Seiten 405 bis 410

Das Untertan-Projekt: Ein Blick in Diederichs sexuelle Konto-Führung

Für alle LeserDa haben wir nun gerade erlebt, wie Guste ihren redenschwingenden Diederich mit einem herrischen Fingerzeig zur Raison gebracht hat – da entfleucht er. Und er entpuppt sich als das, was die meisten ehrbaren Herren Bürger seines Standes sind: als ein Heuchler, ein verlogener Moralapostel. Immer deutlicher wird, dass dieses Nest Netzig im Grunde für ganz Deutschland steht, das ganze Wilhelminische Reich. Hinter den geforderten „Werten“ steckt nichts als Heuchelei.

Im Schlafzimmer kann Guste ihre Macht beweisen – aber beim Geld ist Diederich der Herr. Selbst die Millionen, die Guste mit in die Ehe gebracht hat, verwaltet er. Guste ist darauf angewiesen, dass er gnädig ihre Haushaltsrechnungen akzeptiert, und „wehe, wenn Gustes Rechnung nicht glatt aufging“.

Man muss sich tatsächlich erst einmal einen Knoten in den Kopf lesen, um zu verstehen, wie diese seltsame Liaison überhaupt funktioniert. Fast wünscht man sich, Heinrich Mann hätte auch Gustes Geschichte geschrieben, Guste, die wir ja damals im Zug als selbstbewusst und eigenständig kennengelernt hatten – und jetzt lässt sie sich von diesem Knicker das Haushaltsgeld vorrechnen.

Diesem feigen Würstchen, das über das Geld seine Macht über Guste ausübt, denn dass Guste im Schlafzimmer die Entscheidungsgewalt wieder an sich genommen hat, hält er für „Machtdünkel“. „Autorität und Sitte triumphierten wieder. Auch sonst war dafür gesorgt, daß die ehelichen Beziehungen nicht allzusehr zum Vorteil Gustes ausschlugen, denn jeden zweiten, dritten Abend, manchmal noch öfter, ging Diederich fort zum Stammtisch in den Ratskeller, wie er sagte, aber das stimmte nicht immer …“

Beiläufig erinnert man sich daran, dass diese rigide Vormundschaft des Ehemannes 1896 auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert wurde und bis weit in die Zeit der Bundesrepublik hinein genau so galt.

Manchmal landet Diederich wirklich im Ratskeller, wo die Netziger irgendwie versuchen, doch noch irgendwie – „ideologiefrei“ – im Gespräch zu bleiben. Obwohl es hier trotzdem hochpolitisch wird. Aber man lebt ja unter einem Kaiser, der das parlamentarische System zutiefst verachtet und deswegen auch regelmäßig solchen Quark von sich gibt wie: „Ich kenne nur zwei Parteien …“

Wer gegen ihn und seine friseurlich gelockten Attitüden ist, macht sich – aus dieser Warte – zum Paria. Und das Verblüffende an diesem Wilhelminismus ist: Das funktionierte sogar. Es baute einen enormen Druck auf, der selbst die bei Heinrich Mann so wild skizzierten Sozialdemokraten zu braven Schafen und Nützlichkeits-Monarchisten machte. Nur so war 1914 die Burgfriedens-Politik denkbar und die schafsmäßige Bereitwilligkeit der SPD, dem Kaiser sämtliche Kriegskredite zu bewilligen.

Und mit Diederich Heßling sind wir ja in der Frühzeit dieser Tragödie gelandet, als der Reichstag ja auch mehrmals aufgelöst wurde, weil sich die Mehrheit dort gegen die opulenten Rüstungsvorlagen aussprach. Was ja von Diederich und den Herren Cohn, Heuteufel, Zillich und Jadassohn alles im Ratskeller debattiert wird. Denn was Kaiser Wilhelm II. mit dem Geld aus dem Boden stampfen wollte, war ja eine gigantische Flotte, mit der er seinen Lieblingsfeind England zerschmettern wollte.

