Fünfter Teil der geretteten Lesungen und zwei, die trotzdem abgesagt werden

Für alle LeserDie Absage der Leipziger Buchmesse, so richtig und verständlich sie ist, hat hat auch die Buchkinder sehr getroffen. Aber sie haben sich schnell entschlossen, nicht klein beizugeben, und ihre eigene „Mini-Buchmesse“ zu veranstalten. Die Runde Ecke lädt gleich zu mehreren Lesungen ein, aber zwei schon gesicherte Lesungen fallen nun doch aus. Die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden.
Anzeige

„Mini-Buchmesse“: Leipziger Buchkinder reagieren kreativ auf Buchmesse-Absage

Die Leipziger Buchkinder veranstalten in der Buchmesse-Woche ihre eigene „Mini-Buchmesse“. Natürlich online. Auf einer speziellen Website werden die 30 Neuerscheinungen der jungen Autor_innen vorgestellt, die man bei Gefallen im Online-Shop www.buchkinderladen.de erwerben kann. In der Buchkinder-Werkstatt Alte Post in Lindenau finden außerdem Lesungen statt, von denen einige als Video oder Podcast auf der Website zu erleben sind.

Mit der „Mini-Buchmesse“ reagiert der Verein auf die Absage der Leipziger Buchmesse. „Sie ist jedes Jahr für unsere jungen Autor_innen ein sehr emotionaler Höhepunkt. Sie haben mit Feuereifer an ihren neuen Büchern gearbeitet und werden jetzt um den wunderbarsten Lohn – den Applaus und die öffentliche Wertschätzung – gebracht“, sagt Buchkinder-Geschäftsführerin Birgit Schulze Wehninck. Gleichzeitig sei die Messe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Ort für wichtige Kontakte zu politischen und kulturellen Entscheidungsträgern.

Dies Jahr leider nicht: Messestand der Buchkinder. Foto: Buchkinder Leipzig e.V.

Dies Jahr leider nicht: Messestand der Buchkinder. Foto: Buchkinder Leipzig e.V.

Zwei Termine in der Öffentlichkeit gibt es auch:

Die Veranstaltung „Leipziger Büchermenschen stellen sich vor“ am Samstag, 14. März, 12 Uhr, bei Hugendubel (Petersstraße 12-14), auf der die Buchkinder-Verantwortlichen über die aktuelle Vereinsarbeit informieren.

Und am Freitag, 13. März, 19 Uhr findet das geplante Konzert „Buchkindertexte werden zu Musik“ in der HMT (Hochschule für Musik und Theater), Kammermusiksaal Grassistraße 8 planmäßig statt. Lauscht drei SängerInnen und einem Pianisten, welche die von Buchkindern geschriebenen und im Rahmen des Workshops ‚Musikerfinder‘ am Forum Thomanum von Kindern zu Kompositionen verwandelten Texte zum Klingen bringen.

Buchpremiere: Leipziger Beiträge zur Wagner-Forschung Band 8 „Wagners Werk und Wirkung im Deutschen Kaiserreich“

Der Richard-Wagner-Verband Leipzig lädt am heutigen Donerstag, 12. März, zur Buchvorstellung in das Wagner-Foyer der Oper Leipzig ein.

Donnerstag, 12. März, 19 Uhr: „Wagners Werk und Wirkung im Deutschen Kaiserreich“, Leipziger Beiträge zur Wagner-Forschung, Band 8, mit Peter Uhrbach, Ursula Oehme. Am Klavier: Max Mostojevski . Lesungsort: Oper Leipzig „Wagner-Foyer“ (Augustusplatz 12). Der Eintritt ist frei.

Der Richard-Wagner-Verband lädt, trotz abgesagter Leipziger Buchmesse, zur Buchpremiere in die Oper Leipzig ein. Der Verband stellt, im Rahmen seiner gemeinsam mit dem Sax-Verlag realisierten Reihe „Leipziger Beiträge zur Wagner-Forschung“, die neueste Publikation vor: Band 8 mit dem Titel „Wagners Werk und Wirkung im Deutschen Kaiserreich“.

