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„Ungeimpfte“: Ein schwieriges Wort

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    Manche Recherchen beginnen mit einer einfachen Frage. Sie lautet, ob denn bei der in den letzten Wochen so oft zitierten „Inzidenz der Ungeimpften“, also die Zahl der an SARS-COV2-erkrankten Menschen ohne Impfschutz, auch die Kinder bis 12 Jahre mitgezählt werden. Also jene kleinsten Bewohner Sachsens, von denen viele noch gar keine Chance auf eine Impfung hatten und in deren Kreisen derzeit der SARS-COV2-Erreger teils stärker unterwegs ist, als bei allen anderen. Nun sogar mit stark gestiegenen Inzidenzen von geschätzt 1.000 bis 1.200. Eine Nachfrage beim Staatsministerium für Soziales half da erst einmal nicht wirklich weiter. Die Datenlage im Freistaat ist bedenklich dünn.

    Es geht darum, die „Impflücke zu schließen“, hörte man in der vergangenen Woche immer lauter und lauter und eine Zahl machte speziell aus Sachsen dazu die Runde. Nur 57,7 Prozent aller Sachsen seien überhaupt geimpft, stünden nun an der Schwelle zur dritten Impfung, um die Vermeidung schwerer Erkrankungen bei ihnen nochmals zu verstärken.Umgekehrt lautete die allgemein verbreitete Aussage demnach, dass 42,3 Prozent der Menschen im Freistaat, also immerhin sagenhafte 1,776 Millionen ungeimpfte Menschen derzeit das Risiko schwerster Erkrankungen oder den Tod in Kauf nehmen, um sich nicht „die Spritze“ geben lassen zu müssen.

    Bei allem Furor, der sich angesichts der aggressivsten Impfgegner unter diesen durchaus verstehen lässt, ist die Lage wohl nicht ganz so und verlangt nach Differenzierung.

    Statistik: Anzahl der Einwohner in Sachsen nach Altersgruppen am 31. Dezember 2020 | StatistaMehr Statistiken finden Sie bei Statista 

    Wie renitent sind die Sachsen wirklich bei der Impfung?

    Während die Angabe der „Geimpften“ durch die Erfassungen bei der Impfung (trotz einiger gefälschter Impfzertifikate) relativ genau sein dürfte, ist die Zahl der so titulierten „Ungeimpften“, aus welchen man dann folgend auch die Erkrankten ermittelt, aus verschiedenen Gründen fehlerhaft bis falsch, da sie offenkundig auf den Zahlen der „Geimpften“ fußen.

    Damit enthalten diese „Ungeimpft“-Zahlen auch alle Kinder, welche noch kein Impfangebot erhalten haben. In Sachsen sind das schätzungsweise (siehe Grafik statista, Stand 31.12.2020) 545.787 junge Menschen (wir runden auf 500.000 ab, da die Zählung bis 14 Jahre geht). Fraglich dennoch, wie die häuslichen Debatten bei den Jugendlichen bis 18 Jahren zum Impfstatus beigetragen haben mögen.

    Zieht man jedoch allein diese Gruppe der bis 12-Jährigen von den „Ungeimpften“ ab, ergibt sich eine Zahl von 1,276 Millionen oder 31,45 Prozent an „freiwillig Ungeimpften“. Diese reduziert sich nochmals durch die sehr kleine Zahl jener, die sich tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

    Reden wir also von rund 30 Prozent oder 1,217 Millionen der Bewohner/-innen in Sachsen, die sich – nach lokalen Unterschieden wie beispielsweise zwischen der Sächsischen Schweiz und Leipzig mehr oder minder stark lokal vertreten – bislang nicht impfen lassen wollten.

    Oder im Sommer dachten, die Pandemie würde auch ohne ihre Beteiligung vorübergehen. Reduziert man diese sicherlich bei mindestens 10 Prozent zu sehenden „Gedankenlosen“ und für Argumente noch erreichbaren Menschen mal heraus, bleiben noch rund 20 Prozent oder rund 811.000 echte „Impfverweigerer“ im Freistaat.

