern um.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die DDR (1): Walter Ulbricht und der große Plan
Das Geburtshaus Walter Ulbrichts in Leipzig in der heutigen Gottschedstraße 25. © Lucas Böhme

© Lucas Böhme

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEr scheint noch einmal davongekommen zu sein. Dabei schien sein politisches Schicksal besiegelt. Doch Anfang Juli 1953, keine drei Wochen, nachdem sowjetische Panzer die Diktatur gegen den Aufstand am 17. Juni retteten, wittert SED-Generalsekretär Walter Ulbricht Morgenluft. Sowjetdiktator Stalin war gestorben, die neuen Machthaber in Moskau lassen den ersten Mann in ihrem ostdeutschen Teilstaat nicht fallen – trotz aller Vorwürfe, er sei für die desaströse Situation verantwortlich.
Sächsische Linkspartei sieht sich bestätigt in der Forderung nach Aufarbeitung der letzten 30 Jahre
Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Landtag Sachsen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDa staunte nicht nur Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, als er ausgerechnet in der F.A.S. das Interview mit der einstigen Treuhand-Chefin Birgit Breuel unter dem Titel „Westdeutsche hätten das nicht durchgehalten“ las. Darin äußert sie Verständnis für das Anliegen, die Geschichte der Treuhand aufzuarbeiten, verweist allerdings darauf, dass die Treuhand „nur ein Baustein des harten Systemwechsels von der Plan- zur Marktwirtschaft“ gewesen sei und vielmehr „die gesamte Transformation“ in den Blick gehöre. Da dürfte so mancher Ostdeutsche gestaunt haben.
Leipzigs Bildermuseum zeigt eine große Ausstellung zur ignorierten ostdeutschen Kunst der 1980er Jahre
Blick in die Ausstellung mit einer Variante von Via Lewandowskys "Berliner Zimmer". Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. Juli, wurde im Museum der bildenden Künste die Ausstellung „Point of no return“ eröffnet, das große Wunschprojekt von Museumsdirektor Alfred Weidinger, von dem er schon zu seinem Amtsantritt vor zwei Jahren träumte. Jetzt, kurz vor seinem Weggang nach Linz, kommt die Ausstellung zustande, die mit „Wende und Umbruch“ nur zum Teil zu tun hat. Dafür mit einer riesigen blinden Stelle in der (ost-)deutschen Kunstwahrnehmung. Ein Loch, in dem ganze Schicksale verschwunden sind.
Umweltverbände fordern sofortigen Stopp von Plänen zu Markkleeberger Wasserschlange und Elster-Saale-Kanal
Mit Leihbooten an der Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 22. Juli, erklärten die Umweltverbände BUND, NABU und Ökolöwe und der Verein Pro Leipzig gemeinsam ihren Rückzug vom Runden Tisch, an dem die Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzepts (WTNK) diskutiert werden sollte. Sie ziehen damit die Konsequenz aus der Haltung der im Grünen Ring aktiven Amtsträger, die an allen Gremien vorbei die Motorisierung des Neuseenlandes vorantreiben.
Lippold fordert Kretschmer und Dulig auf, nach Pödelwitz zu kommen und sich der Diskussion zu stellen
Das Klimacamp 2018 in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserVom 3. bis 12. August findet das nächste Klimacamp im Leipziger Land in Pödelwitz statt. Das letzte haben Sachsens maßgebliche Regierungsvertreter regelrecht weiträumig umfahren, um nur ja nicht zum Thema Kohleausstieg Stellung nehmen zu müssen. Dr. Gerd Lippold, klima- und energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, sieht eigentlich keinen Grund für Ausreden mehr und fordert Michael Kretschmer auf, sich im August den Teilnehmern des Klimacamps zu stellen.
Wurzen bleibt sachlich
Das Wahlforum zur Landtagswahl im Juli 2019 in Wurzen. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelWurzen. Nur ein Wort, nur eine Stadt, die für viele vor allem für eines steht: das braune Sachsen. Bereits seit den 1990er Jahren gilt die Ringelnatzstadt als Hochburg von Neonazis. Auch in den vergangenen Jahren sorgte die Stadt durch Angriffe auf Geflüchtete und antirassistische Akteure für Schlagzeilen. Bei der vergangenen Kommunalwahl gelang einem rechten Kampfsportler mit Verbindungen in Neonazinetzwerke der Einzug in den Stadtrat. Wurzen ist Dunkeldeutschland. Oder?
Abschied und Zukunft: Eine Abitur-Rede für den eigenen Weg ins Leben
Jens-Uwe Jopp, Lehrer und Autor der LZ. Foto. L-IZ.de

