Das Untertan-Projekt: Wahlkampf auf die nationale Art

Für alle LeserAufatmen ist nicht für diesen Diederich. Denn der Wahltag kommt heran. Und augenscheinlich war es auch schon 1893 so, dass dieses Gerammel um Wählerstimmen und Sitze die Parteisoldaten hysterisch machte. Jedenfalls die, die ihre Wahlabsprachen mit lauter faulen Deals hintersetzt haben. Bis keiner mehr wusste, wer eigentlich mit wem alles faule Deals geschlossen hat. Und das prasselt nun alles auf Diederich herein. Sein Maschinenmeister Napoleon Fischer marschiert ihm schnurstracks eines Morgens einfach ins Schlafzimmer.

Denn wie das so ist mit faulen Deals: Wer den Sozis Unterstützung und ein Gewerkschaftshaus verspricht, um ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu bekommen, dem traut man auch zu, dass der auch gleich mal mit den verfeindeten Freisinnigen einen faulen Deal gemacht hat.

„Sie haben sich bei Heuteufel angebiedert. Er hat Ihnen Ihr Denkmal schon bewilligt. Wenn sie nicht gleich heute mit fliegenden Fahnen zu ihm übergehn, dann tun Sie es sicher bei der Stichwahl und treiben schnöden Volksverrat.“ Das muss sich Diederich sagen lassen, wo er noch im Bett liegt. Breitbeinig steht sein Maschinenmeister davor und droht. Auch gleich mal mit Streik. Wenn er nicht in den Reichstag kommt, will er ganz Netzig bestreiken lassen.

Das sind einem dann doch sehr seltsame Wahlverbündete. Und das Wort „Deal“ schlüpft einem so durch, weil das heute unter den Nationalprotzen ja wieder das Mittel der Wahl zu sein scheint, auch wenn am Ende nichts herauskommt als heiße Luft.

Oder wie bei Diederich ein heiseres: „Seine Majestät, der Kaiser, hurra!“

Aber da ist der finstere Fischer schon längst wieder raus aus seinem Schlafzimmer.

Der Wahlkampf hat ihn wieder. Oder eben das, was sich in Wahlkomitees so entspinnt, wenn noch nichts gewählt ist. Man beäugt die Feinde und redet sich groß. Wahlumfragen gab’s ja noch nicht. Da konnte man sich noch alles Ausspinnen bis zum letzten Tag. Auch die gemutmaßten Intrigen der Gegenpartei. Denn wenn man selber trickst und mit falschen Karten spielt, traut man das ja auch den anderen zu.

Ein hübscher Gedanke. Kann es sein, dass unsere heutigen nationalen Plaudertaschen genauso ticken? Dass sie ihre Berechtigung, mit falschen Karten und „fakenews“ zu arbeiten, daraus ziehen, dass sie den anderen so eine Handlungsweise einfach auch mal unterstellen? Man muss es ja nur behaupten. Oder mit den Worten des Cleverles Thilo Sarrazin, der sogar dann PR kriegt, wenn keiner ihn drucken will: „Das muss man doch mal sagen dürfen.“

Das müsste man jetzt mal einen guten Schauspieler einlesen lassen – so hingenuschelt, damit keiner merkt, dass da einer schon beim Reden weiß, dass er sich eine Bosheit herausnimmt: „Mussmndchmlsgendrfn.“

Muss man bestimmt.

Was solche Leute halt so müssen.

Meinen ist alles. Verdächtigen gehört dazu. Etwa dass die Partei der Freisinnigen immer noch alles unternimmt, um die Wähler für ihren Kandidaten, den Doktor Heuteufel, zu gewinnen.

Wie liest sich das dann in der Interpretation unserer strammen Nationalen? So: „Der Korruption des demokratischen Klüngels war alles zuzutrauen!“

Auch dass sie stramme Nationale mit eigenen Versprechungen ködern, so wie Diederich seine neuen Kumpels geködert hat mit Versprechungen für den Tag nach der Wahl. Wenn man selbst der festen Überzeugung ist, dass Wahlen aus lauter Korruption bestehen, dann bekommt man natürlich lauter seltsame Freunde, die das Fell schon verteilen, bevor die Schlacht geschlagen ist. Zumindest ahnt Diederich, dass er und seine nationalen Freunde vielleicht doch noch nicht gewonnen haben. Und dafür hat er ja Major Kunze auch nicht zum Kandidaten gemacht. Denn eigentlich haben ja die Freisinnigen den Reichstagssitz seit Jahren fest in der Hand. Und bekommen soll ihn ja – Napoleon Fischer.

