RB Leipzig ist frustriert: Am 23. Spieltag konnten die Messestädter eine verdiente Führung gegen Dortmund auch aufgrund eigener Fehler nicht halten und gingen am Samstag doch nur mit einem Unentschieden vom Platz. Und: Der Stuttgarter CDU-Parteitag stärkte Bundeskanzler Friedrich Merz zumindest vorerst den Rücken. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 21. und 22. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Remis: RB Leipzig kann Vorsprung gegen Dortmund nicht halten
Mit einem finalen 2:2 endete am Samstag, dem 21. Februar, die Bundesliga-Begegnung zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. In der Red Bull Arena erlebten die Zuschauer, wie es den Leipziger Gastgebern nicht gelang, eine souveräne Führung aus der ersten Halbzeit bis zum Schluss zu verteidigen: Zwar hatte Christoph Baumgartner die dominierenden Messestädter in den Minuten 20 und 39 zunächst mit zwei Treffern nach vorn katapultiert.
Dann aber war es ein Eigentor von Romulo (50.), was die Gäste wieder aufschließen ließ. In der Nachspielzeit setzte Fábio Silva dann zugunsten der Dortmunder noch einen drauf (90.+5) und erzielte den Ausgleich. Das Remis hat zumindest die sechsmalige Siegesserie des BVB beendet, beschert ihm jetzt aber wohl doch etwas Rückenwind für die Partie gegen Bayern München am kommenden Samstag.
In der Tabellenwertung bleibt Leipzig mit 41 Punkten derzeit auf Platz 5 – und intern herrscht Frust darüber, eine verdiente Führung nicht erfolgreich durchgebracht zu haben.
Wiederwahl, viel Harmonie und ausgebremste Jugend: CDU-Parteitag in Stuttgart stärkt Merz vorerst
Nur leises Rumoren, vordergründige Harmonie und eine souveräne Wiederwahl: Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) dürfte durchaus gestärkt aus dem Parteitag hervorgehen, der am Freitag und Samstag in Stuttgart stattfand. Bereits am ersten Tag war Merz mit 91,17 Prozent der gültigen Stimmen erneut zum Parteivorsitzenden bestimmt worden, bei der ersten Wiederwahl 2024 waren es sogar etwas weniger gewesen (89,8 Prozent).
Zur zentralen Agenda des Parteitags zählte ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige, dessen Umsetzung bald konkret werden kann, wird es doch im Bund auch vom Koalitionspartner SPD mitgetragen. Kontroversen gab es dagegen um Rentenpläne der Parteijugend, deren Ideen Stuttgart aber erst einmal ausbremste.
Offenbar setzt die CDU gerade vor den kommenden Landtagswahlen alles auf demonstrative Geschlossenheit und Tatkraft. Doch es dürfte klar sein, dass der Kanzler, der an diesem Dienstag nach China aufbricht, sich damit nur etwas Zeit erkauft hat und die Regierung bald liefern muss.
Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:
Biotopverbundkonzept kommt in den Stadtrat: Leipzigs Umweltverbände werben für die Zustimmung
Attacke auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Teil 3: Was jetzt tatsächlich geschehen müsste
München 38: Wie die Welt (beinahe) lernte, dass man mit Faschisten nicht verhandeln kann
Prävention und Repression: Grüne und CDU uneins im Kampf gegen Kinderkriminalität
Erneuter Streik bei den LVB wahrscheinlich: Die Fronten sind verhärtet
Mehr Zivilcourage für Leipzig: Erich-Zeigner-Haus wiedereröffnet
Für mehr bezahlbares Wohnen in Leipzig: Stadt will das Konzeptverfahren neu aufstellen
Leipzig: Diverse Veranstaltungen zum vierten Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine geplant
Was sonst noch wichtig war:
In einem Paunsdorfer Wohnblock löschten Einsatzkräfte am frühen Sonntagmorgen ein Feuer, da Unbekannte offenbar einen Kinderwagen angezündet hatten, so das Portal TAG24. Verletzt wurde niemand. Zudem gab es Samstagabend laut Polizeidirektion auch einen Fahrzeugbrand am Hauptbahnhof. Am Sonntagnachmittag stießen dann ein Pkw und eine Tram in Lindenau zusammen – auch hier blieb es offenbar beim Sachschaden.
Abschied von einer Ära der (Technik)Geschichte: Der für seine Neigetechnik bekannte ICE 415 absolvierte seine letzte Tour durch Mitteldeutschland mit Halt auch in Leipzig.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) will arbeitswilligen Asylbewerbern einen schnelleren Zugang zu Jobs ermöglichen.
Deutschland verbucht Erfolge auf der Berlinale, ein Eklat im Zusammenhang mit Israel und Gaza blieb aber nicht aus.
Die 25. Olympischen Winterspiele enden am Sonntag.
Sicherheitskräfte erschossen nach eigener Aussage eine Person im Sicherheitsbereich des Privatanwesens von US-Präsident Donald Trump in Florida, der Hausherr (79) war aber gerade nicht vor Ort.
Kalenderblatt: Vor 83 Jahren werden erste Mitglieder der „Weißen Rose“ abgeurteilt und geköpft
Nur Stunden nach ihrer Verurteilung durch den berüchtigten NS-Richter Roland Freisler am sogenannten „Volksgerichtshof“ werden die Geschwister Hans (24) und Sophie Scholl (21) am 22. Februar 1943 um 17:00 Uhr in München-Stadelheim unter dem Fallbeil hingerichtet. Mit ihnen stirbt auch Freund und Mitstreiter Christoph Probst (23), ein junger Familienvater.
Das Trio gehört zur studentischen Widerstandsgruppierung „Weiße Rose“, die mit Flugblättern seit 1942 auf die Grausamkeit des Kriegs, Leid und Massenmord hinweist, den Sturz des NS-Regimes fordert.
Bei einer Verteilaktion am 18. Februar 1943 an der Münchner Universität wird das Geschwisterpaar, das sich in seiner Jugend noch für den Nationalsozialismus begeistert hatte, vom Hausmeister Jakob Schmid beobachtet und an die Gestapo verraten. Unter anderem wegen „Wehrkraftzersetzung“ folgen Todesurteile, Gnadengesuche lehnt die NS-Justiz eilig ab.
Nach neuerlichen Schauprozessen richtet Hitlers Regime bis Anfang 1945 weitere Mitglieder der „Weißen Rose“ hin. Einige Helfer und Mitwisser kommen mit Haftstrafen davon oder entgehen anderweitig dem Tod, überleben das Ende von Krieg und Diktatur. So können sie der Nachwelt von Mut und Zivilcourage in unmenschlicher Zeit berichten.
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