Auch das Vokalmusikfestival „a cappella“ Leipzig wird 2020 nicht stattfinden

Für alle LeserEs geht dem Leipziger „a cappella“ Festival nicht anders als dem Bachfest: Auch dieses Musikfest lebt von international anreisenden Sängern und Gästen. Doch im Mai, wenn es eigentlich stattfinden sollte, ist ganz und gar nicht sicher, dass die Gäste auch wirklich anreisen können und die Folgen der Covid-19-Pandemie eingehegt sind. Schweren Herzens sagen die Veranstalter auch dieses beliebte Leipziger Festival ab.
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Mit dem schönen Monat Mai sollte das Internationale Festival a cappella 2020 zu leuchten und zu erklingen beginnen. Die derzeitige Situation, die das öffentliche und kulturelle Leben und Miteinander so stark verändert hat, zwingt die Veranstalter allerdings nach vielen Überlegungen dazu, das diesjährige Festival inklusive Wettbewerb abzusagen.

Das Leipziger Vokalmusikfestival „a cappella“ findet in diesem Jahr also nicht statt. Der „a cappella“ e. V. als Veranstalter des Festivals und seine künstlerischen Leiter vom Vokalensemble amarcord haben sich angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Situation im Zusammenhang mit der Verbreitung bzw. den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus dazu entschieden, das für Anfang Mai geplante Festival inklusive seines Nachwuchswettbewerbs abzusagen.

amarcord: Deep River (Trad. Spiritual)

Vom 1. bis 9. Mai sollten in verschiedenen Veranstaltungsorten in Leipzig acht Vokalgruppen aus Deutschland, Schweden, Irland, Großbritannien und Ungarn auftreten, weitere sieben Ensembles wären zum Wettbewerb angereist. Aber von „a cappella“ Leipzig wird trotzdem zu hören sein.

Die Absage des Festivals 2020 fällt dem Ensemble amarcord und dem Verein „a cappella“ nicht leicht. Nach Betrachtung und Abwägung aller Faktoren sei dieser Schritt aber notwendig, teilen sie mit.

„Es wäre in diesen Zeiten unverantwortlich und weltfremd, Veranstaltungen durchzuführen, die eindeutig dazu beitragen würden, das hohe Ansteckungspotential des Covid-19-Erregers zu befördern“, so das Ensemble amarcord.

„Trotz eines möglichen kommenden Erlasses, Konzerte im Festivalzeitraum Anfang Mai durchführen zu dürfen, möchten wir auf keine Altersgruppe im Publikum und auf keinen Akteur auf der Bühne verzichten, vielmehr allen die Gelegenheit geben, ohne Bedenken und Sorgen die Musik zu genießen bzw. darzubieten. Momentan leiten wir aus allen Entwicklungen jedoch ab, dass eine Durchführung nur mit etlichen Beschränkungen und unkalkulierbaren Zwängen verbunden wäre, die wir unserem Herzensprojekt in ökonomischer, atmosphärischer und ideeller Hinsicht nicht zumuten wollen und können.“

Die für das Festival erworbenen Eintrittskarten können bei den Vorverkaufsstellen, wo sie gekauft wurden, bis zum 31. Mai 2020 zurückgegeben werden. Der Kartenpreis wird erstattet.

Das Festival „a cappella“ bittet aber alle Käufer zu prüfen, ob sie auf eine Erstattung verzichten können und den Betrag zur Sicherung des Fortbestandes des Festivals an den Verein zur Förderung der Vokalmusik „a cappella“ spenden. Hierfür stellt der Verein gerne Spendenquittungen aus.

Bereits in Planung ist, dass die für dieses Jahr zum Festival eingeladenen Vokalgruppen ihre Auftritte bei den kommenden Festivals 2021 und 2022 nachholen werden.

Und ganz klanglos wird der geplante Zeitraum des diesjährigen Festivals nicht bleiben: Während des Festivalzeitraums vom 1. bis 9. Mai sollen über verschiedene Kanäle und Social-Media-Portale Konzerte, Mitschnitte früherer Jahrgänge und musikalische Grußbotschaften veröffentlicht werden.

Nähere Details hierzu, zur Ticketrückgabe und den weiteren Planungen sind in den kommenden Tagen auf der Festivalhomepage www.a-cappella-festival.de sowie auf der Facebook-Präsenz des Festivals unter www.facebook.com/acappellafestivalleipzig zu finden.

Wegen Corona: Bachfest 2020 in Leipzig abgesagt

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A capella FestivalCoronakrise
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Quelle: newspapers.com

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