Über diese heimliche Verbundenheit mit den Sozis staunt man nur die ganze Zeit. Aber das kommt dabei heraus, wenn man mauschelt. Man kommt in Nöte, so wie Diederich am Tag nach der Wahl, als sich herausstellt, dass ausgerechnet Heuteufel haushoch führt, Napoleon Fischer Zweiter ist und die Nationalen ausgerechnet in der Stichwahl entscheiden, wer von beiden in den Reichstag kommt. Da werden Diederichs faule Deals „zur nationalen Sache“. Denn wenn Fischer nicht in den Reichstag kommt, will er streiken lassen.

Und da wird es dann ganz verquer: Diederich muss eilen, um Pastor Zillich davon abzubringen, Zettel zu kleben, auf denen die Nationalgesinnten aufgefordert werden, im zweiten Wahlgang Heuteufel zu wählen. Die Freisinnigen haben längst selbst geklebt: Sie seien ja selbst national.

„Der Trick des alten Buck enthüllte sich vollends …“

Da ahnt er noch nicht, dass ihm der Briefträger Munition ins Haus tragen würde, mit der er die Freisinnigen so richtig aufmischen würde. Eigentlich ist es wieder nur ein Deal, an dem wahrscheinlich ein mächtiger Mann im Hintergrund gedreht hatte. Der alte Klüsing will seine Fabrik an Diederich verkaufen. Etwas, was sich ja schon abzeichnete, auch wenn Diedrich seine eigene kleine Fabrik in Grund und Boden gewirtschaftet hat. Sogar Sötbier, den erfahrenen Buchhalter, hat er gefeuert. Er ist kein angenehmer Unternehmertyp, dieser Diederich Heßling. Kein Wunder, dass Napoleon Fischer keine Achtung vor ihm hat.

Und dass ein Nachsatz im Brief des alten Klüsing zur Wahlkampfmunition wird, hat auch nur damit zu tun, dass Diederich seine Rüstung längst wieder geschlossen hat. Nur die Begegnungen mit der nun in schwarzen Trauerflor gekleideten Emmi erinnern ihn daran, dass er mal sein Herz hat gucken lassen.

Jetzt geht es gegen andere Leute, die er in seinem Kopf längst zu Feinden erklärt hat. Das Kaiserwort mit dem „Pardon wird nicht gegeben!“ wird zwar erst später fallen. Aber dieser Kaisertreue denkt, wenn es um Politik geht, schon genau so: „Wer da noch Schonung übte, machte sich mitschuldig. Diederich prüfte sich. ‚Schonung wäre geradezu ein Verbrechen. Sehe jeder, wo er bleibe! Hier heißt es rücksichtslos vorgehen. Dem Geschwür die Maske herunterreißen und es mit dem eisernen Besen auskehren! Ich übernehme es im Interesse des öffentlichen Wohles, meine Pflicht als nationaler Mann schreibt es mir vor. Es ist nun mal eine harte Zeit!‘“

Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass solche Typen schon wieder überall herumlaufen und sich anmaßen, aus ihrer „Pflicht als nationaler Mann“ heraus die Stimmung anzuheizen, bis alle glauben, „Schonung wäre geradezu ein Verbrechen“. Es müsse ausgekehrt werden. Und zwar so gnadenlos, dass immer mehr Menschen es mit der Angst bekommen und Angst haben müssen, wo sie bleiben?

Es sieht ganz so aus. Mit „harten Zeiten“ lässt sich augenscheinlich jede Gnadenlosigkeit begründen. Man muss sie nur herbeireden.

Die Chance dazu hat Diederich „am Abend darauf“.

Weil’s aber da wirklich haarig wird, machen wir eine kleine Pause. Zum Verschnaufen.

Es ist eine der vielen Stellen, an denen man das Buch beiseitepfeffern will, weil einem dieser Typus zu lebendig wird. Es sind diese saturierten Diederiche, die immer behaupten, sich um das „öffentliche Wohl zu kümmern“, wenn sie gnadenlos werden. Denn sie erklären ja die anderen zum „Geschwür“.

Mit Worten fängt es an.