Etliche Historiker haben zwar in den letzten Jahren den Beginn des Ersten Weltkriegs als „Sprung ins Dunkle“, als Panik von Traumwandlern und eher ein unglückliches Entzünden des Pulverfasses geschildert, was beim völlig überforderten Regierungspersonal gerade in Deutschland und Österreich natürlich in gewisser Weise auch zutrifft.

Aber überfordert war dieses Personal auch schon 1896, und wie das immer so ist mit Männern, die ihre Fähigkeiten völlig überschätzen, trotzdem völlig verunsichert sind wie Wilhelm, „der junge Kaiser“: Sie bauen ein martialisches Außenbild auf. Und das wird, wenn sie die Ressourcen eines ganzen Reiches zur Verfügung haben, zur Katastrophe. Dann machen sie aus ihren ganz persönlichen und familiären Animositäten auf einmal künstliche Staatsdramen und lösen Prozesse aus, die sie weder begreifen noch beherrschen.

Die Flotten und Armeen, die 1914 aufeinanderprallten, waren in den 20 Jahren davor aus dem Boden gestampft worden, genauso, wie die nationalistischen Blätter schon mal die nötigen Feindbilder gemacht hatten. Genau so, wie wir das im Kleinen in Netzig gesehen haben. Und nun sitzen all diese biederen Bürger im Ratskeller unter frauenfeindlichen Sprüchen im Gewölbe beisammen, und schwadronieren über die Vernichtung Englands und die beiläufige Bombardierung von Paris.

An früherer Stelle sind wir schon über Diederichs seltsame Aussprache von Kaffee gestolpert: Gafeh.

Wir rätseln ja schon die ganze Zeit: Wo liegt eigentlich dieses verflixte Netzig?

Und nun bestätigt auch Kühnchen, dieser blutlüsterne Gymnasiallehrer, dass wir Netzig irgendwo entweder in der preußischen Provinz Sachsen – und zwar deren südlichen, um Halle und Merseburg gelegen Teil – oder im Süden der Provinz Brandenburg suchen müssen, wo 1815 die vom Königreich Sachsen abgespalteten Teile gelandet sind. Denn auch Kühnchen hat unüberhörbar einen sächsischen Tonfall: „Die Saat, die wir dunnemals gesät haben, na nu geht se auf.“

Aber die Ratskeller-Abende sind ja nur Ablenkung. Denn Diederich macht es ja wie all die zu Hause „unter den Pantoffel“ geratenen, ach so sittenstrengen Männer: Er sucht eine verschwiegene Villa auf, ausgerechnet die Villa des einst so feige abgereisten Leutnant von Brietzen. Denn dort ist jetzt eine eindrucksvolle Dame eingezogen, die im Stadttheater durch gezückte Operngläser allgemeinste Aufmerksamkeit erweckt. „Natürlich wußte trotz der Aufmachung alle Welt, das war Käthchen Zillich, die, in Berlin für ihren Beruf vorgebildet, ihn in der Brietzenschen Villa nunmehr erfolgreich ausübte.“

Wobei Heinrich Mann auch andeutet, dass Käthchens neue Rolle „von höchster Stelle“ geduldet und erwünscht ist. Staatsmoral heißt das dann wohl.

Und da erleben wir dann auch ihren Vater, den nationalen Pastor Zillich, in Aktion. Ist ja nicht nur Diederich, der mit einer sehr durchscheuerten Moral durchs nächtliche Netzig spaziert.

„An der irdischen Gerechtigkeit nicht weniger als an der göttlichen zweifelnd, schwor der Vater, das Amt des Richters selbst zu übernehmen, und wirklich sollte er eines Nachmittags, als sie noch im Bette lag, die verlorene Tochter einer Züchtigung unterzogen haben. Nur der Mutter, die ihm, alles ahnend, gefolgt war, verdankte Käthchen ihr nacktes Leben, wie die Gemeinde behauptete.“

Das war Deutschland anno 1896. Und nachrichtlich auch nachlesbar in den Zeitschriften der Zeit bis in die graustichigen 1960er Jahre.

Peinlich genug, dass das in ein paar besonders schwarzen Ecken des Landes alles wieder glaubt triumphieren zu dürfen.