    Eine Zahl, die auf dem Höhepunkt der Impfkampagne des Jahres 2021 in ganz Deutschland an einem Tag geimpft wurde, hier jedoch unerreichbar scheint. Angesichts der speziellen Gruppe ist klar, dass man diese Gegenüberstellung auch hätte lassen können.

    Gerade hat eine Jenaer Corona-Studie ergeben, dass schon die Inzidenzzahlen des Jahres 2020 einen Zusammenhang mit dem Wahlverhalten pro AfD vorrangig im ländlichen Sachsen aufzeigen.

    Und gerade melden genau diese Landkreise wie Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen erneut höchste Inzidenzen und Hospitalisierungen, also das Fehlen von Pflegekapazitäten, im obersten Bereich Deutschlands, wo sich bei den Bundestagswahlen 2017 und 2020 die Karte blau färbte.

    Stieß eine "Impfpflicht"-Debatte gegenüber Michael Kretschmer an: Prof. Dr. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Stefan Straube / UKL
    Stieß eine „Impfpflicht“-Debatte gegenüber Michael Kretschmer an: Prof. Dr. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Stefan Straube / UKL

    Diese teilweise in den sozialen Netzwerken und bei diversen rechten bis rechtsextremen Aufmärschen 20 Prozent sind der eigentliche Grund, warum nun auch im Freistaat eine „Impfpflicht“-Debatte rollt und in Österreich bereits von einem ersten Durchführungsversuch begleitet wird.

    Ohne sie wird jedoch – berechnet man zudem noch die Zeit ein, bis ein voller Impfschutz erreicht ist – eine für die Delta-Variante des Coronavirus nötige Impfquote von 95 Prozent nicht erreichbar sein. Ein Grund mehr nur neben dem Fakt, dass es längst um eine Verlangsamung der COVID-Ausbreitung geht, warum es definitiv nichts wird mit dem Ende des bislang auf 12. Dezember 2021 angesetzten „Wellenbrecher“.

    Die Krankenhäuser werden ab jetzt so oder so noch vier Wochen lang „volllaufen“ und allein der Zeitverzug beim Impfen zeigt Richtung Februar, März 2021. Und so mancher wird in der Impfunwilligkeit der letzten 20 Prozent verharren, von denen prozentual und absolut betrachtet die meisten Menschen an COVID-19 versterben oder auf der Intensivstation landen werden.

    Nachrichten zu Kindern aus Bayern, die es in Sachsen nicht gibt

    Am 15.11.2021 meldete der Bayrische Rundfunk „Inzidenz bei Kindern in Bayern springt auf über 1.000“ und berichtete verschiedene Zahlen für verschiedene Altersgruppen bis 19 Jahre von 500 bis über 1.000. Informationen, die es so in Sachsen nicht gibt.

    Denn bei der Erfassung ungeimpfter Menschen mit einer COVID-19-Erkrankung (Inzidenz) in Sachsen wird laut Definition des Staatsministeriums für Soziales derzeit nicht zwischen Kindern und Erwachsenen unterschieden.

    So heißt es seitens des Sozialministeriums Sachsen: „Die Gruppen der „Geimpften“ sowie der „Ungeimpften“ in der Gegenüberstellung der 7-Tages-Inzidenzen setzen sich aus Personen aller Altersgruppen zusammen, es wird nicht nach Altersgruppen differenziert.“ Ein Grund ist auch, dass man angesichts der Flut von Krankmeldungen nicht mehr nachkommt.

    So räumt das Ministerium auf LZ-Nachfrage ein, dass „angesichts der extremen Fallzahlen die Datenlage bezüglich des Impfstatus derzeit nicht aktuell und daher nur bedingt belastbar“ sei. Demnach bleibt also angesichts der bereits in der letzten Woche geschlossenen Schulen in Sachsen und eigener Beobachtungen nur, eine Inzidenz unter den Kindern und Jugendlichen in Sachsen auf 1.000 bis 1.200 zu schätzen.

