Ein Gespräch mit Andreas Loepki, leitender Pressesprecher der PD Leipzig

Das lange Polizei-Interview (Teil 3): Sisyphosarbeit an der Kriminalitätsfront Leipzigs

Für alle LeserNicht nur die mediale Begleitung der täglichen Vorfälle und Kriminalität liegt auf dem Tisch von Polizeisprecher Andreas Loepki. Einmal im Jahr erscheint die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), sozusagen der polizeiliche Kassensturz über das Vorjahr. Und wieder gibt es zu vermitteln, denn nicht jeder kann glauben, was da so geschrieben steht. Schwerpunkt 2016 waren demnach Drogendelikte, Einbrüche und Fahrraddiebstähle in Leipzig. Teils mit explosionsartigen Wachstumsraten und polizeilichen Überstunden en masse. Dazu mehr in Teil 3 des langen Interviews mit Andreas Loepki von der PD Leipzig.

Laut PKS von 2016 sind Einbrüche, Diebstähle und Drogendelikte ein Schwerpunkt in Leipzig – wie viel Zeit konnte die PD Leipzig eigentlich in den vergangenen beiden Jahren aufwenden, um sich mit solchen Dingen zu beschäftigen – in Anbetracht von Überstunden, Stellenabbau und zeitweise fast wöchentlichen Demonstrationen?

Als PD Leipzig wiesen wir bereits mehrfach darauf hin, dass sich in unserem Zuständigkeitsbereich nicht nur der sächsische Schwerpunkt der Kriminalitätsentwicklung befindet, sondern dass hier auch ein Schwerpunkt des sonstigen Einsatzgeschehens zu finden ist. Beides bindet Zeit und Personal, welches dann natürlich für andere Zwecke, z. B. vorbeugende Streifen- und Kontrolltätigkeit, fehlt.

Vielleicht kann ich es Ihnen anhand meiner eigenen beruflichen Laufbahn (wenngleich nicht besonders lang) noch ein wenig anschaulicher darstellen. Als ich mein Studium im Jahr 2005 beendet hatte, wurde ich innerhalb des Fachdienstes Einsatzzüge verwendet. Das Aufgabengebiet umfasste auch damals schon die Absicherung von Versammlungs- und Sportgeschehen oder nächtliche Präsenzerhöhungen – aber die heutigen Zwänge und Erfordernisse waren so nicht vorhanden.

Daher war es dieser Organisationseinheit auch möglich, den Betäubungsmittelhandel entlang der Eisenbahnstraße und andernorts im Stadtgebiet nahezu täglich zu bekämpfen, wofür die Beamten oftmals in ziviler Kleidung tätig waren; selbst Observationsaufträge konnten erfüllt werden. Dann kamen „Diskokrieg“, Rocker und Streetgangs, wöchentliche Legida-Versammlungen und Gegenproteste, ein immenser Flüchtlingsstrom, ein permanente Terrorgefahr und viele kleinere Aufgabenfelder nach Leipzig, die so nicht unbedingt vorhersehbar waren.

Seither wird der Fachdienst Einsatzzüge vom Einsatzgeschehen und der Nachtpräsenz regelrecht aufgefressen. Und dass der Streifendienst im Ballungsraum Leipzig nach wie vor von Auftrag zu Auftrag fährt und kaum streift, ist leider auch ein seit Jahren anhaltendes Übel. Insofern kann ich Ihre Frage nur mit einem nicht näher bezifferbaren „deutlich zu wenig“ beantworten.

Fahrraddiebstähle sind in Leipzig ebenfalls ein großes Thema. Unter welchen Voraussetzungen lässt sich so etwas überhaupt aufklären?