Autor Peter Urbach setzt damit seine bereits mit Band 7 begonnene akribische Forschungsarbeit fort, mit der er anhand von Presseberichten aus den Jahren 1883 bis 1918 einen spannenden, authentischen und vielseitigen Einblick in Ereignisse und Anschauungen im Hinblick auf Richard Wagners Werk und Wirkung gibt. Musik gibt es an solch einem Abend natürlich auch: mit Max Mostovetski, preisgekrönter Schüler der Musikschule Leipzig, am Klavier.

„Leipzig liest“ dennoch – in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Die Veranstaltungen, die die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in ihren Räumen in der Stadt Leipzig anlässlich der diesjährigen Leipziger Buchmesse organisiert hat, finden weitgehend statt, auch wenn die Buchmesse und die auf dem Messegelände geplanten Veranstaltungen aufgrund des Corona-Virus leider ausfallen.

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ lädt vom 12. bis 15. März wie in jedem Jahr zu einem vielfältigen Programm ein, das sich mit der SED-Diktatur und deren Aufarbeitung sowie den Auswirkungen bis heute beschäftigt. Nach einigen Absagen finden insgesamt 15 Lesungen und Buchpräsentationen statt, die mit Zeitzeugengesprächen, Podiumsdiskussionen, Kurzfilmen oder Musik kombiniert sind. Der Eintritt ist jeweils frei.

Insgesamt präsentiert die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in diesem Jahr 15 Lesungen im ehemaligen Stasi-Kinosaal. Mehrere Veranstaltungen befassen sich mit beispielhaften Biographien von ehemaligen inoffiziellen Mitarbeitern (IM) der Staatssicherheit, darunter ein Pfarrer (Sa. 14.00 Uhr ), ein Schauspieler (Sa. 16.00 Uhr) und eine Schriftstellerin (Sa. 18.00). Neben Fach- und Sachbüchern zu aktuellen Forschungsfeldern (Fr., 12.00 Uhr und 18.00 Uhr) werden auch Romane und Gedichtbände vorgestellt: Am Freitag um 20.00 Uhr liest die Schauspielerin Steffi Böttger aus Ralph Grünebergers Roman „Herbstjahr“.

Und am Samstag um 20.00 Uhr trägt der Schriftsteller Gerhard Bause Gedichte aus seinem Werk „Ohne Ruhe rollt das Meer“ vor, musikalisch begleitet von Stephan Krawczyk, der die neue CD „ÜberWunden“ präsentiert, auf der er 12 Gedichte von Gerhard Bause vertont hat. Ebenfalls musikalisch umrahmt ist „Die Anhörung“ (Sa., 12.00 Uhr) von Jürgen Haase und Karl-Heinz Bomberg, in der ein Interview mit dem inzwischen verstorbenen Stasi-Spitzel Wolfgang Schnur vorgestellt wird und ein ehemaliger Häftling und Mandant von Schnur seine Erfahrungen schildert.

Abschließend laden wir mit der Matinee Lesung von Ines Geipel „Umkämpfe Zone“ am Sonntag um 11.00 Uhr zu einer Diskussionsrunde: Was haben Pegida, AfD und Rechtsextremismus in Ostdeutschland mit den Erfahrungen der SED-Diktatur und fehlender Aufarbeitung zu tun?

Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei.

Die gesamte Veranstaltungsreihe entstand in Zusammenarbeit mit Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Stasi-Unterlagenarchiv, Forschungseinrichtungen, Opferverbänden, Gedenkstätten sowie Verlagen und findet mit finanzieller Förderung des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt.

Alle Veranstaltungen am Donnerstag, 12. März, im Überblick:

16 Uhr Buchvorsellung mit Harald Bretschneider, Bernd Oettinghaus (Hrsg.) „Das Wunder der Freiheit und Einheit – Zeitzeugen der Friedlichen Revolution.“ Über 50 Zeitzeugen berichten vom Ende der SED-Diktatur und dem schwierigen Aufbau einer demokratischen Gesellschaft im wiedervereinigten Deutschland. Moderation: Tobias Hollitzer (Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“)

18 Uhr Buchvorstellung mit Almut Ilsen / Ruth Leiserowitz (Hg.) „Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin.“ Ab 1982 unterwarf die SED-Führung im Ernstfall auch Frauen der Wehrpflicht. Dagegen formierte sich eine Oppositionsgruppe, die bis 1989 für Veränderung kämpften. Moderation: Jens Schöne (Stellv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

20 Uhr Lesung mit Peter Richter „Im Loktender in die Freiheit“. Zwei junge Männer fliehen 1962 verborgen im 14°C kalten Wasser des Tenders einer Dampflok vom Vogtland nach Hof. Moderation: Reinhard Bohse (Bürgerkomitee Leipzig e.V.)

