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Mit Kunst helfen: Verkauf des „Connewitzer Kunstkalender“ soll bedrohten Kulturprojekten zugute kommen

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    Corona verändert vieles. Es bringt auch viele Menschen dazu, sich Wege auszudenken, wie man mit der Lage umgehen kann und denen helfen kann, die die Auflagen besonders hart treffen. So entstand auch die Idee eines „Connewitzer Kunstkalenders“. Ausgedacht hat ihn sich Carrin Bierbaum, selbst Malerin, die ein kleines Atelier in der Meusdorfer Straße 55 hat. Im Schaufenster sieht man dort schon seit fünf Jahren, dass hier Kunst gemacht wird.

    Und zwar von verschiedensten Künstlern in wechselnden Schaufensterausstellungen. „Das erste unabhängige ,Connewitzer Schaufenster‘ ist ein loser Zusammenschluss, aber ein wunderbares und vernetztes System von Künstlern und Künstlerinnen, welches es seit der Eröffnung des Ateliers 2015 in der Meusdorfer Str. 55 gibt“, erzählt die Künstlerin.

    Vorher war hier das „Umzugsunternehmen Petzold“ Mieter. Seit 2015 finden regelmäßige, kostenlose Schaufensterausstellungen, im zweimonatigen Rhythmus statt.

    Die Mitwirkenden beim Projekt „Connewitzer Kunstkalender“ kommen aus verschiedenen Stadtvierteln, haben aber alle eines gemeinsam und entweder schon im „Connewitzer Schaufenster“ ausgestellt oder werden das noch tun, so Carrin Bierbaum.

    „Außerdem treffen sich viele Kreative in den sozialen Netzwerken, in Ausstellungen, in den unterschiedlichsten Medien, arbeiten an Projekten, sind bekannt oder befreundet und begleiten sich so ein Stück des Weges … Das Atelier selbst ist kein Treffpunkt und wir haben auch noch keine öffentlichen Veranstaltungen miteinander durchgeführt.“

    Aber Kunst kann auch in schweren Zeiten helfen. Da lag der Gedanke, vielleicht doch ein hilfreiches Projekt auf die Beine stellen zu können, gar nicht so fern.

    „In dieser für alle sehr schwierigen Zeit haben nicht wenige Angst um ihre Existenz und sehen sich finanziell sowie wirtschaftlich nicht mehr in der Lage, Monat um Monat die Ausgaben zu stemmen, die ihnen durch das Absagen von Veranstaltungen, Kursen, Verkaufserlösen u. a. weggebrochen sind oder das noch tun werden in naher Zukunft“, erzählt Carrin Bierbaum über die Entstehung der Idee zum „Connewitzer Kunstkalender“.

    „Die Lage auf der Straße, z. B. in Cafés, Kneipen, Restaurants, im Hostel, um nur einige zu nennen, ist dramatisch und wenn im Dezember kein Wunder geschieht, werden wir unsere schöne und gewachsene Kunst und Kulturlandschaft hernach nicht mehr wiedererkennen, unsere Lebensqualität wird sich eindeutig schmälern, denn wohin das Auge sieht und das Ohr hört, überall und in aller Munde wird das Wort ,Schließungen‘ genannt, es herrscht der absolute Ausnahmezustand … Existenznöte machen sich breit, da auch nicht alle Beteiligten die nötige finanzielle Hilfe und Unterstützung bekommen.“

    „Ich denke, das ist jedoch mein persönliches Fazit, die Künstlerinnen und Künstler, werden auch in dieser speziellen Krise Möglichkeiten finden, um weiterhin aktiv kreativ zu bleiben und können auch in dieser für sie bedrohlichen Lage aus ihrem Pool schöpfen, sich bedienen, erschaffen …“, betont Carrin Bierbaum. „Denn sie haben einen freien Geist, einen starken Willen, ihre Erfahrungen, Wünsche, Träume, ihre Erlebnisse …“.

    Anfangs war angedacht, einen Kalender mit 12 Kalenderblättern von 12 Künstlern zu machen und 12 Vereine damit zu unterstützen.

    „Realistisch betrachtet und je nach dem, wie viel Geld hereinkommt, werden es wohl eher ein oder zwei Vereine werden, wo das Geld zum Schluss hinfließt“, erzählt die Künstlerin. Möglichst in Connewitz direkt vor Ort.

    Den Kalender findet man online unter www.connewitzer.de und dort kommt man automatisch auf die Bestellseite und kann den Kalender für 20 Euro pro Stück erwerben.

    Und wer online schon einmal durchblättert, merkt bald, dass auch Connewitzer Ereignisse in künstlerischer Umsetzung darin zu finden sind. Also ein in mehreren Dimensionen Connewitzer Kalender.

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