    Eine Erklärung neben den unzähligen dezentralen Impfmöglichkeiten mittlerweile bei den Erkrankten: „Die Gesundheitsämter ermitteln den Impfstatus erst nach einigen Tagen und ergänzen die Ermittlungsergebnisse zum Impfstatus erst im Nachhinein. Es ist nicht auszuschließen, dass sie angesichts der Arbeitsbelastung gar nicht nachgetragen werden.“

    Doch was ist nun mit jenen jungen Mitmenschen in Sachsen, die für die Pandemie und die Folgen am wenigsten können und ihrer Gefahr an COVID-19 schwer zu erkranken?

    Gute Nachrichten vom Robert-Koch-Institut (RKI)

    Die Wahrheit dieser Krise liegt im Krankenhaus. So könnte man sicher etwas zynisch die Zahlen des RKI vom 18. November 2021 zur sogenannten „Hospitalisierungsquote“ (PDF) in Unterscheidung zwischen ungeimpften und geimpften Patienten zusammenfassen.

    Ist die „Inzidenz“ längst „nur“ die Vorwarnung nachfolgender, schwererer Erkrankungen bis hin zu Long COVID, zeigen die mittlerweile wichtigeren Hospitalisierungsquoten auf, was in den einzelnen Altersgruppen bei einer COVID-19-Erkrankung tatsächlich geschieht.

    Die Hospitalisierung unter Covi19 nach Altersgruppen. Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI), 18.11.2021
    Die Hospitalisierung unter COVID-19 nach Altersgruppen. Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI), 18.11.2021

    So lässt sich über das Beispiel aus Meißen hinaus einerseits unterscheiden, was einem „freiwillig Ungeimpften“ droht und wie die Lage, neben den hochgefährdeten älteren Mitbürgern, bei den unfreiwillig nicht geimpften Kindern ist. Wenn auch, und das muss man wohl betonen, immer erst nach einer Frist von rund 14 Tagen, wie auch das Robert-Koch-Institut (RKI) ausweist.

    Dennoch zeigt die Kurve etwas Positives im Schlimmen. Auch mit dem Auftreten der Delta-Variante scheinen die Kinder bis 12 Jahre ausgesprochen gering von Krankenhausaufenthalten in Verbindung mit COVID-19 betroffen zu sein. So bewegt sich die Kurve bis ins erste Drittel des Novembers 2021 hinein trotz hoher Inzidenzzahlen bei den Neuinfektionen im erfreulich niedrigen Bereich von wenigen Dutzend Kindern in ganz Deutschland.

    Für Sachsen könnte dies bedeuten, dass unter 500.000 Kindern bis 12 Jahren trotz einer mutmaßlichen Inzidenz von 1.000 (auf 100.000 Menschen) demnach rund 5.000 Kinder erkrankt sind, darunter jedoch nur eine Handvoll in ein Krankenhaus müssen, weil der Verlauf schwerer Natur ist.

    Warum Impfen? Das RKI veröffentlichte am Donnerstag, 18.11.2021 eine Gegenüberstellung der Patienten nach ungeimpft/geimpft aus den Krankenhäusern. Foto: RKI, Screenshot
    Warum Impfen? Das RKI veröffentlichte am Donnerstag, 18.11.2021 eine Gegenüberstellung der Patienten nach ungeimpft/geimpft aus den Krankenhäusern. Foto: RKI, Screenshot

    Allerdings können coronainfizierte Kinder natürlich ihre geimpften oder ungeimpften Eltern anstecken. Und die haben eine deutlich höhere Hospitalisierungsquote als sie selbst; vor allem, wenn sie ungeimpft sind.

    Auch wenn also das Land Sachsen derzeit im Gegensatz zu anderen Bundesländern Probleme beim Melden der Zahlen hat, zeichnet sich ein Trend ab: Das noch sehr lernfähige Immunsystem der Kleinsten im Land könnte mit dem Virus am besten klarkommen. Ein Umstand, der natürlich von radikalen Impfgegnern dazu genutzt wird, die Impfwirkung als Ganzes infrage zu stellen.

