naTo startet Veranstaltungsreihe zu den „Enden der Arbeit“

Für alle LeserDie Arbeit wird uns zwar nicht ausgehen. Aber sie wird sich verändern. Sie hat sich auch schon verändert. Aber für viele Menschen eben nicht durch die Segnungen der Digitalisierung, sondern durch eine Politik der Entwertung menschlicher Arbeitskraft. Prekarisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit, bedingungsloses Grundeinkommen, Arbeitszeitverkürzungen, Sabbatjahr und Wertewandel: All das sind Stichworte aktueller gesellschaftlicher Debatten. Und in der naTo wird ab dem 22. August darüber diskutiert.

Dann startet die Veranstaltungsreihe „Die Enden der Arbeit“, die arbeitsgesellschaftliche Debatten aufgreifen und weiterspinnen will. Startpunkt der Reihe ist ein offener Gesprächskreis am 22. August im naTo-Lokal.

Mit dem soziokulturellen Projekt „Die Enden der Arbeit“, gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsens und das Kulturamt der Stadt Leipzig, möchte die naTo aktuelle Debatten über die Zukunft der (Arbeits-)Gesellschaft aufnehmen und weiterführen. Im August startet die Veranstaltungsreihe mit einem monatlich stattfindenden, offenen Diskussionskreis am 22. August und einem Vortrag von Nassima Sahraoui am 29. August. Anfang September schließt sich ein Vortrag Konrad Paul Liessmanns an; bis zum Ende des Jahres folgen weitere Veranstaltungen.

Für zahlreiche Arbeitnehmer/-innen rückt die Balance zwischen beruflicher und privater Selbstverwirklichung zusehends in den Vordergrund. Gleichzeitig hat sich die Arbeit selbst gewandelt. Viele Bereiche wurden digitalisiert oder automatisiert und erfordern eine entsprechende Anpassung. Jene Tendenzen möchte „Die Enden der Arbeit“ in den Blick nehmen, auf Vergangenes rückbeziehen und so die Geschichte vom Ende der Arbeit nachzeichnen. Erzählt wird diese interdisziplinär und genreübergreifend in einem monatlich stattfindenden Gesprächskreis – erstmals am 22. August im Lokal der naTo – in Filmworkshops, einem Theaterstück, Diskussionen und Vorträgen.

Am 29. August etwa widmet sich die Philosophin, Politische Theoretikerin und Komparatistin Nassima Sahraoui den großen Müßiggängern der Literatur; Konrad Paul Liessmann wiederum begegnet in seinem Vortrag am 2. September der, seiner Meinung nach unbegründeten, Angst, es könne dem Menschen aufgrund technischer Fortschritte an Arbeit mangeln. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Die Termine:

Montag, 22. August, 18 Uhr, Diskussion: „Wie hältst du es mit dem Grundeinkommen?“ (im Lokal), die naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig), Eintritt: frei.

Donnerstag, 29. August, 19 Uhr: „Eine melancholische Revolte: Nichtstun in der Literatur, politisch gelesen“, Nassima Sahraoui, die naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig), Eintritt: frei.

Montag, 2. September, 19 Uhr: „Zwischen Nichtstun und Müßiggang: Über das Leben nach dem Ende der Arbeit“, Konrad Paul Liessmann, die naTo (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig), Eintritt: frei.

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