Artikel zum Schlagwort Mobile Jugendarbeit

25 Jahre MJA Leipzig e. V. – 25 Thesen aus der Praxis

These #23: Jugendarbeit droht ein Bedeutungsverlust, da sie zunehmend als on/off-Dienstleister verstanden wird

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserEine bedarfsgerechte Jugendarbeit kann nicht beliebig eingesetzt werden. Sie ist ganzheitlich, präventiv und kontinuierlich wirksam. Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit! Soziale Arbeit als Dienstleistung zu beschreiben, ist Teil einer breiten fachlichen Diskussion über Begriffe wie Qualität, Wirksamkeit oder Outputorientierung, kurz der Ökonomisierung einer am Menschen und dessen Entwicklung orientierten Arbeit. Weiterlesen

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These #22: Soziale Arbeit muss aktive politische Kraft sein, um soziale Ungleichheit zu verringern.

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Für alle LeserSoziale Arbeit hat die Möglichkeit und Pflicht, sich politisch einzumischen. Sie ist Lobby für marginalisierte Gruppen. Wir haben in unserer Arbeit mit marginalisierten jungen Menschen zu tun, welche soziale Ungleichheit tagtäglich erfahren. Kommen beispielsweise junge Menschen bei uns an und sind von Wohnungslosigkeit betroffen, so finden sie in den meisten Fällen keinen eigenen Wohnraum. Weiterlesen

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These #21: Lieber alle am Ball statt Opernball.

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Für alle LeserWir finden es ungerecht, dass (nicht nur) wir trotz Rekordeinnahmen im Steuer- und Abgabenbereich jährlich um jeden Cent kämpfen müssen. Für manche ist er das absolute Highlight des Jahres: Der Opernball. Glanz, Glamour, feinste Speisen, roter Teppich, Promifaktor, sehen und gesehen werden. Doch gerade dieser zur Schau gestellte Überfluss mit dezenter „Was-kostet-die-Welt?“-Attitüde macht ihn für unsere aktuelle These zu einem treffenden Symbol. Weiterlesen

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These #20: Soziale Arbeit ersetzt niemandem die Übernahme sozialer Verantwortung.

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Für alle LeserSoziale Arbeit hat keine Alleinverantwortlichkeit und dient nicht als Kompensator. Soziale Verantwortung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – sie obliegt jedem einzelnen Menschen. Gilt es, soziales Handeln, gesellschaftliche Prozesse und die Profession der Sozialen Arbeit gemeinsam zu betrachten, empfiehlt sich Eingangs einen kurzen Blick auf die Entstehung und Ausgliederung der Sozialen Arbeit zu werfen. Soziales Handeln ist so alt wie die Menschheit selbst. Weiterlesen

Engagement

Sondertrikot „Let’s kick Corona“: FC Blau-Weiß unterstützt Streetworker

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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelGetreu seiner Vereinsphilosophie „Wir engagieren uns aktiv in unserer Nachbarschaft“, hat der FC Blau-Weiß Leipzig eine bemerkenswerte Spendenaktion gestartet. Der in Kleinzschocher ansässige Verein möchte damit in dieser coronabelasteten Zeit ein positives Zeichen setzen und seinen Beitrag dazu leisten, vor allem solchen jungen Menschen zu helfen, die diese Krise besonders stark belastet. Weiterlesen

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These #17: Funktionierender Wettbewerb bedeutet nicht: „Hauptsache billig.“

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Für alle LeserDamit Wettbewerb im sozialen Bereich nicht zu Monopoleismus und unsozialem Handeln führt, braucht es tragfähige Rahmenbedingungen. Geiz ist geil! Leanmanagement, Input – Output, Transformation, Globalisierungsprozesse, Controlling, Marktorientierung, Konkurrenz, Digitalisierung, Gewinn und Rentabilität. Was haben diese Begriffe mit der Sozialen Arbeit zu tun? Was sind Ihre ersten Gedanken, wenn Sie an Soziale Arbeit denken? Etwa an das Primat der Effizienz, an Marktanalysen oder gar an Wettbewerb? Weiterlesen

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These #16: Kinder und Jugendliche suchen ihre Werte und Vorbilder – was sie finden, liegt auch an Dir.

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Für alle LeserDieser Verantwortung muss sich die Gesellschaft bewusst sein und Werte, die sie vermitteln will, täglich leben. In Walt Disneys „Mary Poppins“ (1963) wird für die schwer händelbaren Geschwisterkinder eine „Kinderschwester“ gesucht. Um genau zu sein, die sechste Kinderschwester in Folge. Der Vater ist der Meinung, er verfüge über genügend Urteilsfähigkeit, Einsicht und Menschenkenntnis, um eine geeignete Kinderschwester für seine „Brut“ zu finden. Weiterlesen

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These #14: Räume sind Teilhabe – jede(r) sollte die Möglichkeit haben, diese zu beleben.