Immer.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kirschen essen: Wenn man nur genau hinschaut, ist die Bibel voller lebendiger Liebesgeschichten
Susanne Niemeyer: Kirschen essen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon mit ihrem Buch „Fliegen lernen“ hatte Susanne Niemeyer gezeigt, dass man die weltberühmten Geschichten aus der Bibel auch völlig anders lesen kann. Nämlich mit den Augen einer modernen, emanzipierten Frau. Mit „Kirschen essen“ zeigt sie erst recht, wie sehr die Bibelgeschichten immer noch aus Männer- und Machoperspektive interpretiert werden. 3.000 Jahre Männerignoranz sind einfach so zählebig, dass man das eigentliche Leben vor lauter Brettern nicht mehr sieht.
Donnerstag, der 17. September 2020: Abgespecktes Lichtfest und eine Entscheidung des EU-Parlaments
Auch in diesem Jahr wird das Leipziger Lichtfest stattfinden, allerdings unter Corona-Bedingungen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadtverwaltung gab am heutigen Donnerstag die Pläne für das diesjährige Leipziger Lichtfest bekannt. Auch in diesem Jahr soll an die Friedliche Revolution erinnert werden – allerdings sehen die Festivitäten unter Corona-Bedingungen etwas anders aus als gewohnt. Statt sich auf dem Augustusplatz und den Straßen in der Innenstadt zu begegnen, kommt das Lichtfest im Vorfeld „zu Besuch“. Außerdem können die Leipziger/-innen online an der Veranstaltung teilhaben. Die L-IZ fasst zusammen, was sonst noch wichtig war in Leipzig und Sachsen und weltweit.
Die LVB setzen bei Fahrausweiskontrollen auch künftig auf Deeskalation
Wenn alles nichts hilft, wird die Polizei gerufen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Juli sorgte ja bekanntlich die rabiate Vorgehensweise von Fahrkartenkontrolleuren der LVB für Schlagzeilen. Indem sie einen Fahrgast ohne Fahrschein zu Boden drückten, überschritten sie eindeutig ihre Kompetenzen. Und während sich die einen über die Gewalt in dem Vorgang aufregten, sah die CDU-Fraktion eher wieder das Problem der aggressiven Schwarzfahrer, die sich gegen eine Kontrolle wehren. Das Verkehrs- und Tiefbauamt hat jetzt auf die CDU-Anfrage geantwortet.
Leipziger FKK gibt es nur am Kulkwitzer See
Am Kulkwitzer See. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserCorona hat auch viele Leipziger/-innen gezwungen, ihren Urlaub daheim zu verbringen. War ja eigentlich nicht so schlimm: Badestrände gibt es direkt vor den Toren der Stadt. Und heiß war es auch. Und wenn es richtig knackig heiß wird, zieht der Mensch natürlich am liebsten alles aus. Was die Linksfraktion im Stadtrat auf die Idee brachte, mal wieder nach den FKK-Stränden in der Stadt zu fragen. Gibt es überhaupt welche?
Sumpfwald-Biotop in der Rietzschke-Aue soll erhalten bleiben, Wiesen werden extensiv gepflegt
Blühende Landschaft östlich der neuen Schule an der Ihmelsstraße. Foto: Alexander John

Foto: Alexander John

Für alle LeserAm 20. Juli berichteten wir über das blühende Biotop, das nach dem Auflösen der Kleingartenanlage in der Rietzschke-Aue in Sellerhausen entstanden ist. Die Frage dabei stand im Raum, ob bei der von der Stadt geplanten Grünflächengestaltung dieser Artenreichtum wieder verloren geht. Die Frage bewegte auch Tobias Peter, der die Stadtverwaltung deshalb anfragte. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer erklärt jetzt, wie man sich die Umgestaltung genauer vorstellt.
Am 19. September belebt sich der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Dürremonitor, Umwelttracker und der Sound von Tschernobyl
Der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit dem 5. September laufen die Menschen am Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz direkt durch einen geheimnisvollen Kubus aus schwarzem Gitter – das „Sperrgebiet“. Es ist eine Installation der Schaubühne über Umweltzerstörung, Klimawandel und menschengemachte Sperrgebiete in Natur und Gesellschaft. Am Samstag, 19. September, laden die Schaubühne, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung nun ein zum Forschungstag im „Sperrgebiet“.
Ökolöwe mahnt: Das Verkehrsdezernat verbaut die Zukunft der Luppe-Aue
Nahlebrücke. Quelle: Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.

Quelle: Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.