Alle Veranstaltungen am Freitag, 13. März, im Überblick:

12 Uhr Buchpremiere mit Steffi Lehmann „Jugendpolitik in der DDR. Anspruch und Auswirkung.“ Jugend zwischen SED-Erziehungsdiktatur und selbstgeschaffenen Freiräumen bis hin zu Opposition. Moderation: Eckhard Jesse (Politikwissenschaftler)

Ort: Museum in der „Runden Ecke“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal

14 Uhr Buchvorstellung mit Werner Krätschell „Die Macht der Kerzen. Erinnerungen an die Friedliche Revolution.“ Ein Berliner Pfarrer inmitten von oppositionellem Widerstand und demokratischem Aufbau in der Umbruchszeit 1989/90. Moderation: Gerhard Sälter (Stiftung Berliner Mauer).

14 Uhr Führung: Stadtrundgang: „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Stadtrundgang zu den Brennpunkten des Jahres 1989. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

15 Uhr Führung: Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Die Ausstellung informiert am originalen Ort über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des MfS. Treffpunkt: Museum in der „Runden Ecke“, Eingang

16 Uhr Führung: „Stasi – Intern“. Führung an originale Schauplätze der ehemaligen Stasi-Zentrale, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Treffpunkt: Museum in der „Runden Ecke“, Eingang

18 Uhr Buchpräsentation mit Arno Polzin, Ralf Blum, Uwe Hartmann „Auf der Suche nach Kulturgutverlusten. Ein Spezialinventar zu den Stasi-Unterlagen“. Im Auftrag der SED beschlagnahmte die Stasi Kunst und Kulturgüter um im Westen Devisen zu erwirtschaften.

20 Uhr Buchvorstellung mit Ralph Grüneberger (Autor), Steffi Böttger (Lesung) „Herbstjahr. Roman über das letzte Jahr der DDR“.

Drei junge Menschen erleben die Friedliche Revolution in Leipzig, einer als Sohn eines SED-Funktionärs. Aus Anlass des 30. Jahrestages des Mauerfalls und der Friedlichen Revolution beleuchtet Ralph Grüneberger diese Zeit politischen Wandels in seinem Roman „Herbstjahr“.

Alle Veranstaltungen am Samstag, 14. März, im Überblick:

12 Uhr: Musikalische Lesung mit Dr. Jürgen Haase, Karl-Heinz Bomberg (Musik) „Die Anhörung“. Wolfgang Schnurs Doppelleben als Stasi-Spitzel und Anwalt politisch Verfolgter. Ein Interview und Musik eines politischen Häftlings.

14 Uhr Buchpräsentation mit Marianne Subklew-Jeutner „Schattenspiel. Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi“. Es gab nur einen einzigen Gefängnisseelsorger in der DDR und der arbeitete als IM „Roland“ für die Stasi. Moderation: Rainer Potratz (Referent für Historische Forschung, Gedenkstätten und Öffentlichkeitsarbeit bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur)

14 Uhr Führung: Stadtrundgang: „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“. Stadtrundgang zu den Brennpunkten des Jahres 1989. Treffpunkt: Hauptportal Nikolaikirche.

15 Uhr Führung: Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Die Ausstellung informiert am originalen Ort über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des MfS. Treffpunkt: Museum in der „Runden Ecke“, Eingang

16 Uhr Buchpräsentation mit Petra Riemann „Die Stasi, der König und der Zimmermann“. Eine Tochter, die versucht die Stasi-Tätigkeit ihres berühmten Vaters, des DDR-Schauspielers Lutz Riemann aufzuarbeiten. Moderation: Torsten Sasse

18 Uhr Buchvorstellung mit Albrecht Franke „Christa Johannsen – Ein erfundenes Leben“. Eine engagierte Schriftstellerin in der SED-Diktatur zwischen Anpassen, Verbergen und Aufmucken. Moderation: Reinhard Bohse (Bürgerkomitee Leipzig e.V.).