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Für alle LeserDamit sich ein Mensch frei entfalten kann, ist es essentiell, am öffentlichen Raum teilzuhaben, diesen zu gestalten und frei nutzen zu können. Eine wachsende Stadt wie Leipzig hat mit vielen Hürden zu kämpfen, um den Menschen, die in ihr leben, gerecht zu werden. Einhergehend mit der wachsenden Zahl an Einwohnern ist dies wohl die Verknappung von Räumen. Ob Wohnräume, Parkplätze oder Freiflächen, die Räume werden weniger. Weiterlesen

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These #12: Eine demokratische Verwaltung muss dem Menschen dienen.

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Für alle LeserDafür muss sich das System Verwaltung an die Lebenswelt und die Bedürfnisse der Bürger*innen anpassen. Wir empfehlen: Geht zu den Menschen. Eine hastig getippte SMS, ein "kurzes" Telefonat oder eine panische Sprachnachricht vom Jugendlichen. Fast jeder Sozialarbeitende kennt diese Situation, wenn es darum geht, dem Ratsuchenden Klarheit zu verschaffen: Es gab Post vom Amt! Weiterlesen

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These #11: Die Investition in frühzeitige Unterstützungsangebote verhindert soziale Benachteiligung

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Für alle LeserSo müssen die Freizeit-, Präventions- und Förderangebote für die wachsende Gruppe der Lückekids im öffentlichen Raum dringend ausgebaut werden. Sie drängen in die Öffentlichkeit. Sie überrennen die Freizeiteinrichtungen im Viertel. Sie sind laut und dürsten nach Aufmerksamkeit. Und sie werden immer mehr. Sie sind: DIE LÜCKE-KINDER! Was wie der Trailer zum neuesten Monsterfilm klingt, ist die etwas überspitzte Darstellung einer Entwicklung, die nicht nur wir Mobilen Jugendarbeiter*innen bereits seit einigen Jahren verfolgen. Weiterlesen

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These #10: Die Angst vor Status- und Fördermittelverlust in der Sozialen Arbeit verhindert Politisierung

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Für alle LeserKritik am System und Veränderung im Sinne einer sozialen Gerechtigkeit sind unbequem – nicht nur für den/ die Kritisierte/n. Wir alle kennen die Redewendung „Beiße niemals die Hand die dich füttert“. Soziale Arbeit wird in Deutschland überwiegend durch Steuermittel finanziert, also als Zuwendung durch die Kommunen oder das Land an die Träger ausgereicht. Weiterlesen

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These #9: Jugendarbeiter*innen müssen sich mit der Gestaltungsmöglichkeit der Digitalisierung befassen.

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Für alle LeserTun sie das nicht, werden sie von ihren Adressat*innen abgehängt. Unsere Adressat*innen nutzen die „neuen“ technischen Errungenschaften wie selbstverständlich. Und so fühlen wir uns gelegentlich etwas abgehängt, wenn wir sehen, wie sie mit ihren Smartphones und Konsolen hantieren, ihre Musik über Streamingdienste hören sowie sich mit WhatsApp und Instagram die Clique ins Kinderzimmer holen. Weiterlesen

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These #7: Es gibt keine wertlosen Menschen.

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Für alle LeserDie Akzeptanz einer gesellschaftlichen Unterschicht ist inhuman und zynisch, daher müssen wir diesem Prozess entgegenwirken und Chancengleichheit herstellen. Deutschland, ein Wohlfahrtsstaat mit Sozialleistungssystem und Schulpflicht. Wie kann es dann eine neue Unterschicht geben und durch was zeichnet sie sich aus? Weiterlesen

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These #5: Mobile Jugendarbeit ist ein wichtiger Katalysator für Vernetzung

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Für alle LeserBegründet durch ihre Flexibilität verbessert Mobile Jugendarbeit die Zusammenarbeit der Akteur*innen im Stadtteil. Fachübergreifend gedacht, wird dadurch aus einem Nebeneinander ein Miteinander. „Wozu nun auch noch Vernetzung!? - Wo sollen wir denn die Zeit dafür hernehmen, wir haben wahrlich schon genug zu tun!“- hören wir immer mal wieder. Das piekst uns als Mobile Jugendarbeiter*innen ins Herz. Denn wir sehen gerade unser Handlungskonzept als prädestiniert für Netzwerkarbeit an. Aber warum ist das so, und wieso finden wir Vernetzung wichtig? Weiterlesen