Es war zu erwarten, dass def Stadtrat diese Vorlage am Mittwoch, 16. September nicht mehr schaffen würde: "Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante". Die Vorlage kam knapp vor den Sommerferien erst ins Verfahren. Und erst am Mittwoch konnte auch der Ökolöwe seine Position formulieren.
Linke Antrag abgelehnt: Regierungskoalition findet keine Position zu Mühlrose
Mühlrose am Tagebau Nochten in der Oberlausitz. Bild: Google Maps

Bild: Google Maps

Für alle LeserEs war eigentlich zu erwarten, dass Antonia Mertsching und Marco Böhme am Dienstag enttäuscht sein würden. Am Dienstag, 15. September, hat der Wirtschaftsausschuss des Sächsischen Landtages den Antrag der Linksfraktion „Klarheit herstellen: Kohle-Kompromiss entsprechend den Empfehlungen der Kommission einhalten bedeutet Erhalt von Mühlrose, Pödelwitz und Obertitz“ (Drucksache 7/2099) abgelehnt. Ein Schicksal, das schon hunderte Anträge der Opposition erlebten.
Der Stadtrat tagt(e): Eine kleine Debatte über die jüngsten Leipziger Gewaltnächte + Video
Mal ab und zu die Richtung angeben - Burkhard Jung im Stadtrat Leipzig führte die Debatte um die Gewalt in Leipzig ein. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuf Initiative des Oberbürgermeisters Burkhard Jung (SPD) hat der Stadtrat am Mittwoch, den 16. September, rund eine halbe Stunde über die gewalttätigen Konflikte in der vorletzten Woche im Leipziger Osten und in Connewitz diskutiert. Während einige Stadträte eine Mitschuld bei Linken sahen, thematisierten andere das Phänomen der Hausbesetzungen und inwiefern solche gerechtfertigt sein könnten.
Die Kunst im Gewandhaus: Der große Bildband, der erklärt, was im Gewandhaus alles an Kunst zu sehen ist
Die Kunst im Gewandhaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeinah hätte es noch eine Galerie gegeben, in der wechselnde Ausstellungen Arbeiten von bildenden Künstlern zur Musik gezeigt hätten. Aber den Gedanken ließen die Planer irgendwann fallen, als das neue Leipziger Gewandhaus am Augustusplatz nach und nach Gestalt annahm. Kunst ist trotzdem drin, sogar mehr, als der Betrachter von außen sehen kann, wo ihm das riesige Deckengemälde „Gesang vom Leben“ von Sighard Gille entgegenleuchtet.
„Wutschweiger“ feiert am 24. September Premiere
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Seit Jahren ist Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland, die Corona-Krise droht diese noch zu verschärfen. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist aktuellen Studien zufolge von Armut betroffen – ein zumeist unsichtbares, aber akutes Problem inmitten der Gesellschaft. Das Stück „Wutschweiger“, ausgezeichnet mit dem niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis Kaas&Kappes, dem Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg und nominiert für den deutschen Kindertheaterpreis stellt sich diesem.
Der Stadtrat tagt: Keine Umbenennung der Arndtstraße + Video
Thomas Kuno Kumbernuß (Die PARTEI) hatte vor Monaten den erfolgreichen Vorschlag zur Umbenennung der Arndtstraße in Hanna-Arendt-Straße eingebracht. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nachdem der Stadtrat am 22. Januar 2020 beschlossen hatte die Arndtstraße in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, wurde dieser Entschluss nun in der Sitzung am 16. September aufgehoben. Vorerst wird die Straße in der Südvorstadt also nicht in Hannah-Arendt-Straße umbenannt und behält ihren Namen.
Der Stadtrat tagt: Paternoster, es wird teuer! + Video
Oliver Gebhardt (Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEr ruckelt, er zuckelt, er bleibt gern mal stehen: Der Paternoster im Neuen Rathaus soll von Grund auf saniert werden, damit er in Zukunft zuverlässiger funktioniert. Bisher hat er das nicht getan, denn er wurde immer nur dann repariert, wenn es akut notwendig war. Bereits im Februar hat die Linksfraktion im Stadtrat auf das Problem aufmerksam gemacht und dazu aufgefordert, das launige 80er-Jahre-Schmuckstück zu retten, unter anderem mit Einnahmen aus der Gästetaxe.
Der Stadtrat tagt: Kein guter Tag für Raucher/-innen + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWer Zigarettenreste in die Umwelt wirft, muss künftig mit höheren Bußgeldern rechnen, und wer in bestimmten öffentlichen Gebieten rauchen möchte, wird dies möglicherweise bald nicht mehr tun dürfen. Das hat die Ratsversammlung am Mittwoch, den 16. September, beschlossen. Das Bußgeld soll in der Regel 50 Euro betragen und von Verboten wären unter anderem Spielplätze und Wartehäuschen an Haltestellen betroffen.
Der Stadtrat tagt: Die September-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDie Sommerpause ist vorbei. Zum ersten Mal seit zwei Monaten findet in Leipzig wieder eine Ratsversammlung statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem 40 Anträge aus den Fraktionen und wichtige Verwaltungsvorlagen, beispielsweise zu Straßenbenennungen und dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.