Und welche Rolle spielt Kätchen für Diederich? Das weiß er selber nicht. Deswegen holt er sich bei Jadassohn Rat und beklagt sich über „Käthchens unersättliche Ansprüche an seine Kasse“.

„Aber Jadassohn fragte nur: ‚Wozu haben Sie sie denn? Sie soll doch Geld kosten?‘“

Das hätte man dem einst so übereifrigen Assessor gar nicht zugetraut. Aber wie bürgerliche Scheinheiligkeit selbst Gefühle und Beziehungen immer in Geld aufwiegt, taxiert und gegeneinander aufrechnet, das hat er durchschaut. Und Diederich rechnet die Käthchen-Zillich-Besuche sowieso auf seinem Reklamekonto in der Firma ab.

Und so nebenbei reißt auch hier Heinrich Mann den Vorhang beiseite, mit dem in diesem ach so biederen Zeitalter die Prostitution immer verhängt war – als etwas Geheimnisvolles, besonders Verruchtes und Strafenswürdiges. Was alles nur aus reiner Männer-Paragraphen-Phantasie geboren wurde.

Die Wirklichkeit ist selbst für diesen fremdgehenden Diederich viel ernüchternder. Nicht die „Abenteuer“ mit Käthchen sind das, was Diederich in Spannung versetzt, denn die scheinen für ihn eher enttäuschend zu sein. Selbst seine Guste hält er für „leistungsfähiger“. Aber jedes Mal fühlt er sich schuldig.

Das kennen wir ja von ihm: Er tut Beschämendes, schämt sich aber nicht, sondern fühlt sich schuldig. Guste gegenüber. Die bürgerliche Moral rechnet ganz im alten katholischen Sinn: Gutes gegen Böses. Deswegen war Luthers Thesenanschlag ja so eine Wucht, weil er Papst und Co. zu lesen gab, dass man menschliche Taten nicht aufrechnen kann mit Gott. Glaube und Seelenfreuden sind keine Kontoführung beim Allerhöchsten.

Aber das haben sichtlich auch die eifrigen Bibelleser der Wilhelminischen Zeit noch nicht begriffen. Es steckt tief in ihnen, dieser buchhalterische Umgang mit dem eigenen Gewissen. Hernach also muss Diederich seiner Guste wieder irgendetwas Wertvolles schenken. Aber mit einer weiteren Schraubendrehung im Kopf: „Wenn es ihr nur nicht auffällt!“

Da feixt sich Jadassohn nur eins, denn über Diederichs Ausflüge zu Käthchen hat er „Frau Generaldirektor Heßling“ schon lange aufgeklärt.

Diederichs Sittenstrenge ist also eine mit einem dreifachen Boden. Eigentlich sogar vierfachen. Denn da ist ja noch seine seltsame Abhängigkeit von Guste, die Heinrich Mann gleich mal fast übergangslos wieder ins Spiel bringt, als er von Jadassohns neuerlichen Triumphen bei der Bekämpfung der um sich greifenden Unart der Majestätsbeleidigungen erzählt. Da sind die beiden ein Herz und eine Seele – Diederich spürt die Missetäter auf und Jadassohn liefert sie ans Messer. In diesem Netzig muss eigentlich schon lange eine seltsame Atmosphäre geherrscht haben.

„Nach dem Erscheinen des ‚Sanges an Ägir‘ gestaltete sich ihre Tätigkeit besonders fruchtbar. In Diederichs eigenem Hause nannte die Klavierlehrerin, die mit Guste übte, den ‚Sang an Ägir‘ einen -! In das, was sie gesagt hatte, flog sie selbst …“

Da suche mal einer ein Machwerk mit dem Titel „Sang an Ägir“. Im „Spiegel“ vom 24. Juni 1991 wird man fündig. Da kann man lesen: „Ständig inszenierte sich Wilhelm historisch. Weil sein großes Vorbild Friedrich II. Flötenkonzerte schrieb, komponierte der ehrgeizige Urenkel einen schauerlichen ‚Sang an Ägir‘ (Oh Ägir, Herr der Fluten, dem Nix und Nex sich beugt). Wenn es um seine Vorfahren ging, zeigte sich Wilhelm, wie sein Reichskanzler Bismarck schon früh erkannte, ‚in allem maßlos‘. So erklärte der vom Gottesgnadentum stets Überzeugte 1928, ‚daß man wohl auf Kant und Goethe verzichten könne; aber niemals auf Friedrich den Großen‘.“