20 Uhr Lesung und Konzert mit Gerhard Bause, Stephan Krawczyk „Ohne Ruhe rollte das Meer“ und CD „ÜberWunden“. Erinnerungen und Gedichte aus politischer Haft vertont und vorgetragen von Stephan Krawczyk. Die Gedichte zeigen in beeindruckenden Bildern, die Zersetzung, den psychischen und physischen Terror, dem die Inhaftierten ausgesetzt waren, aber auch die nicht enden wollenden Schuldgefühle des Autors über die Mitinhaftierung seiner Frau.

Und am Sonntag, 15. März:

11 Uhr Matinée-Lesung mit Ines Geipel „Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass.“ Was Pegida, AfD und Rechtsextremismus in Ostdeutschland mit den Erfahrungen der SED-Diktatur und fehlender Aufarbeitung zu tun hat.

Spione im Zentrum der Macht: Heribert Schwan liest in Torgau

Lesung mit Heribert Schwan am Samstag, 14. März, 16.30 Uhr im Dokumentations- und Informationszentrum DIZ Torgau (Schloss Hartenfels, Flügel B, Schlossstraße 27, 04860 Torgau). Eintritt ist frei

„Spione im Zentrum der Macht“: Günter Guillaume war ganz nah dran an Willi Brandt. Als der DDR-Agent enttarnt wurde, trat der Kanzler zurück – es war die größte Spionageaffäre der deutschen Geschichte. Doch Guillaume war nur die Spitze des Eisbergs, es gab Tausende Stasi-Spitzel, die aus dem „Operationsgebiet“ BRD berichteten.

Über Jahre hinweg streuten sie aktiv Fehlinformationen, um die BRD-Regierungen und führende Persönlichkeiten zu diffamieren. Heribert Schwan hat über 80.000 Seiten Stasi-Akten gesichtet, um die Ausmaße der DDR-Spionage im Westen nachzuvollziehen. Er gibt Einblick in die Strategien, Pläne und Tricks der selbsternannten „Kundschafter des Friedens“ und zeigt auf, wie das Agentennetz funktionierte.

Heribert Schwan, Dr. phil., geboren 1944, war Redakteur beim Deutschlandfunk und beim WDR-Fernsehen, u.a. verantwortlich für die Kulturfeatures im ARD-Programm. Für seine Dokumentationen erhielt er zahlreiche nationale und internationale Preise.

Heribert Schwan verfasste für Helmut Kohl drei Bände von dessen Memoiren und ist Autor vieler anderer Bücher; darunter einige Bestseller. Zuletzt erschien von ihm »Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle« (zusammen mit Tilman Jens). Sein aktuelles Buch ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit der Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit.

Sebastian Fitzek liest in Leipzig

Die Benefizlesung des Beststeller-Autors Sebastian Fitzek zugunsten des Kinderhilfswerks terre des hommes am 12. März in Leipzig findet statt. Veranstaltungsort ist am Donnerstag, 12. März, ab 18.30 Uhr das Leipziger Central Kabarett, König-Albers-Haus, Markt 9.

Veranstalter der Lesung ist terre des hommes.

Frauen im Kostüm im Schlösschen

Prosalesung am Freitag, 13. März, um 18 Uhr im Festsaal (OG) des Gohliser Schlösschens: Jutta Pillat: „Frauen im Kostüm“ – Zwei Erzählungen von weiblichem Erleben – ältere und jüngere, lebenserfahrene und aktive Frauen tauchen auf. Alles ist möglich. Die Texte werden musikalisch begleitet. Eintritt frei, Spenden gern.

Krimi in der art Kapella

Am Samstag, 14. März, um 15 Uhr findet in der art Kapella Schkeuditz eine Krimi-Lesung unter dem Motto „Schkeuditz liest doch“ statt. Henner Kotte liest aus seinem Krimi „Unter Mord und Totschlag“. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Aktuelle Ausstellung in der art Kapella Schkeuditz: „Lichtspuren“. Anita Wolff & Maria Vittoria di Montegnacco, Ausstellung mit Aquarellen, Ausstellungszeitraum: 8. März bis 19. April 2020.

Lesung in der Volkshochschule Leipzig: „Irans Zukunft ist weiblich“

„Die heimliche Freiheit: Eine Reise zu Irans starken Frauen“ – zur Lesung mit Autorin Ulrike Keding lädt die Volkshochschule am Freitag, 13. März, von 18 bis 19:30 Uhr, in die Löhrstraße 3 – 7 ein.