Um eine Tat wirklich aufklären zu können, wird in zumeist eine Individualnummer benötigt, doch viele preiswerte Räder weisen keine auf oder die Besitzer kennen die Nummern gar nicht. Aufgrund dieses Umstands initiierte die PD Leipzig vor einigen Jahren die Fahrradregistrierung und wirbt auch heute noch für diesen Weg. In der hinterlegten Datei sind Daten zum Halter und zu seinem Rad notiert, die – auch bei herstellerseitig fehlender Individualnummer – eine Zuordnung ermöglichen können.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Räder wird im Zuge der Beschaffungskriminalität gestohlen, wobei einige Täter darauf spezialisiert sind, diese auseinanderzubauen und mit Teilen anderer Räder neu zusammenzusetzen. Dieses Verfremden erschwert eine Zuordnung deutlich, weshalb hier der Klärungserfolg überwiegend nur über Durchsuchungsmaßnahmen herbeigeführt werden kann.

Der dritte Baustein für einen Klärungserfolg ist das Ertappen auf frischer Tat und auch hierfür wäre eine verstärkte Polizeipräsenz erforderlich. Allerdings wäre Präsenz kein Allheilmittel, da viele Diebstähle in Kellern und Räumlichkeiten stattfinden, die sich der Präsenz entziehen und weil Kontrollen auf der Straße angesichts der tausenden Radler in Leipzig der berühmten Stecknadelsuche gleichen.

Also doch eher die Prävention hochfahren?

Mithin sehen wir für dieses Deliktsfeld einen anhaltend großen Vorbeugungsbedarf bei den Haltern. Wenn ich beispielsweise durch die Leipziger Innenstadt gehe, sehe ich immer wieder Räder stehen, an die der Halter fast eine Überlassungserklärung binden könnte. Sie werden nicht angeschlossen, weil man nur mal kurz in ein Geschäft schlüpft oder es werden Schlösser benutzt, die Fahrraddiebe als Geschenkband begreifen. Gerade beim Schlosskauf sollten die Fahrradhalter durchaus in die obere Warenauslage greifen, denn Billigprodukte sind de facto nutzlos.

Grob veranschlagt gilt, dass ein Schloss etwa 10 Prozent des Radpreises kosten sollte. Und Räder sollten vorzugsweise nicht nur in sich selbst gesichert werden, sondern an ortsunveränderlichen Elementen (Radbügel etc.).

Das Bundeskabinett hat kürzlich beschlossen, dass Wohnungseinbrecher künftig mit mindestens einem Jahr Haft bestraft werden sollen. Könnte diese Verschärfung ein wirksames Mittel darstellen, um die Zahl der Wohnungseinbrüche zu verringern?

Jein. Ich glaube nur bedingt daran, dass dieses Strafmaß tatsächlich eine abschreckende Wirkung entfaltet. Die beiden Haupttätergruppen wird es jedenfalls nicht interessieren, denn ein schwerstabhängiger Betäubungsmittelkonsument muss seine alle Lebensbereiche überlagernde Sucht finanzieren und bandenmäßig vorgehende Täter entstammen oftmals anderen Ländern und kennen den dortigen Justizvollzug.

Da ist der deutsche Standard, in Abwägung zum eingegangenen Entdeckungsrisiko, nicht wirklich ein Drohgebilde.

Allerdings meine ich auch, die Strafverschärfung verfolgt ganz andere Zwecke, denn sekundär werden somit weitergehende Ermittlungshandlungen (beispielsweise im Telekommunikationsbereich) erlaubt, die zuvor – da es keine Katalogstraftat war – nicht angewandt werden konnten.

Was nützen eigentlich höhere Strafen, wenn die Ergreifung von Wohnungseinbrechern nicht gelingt, weil eine unterbesetzte Polizei „zu spät“ vor Ort ist?