Und es ist Wolfgang Buck, „der neuerdings wieder in Netzig weilte“, der am Stammtisch im Ratskeller erklärt, wie die große kaiserliche Scheinheiligkeit mit der kleinen Netzigschen Scheinheiligkeit aufs beste harmoniert. Denn die Anbetung der Macht ist immer auch sexuell konnotiert. Erstaunlich, dass Heinrich Mann sich das traute, so unverblümt hinzuschreiben.

„,Die Monarchie ist unter den politischen Regimen eben das, was in der Liebe die strengen und energischen Damen sind. Wer dementsprechend veranlagt ist, verlangt, daß etwas geschieht, und mit Milde ist ihm nicht gedient.‘ Hier errötete Diederich …“

Wir wissen ja warum. Aber die Stelle wirkt irgendwie neu. Als müsste man wirklich erst wieder in einer Zeit leben, in der diese so besorgten und verdrucksten Bürger wieder nach Hieben und Strenge schreien, um das zu sehen: Dass beides augenscheinlich zwingend zusammengehört – ein zumindest doch sehr sklavisches Liebesleben und eine fast wollüstige Anbetung der rücksichtslosen Macht.

Und bevor wir noch schnödere Worte für dieses lüstliche Verhältnis finden, blättern wir lieber um und lassen den erröteten Diederich erst einmal entglimmen.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das Schauspielhaus soll in den nächsten drei Jahren für 1,8 Millionen Euro energetisch saniert werden
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sparen will, braucht einen langen Atem. Aber es lohnt sich. So wie beim Schauspielhaus, wo jetzt sowieso die nächsten Schritte bei der Sanierung der Außenhülle anstehen. Das will das Schauspiel auch gleich mit einer energetischen Dämmung der Gebäudehülle verbinden, um den Energieaufwand für das Haus deutlich zu senken. Ein Bündel von Maßnahmen im Umfang von 1,789 Millionen Euro soll dazu bis 2022 umgesetzt werden. Und die Außenbeleuchtung soll auch endlich sparsamer werden.
OBM soll sich in Dresden um eine Verlängerung der Kappungsgrenzen-Verordnung bemühen
Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Leipziger Wohnungsmarkt ist eng geworden. Gerade in innerstädtischen Quartieren ist das schon deutlich zu spüren. Umso besorgter waren die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen im März, dass die Kappungsgrenzen-Verordnung 2020 ohne Nachfolgeregelung ausläuft. Deshalb beantragten sie, der OBM möge sich in Dresden darum bemühen, dass es eine Anschlussregelung gibt.
Leipzig soll noch im Sommer Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs werden
Radfahrer im südlichen Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. März gründete sich in Bautzen die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN). Gründungsstädte waren Bautzen, Borna, Meißen, Niesky, Pirna, Radeberg, Radebeul und Zittau. Und auch die Stadt Leipzig wird der Arbeitsgemeinschaft beitreten. Die Vorlage für den Beitrittsbeschluss hat das Planungsdezernat jetzt eingebracht.
Leipzigs Wirtschaftsdezernat sieht noch lange kein Überangebot an Hotelbetten in der Stadt
Das künftige Hotelgebäude am Burgplatz. Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Für alle LeserEs wird gebaut und gebaut und gebaut. Immer mehr Hotels entstehen in Leipzig. Und einige alteingesessene Hoteliers stöhnen schon, weil sie befürchten, dass es viel zu viel werden könnte. Ein Thema, das Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann aufgriff und jetzt von Leipzigs Stadtverwaltung wissen wollte, wo denn nun die Grenzen dieses Wachstums sind. Und warum stattdessen keine Wohnungen gebaut werden.
Club Convention vom 23.-26. Mai – Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Vom 23. bis 26.5. findet mit der Club Convention wieder das Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig statt. Auf den Bühnen stehen neben dem Seniorenspielclub „Die Spielfreudigen“ auch der Club „ü31“ und die beiden Theaterjugendclubs „#noname“ und „Sorry, eh!“. Sie alle zeigen die Neuinszenierungen, die sie unter Anleitung von Schauspielern und Theaterpädagoginnen des Hauses für das Festival erarbeitet haben. Nachgespräche und eine Festivalparty runden das Programm der Club Convention ab.
1.300 Kilometer Elbeabenteuer mit Karten, Adressen, Quartieren und Reparaturwerkstätten
Oliver Pape am vierten Tag seiner Tour von Dessau bis zur tschechischen Grenze auf dem Elberadweg. Hier radelt der Berliner gerade durch das Städtchen Königstein in der Sächsischen Schweiz – im Hintergrund die berühmte Bergfestung. Foto: Hartmut Landgraf

