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Montag, der 1. Februar 2021: Die Impfung ist das Thema der Stunde

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    Die Engpässe in der Impfstoffproduktion und -belieferung waren heute Thema in einem Online-Impfgipfel: Dafür trafen sich am Montagnachmittag Kanzlerin Merkel, die Ministerpräsidenten der Länder, einige Bundesminister/-innen sowie Vertreter/-innen der EU und Impfstoffhersteller. Mehrere Ministerpräsidenten und auch Verbände wie der Deutsche Städtetag hatten in den vergangenen Tagen mehr Klarheit über die Lieferungen gefordert. Außerdem: Sachsens Schüler/-innen starten in die Winterferien und die Leipziger Tafel bietet jeden Tag unter der Woche ein warmes Mittagessen. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, den 1. Februar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Impfgipfel in Berlin

    Am heutigen Montagnachmittag fanden sich Kanzlerin Merkel sowie die Ministerpräsidenten der Länder, einzelne Bundesminister/-innen sowie Vertreter/-innen der Europäischen Union und der Impfstoffhersteller zum Online-Impfgipfel zusammen, um die aktuelle Situation und die Entwicklung und Erwartungen für die kommenden Monate zu besprechen.Langfristige Planungen seien derzeit schwierig, da die Impfstoffe derzeit 24 Stunden am Tag produziert und direkt ausgeliefert würden, dämpfte Gesundheitsminister Jens Spahn die Erwartungen im Vorfeld zum Gipfel. So berichtete es RP Online.

    Seit Ende letzten Jahres die Impfkampagne in Deutschland gestartet war, gehen die „Piekser“ langsamer voran als zuvor angekündigt. Auch hatten sich Lieferungen der Impfstoffe verzögert, da Produktionsschwierigkeiten aufgetreten waren.

    „Die Kommunikation des Erwartungsmanagements muss anders laufen“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Anschluss des Gipfels in der Pressekonferenz. „Eine ständige Fehleranalyse hilft jetzt nicht.“ Vielmehr müsse man nach vorn schauen und aus Fehlern lernen.

    Man wolle nun „so viel und so schnell wie möglich Impfstoff mit den Partnern akquirieren“, so Söder. „Es gibt aber kaum Garantien, die Unternehmen haben Zusagen gemacht für die Quartale, aber keine Garantien.“

    Kanzlerin Merkel aber konnte versprechen: „Es wird einen Punkt geben, an dem so viel Impfstoff zur Verfügung steht, dass auch Hausärzt/-innen impfen können.“

    Auf die Frage zu möglichen Lockerungen nach dem 14. Februar hielt sie sich bedeckt. „Wir hoffen, bis zum 10.02. mehr Klarheit über die Mutation des Virus‘ zu haben.“ Einer Diskussion könne man jetzt nicht vorgreifen.

    Nur wenige Stunden vor dem heutigen Gipfel kündigte das Mainzer Unternehmen Biontech eine größere Impfstofflieferung für Europa an. Deutschland soll bis zum Frühjahr 14 Millionen Dosen von dem Unternehmen erhalten. Außerdem kündigte der Pharmakonzern Bayer an, künftig ebenso Impfstoff zu produzieren. Dafür kooperiert Bayer mit dem biopharmazeutischen Unternehmen CureVac.

    Mehr Impfstoff als erwartet für Sachsen

    Im Februar sollen im Freistaat insgesamt jeweils rund 157.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech und rund 74.000 Dosen des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung stehen. Damit können etwa 120.000 Menschen eine erste und zweite Impfung erhalten.

    Das Deutsche Rote Kreuz Sachsen fordert Planungssicherheit. So sei man zwar darauf vorbereitet, ca. 13.000 Impfungen am Tag durchzuführen, jedoch bräuchte man für die rasche Umsetzung einen gewissen Planungsvorlauf, so Kai Kranich, der Sprecher des DRK Sachsen, in der LVZ.

    AfD wird in Sachsen zum Verdachtsfall für den Verfassungsschutz

    Laut eines Berichts des MDR sammelten Mitarbeiter/-innen des Landesamts für Verfassungsschutz zwei Jahre lang öffentliche Aussagen, Reden und Zeitungsartikel von sächsischen AfD-Mitgliedern. Inzwischen habe man genug Hinweise darauf gefunden, dass die Partei rechtsextrem sein könnte. Das bedeutet, dass die Partei nun mit nachrichtendienstlichen Mitteln überwacht werden kann.

    Für die Mitglieder der Landtagsfraktion gilt dies nicht, sie sind rechtlich geschützt. Auch die Landesverbände in Thüringen und Sachsen-Anhalt werden vom Verfassungsschutz überwacht.

    Sachsens Schüler/-innen starten in vorgezogene Winterferien

    In die Halbjahresferien ging es heute für rund 491.000 Schüler/-innen in Sachsen. Die eigentliche Pause zwischen den Halbjahren war ursprünglich erst für den 8. Februar angesetzt und sollte bis zum 20. Februar andauern. Nun wurden die Ferien allerdings auf eine Woche verkürzt. Dafür werden die Osterferien für Sachsens Schüler/-innen um eine Woche verlängert.

    Ihre Zeugnisse bekommen die Kinder und Jugendlichen aber erst ab dem 10. Februar. Auch die Bildungsempfehlungen für weiterführende Schulen sollen dann erteilt werden.

    Wie es im Allgemeinen weitergeht in Schulen und KiTas, ist bisher nicht absehbar. Die derzeitigen Schließungen gelten noch bis zum 14. Februar. Ob Schulen und Betreuungseinrichtungen danach wieder geöffnet werden können, hängt stark von den Infektionszahlen ab.

    Erst am 18. Januar waren die Schulen in Sachsen für die Abschlussklassen geöffnet worden. Kurz danach hieß es wieder: Zu Hause bleiben!

    Leipziger Tafel startet KüchenheldInnen-Projekt

    Bei der Leipziger Tafel kann ab dem heutigen Montag Essen to go abgeholt werden. Dafür waren im Vorfeld freiwillige Helfer/-innen gesucht worden, die in der Woche am Herd stehen und frische warme Mahlzeiten für etwa 70 bis 80 Personen zubereiten. Diese können Kund/-innen der Tafel mittags für 2,50 Euro abholen.

    Im Frühjahr, während der ersten Welle, hatte die Tafel das Lieferkonzept „Tafelheld“ ins Leben gerufen, nachdem die Ausgabestellen geschlossen werden mussten. So wurden schwerkranke und behinderte Tafelkund/-innen weiterhin mit Lebensmitteln versorgt.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag legt ein sozial-ökologisches Klimaschutzgesetz für den Freistaat vor. Außerdem zu lesen: Leiharbeiter, marginal Beschäftigte und Soloselbstständige waren die ersten Opfer der Coronakrise.

    Was heute außerdem wichtig war: Die Zahl der Corona-Fälle in Leipzig liegt nun bei insgesamt 14.007 Fällen. Seit dem 29. Januar infizierten sich somit 160 Personen neu an dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner/-innen innerhalb von sieben Tagen, sank um 19,7 auf 85,2. Insgesamt 295 Menschen sind in Leipzig bisher an dem Virus verstorben.

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