These #18: Der Kampf um den Erhalt von öffentlichen Räumen muss auch digitale Räume einschließen

Für alle LeserDigitalisierung hat einen zunehmenden Stellenwert in der Gesellschaft und ganz besonders in der Lebenswelt unserer Zielgruppen. Deshalb gilt es auch hier, Freiräume zu erhalten, zu erschaffen und zu erkämpfen.
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Der öffentliche Raum ist für junge Menschen ein wichtiger Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum – ein unverzichtbarer Ort des Aufwachsens, der Selbstinszenierung, der Begegnung, des Aushandelns. Er ist damit elementar für die Entwicklung der eigenen Identität. Für einige unserer AdressatInnen in schwierigen Lebenslagen ist er der Rückzugsort oder Wohnraum. Für uns ist er unser Arbeitsplatz.

Mit dem Start ins digitale Zeitalter diskutierten wir im Arbeitsfeld heftig, ob unser Arbeitsplatz, die Straße als öffentlicher Raum, noch zeitgemäß ist. Sollten wir ihn auf digitale Räume ausweiten oder gar durch diese ersetzen müssen? Doch die Grenze verläuft nicht zwischen real und virtuell bzw. digital. Die Frage ist, welche Raumstrukturen das Soziale beeinflussen. Digitale Räume können soziale und öffentliche Räume erweitern oder auch beschränken. Sie sind somit Teil unserer Raumdefinition und müssen folglich bei Diskussionen um Öffnung, Erhalt und Funktion mitgedacht werden.

Wie brisant das Thema digitaler Raum sein wird, war uns 2018, als wir die These schrieben, nicht klar. Wer hätte gedacht, dass 2020 das soziale und öffentliche Leben vornehmlich im digitalen Raum stattfindet? Neben der Chance auf Akzeptanz digitaler Räume als öffentliche Räume und dem Ausbau der digitalen Kommunikationskultur führt die aktuelle Corona-Krise leider auch zu Ausschluss, Diskriminierung und Ungleichbehandlung. Wie der „klassische“ öffentliche Raum wirkt der digitale Raum frei und offen. Doch auch er unterliegt Interessensvertretungen, Sichtweisen und (Macht-) Strukturen.

Sozialutopisten sahen das Internet als Mittel, die Klassenschranken zu überwinden. Aber Technik ist interessengeleitet. Und so haben sich – wie im öffentlichen Raum der Städte – halböffentliche Räume breitgemacht. Ähnlich dem Konsumzwang in den Cafés auf den Fußwegen oder den strahlenden Einkaufstempeln, die früher mal Bahnhöfe und der Inbegriff des öffentlichen Lebens waren, verhält es sich mit dem „freien“ Raum im Internet.

Wer nicht konsumiert (die Werbung) oder bezahlt muss draußen bleiben. Dabei ist die Währung nicht zwangsläufig Geld, sondern vor allem Daten. Die Entscheidung heißt dabei zumeist Akzeptieren der Nutzungsbedingungen der Datenkraken (Facebook, Google, Microsoft, Zoom usw.) oder ausgeschlossen werden, also verzichten auf Informationen, Entertainment oder ganz aktuell den Kontakt zu unseren Mitmenschen, zur Familie und zu Kolleg/-innen. Also entweder Selbstzensur (Chilling Effects) oder „ein paar“ Daten freigeben.

In der aktuellen Krise sind nur allzu viele bereit, die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Es wird auch an Schulen, in Vereinen und Jugendeinrichtungen geskypt, gewhatsappt und gezoomt. Hier sind die besonders schutzwürdigen Interessen und Daten von Kindern und Jugendlichen und das Recht auf informationelle Daten nicht geschützt. Denn es gibt keine harmlosen Daten. Sie werden gesammelt, verknüpft, verarbeitet und ein Profil erstellt.

Diese digitale verzerrte Version von uns oder den Adressat/-innen – das digitale Double wird verwendet, um uns zu beurteilen. Im besten Falle bekommen wir nur angezeigt, was uns „interessiert“. Aber wir kennen unser digitales Double gar nicht, dafür Wirtschaftsunternehmen, Versicherungen und auch Sicherheitsbehörden.

Dass China zwar am anderen Ende der Welt aber doch nicht weit weg ist, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein. China plant für 2020 ein „Social Credit“-System auf Grundlage eines Scoring-Verfahrens der Finanzwirtschaft. Wir haben zwar noch kein Super-Scoring aber die Schufa ist ein Scoring-System. Krankenkassen und Versicherungen ziehen nach — bisher auf freiwilliger Basis. Seit dem 15. März 2019 testet Sachsen in Leipzig ein auf Algorithmen basierendes System (PRECOBS) zur vorauschauenden Polizeiarbeit. Sechs weitere Bundesländer nutzen das sogenannte „Predictive Policing“. Gerade unsere Adressat/-innen sind potenziell besonders gefährdet, durch Big-Data-Analysen und Profiling exkludiert oder manipuliert zu werden.

Neben der Gefährdung der aktuellen und zukünftigen Freiheiten der jungen Menschen verstärkt die Nutzung dieser Dienste schon existierende Verdrängungsmechanismen. Die ohnehin schon übergroßen halböffentlichen kommerziellen Digitalräume sind die Gewinner der Krise. Die Datenkraken gewinnen mehr Marktanteile, Nutzer/-innen und Datenmengen. Selbstlos und sozial klingende Sonderkonditionen zur freien Nutzung ihrer Dienste befördern den Netzwerkeffekt und führen bei Erreichung einer kritischen Masse zu einem exponentiellen Wachstum. „Winner-takes-it-all“ bzw. „Loser-gets-nothing“.