Diese Frage ist nicht praxistauglich, da diese Taten entweder sofort (Alarmauslösung inkl. Flucht Täter) oder deutlich später (Rückkehr aus Urlaub, Heimkehr von Arbeit…) bemerkt werden. In beiden Fällen kann kein Polizist – außer im Zufallsfall – schnell genug vor Ort sein. Folglich ist dieses Kriminalitätsphänomen vorzugsweise über präventive Schritte (bauliche Sicherungen) und langwierige Ermittlungen zu bekämpfen. Letztere benötigen aber auch Personal, welches nicht allein im Streifendienst knapp bemessen ist.

Am morgigen 23. Mai 2017 auf L-IZ.de im 4. und letzten Teil – Leipzigs Untergang? Leipzig ist dem Untergang geweiht – könnte man meinen, wenn man so manchen Artikel der vergangenen Wochen mal revue passieren lässt. Platz 2 hinter Berlin, das angebliche Sodom hat sein kleines Gomorrha offenbar in der Messestadt gefunden. Doch wie kam es zu dem ungewöhnlichen Schub in den Einbruchs- und Diebstahlszahlen? Vom Himmel sind sie jedenfalls nicht gefallen und göttliche Fügung war ebenfalls nicht im Spiel. Im vierten und letzten Teil sprechen wir mit Andreas Loepki über die aktuellen Informationen und die Bewertungen dazu.

Die aktuelle Ausgabe LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 43, Mai 2017 gibt es seit dem 19.05. überall in Leipzig zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig braucht Unterstützer

 

PolizeiInterview
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Grüne und Linke kritisieren Selbstgefälligkeit der Regierung und fehlende Bürgerbeteiligung
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain soll das Dorf Pödelwitz schlucken. Foto Luca Kunze

Foto Luca Kunze

Für alle LeserAm Donnerstag, 22. August, hat der Bundeswirtschaftsminister zwar den Referentenentwurf für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) vorgelegt. Darin geht es um die geplanten Strukturstärkungsmittel. Aber was immer noch fehlt, ist ein klarer Zeitplan, wann welcher Kraftwerksblock in den Kohlekraftwerken wirklich vom Netz geht. Und nicht nur die Grünen befürchten, dass dazu bis 2026 überhaupt nichts passiert. Und die betroffene Bevölkerung wird wieder nicht gefragt.
„Embrace, 31. August 2019, Schaubühne Lindenfels Leipzig“: performatives Projekt zum Akt der Umarmung
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ein Aufeinandertreffen zweier Menschen. Ein Dialog ohne Worte. Eine intensive physische wie mentale Erfahrung. Choreografin Joséphine Evrard und Medienkünstler und Performer Darko Dragičević widmen sich dem Akt Umarmung und präsentieren als Teil ihres fortlaufenden Projektes „embrace“ einen ersten performativen Einblick in ihre bisherige Recherche.
Wenn Westdeutsche dem Osten erklären, er solle doch mal ein großes überregionales Medium gründen
Durchs Wasserglas betrachtet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZwei Beiträge großer westdeutscher Medien erfreuten uns am Freitag, 23. August. Einmal der „Spiegel“-Beitrag „MDR-Termin in Chemnitz. Wo rechts das letzte Wort hat“ über das erwartbare Versagen des MDR bei der Aufarbeitung der Ereignisse in Chemnitz vor einem Jahr. Und zum anderen die erstaunliche Empfehlung der „Zeit“: „Ostdeutsche Medien braucht das Land“.
Reise, Reise: Einmal #unteilbar nach Dresden
Unteilbar begann 2018 in Berlin, kam bereits nach Leipzig und heute geht es nach Dresden. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm heutigen 24. August ist es also soweit: die vielleicht größte Demonstration des Jahres 2019 in Sachsen steht an. Ab 12 Uhr startet die Auftaktkundgebung auf dem Dresdner Altmarkt, für den gesamten Tag haben die Veranstalter 25.000 Teilnehmer angemeldet, verschiedenste Gruppen, Initiativen und Gewerkschaften haben für den heutigen Tag gegen Rassismus mobilisiert. Die L-IZ.de-Redaktion berichtet in unregelmäßigen Abständen hier von der Reise, den Demonstrationen und Kundgebungen mit Impressionen von vor Ort.
Wird der Bund Sachsen endlich sagen, wann die Krafwerke wirklich vom Netz gehen?
Das Kraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 22. August, hat das Bundesministerium für Wirtschaft den Referentenentwurf für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) bekannt gegeben und zur Anhörung freigegeben. Pünktlich zu den beiden Landtagswahlen in den Kohleländern Sachsen und Brandenburg. Anders, als FDP-Landeschef Holger Zastrow meinte, ist das Geld schon mal zugesagt. Was freilich fehlt, sind die konkreten Ausstiegstermine.
Ein Jahr nach dem Mob: Landgericht Chemnitz verurteilt Syrer zu neuneinhalb Jahren Gefängnis
Pro Chemnitz und AfD gemeinsam am 1. September 2018 in Chemnitz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVor fast genau einem Jahr ist Daniel H. in Chemnitz gestorben. Nachdem bekannt wurde, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Ausländer handelt, gingen tausende Rechtsradikale auf die Straße, um zu demonstrieren und zu randalieren. Das Landgericht Chemnitz hat nun einen Syrer zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Entscheidung basierte auf einer einzigen Zeugenaussage.
1. FC Lokomotive Leipzig vs. FSV Optik Rathenow 2:0 – Lok siegt glücklich oder verdient?
Matthias Steinborn sorgte mal wieder für einen Treffer. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNach dem spektakulären Erfolg gegen Energie Cottbus hat Lok Leipzig einen verdienten 2:0-Heimsieg gegen Optik Rathenow eingefahren. Vor 2.763 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion brauchten die Blaugelben wie erwartet Geduld. Erst nach der Pause trafen Soyak und Steinborn für den alten und neuen Tabellenführer 1. FC Lok. Der Führungstreffer sorgte anschließend für Diskussionen.
Fridays For Future legt 10-Punkte-Forderungen zur sächsischen Landtagswahl vor
Fridays For Future demonstrieren in Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie sächsischen Gruppen von „Fridays For Future“ haben es schon deutlich gesagt: Die Landtagswahl ist eine Klimawahl. Die Sachsen haben es in der Hand, Parteien in die Regierung zu wählen, die das Land wirklich fit machen wollen für eine Zeit nach der Kohle. Und die auch die anderen Aspekte des Klimawandels mitdenken. Es wird eine Kraftanstrengung. Aber was wird aus einem Land, das zu feige ist, Herausforderungen anzunehmen? Am Freitag, 23. August 2019, hat FFF seine Forderungen an die sächsische Politik vorgestellt.
Probefahrt, Reparaturbetrieb und die erstaunliche Frage nach der Mündigkeit in einem kontrollbesessenen System
Leipziger Zeitung Nr. 70. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs sind immer wieder Sätze von Kolleg/-innen in der jeweils neuen „Leipziger Zeitung“ (die Nr. 70 liegt jetzt überall, wo es gute Zeitungen zu kaufen gibt), die so einen kleinen Aha-Moment ergeben, auch wenn die Themen in der Zeitung von uns meist lange vorher schon angedacht und geplant sind. So auch unsere Recherche-Tour in die Erinnerungswelt der DDR. Was davon ist heute noch wirksam? Oder hängt uns die 1990 Abgewickelte immer noch am Hacken?
Meint das Berlin-Institut wirklich echte Teilhabe oder doch nur wieder den alten Spruch „Ohne Geld biste nix“?
Die Cluster-Karte des Berlin-Instituts. Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Für alle LeserAm Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles, könnte man in freier Interpretation nach Goethe sagen, wenn man das studiert, was das Berlin-Institut „Teilhabeatlas Deutschland“ nennt und am Donnerstag, 22. August, in Berlin vorgestellt hat. Das Original von Goethe klingt freilich so: „Nach Golde drängt, Am Golde hängt / Doch alles. Ach wir Armen!“ Als hätte er geahnt, was aus einem Land wird, in dem Geld Politik macht. Ziemlich notdürftige, wie man meinen könnte.
ADFC Sachsen hofft, dass der Radverkehr nach der Sachsenwahl endlich von der Kriechspur kommt
Radfahrerinnen im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem frühere Regierungszeiten meist eher einem stillen Verzweifeln glichen – so aus Radfahrerperspektive –, weil der Bau neuer Straßen für Autos immer wichtiger war als Investitionen ins Radwegenetz, war mit der CDU/SPD-Regierung seit 2014 zumindest die Hoffnung verbunden, dass jetzt endlich die Bremsen gelöst und viele Radwege gebaut werden. Aber irgendwie blieb's doch wieder beim Schneckentempo, resümiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen.
Sonderausstellung im Bach-Museum widmet sich drei begabten Musikerinnen und ihrer Beziehung zu Bachs Musik
Zwischen Fanny Hensel und Clara Schuman fehlt nur das Bild von Anna Magdalena Bach. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben im großen Jubiläumsjahr für Clara Schumann. Da wundert es nicht, dass auch das Bach-Museum die begnadete Pianistin und Komponistin in eine besondere Ausstellung mit aufnimmt. Zusammen mit zwei anderen Musikerinnen, die zutiefst mit dem Werk von Johann Sebastian Bach verbunden sind: Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, und Anna Magdalena Bach, der musikalischen Frau an der Seite des Thomaskantors.
Fridays for Future lädt am 30. August auch in Leipzig zur großen Klima-Demonstration zur Landtagswahl ein
Genug geredet heißt das Signal von Fridays for Future auch in Leipzig. Die Jugendlichen sind mit der Analyse fertig und kämpfen. Am 21. und 22. dann in Aachen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAuch wenn es kaum eine Partei so plakatiert hat, ist die sächsische Landtagswahl eine Klimawahl. Die Sachsen entscheiden, ob sie eine Regierung bekommen, die kluge Entscheidungen zur Anpassung des Landes an den Klimawandel trifft, oder ob am Ende eine Kohle-Regierung dabei herauskommt, die den notwendigen Richtungswechsel wieder für fünf Jahre blockiert. Deswegen lädt auch „Fridays For Future“ Leipzig extra zur einer Wahl-Demo am 30. August ein.
Thomanerchor Leipzig eröffnet Chorjahr mit Motette am Freitag in der Nikolaikirche
Thomanerchor Leipzig. Foto: Matthias Knoch

Foto: Matthias Knoch

Nach dem Ende der Sommerferien eröffnet der Thomanerchor Leipzig das Schul- und Chorjahr 2019/20 am Freitag, 23. August, mit einer Motette (18 Uhr) in der Nikolaikirche. In dem Gotteshaus, das zur Leipziger Amtszeit Johann Sebastian Bachs und noch bis in die 1940er-Jahre zu den Hauptwirkungsstätten der Thomaner zählte, erklingen unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz Werke von E. Fr. Richter, J. Gallus, J. S. Bach / G. Ph. Telemann, D. Buxtehude, M. Reger.
Kandidaten-Check von Abgeordnetenwatch: Lobbyismus, Vermögenssteuer, Landarztquote, Kita …
Wahlplakate an der Petersstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWorum geht es eigentlich bei der Sachsenwahl am 1. September? Geht es wirklich um Migration, wie die einen behaupten, eine Bewahrung von Heimat? Oder geht es um Kohleausstieg und Lösungen für den Klimawandel? Oder geht es gar um die Frage: Wer regiert wirklich – die gewählten Parteien oder die Lobby-Organisationen, die in Hinterzimmern ihre Interessen durchdrücken? Zumindest diese Frage stellte Abgeordnetenwatch den Direktkandidat/-innen der Parteien. Mit erhellendem Ergebnis.