Foto: Hartmut Landgraf

Für alle LeserDer Elberadweg ist – was das Prestige sächsischer Radwege betrifft – natürlich unschlagbar. Wer mit dem Rad hingelangen will, kann von Leipzig aus drei verschiedene Routen nutzen – den Radweg Leipzig-Berlin über Wittenberg, die Kohle-Dampf-Licht-Route ebenfalls über Wittenberg oder – mit Anschluss über den Partheradweg – zum Mulderadweg über Dessau. Und wie es dort an der Elbe weitergeht, zeigt jetzt das neue Handbuch zum Elberadweg.
Gastkommentar von Christian Wolff: Wen wundert’s noch + Neuwahlankündigung in Österreich
Straches Sturz am heutigen 18. Mai 2019 - Ein Rückschlag für Europas Rechtsradikale nur eine Woche vor der EU-Wahl. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Menschen, die Führungspositionen in der Gesellschaft einnehmen, sich verfehlen, ist leider nichts Neues. Es kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor: Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Verbände. Niemand ist davor gefeit. Denn es gehört zum menschlichen Wesen, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, die in ihn gesetzt werden und dass er sich nicht an Grundrechte und Grundwerte hält, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen. Darum sind Transparenz, Öffentlichkeit, demokratische Strukturen, politische Bildung und streitiger Diskurs in allen Bereichen und auf allen Ebenen so wichtig.
Live-Video: Townhall mit Habeck und Cavazzini in Leipzig
Anna Cavazzini – die Chemnitzerin ist bei den Grünen auf Listenplatz 7 und dürfte so als Ostdeutsche am 26. Mai 2019 den Sprung ins neue Europaparlament schaffen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig ist mehr und mehr auch bei der Europawahl eine Stadt der hohen Politikerbesuche geworden. SPD-Spitzenkandidatin Katharina Barley warb erst am 15. Mai 2019 mit ihrer Europa-Tour auf dem Leipziger Wagner-Platz für ein starkes und geeintes Europa und nun folgt am heutigen Samstagabend erneut Robert Habeck. Im Kupfersaal starten die Grünen die „Townhall“-Veranstaltung, ein Format für direkte Wählerfragen an ihn und ihre aussichtsreiche Chemnitzer Europakandidatin Anna Cavazzini. Wer nicht vor Ort dabei ist, kann hier die Veranstaltung im Livestream verfolgen oder anschließend das Video anschauen.
Stadträte fragen, Verwaltung antwortet: Jobcenter, Kohleausstieg und Nahverkehrsplan + Video
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoDie Stadtverwaltung hat am Mittwoch, den 15. Mai, auf mehrere Anfragen der Stadträte geantwortet. Aus den Antworten geht unter anderem hervor, dass das Jobcenter zu Umzügen von Bedarfsgemeinschaften keine Statistik erfasst, dass der Stadtrat künftig in die Erarbeitung von Vorschlägen für die Finanzierung des Kohleausstiegs einbezogen werden soll und dass der Stadtrat in Kürze die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans erhalten soll.
Stell dir vor: Wie sich unsere Einstellungen allein durch die Kraft der Vorstellung verändern
Stellt sich Roland Benoit seine Tochter im Aufzug vor, wird im Gehirn sowohl ihre Repräsentation als auch die des Aufzugs aktiv. Wenn beide verknüpft werden, überträgt sich der positive Wert der Person auf den vorher neutralen Ort. Foto: MPI CBS