    Eine Behauptung, die mit den Daten des RKI am 18.11.2021 durch die Hospitalisierungsangaben in allen anderen Altersstufen widerlegt wird (siehe Grafik: „Warum Impfen?“). Auch deshalb wird das Risiko eines ungeimpften Erwachsenen an COVID-19 zu versterben mit bis zu 30-fach über dem angegeben, welches ein gegen COVID-19 geimpfter Erwachsener hat.

    Dies belegen auch die konkreten Fallzahlen aus dem Landkreis Meißen in Sachsen.

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      33 KOMMENTARE

      1. übrigens habe ich genug zu sagen, man könnte es auch lesen, wenn es nicht ständig gelöscht würde, nur weil es dem gewünschten Duktus nicht entspricht. Ich verlasse jetzt bis auf weiteres das Portal

        Hinweis der Moderation: Dafür sind wir Ihnen dankbar. Ihr Hinweis, dass es hier einen „gewünschten Duktus“ gäbe, zeigt, dass Sie bis zum Schluss nicht verstanden haben, dass Widersprüche zu Ihren Darstellungen zur Debatte gehören. Von unzähligen Beiträgen Ihrerseits wurde einer gelöscht. Auch hierin versuchen Sie ein falsches Bild unserer Arbeit zu zeichnen.

      2. Na genau das ist doch das Problem! Alle hätten ihre Erstimpfung schon hinter sich gebracht haben können.
        Jetzt kreuzt sich das natürlich mit der Wiederholungsimpfung, weil die Ungeimpften auf einmal merken, ups, es wird ernst.
        Das hier Staat und Land konsequent versagen und ständig einen Kotau nach dem anderen für die lauten Corona-Leugner machen, setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf.

      3. @Sebastian, ich habe offen gesagt angesichts des Arbeitsvolumens bei uns keine Zeit und Muße, nunmehr, neben schon wieder aufgelaufenen drei aktuellen „Pandemie“-Themen, hier im Kommentarbereich mit Ihnen diverse theoretische Fallkonstellationen durchzudeklinieren, welche zur Löschung oder nicht führen könnten.

        Sie werden es erleben, was und wann zu einer justiziablen Beleidigung, gezielte Falschinformation oder Volksverhetzung „reicht“ und somit unter Hinweis der Moderation gelöscht wird.

        Was gleichzeitig bedeutet, dass wir wohl – jetzt wo J. und Saschok so gar nichts mehr zu sagen haben, wenn „Butter bei die Fische“ kommt – natürlich beim weitaus komplexeren, moderierenden Vorgehen bleiben werden, als einfach alles wortlos wegzuknallen, was beispielsweise als Links zu Lügenmedienseiten wie Reitschuster oder anderem rechts- und verschwörungsdrehenden Gemüse daherkommt.

        Es geht darum, miteinander im Gespräch zu bleiben, ohne einfach zu löschen. Dennoch müssen wir alle wohl eine Linie respektieren. Die L-IZ.de bestimmt, was geht und was nicht. Und es gab noch nie eine immer gerechte Moderation, weshalb wir so oder so versuchen, so wenig wie irgend möglich einzugreifen.

        Doch gegen Propagandaversuche sollten wir uns alle hier wehren, nicht nur die Mod. allein. Sie helfen nicht weiter, verunsichern auch mitlesende Dritte und erzeugen so mehr Schaden, als Ihnen und anderen hier vielleicht bewusst ist.

        Dazu gehört, dass diese beständigen Versuche, das Impfen zu diskreditieren und stattdessen Nebenschauplätze aufzumachen, eine sehr wirksame Strategie ist, um Menschen Ausreden für ihre Impfverweigerung zu liefern.

        Nichts also gegen eine offene Debatte, aber in diesem Fall unter Einbezug dieser Tatsache.