Foto. L-IZ.de

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelDass da etwas Besonderes am Leipziger Schiller-Gymnasium im Leipziger Norden geschieht, haben über die Schule hinaus nicht zuletzt durch die „Schiller-Akademie“ Interessierte längst mitbekommen. Ein Lehrer fordert nun seit zwei Jahren gestandene Politiker und Zeitzeugen gemeinsam mit seinen Schülern im Diskurs heraus, lebt vor, was die jungen Menschen so dringend suchen: Verantwortungsübernahme, demokratische Streitkultur und eine gemeinsame Suche nach Antworten auf die Fragen ihrer Generation.
Auch NABU, BUND, Ökolöwe und Pro Leipzig verlassen den Runden Tisch zum WTNK
Die Connewitzer Schleuse macht in ihrer Dimensionierung nur Sinn für Motorboote. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer NuKLA e. V. war der erste, der im November die Nase voll hatte von der seltsamen Öffentlichkeitsbeteiligung, die der Grüne Ring zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes (WTNK) veranstaltete. Er verließ den seltsamen Runden Tisch, an dem – neben den üblichen Vertretern der Ämter und Verwaltungen – die Umweltverbände nur Alibi-Plätze bekommen hatten. Jetzt erklären auch BUND Leipzig, NABU Leipzig, Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig ihren Rücktritt vom Runden Tisch.
Frei nach Schiller: Die Gedanken sind nicht frei, wenn Einer nicht den Mut zur Freiheit hat
Leipziger Zeitung Nr. 69: So geht sächsisch 2019, Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Zur Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelManchmal schält sich erst beim Lesen der frisch gedruckten „Leipziger Zeitung“ heraus, wo eigentlich der Schwerpunkt des Monats lag. Oder liegt. Welches Thema wirklich die Stadt oder gleich die ganze Gesellschaft tatsächlich bewegt hat. Nicht nur aufgeregt, so wie die üblichen Themen, über die sich die Zeitgenossen in unsozialen Medien zerfleischen. Das heimliche Mega-Thema in der Juli-Ausgabe ist tatsächlich das Thema Freiheit.
Freispruch im Fall Gemkow: Lehrstück der Rechtsstaatlichkeit
Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), hier 2017 als Zeuge am Amtsgericht. © Lucas Böhme

© Lucas Böhme

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im Handel„Funfacts aus Sachsen: Richter, der diese Woche einen einschlägig vorbestraften rechten Hooligan bezüglich Steinwürfen auf Justizministerwohnung freisprach, weil DNA-Spuren als Beweis nicht ausreichen würden, verurteilte 2018 einen linken Steinewerfer wegen DNA-Spuren zu Haftstrafe.“ – so lautete der Eintrag eines Nutzers im Kurznachrichtendienst Twitter am Tag nach dem Urteil.
Israel-Fahnen spalten „unteilbar“ + Video
Israelflaggen auf der Unteilbar-Demonstration. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEigentlich sollte die „unteilbar“-Demonstration in Leipzig der Auftakt zum „Sommer der Solidarität“ sein – im Kampf gegen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Und für viele der mehr als 3.000 Teilnehmenden war er das auch. Dennoch sorgten einige Vorfälle auf der Demonstration im Nachhinein für Diskussionen. Es geht unter anderem um israelische Nationalfahnen.
Neues Open-Air-Theater: Ab 26. Juli spielt das Sommertheater DER FRIEDEN im Lene-Voigt-Park
Sommertheater DER FRIEDEN ab 26.7.2019 in Leipzig. Foto: Simeon Wutte

Foto: Simeon Wutte

Ab 26. Juli gibt es Sommertheater: Inmitten der Open-Air-Saison spielen professionelle Schauspieler und Schauspielerinnen das Stück „Der Frieden“ in der Version von Peter Hacks. Die Aufführungen sind open air und kostenlos – ein Highlight der Kultursaison 2019.
Was bedeutet eigentlich Markkleebergs Plus in der Bevölkerungsstatistik?
Wanderungsaldo Leipzigs mit dem Umland 2018. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019

Für alle LeserMarkkleeberg ist ja ein ganz lustiges Städtchen. Leipzigerseits kann man es richtig wütend machen, wenn man auch nur andeutet, dass es eigentlich eingemeindet gehört. Dafür erwähnt Markkleeberg die große fette Nachbarstadt möglichst nie in seinen Pressemitteilungen und schafft sich so ein Bild von einem ganz eigenständigen Wachstum. Kleine Boomtown zwischen den Seen. So wie am 17. Juli.
Leipzigs Stadtreinigung testet als erster städtischer Betrieb den Einbau von Abbiegeassistenten in ihre Lkw
Sammelfahrzeug der Leipziger Stadtreinigung mit Grüner Plakette. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit dem betroffen machenden Unfall an der Einmündung der Petersstraße in den Martin-Luther-Ring 2018 wird auch in Leipzig heftig über das Thema Abbiegeassistenten debattiert. Denn Radfahrer/-innen verschwinden an Einmündungen meist im toten Winkel der neben ihnen stehenden Lkw. Und deutschlandweit gibt es immer mehr Meldungen über Radfahrer, die im toten Winkel übersehen und überfahren wurden.
Leipzigs Verwaltung will mal drei städtische Gebäude zur Fassadenbegrünung prüfen
Fassadenbegrünung am Haus der Demokratie. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Leipzig ein Jugendparlament hat, bekommen auch Verwaltung und Ratsfraktionen mit, wie das eigentlich nach außen wirkt, wenn wichtige Entscheidungen immer Jahre dauern vom ersten Antrag bis zum Stadtratsbeschluss und dann – nach weiteren Jahren – erst die Umsetzung. Das wirkt, als würde ein ganzes Leben davonfliegen, bis endlich Dinge getan werden. Jedenfalls aus Sicht der jungen Leute. Stichwort diesmal: die Fassadenbegrünung.