Für ihre Gäste aus dem Ausland rollen die Iraner den roten Teppich aus. Ulrike Kedings Buch ist ein Plädoyer für die Fremdenfreundlichkeit. Mit großer Offenheit wird die Autorin bei Iranerinnen und ihren Familien zu Hause willkommen geheißen. Sie wohnt bei erfolgreichen Großstädterinnen, Kurdinnen, Nomadinnen und im Wüstenclan. Die Autorin macht sich auf die Suche nach dem „anderen Iran“, abseits der männlich geprägten Staatsdoktrin. Sie räumt auf mit dem gängigen Klischee der Muslimin mit Kopftuch am Kochtopf.

Im Gegenteil: Die Frauen, die die Reporterin in ihr Vertrauen ziehen, sind selbstbewusst, modern und westlich orientiert. Sie sind die Rebellinnen im islamischen Staat. Eins ist ihnen gemeinsam: ihr Traum von Europa. Der faszinierende Blick der Autorin in eine verborgene Welt macht deutlich, dass wir Iran und seine Menschen nicht aufgeben dürfen.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei.

***

Und diese Lesungen fallen nun trotzdem aus

Die besonderen Umstände der Corona-Krise machen es leider unumgänglich: Das Gesundheitsamt in Sachsen empfiehlt nun auch bei kleineren Veranstaltungen genau zu prüfen, ob sie zwingend notwendig sind. „Um unserer Verantwortung für uns alle gerecht zu werden, haben wir uns schweren Herzens entschieden, die Buchpremiere mit Michael Kraske zu seinem Buch ‚Der Riss‘ nun doch ausfallen zu lassen“, teilt der Ullstein Verlag mit. Sie hätte am Freitag, 13. März, 21 Uhr im Horns Erben stattgefunden.

Und auch die tschechische Veranstaltung „Geschmuggelte Blumen im Doppelpack“ im Café Kowalski am 14. März muss nun doch abgesagt werden. Die Diskussion mit Viktorie Hanišová, Marek Šindelka, Kateřina Tučková und Marek Toman (Moderation Mirko Schwanitz) hätte sonst um 20 Uhr stattgefunden.

Lauter gerettete Lesungen aus dem Leseprogramm der Buchmesse 2020

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 24. Januar 2020): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen. Doch eben das ist unser Ziel.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen (zur Abonnentenseite).

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Aufrechterhaltung und den Ausbau unserer Arbeit zu unterstützen.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 350 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

BuchmesseCoronavirus
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

„Sport vor Ort“ – die anderen Sporttipps für den November
"Sport vor Ort" ist wieder da.

Sport vor Ort.

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im Handel„Sport vor Ort“ zeigt, dass spannender Sport in Leipzig nicht nur in den großen Arenen, sondern überall stattfindet. Ob in Schulsporthallen oder auf Ascheplätzen, ob Ringen, Rugby oder Rollhockey, Bundesliga oder Kreisliga – Sport vor Ort hat die Höhepunkte auf dem Schirm, die nicht im großen Rampenlicht stattfinden. Ehrlichen, erdigen Sport – in Leipzig – vor eurer Haustür.
Roger Melis – In einem stillen Land. Fotografien aus drei Jahrzehnten DDR
Roger Melis, Kinder in der Kollwitzstraße, Berlin 1974 © Nachlass Roger Melis

© Nachlass Roger Melis

Kaum ein zweiter Fotograf hat die Ostdeutschen und ihre Lebenswelt so lange, so intensiv und in so vielen Facetten beleuchtet wie Roger Melis (1940 – 2009). Drei Jahrzehnte lang bereiste der Mitbegründer und Meister des ostdeutschen Fotorealismus von Berlin aus die DDR als ein Land, das er unter der Herrschaft der SED oft als „still“ und erstarrt empfand.
Kreativ gegen Corona
Quelle: Nadine Felgentreff