Foto: MPI CBS

Für alle LeserDie meisten Menschen wissen es nicht. Sie fallen auf Werbebotschaften herein oder laufen wilden politischen Hasardeuren hinterher. Und das bloß, weil ihre Phantasie angefixt wurde, weil ihnen die die Botschaft der Verführer präsentiert wurde wie eine herrliche Erinnerung. Sie rührt ans Herz, an unsere besten Gefühle. Wie das funktioniert, zeigen jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften. Unser Gehirn ist nämlich verführbar.
Am 26. Juni in der Moritzbastei: Fjarill – Schwedischer Folk und mystische Eigenkompositionen
Fjarill. Quelle: Moritzbastei

Quelle: Moritzbastei

„Das Licht ist blau und mystisch, denn auch wenn die Sonne gegen Mitternacht untergeht, wird es nie richtig dunkel. Die Luft ist klar und frisch, es duftet nach Moos, nach Wald und nach Blumen... Butterblumen und wilde Wiesenblumen.“ So beschreibt die Schwedin Aino Löwenmark ihre Heimat Darlarna, Schwedens kulturelles Zentrum.
TV-Aufzeichnung vom 3. – 6. Juni im Neuen Schauspiel: Olafs Klub
Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Das „Neue Schauspiel Leipzig“ begrüßt den Godfather of sächsisch Comedy, Olaf Schubert! Und der grüßt fröhlich zurück – mit seiner neuen Mixed-Show: „Olafs Klub“. Getreu dem Motto: „Humorscharen aller Bundesländer vereinigt euch“ zeigen in jeder Folge 5 handverlesene Comedians, was in ihnen steckt.
Leipzig muss Schulen für 21.000 Schüler mehr bauen oder erweitern
Schulsanierung am Standort Opferweg in Wahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Riesenpaket, das Leipzig da stemmen muss. Und es ist der Hautgrund, warum Leipzig in den nächsten zwei Jahren so viele Kredite aufnehmen will, dass die Landesdirektion regelrecht erschrocken war. Leipzig habe doch gar nicht genug Eigenmittel erwirtschaftet? Aber Schulenbauen ist nun einmal Pflichtaufgabe, wenn in einer Stadt wie Leipzig die Schülerzahlen so deutlich steigen. Am Freitag, 17. Mai, informierte das Amt für Jugend, Familie und Bildung über den neuen Schulentwicklungsplan.
Burkhard Jung erklärt seine Bereitschaft für eine dritte OBM-Kandidatur
Fragestunde an den OBM: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAugenscheinlich haben ihn die jüngeren Beschlüsse des Leipziger Stadtrats ermutigt, doch wieder Lust an der Politik zu finden. Denn danach sah es ja nicht mehr aus, als Oberbürgermeister Burkhard Jung sich vor einem Jahr um den Job des ostdeutschen Sparkassenpräsidenten bewarb. Doch nun macht er gleich zwei Mal deutlich, dass er sich noch ein paar Jahre als OBM der Stadt Leipzig vorstellen kann.
Ökolöwe mahnt: Das darf jetzt kein Verhinderungskonzept werden
Aktion des Ökolöwen im Neuen Rathaus. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserAm Mittwoch, 15. Mai, beschloss der Stadtrat, dass die Verwaltung bis 2020 ein Konzept vorlegen soll, ob und wie Leipzig in den nächsten Jahren das 365-Euro-Jahresticket bei den LVB einführen könnte. Den Antrag gestellt hatten SPD- und Linksfraktion. Auch die Grünen stimmten zu. Und wer genau hinsah, sah auch die „Ja“-Stimme von OBM Burkhard Jung. Und der Ökolöwe setzte gleich nach der Entscheidung noch einen drauf.