Um den (ehemals) öffentlichen freien Digitalraum zu erhalten oder neuen zu schaffen, braucht es ein alternatives digitales Ökosystem. Einen freien öffentlichen Raum ohne Verfolgung (Tracking), ohne Stigmatisierung (Profiling und Digital Double) sowie freien Zugang (freies Internet). Leider gehören gerade freie Software, dezentrale Plattformen, sichere Kommunikationswege ohne kommerziellen Hintergrund zu den Verlierern der Krise. Es sind ehrenamtliche Initiativen und Organisationen, die sich hier für das Gemeinwohl engagieren. Für sie gibt es kein X-Millionen-Euro-Hilfspaket.

Neben der eigenen Nutzung der Möglichkeiten kommerzfreier und datenschutzfreundlicher Systeme, auch in der Verwaltung, müssen neue Förderstrukturen geschaffen werden. Nachhaltig gefördert werden muss nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Instandhaltung und der Weiterbetrieb vorhandener kommerzfreier und datenschutzfreundlicher Systeme. Es müssen rechtliche Grundlagen dafür geschaffen werden, dass mit öffentlichen Geldern erarbeitete Inhalte in vollem Umfang öffentlich bleiben, das heißt offen zugänglich und weiterverwendbar. Es muss eine öffentliche digitale Infrastruktur jenseits des kommerziellen Marktes entwickelt werden.

Literaturverzeichnis:

Andreas Klose (2012): Treffpunkt Straße? In: sozialraum.de 4 (2).
Berfin Karakurt (2019): Predictive Policing und die Gefahr algorithmischer Diskriminierung. Hg. v. http://grundundmenschenrechtsblog.de. Online verfügbar unter http://grundundmenschenrechtsblog.de/predictive-policing-und-die-gefahr-algorithmische-diskriminierung/.
digitalezivilgesellschaft (Hg.): Aus der Krise lernen: Digitale Zivilgesellschaft stärken! Online verfügbar unter https://digitalezivilgesellschaft.org/.
Egbert, Simon; Krasmann, Susanne (2019): Predictive Policing. Eine ethnographische Studie neuer Technologien zur Vorhersage von Straftaten und ihre Folgen für die polizeiliche Praxis. Projektabschlussbericht. Hg. v. Universität Hamburg. Universität Hamburg. Hamburg. Online verfügbar unter https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sowi/professuren/hentschel/forschung/predictive-policing/egbert-krasmann-2019-predictive-policing-projektabschlussbericht.pdf.
Hannah Bothe: Privatsphäre vs. Teilhabe – Auswege aus dem Dilemma. Hg. v. digitalcourage. Online verfügbar unter https://digitalcourage.de/blog/2020/privatsphaere-vs-teilhabe-auswege-aus-dem-dilemma.
Jens Aesche; Christian Dimmer (2001): Mythos öffentlicher Raum – wie öffentlich muss der Stadtraum der Zukunft noch sein? Online verfügbar unter https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/deliver/index/docId/1629/file/Aesche-Dimmer_Mythos_oeffentlicher_Raum.pdf#page=66&zoom=auto,-214,403.
Johannes Brock (2017): Hybride Streetwork. In: sozialraum.de 9 (1). Online verfügbar unter https://www.sozialraum.de/hybride-streetwork.php.
klicksafe (Hg.) (2013): Privatsphäre im digitalen Zeitalter. Online verfügbar unter https://www.klicksafe.de/themen/medienethik/privatsphaere-und-big-data/privatsphaere-im-digitalen-zeitalter/.
Stefan Krempl: Experten warnen vor „Super-Scoring“ à la China in Deutschland. Hg. v. heise.de. Online verfügbar unter https://www.heise.de/newsticker/meldung/Experten-warnen-vor-Super-Scoring-a-la-China-in-Deutschland-4208327.html.
Uli Ries: Videokonferenz-Software: Ist Zoom ein Sicherheitsalptraum? Hg. v. heise.de. Online verfügbar unter https://www.heise.de/security/meldung/Videokonferenz-Software-Ist-Zoom-ein-Sicherheitsalptraum-4695000.html.

Interessantes auf die Ohren zum Thema.
Katharina Nocun, Podcast Denkangebot:

DA004: Nix zu verbergen
https://www.denkangebot.org/podlove/file/5/s/feed/c/mp3/DA004.mp3
DA006: Gläserner Kunde
https://www.denkangebot.org/podlove/file/7/s/feed/c/mp3/DA006.mp3
DA007: Überwachung Made in China
https://www.denkangebot.org/podlove/file/8/s/feed/c/mp3/DA007-1.mp3

Infos zur Thesen-Aktion: Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat der Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V. einen Kalender mit 25 Thesen aus der Praxis zusammengestellt. Diese beziehen sich auf aktuelle Gegebenheiten und Entwicklungen in Gesellschaft und Jugendarbeit, auf die die Streetworker des Vereins in ihrer täglichen Arbeit stoßen. Die Thesen sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen – und im Idealfall den Anstoß für einen Veränderungsprozess geben.

Mehr Infos zur Mobilen Jugendarbeit Leipzig e.V.:
www.kuebelonline.de

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

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Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

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