Dirk Hilbert wurde in Dresden als Oberbürgermeister wiedergewählt. Knapp hinter ihm erreichte Eva Jähnigen (Grüne) Platz zwei. Thomas Grünewald, Chef der Impfkommission des Freistaats (SIKO), erklärt derweil, dass es in Sachsen 800 Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen bei der Corona-Impfung gebe. Dies sei aber unbedenklich. Außerdem: Rund 350 Amazon-Beschäftigte haben am Standort Leipzig die Arbeit niedergelegt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 11. Juli 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Hilbert in Dresden wiedergewählt

Die Stimmen bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden sind gezählt: Der bisherige Amtsinhaber Dirk Hilbert wurde wiedergewählt. Nach Angaben des städtischen Wahlbüros erreichte Hilbert 45,3 Prozent der Stimmen. Hilbert ist zwar FDP-Mitglied, trat aber nicht für die Partei an, sondern ließ sich von dem Bündnis Unabhängige Bürger für Dresden aufstellen. Mit der Wiederwahl bleibt er weitere sieben Jahre Oberbürgermeister.

Dicht hinter Hilbert reihte sich die Grünen-Kandidatin Eva Jähnigen als Zweitplatzierte ein. Sie erreichte 38,3 Prozent und will nach ihrer Wahlniederlage weiterhin Umweltbürgermeisterin in Dresden bleiben. AfD-Kandidat Maximilian Krah erreichte im zweiten Wahlgang lediglich 12,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 40 Prozent.

Kaum Impfschäden nachweisbar in Sachsen

Laut dem Sächsischem Sozialministerium gibt es seit Beginn der Corona-Impfungen etwa 800 Verdachtsfälle auf Nebenwirkungen nach der Impfung. Thomas Grünewald, Chef der Impfkommission des Freistaats (SIKO), sagte bei MDR Sachsen jedoch, man müsse die Verdachtsfälle von tatsächlichen und bestätigten Impfreaktionen abgrenzen. Es bestehe kein Anlass zur Beunruhigung.

Die Impfkommission und die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) gingen jedem Verdachtsfall nach. Die meisten Meldungen stellten sich jedoch als normale Reaktionen des Immunsystems heraus oder hatten nichts mit der Impfung zu tun.

So sei zum Beispiel auch ein Fall untersucht worden, in dem bei einer Frau eine Woche nach der Impfung Brustkrebs diagnostiziert worden war. Dabei sei es relativ eindeutig, dass hier kein Zusammenhang bestehe, so Grünewald. Dennoch müssen auch diese Fälle aufgenommen werden.

Auch die gemeldeten 50 Todesfälle nach einer Corona-Impfung würden untersucht. Bislang sei nach den Obduktionen bei keinem der Betroffenen ein Zusammenhang mit der Impfung nachweisbar gewesen.

Amazon-Mitarbeiter/-innen streiken bis Samstag

An mehreren deutschen Amazon-Standorten streiken Beschäftigte seit der Nachtschicht Sonntagabend. Kurz vor der Amazon-Rabatt-Aktion „Prime Day“ hatte Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Der Streikaufruf gilt für insgesamt sieben Verteilzentren in Graben bei Augsburg, Leipzig, Koblenz, Rheinberg, Werne und an zwei Standorten in Bad Hersfeld, wobei sich in Leipzig bis zu 350 Beschäftigte beteiligten. Gewerkschaftssekretär Ronny Streich sagte, der Ausstand solle bis Samstag, 16. Juli, andauern.

Verdi zufolge erhalten Beschäftigte derzeit einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. Das tatsächliche Einkommen sinke aber durch den Verzicht auf Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld und längere Arbeitszeiten und liege somit deutlich unter denen von Kolleg/-innen in vergleichbaren Unternehmen.

Dynamo Dresden muss 300.000 Euro Strafe zahlen

Worüber die LZ heute berichtet hat: über die ausgetrocknete Parthe im Landkreis Leipzig, über eine Fahrradgarage am Hauptbahnhof, über Leipziger Kinder und Jugendliche in Hartz IV und über die sächsische 1.000-Meter-Abstandsregel zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten.

Was außerdem wichtig war: SG Dynamo Dresden muss 300.000 Euro Strafe zahlen. Das hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes heute entschieden, berichtet MDR Sachsen. Grund ist das unsportliche Verhalten von Dynamo-Fans bei drei Spielen im vergangenen Frühjahr.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar