Kolumne: Heute hier, morgen dort

Möbelkauf der anderen Art: Begegnung mit einem „Bürger“

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Normalerweise begegnet man in Möbelhäusern emsigen Verkäufern, die einen von der passenden Härte der Matratze, vom umfangreichen Stauraum in den Küchenschubladen oder der neuen, ziemlich undefinierbaren Farbe der Anbauwand überzeugen wollen. Neulich jedoch begegnete mir eine andere Art Spezies von Verkäufer. Während ich mich im Küchenstudio umsah, kamen wir ins Gespräch – über die Höhe der Arbeitsflächen, die richtige Abzugshaube und über Erdogan. Erdogan?

Nein, nicht irgendein Handknauf mit ulkigem Namen in Manier einer schwedischen Möbelkette. Es ging tatsächlich um DEN Erdogan; den, der gerade erst die Bürgermeisterwahl in Istanbul hat annullieren lassen; den, der seit Jahren die Meinungsfreiheit einschränkt, indem er in- wie ausländische Journalisten ins Gefängnis werfen lässt; den, der gerne mal den Politikstil Angela Merkels mit Nazi-Methoden vergleicht.

Kein Grund für den Möbelverkäufer, nicht trotzdem Urlaub in der Türkei zu machen, denn deren Politik würde von den westlichen Medien einfach falsch dargestellt, ganz im Sinne unserer Regierungen, die selbstverständlich gesteuert durch die Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen projüdische Propaganda betreiben.

Ich muss gestehen, diese Ausführungen lösten in mir etwas aus, was mir die richtige Wahl von Handknäufen für meine Küche eher hintergründig erscheinen ließ. Der Demokrat in mir war geweckt. Noch ging ich von einer spaßhaften Provokation aus, schließlich kannten wir uns über einen seiner Kollegen und er wusste, dass ich als Geschichtslehrer arbeite – als „Systemling“, wie er mich im weiteren Verlauf des Gespräches zu bezeichnen pflegte.

Man kann sich jetzt auch fragen, warum ich nicht gegangen bin oder mir so etwas bieten ließ, aber ehrlich gesagt finde ich es spannend, solche Diskussionen zu führen, auch wenn ich die Abgründe, die folgten, zu Beginn wahrlich noch nicht abschätzen konnte.

Wie auch immer es sich mit Erdogan nun verhielt, plötzlich waren wir beim Zweiten Weltkrieg. Mein Gegenüber war der Ansicht, dass Hitler ein Diktator schlimmster Sorte war, Kriegstreiber allerdings war er nicht. Die Gründe, die er dafür anführte, klangen plausibel: Dem Deutschen Reich waren nach dem vorigen Weltkrieg völkerrechtswidrig Gebiete im heutigen Polen weggenommen worden, daher war es auch nicht völkerrechtswidrig, ja keineswegs kriegstreiberisch, dass sich Hitler 1939 diese Gebiete lediglich zurückholen wollte. Nachvollziehbar.

Doch selbst wenn er recht hätte, so sagte ich, würde dies ja dann nicht den deutschen Überfall auf Frankreich erklären. Doch auch dafür fand sich eine einfache Erklärung: Frankreich erklärte – neben Großbritannien – nach dem deutschen Einmarsch in Polen dem Reich den Krieg – Frankreich war also der Kriegstreiber, Deutschland reagierte nur, um nicht vernichtet zu werden. Auch das ergab Sinn – in seiner Welt.

Lachen, Weinen, Entsetzen?

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht mehr, ob ich lachen oder weinen sollte. Kann das ein erwachsener, gebildeter Mensch tatsächlich ernst meinen? Er tat es. Das wurde mir spätestens bei der Relativierung beziehungsweise Umdeutung von SS-Verbrechen bewusst. Ok, Frankreich war der Schuldige, Hitler reagierte nur. Wie aber sind dann die Verbrechen der Schergen Himmlers in Oradour-sur-Glane zu deuten, die über 640 Zivilisten eines Dorfes in eine Kirche einsperrten und diese anzündeten? Das hat mit einem Defensivkrieg ja nun wirklich nichts zu tun.

Nein, stimmt, sagte er, und ich war überrascht. Aber war es denn wirklich so, wollte er gleich wissen? Schob nicht auch die Sowjetunion bis 1990 den Deutschen die Verbrechen von Katyn in die Schuhe? Ich konnte nicht fassen, was ich da hörte. Es war schlicht und einfach die Relativierung deutscher Kriegsverbrechen. Nun musste ich es als Geschichtslehrer einfach tun: ich erwähnte den Holocaust.

Manche wählen eine andere ... Foto: L-IZ.de

Manche wählen eine andere … Foto: L-IZ.de

Doch auf dieses Thema ließ er sich nicht ein, tat es als „heißes Eisen“ ab. In diesem Moment wünschte ich mir, niemals einen solchen Schüler in einer meiner Klassen sitzen zu haben. Wieso war der Holocaust denn ein heißes Eisen? Der Verkäufer ließ sich nicht auf eine Diskussion ein. Die Relativierung oder Leugnung des Holocausts ist bekanntermaßen strafbar.

Um mich wieder etwas herunterzufahren, versuchte ich, das Gespräch auf die Metaebene zu heben. Woher bezieht er denn sein Wissen eigentlich? Diese Frage war leicht beantwortet: aus den richtigen Medien natürlich. Alle Medien nämlich, aus ich denen ich lerne, wären „Systemmedien“, die natürlich alles zeigen, was unsere Regierung will, nur nicht die Wahrheit. So weit, so gut. Kann sein. Staatsmedien sind möglicherweise nicht hundertprozentig neutral – und daher nutze ich als Historiker auch Quellen.

Gegenfrage: Woher bezieht er denn sein Wissen, hoffentlich auch aus Quellen, aus denen er sich sein Wissen konstruiert. Siehe da, nein. Auch aus Medien. Ach. Bilden Medien nicht nur schon interpretierte Quellen ab? Doch darauf ließ er sich nicht ein. Seine Informationen kämen aus den Kanälen, die nun einmal die Wahrheit abbilden. Wie aber sähe denn Wahrheit in der Geschichte aus, fragte ich. Es gibt sie schlicht und ergreifend nicht; wir können uns durch (richtige!) Quellenarbeit an eine Wahrheit annähern, wir können versuchen, uns ein wahrheitsgetreues Abbild der Vergangenheit zu schaffen. Dessen sind sich ernstzunehmende Historiker bewusst; alles andere ist gelogen.

Wenn man aber schon auf der Ebene des wissenschaftlichen Arbeitens dessen Grundlagen negiert, so wurde mir klar, kann es gar nicht anders sein, als dass man Fälschungen, Umdeutungen, Verzerrungen und Verschwörungstheorien aufsitzt.

Nichtsdestotrotz konnte ich einige Behauptungen einfach nicht so stehenlassen. Wir waren wieder beim Zweiten Weltkrieg und erneut wurde mir ein „Beleg“ gebracht, dass Hitler sich nur verteidigte: Wie Militärhistoriker angeblich nachgewiesen hätten, waren die Deutschen im Osten nur so erfolgreich, konnten so weit in die Sowjetunion vordringen, weil die Sowjets nur mit Angriffs- und nicht mit Defensivwaffen ausgestattet waren. Bloß gut, dass Hitler angriff, zwei Wochen später hätte die Rote Armee Deutschland und den Rest Europas überrannt. Danke, Adolf.

Und warum all das?

Weil das „Weltjudentum“ – den Begriff nutzte er zu meinem Entsetzen tatsächlich – sich bereichern wollte und daher den Krieg im Hintergrund überhaupt erst angezettelt hätte.

An den Juden schien er sich dann festzubeißen. Ob mir denn schon aufgefallen wäre, dass nach allen Revolutionen in den letzten beiden Jahrhunderten immer ein fünfzackiger Stern auf den Flaggen der betroffenen Länder aufgetaucht ist? Ähm, nein. Ha, da hatte er mich; mich verblendeten Ignoranten. Der fünfzackige Stern steht natürlich für die fünf Söhne des alten Rothschilds, die in alle Welt ausströmten, um diese von allen Richtungen her zu unterwandern und ihren finanziellen Einfluss zu etablieren.

Ah ja. Stimmt, wie konnte ich es nur vergessen. Der berühmte fünfzackige Stern nach der Novemberrevolution 1918 in Deutschland. Oder 1848/49. Oder 1989. Oder in Frankreich 1789. Na ja, dann eben „fast“ alle, gestand er ein. Die wichtigen halt nur. Und warf mir im gleichen Atemzug vor, dass ich ihn „totquatschen“ würde, ganz in der Manier von „Linksfaschisten“. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass er locker 75 Prozent der Redezeit hatte, war das für ihn dann wieder nur ein Beweis, dass er recht hatte und ich versuchte, vom Wesentlichen abzulenken.

Und als ich dann nun dachte, es könne nicht mehr kruder werden, kamen wir nochmals auf die eingangs erwähnten Bilderberger, die selbstverständlich auch die Besprühung der Bevölkerung durch Flugzeuge beschlossen hatten, um uns so gefügig zu machen. Die Chemtrail-Verschwörung also. Auch das noch.

Wieder einmal hörte ich mir geduldig seine Argumente an: Früher gab es nicht so viele Kerosinstreifen am Horizont und schon gar keine, die sich kreuzten. Es ist also eindeutig: die Regierung nebelt uns nicht nur partiell, sondern vollkommen flächendeckend ein – und sie hat es sogar zugegeben. Und da musste ich es eingestehen: Er hatte recht. Musste er ja, wenn es sogar die Regierung zugibt. Also zumindest, wenn er mir dafür einen Beleg vorzeigen konnte. Konnte er aber nicht. Aber gehört hat er es oder irgendwo gelesen. Auf den Seiten der russischen Prawda zum Beispiel. Na dann…

Als ich ihm dann entgegnete, dass seine Thesen vielleicht den Hintergrund hätten, dass einfach die Zahl der Flugzeuge in den letzten Jahren weltweit gestiegen ist und es verrückt klingt, aber Flugzeuge tatsächlich entlang von Korridoren fliegen, die sich eben auch mal kreuzen würden, tat er es mit der Aussage ab, ich sei naiv und verloren.

Nach einer guten Stunde stand dann ganz plötzlich ein etwas älteres Paar am Tisch meines Küchenverkäufers, das offensichtlich einen Termin bei ihm hatte. Auf der einen Seite ärgerte mich dies, weil ich gerne weiter diskutiert hätte, weil ich Verschwörung und Verfälschung gern Vernunft und Wissenschaft entgegengestellt hätte. Auf der anderen Seite war ich froh, dass es vorbei war. Mitunter hatte ich während unseres Gespräches einen Puls von gefühlten 180. Ich konnte – und kann bis heute nicht! – glauben, dass er all das Gesagte tatsächlich ernst gemeint hatte.

Und auf der Rückseite lebt ... na, das weiß man doch. Foto: L-IZ.de

Und auf der Rückseite lebt … na, das weiß man doch. Foto: L-IZ.de

Die traurige Wahrheit ist, dass er es aber tat. Meine Fassungslosigkeit brachte ich in den folgenden Tagen meinen Freunden gegenüber zum Ausdruck und merkte jedes Mal, wie ich mich innerlich wieder aufregte. Inzwischen frage ich mich, woher so etwas kommt, also so völlig realitätsferne Behauptungen, nicht meine Aufregung.

Worauf ist es zurückzuführen, dass Menschen sich den wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüber so blind zeigen? Dass sie hinter den Handlungen staatlicher Institutionen, insbesondere der Regierung(en), das Böse vermuten, das der Ottonormalverbraucher angeblich nicht sieht und was nur der geheimen Weltregierung, finanziert durch ein global operierendes Netzwerk von Juden, nutzt? Und wie geht man mit solchen Menschen um? Ignoriert man sie? Lacht man über sie? Versucht man sie zu überzeugen? Gibt man sie auf?
Auf alle Fälle sind sie mitten unter uns, nicht am Rande der Gesellschaft. Wie groß ist also der Anteil der Menschen in der Bevölkerung, der ein völlig verzerrtes Bild von Vergangenheit, politischen Akteuren und gesellschaftlicher Einflussnahme hat?

Man sieht es ihnen nicht an der Nase an. Das Paradoxe war, dass ich gemerkt habe, dass die Welt, die sich solche Menschen konstruieren, seien es Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker oder Geschichtsrevisionisten, in sich völlig geschlossen ist, dass alles genau so Sinn ergibt, wie sie es darlegen, keine inneren Logikbrüche vorliegen. Das ist das, was so beängstigend ist. Wenn rechtspopulistische Parteien dann ins gleiche Horn blasen, fühlen sich nicht nur Klimawandel-Gegner bestätigt. Die Europawahl wird auch diesbezüglich sehr spannend.

Meine Küchenausstattung kaufe ich jetzt übrigens bei einem anderen Verkäufer. Ich Verräter.

Liebe Kinder, lernt aus meiner Geschichte! oder Warum in unserer Welt nichts so eindeutig ist, wie es gern verkauft wird

Kolumne* Leserclub *Leipziger ZeitungReichsbürger
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
3 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die VNG AG legt erstmals einen Green Schuldschein auf
VNG-Zentrale. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserErstmals in seiner Unternehmensgeschichte legt der Gashandelskonzern VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig einen sogenannten Green Schuldschein auf. Das Darlehen hat ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro und kann ausschließlich für ökologisch nachhaltige Verwendungszwecke genutzt werden, teilt das Unternehmen mit. Denn man hat auch dort sehr wohl mitbekommen, dass ökologische Fragestellungen für Investoren und Banken immer relevanter werden.
Elsterradweg am Elsterflutbett soll 2021 endlich repariert werden
Der Radweg am Elsterflutbett. Foto: Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Foto: Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Für alle LeserSeit 2015 beschäftigt ein eigentlich recht kurzes Radwegstück den Leipziger Stadtrat und das Planungsamt: Es ist die Rumpelstrecke auf dem Elsterradweg zwischen Schleußiger Weg und Teilungswehr Großzschzocher. Hier liegt der Schotter blank. Aber warum bekam es die Stadt bis heute nicht hin, dieses Wegstück zu reparieren, wollte die Grünen-Fraktion jetzt einmal mehr erfahren.
Ökolöwe reagiert deutlich auf den neuesten LVZ-Artikel zum Motorbootverkehr im Floßgraben
Mittlerweile untersagt: Mäharbeiten im Leipziger Floßgraben. Foto: Kanuverband Sachsen, Falk Bruder

Foto: Kanuverband Sachsen, Falk Bruder

Für alle LeserAm Dienstag, 25. Februar, erschreckte die LVZ ihre Leser mit einer richtigen Horrornachricht: „Floßgraben verlandet – Wasserroute zum Cospudener See in Gefahr“. Der Zeitpunkt war nicht zufällig, denn am 21. Februar hat das Amt für Umweltschutz die neue Allgemeinverfügung zum Floßgraben und zum Schutz des Eisvogels für 2020 veröffentlicht. In der heißt es aus gutem Grund: „Mit maschinenbetriebenen Booten aller Art ist das Befahren grundsätzlich untersagt.“
Schöne digitale Welt: Sechs starke Reden zum Zustand einer algorithmisch entgleisten Welt
Bernhard Pörksen, Andreas Narr (Hrsg.): Schöne digitale Welt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer wissen möchte, warum unsere Gesellschaft derzeit so heftig zu entgleisen droht und was das mit der schönen neuen Medienwelt zu tun hat, der sollte besser nicht die Digitalminister fragen. Und schon gar nicht die Betreiber der großen Netzwerke und Suchmaschinen. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie wissen es wirklich nicht. Und das hat auch mit der Gier zu tun, die blind macht gegenüber menschlicher Not.
Der Tag: Ex-FDP-Stadtrat René Hobusch will Burkhard Jung wählen
Ex-FDP-Stadtrat Hobusch (vorne) möchte OBM Jung wählen (hinten). Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserNachdem der FDP-Politiker Marcus Viefeld aus dem OBM-Rennen ausgestiegen war, hielt er sich mit einer Wahlempfehlung für den zweiten Wahlgang zurück. Anders verhält sich sein Parteikollege und Ex-Stadtrat René Hobusch: Er kündigte an, Burkhard Jung zu wählen. Die aktuellen Stadträte trafen sich heute im Neuen Rathaus zur Februarsitzung der Ratsversammlung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 26. Februar 2020, in Leipzig wichtig war.
copy>paste – Filme und ihre Remakes: Das Testament des Dr. Mabuse und DR. M mit Einführung
Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Der große Klassiker von Fritz Lang und sein weniger bekanntes Remake von Claude Chabrol kreisen um die Prinzipien von Macht und Tyrannei in unterschiedlichen historischen Kontexten: Wo Lang den hektischen Totentanz der 1920er- und 30er-Jahre reflektiert, klingt in Chabrols Film die deutsch-deutsche Umbruchssituation von 1989/90 wider.
Semperoper Ballett: Wiederaufnahme »Labyrinth« mit Ikonen des Modern Dance
Semperoper in der Dämmerung © Matthias Creutziger