Quelle: Nadine Felgentreff

Mit einem umfangreichen Hygienekonzept wird am 7. November die siebte Auflage des TKH (Tag des Kreativen Hofes) in Leipzig-Miltitz über die Bühne gehen. Ab 11 Uhr öffnen Künstler, Kunsthandwerker und kreative Menschen jedweder Couleur ihre Stände im Felgentreff-Hof und dem „Schärdschher“, dem neuen Veranstaltungsraum der Mittelstraße 13.
BSG Chemie Leipzig vs. Bischofswerda 5:1 – „Wie Männer- gegen Jugendfußball“
Drei der fünf Leipziger Treffer steuerte Morgan Fassbender (mitte) bei. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserKlare Sache für Regionalligist BSG Chemie Leipzig am Samstag gegen den Bischofswerdaer FV. Vor - aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften - nur noch 999 zugelassenen Zuschauern überforderten die Leutzscher das junge BFV-Team von Anfang an. Bereits zur Pause führten die Gastgeber mit 4:0, wobei sich Morgan Fassbender mit einem lupenreinen Hattrick in die Torschützenliste eintrug.
Uraufführung: Der Reigen Ein überaus schönes Lied vom Tod
Der Reigen. Foto: Dana Ersing

Foto: Dana Ersing

Einladend, forsch, grinsend, musizierend und grotesk tanzend, so wird der Tod als Knochenmann dargestellt im mittelalterlichen Danse Macabre. Ihm gegenüber - der Mensch: fragend, zaudernd, in einer Geste verharrend. Zahlreiche Spielarten des Totentanzes prägen seither die künstlerische Auseinandersetzung des Menschen mit dem Tod, alle Entwürfe spiegeln jedoch letztlich die Unfassbarkeit dieses Moments: der eigenen Begegnung mit dem Tod.
Lesung: Katja Oskamp „Marzahn mon amour. Geschichten einer Fußpflegerin“
Die Schriftstellerin Katja Oskamp hat die mittleren Jahre erreicht. Das Kind ist aus dem Haus, der Mann krank, die „Schreiberei“ mehr als fragwürdig. „Ich erzählte zuerst niemandem von meiner Umschulungsaktion. Als ich es dann doch tat und lachend mit dem Zertifikat wedelte, schlugen mir Ekel, Unverständnis und schwer zu ertragendes Mitleid entgegen. Von der Schriftstellerin zur Fußpflegerin – ein fulminanter Absturz.“
Petition für rauchfreie Haltestellen in Leipzig: Ihre Gesundheit liegt uns nicht wirklich am Herzen …
LVB-Haltestelle Hauptbahnhof. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserAn Leipzigs Haltestellen stinkt und qualmt es. Gerade im dichten Berufsverkehr, wenn auch viele Schulkinder und Eltern mit Kinderwagen unterwegs sind. Ein Thema, das Torsten Saro, selbst besorgter Vater, seit zwei Jahren intensiv beschäftigt. Da er aber von den Verantwortlichen keine ernsthafte Antwort bekam, hat er jetzt eine Petition für ein Rauchverbot an Haltestellen gestartet. Hier erklärt er, wie er dazu kam.
Schwarze Null oder gesellschaftlicher Zusammenhalt: Zwei Offene Briefe zum sächsischen Haushaltsstreit
Stadtansicht Dresden. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEs wird mit harten Bandagen um den sächsischen Doppelhaushalt 2021/2022 gekämpft, der zu einem Kürzungshaushalt zu werden droht, wenn man einigen Stimmen aus dem konservativen Lager glauben möchte, wo die sogenannte „Schwarze Null“ irgendwie wichtiger ist als der soziale Zusammenhalt. Geld scheint wichtiger als Menschen. Ein Unding, fanden jetzt 100 engagierte Organisationen, die sich mit einem Offenen Brief zu Wort melden.
Ein Gerichtsurteil aus Brandenburg und seine kleinen Implikationen
Ein Bild aus vergangenen Wahlen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