© Matthias Creutziger

Mit »Labyrinth« präsentiert das Semperoper Ballett im März 2020 die vier für diesen Ballettabend von Ballettdirektor Aaron S. Watkin zusammengestellten Werke bedeutender, von der School of American Ballett beeinflusster Choreografen, deren Konzeptionen maßgeblich die Befreiung des modernen Tanzes vom traditionell klassischen Ballett repräsentieren.
Martin Dulig kommt mit Küchentisch nach Markkleeberg
Martin Dulig bei einem Besuch in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Donnerstag, den 5. März 2020, kommt der Vorsitzende der SPD Sachsen mit der bekannten Küchentischtour nach Markkleeberg. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Karsten Schütze, und der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping, möchte Martin Dulig mit den Menschen aus dem Leipziger Seenland ins Gespräch kommen.
Sonderveranstaltung »Nach Israel kommen« zum 15-jährigen Jubiläum der Inszenierung »Nathan der Weise«
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Kaum ein Stück am TdJW wurde so lange gespielt wie Jürgen Zielinskis Inszenierung »Nathan der Weise«. Seit 15 Jahren ist Lessings Toleranzdrama der Aufklärung im Programm und wird im März seine*n 25.000 Zuschauer*in begrüßen. Anlässlich des 15. Jubiläums der Premiere findet am 6. März 2020 um 20 Uhr die Veranstaltung »NACH ISRAEL KOMMEN: Lesung, Austausch und Rückblick – Begegnungen zwischen Deutschland und Israel« am Theater der Jungen Welt statt.
Der Stadtrat tagt: Museumskonzeption 2030 beschlossen

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGemeinsam mit den vier städtischen Museen hat die Verwaltung zum ersten Mal eine Gesamtkonzeption erarbeitet, die unter anderem festhält, wie Drittmittel erworben werden und wie sich die Museen mit der Herkunft ihrer Ausstellungsstücke beschäftigen sollen. Um eine ideale Formulierung für letzteres wird aber erst im März entschieden. Schon jetzt ist aber klar: Die Dauerausstellungen sind künftig entgeltfrei.
Verwaltung antwortet auf Anfragen: Bewohnerparken, Skateanlagen und eine wütende AfD

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuf einer Demonstration anlässlich der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hatte sich Oberbürgermeister Burkhard Jung kritisch zur AfD geäußert. Deren Fraktion im Leipziger Stadtrat forderte nun Erklärungen für diese Aussagen. Zudem waren das Bewohnerparken im Waldstraßenviertel und Skateanlagen Thema der Anfragen an die Verwaltung.
Der Stadtrat tagt: Die Februar-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVier Tage vor der Entscheidung bei der OBM-Wahl trifft sich im Neuen Rathaus der Stadtrat zu seiner Februarsitzung. Die Themen auf der Tagesordnung geben durchaus Anlass zur Annahme, dass es die eine oder andere Wahlkampfrede geben könnte. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
„Polish Summer“ – Ausstellung im Unimuseum zeigt aktuelle Fotografien von Tomasz Lewandowski
Logo Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Logo Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Mit 34 spannungsreichen Fotografien porträtiert Tomasz Lewandowski sein Geburtsland Polen. Zu sehen sind die Aufnahmen des Künstlers vom 4. März bis 7. Juni 2020 im Unimuseum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des fünften Kongresses zur Polenforschung, der am 5. März beginnt.
Wenn ein Verwaltungsvorschlag stärker und emotionaler ist als der windelweiche Änderungsvorschlag der CDU-Fraktion
Neues Rathaus und Stadthaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn ihrer Pressemitteilung „CDU-Fraktion stellt Antrag gegen ,Hass, Hetze und Gewalt‘“ sprach die CDU-Fraktion von drei Stadtratsanträgen, auf die sie reagiert habe. Das hat sie auch. Und das erstaunlicherweise drei Mal mit demselben Text. Einfach Copy & Paste, ohne noch einmal nachzulesen und die Fehler zu beseitigen. Und in einem Fall wird das richtig peinlich. Das ist der AfD-Antrag.
Ein schwindelfreudiger Freiherr unter den Jubilaren
Jens Korch stellt die jüngsten Badewannenbücher aus der Edition Wannenbuch vor. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVom 12. bis 15. März findet in Leipzig wieder die Buchmesse statt. Samt Lesefest. Und natürlich mit rund 100 Verlagen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die natürlich nicht den Kopf in den Sand stecken, obwohl auch sie merken, dass gewaltige Kräfte das (Lese-)Verhalten der Menschen ändern und das Büchermachen erschweren. 22 Verlage aus Mitteldeutschland fanden am Dienstag, 25. Februar, trotzdem den Weg ins Haus des Buches, um ihre neuen Titel vorzustellen.