KommentarAm Freitag, 23. Oktober, berichteten „Spiegel“ und andere Medien über das Urteil des Verfassungsgerichts in Brandenburg, das die „dortige Regelung zur geschlechtergerechten Listenaufstellung von Parteien für rechtswidrig erklärt“ hat und damit einem ähnlichen Urteil aus Thüringen folgte. Geklagt hatten in Brandenburg die beiden Alte-Herren-Parteien AfD und NPD. Da denkt man natürlich: Die hätten doch gar nicht recht bekommen dürfen? Aber natürlich stimmt es: Man kann Gleichberechtigung nicht verordnen, wenn Wähler lieber alte, langweilige Männer wählen.
Wonderlands: 100 literarische Phantasiewelten, die einladen zum Befeuern der eigenen Vorstellungskraft
Laura Miller: Wonderlands. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVon Zeit zu Zeit muss es so etwas einfach geben wie diesen Sammelband mit 100 vorgestellten Autor/-innen, ihren Büchern und den von ihnen erschaffenen Welten. Als Markstein, Bilanz und Orientierung. Denn Literatur ist immer auch das Erschaffen neuer Welten. Manche sind so berühmt, dass sich Leser/-innen darin so zu Hause fühlen wie in der realen Welt. Manche sind auch so schrecklich wie die Wirklichkeit. Schöne neue Welten eben, die unsere alltägliche Welt gnadenlos infrage stellen.
Gastkommentar von Christian Wolff: Vom Elend des Fundamentalismus
Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDie grausame Enthauptung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty auf offener Straße im Pariser Vorort Conflans-Saint-Honorine durch einen Islamisten und der tödliche Messerangriff eines syrischen Islamisten auf zwei Touristen in Dresden am 4. Oktober 2020 legt schonungslos offen: Jede Form von Fundamentalismus ist nicht nur menschenfeindlich, Fundamentalismus ist der Vorhof des Terrorismus.
Alle Jahre wieder: Leipzig ringt um seine Erinnerungskultur für Todesopfer rechter Gewalt
Gedenkstein für Kamal Kilade, der am 24. Oktober 2010 im Park gegenüber vom Hauptbahnhof von zwei Neonazis ermordet wurde. © Michael Freitag

© Michael Freitag

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, ab 23. Oktober im HandelIn diesen Tagen jährt sich der Mord an Kamal Kilade zum zehnten Mal. Neonazis erstachen den 19-jährigen Iraker in der Nacht zum 24. Oktober 2010 im Park vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Polizei und Staatsanwaltschaft erkannten damals kein rassistisches Tatmotiv; erst das Gericht sprach von einem „Mord aus niederen Beweggründen“. Im Urteil steht: „Wir sehen als einzigen Grund für den tödlichen Messerstich, dass Marcus E. das Opfer nicht als Menschen gesehen hat, sondern als Ausländer, dessen Leben nichts wert war.“
Umweltminister Wolfram Günther zum Start der Deichöffnung am Leipziger Ratsholz
Umweltminister Wolfram Günther im Gespräch mit Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Foto: SMEKUL – Tom Schulze

Foto: SMEKUL – Tom Schulze

Für alle LeserEs schien sogar die Sonne, als Sachsens Umweltminister Wolfram Günther am Donnerstag, 22. Oktober, im Leipziger Ratsholz zusammen mit Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen den Bau eines Durchlasses im Hochwasserschutzdeich startete. Über diesen soll der ökologisch enorm bedeutsame Leipziger Auwald künftig bei Hochwassern geflutet werden, die statistisch gesehen einmal in 25 Jahren vorkommen.
30 Jahre deutsch-deutsche Parallelwelt: Höchste Zeit, die betonierten Vorurteile zu demontieren
Die neue Leipiger Zeitung Nr. 84: 30 Jahre ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„30 Jahre ...“ steht einfach auf der Titelseite. Und natürlich geht es um 30 Jahre deutsche Unzufriedenheit. Auch vor unsanierten Häusern. Denn mittlerweile wirkt es einfach nur noch seltsam, wenn 30 Jahre nach der Deutschen Einheit hunderte Häuser in Leipzig unsaniert sind und leerstehen. Kann es sein, dass die schöne neue Dingwelt, über die einige unserer Autor/-innen in der neuen „Leipziger Zeitung“ Nr. 84 schreiben, einige ganz erhebliche Baufehler hat?
Jetzt kann eine Petition für ein Rauchverbot an LVB-Haltestellen und S-Bahn-Stationen mitgezeichnet werden
LVB-Haltestelle Hauptbahnhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm September gab es ja im Stadtrat eine klare Unterstützung für den Antrag des Jugendparlaments, mehr Rauchverbote an sensiblen Orten in der Stadt anzuordnen. „Die gesundheitlichen Schäden des Rauchens sollten allgemein bekannt und verständlich sein“, hatte das Jugendparlament argumentiert. Aber es ist mit den Raucher/-innen genauso wie mit anderen seltsamen Erwachsenen: Sie verhalten sich systematisch unvernünftig. Auch an Haltestellen zwischen lauter Nichtraucher/-innen. Dagegen hat Torsten Saro eine Petition eingereicht, die jetzt mitgezeichnet werden kann.