      4. Herr Freitag,

        Klar stimme ich Ihnen da zu, dass Beleidigungen pauschal einer Gruppe gegenüber etwas anderes sind als konkrete Personenbeleidigungen. Aber was ändert das an der Feststellung, dass Sie Beleidigungen unterschiedlich gewichten, je nach dem um wen/welche Seite es geht?
        Die Gruppenbeleidigung „Die asozialen Eidechsenliebhaber sollten mal schön ihre Fresse halten!“ hätte wohl unter dem besagten Artikel Bestand gehabt?

        Thomas _2, wenn es Ihr aufgewühlter Zustand zulässt und Sie mal Lust dazu haben, nehmen Sie sich vielleicht mehr Zeit zum Reinlesen der Kommentare, bevor es um Schiffe versenken in der Krabbelgruppe geht. Einige der Leute, die der Meinung sind, dass Impfunwillige nicht per se DAS eine Problem aktuell sind, so wie ich,die sind längst geimpft.

        Und wenn sich jetzt „einfach alle mal impfen lassen“, wie Sie das fordern, und die Logistik vielleicht sogar endlich mal hinterherkommen sollte, dürften die Effekte ungefähr im Monat Januar auffallen. Auch nicht schlecht, aber das ist dann eher was für ruhige Ostern 2022, als für ein (aus der Sicht der Intensivstationen) ruhiges Weihnachten 22.
        Mein Hausarzt ist übrigens im März bei der Terminvergabe für Impfungen gegen Covid.

        Man hat sich wohlfeil, und sicher auch mit guten Gründen, vorgenommen die Schulen nicht zu schließen, aber soweit ich mich erinnere war genau DAS ein wirksamer schneller Hebel in den letzten Wellen. Wenn man das Maske tragen und andere Regeln vielleicht noch besser kontrollieren würde, gäbe es sicher auch noch Effekte für die Inzidenz.

      5. Haha, ich höre nur „mimimi“. Treffer, versenkt oder wie!?
        Gehts halt alle zum Impfen, dann haben wir auch keine Diskussion mehr.
        Aber immer schön um den heißen Brei rumlabern, irgendwelche Ausflüchte und blablablabla. Klar, machen wir eine akademische Grundsatzdiskussion über die Verwendung und Definition von Begriffen auf. Ist ja so viel bequemer, als über die Unfähigkeit der Ungeimpften zu reden. Ein Bisschen Antifa darf da natürlich von interessierter Seite auch nicht fehlen. So lächerlich und durchschaubar ist dieser, ich mag es gar nicht so nennen, Diskussionsstil!
        Die Zeit des Verständnisses ist vorbei!

      6. @Sebastian: Sie stimmen mir sicher zu, dass eine konkrete Beleidigung einer Person etwas anderes ist, als die Titulierung einer Gruppe. Richtig. Gut, dann hätten wir es ja aufgelöst.

      7. Es geschieht hier letztlich jedes Mal das Gleiche durch die gleichen Personen. Erst verbreiten Sie Unwahrheiten und halbe Fakten, um sich anschließend über Eingriffe, hier moderierende Hinweise der Redaktion, personalisiert bei mir zu beklagen. Es geht speziell um die Personen Saschok und J..

        Ich weise deshalb ein für alle mal auf etwas Einfaches hin: Nicht Sie, sondern die L-IZ.de trägt hier die Verantwortung, auch für Ihre teilweise als Falschdarstellungen zu bezeichnenden Beiträge. Verbreiten Sie Ihre Thesen gern überall – tun Sie es hier, ist es eben nicht Facebook, Telegram oder WhatsApp.

        Sollten Sie mit der gewählten Variante der Moderation nicht einverstanden sein, können wir (!) – also nicht ich allein – gern auch kommentarlose Löschungen vornehmen, wie es andere Zeitungen längst praktizieren, um den Kommentarbereich noch einigermaßen FAKTENbasiert zu halten.

        Entscheiden Sie sich.

        Grüße M.F.

      8. Herr Freitag letztendlich haben Sie zu meinem Kommentar den Sie abkanzeln mit:
        „Hinweis der Moderation: Da der User mit verdrehten Halbwahrheiten aufwartete, beginnen wir nun leider mit ersten Löschungen.“ keinerlei Gegenargumentation geliefert. Sie mögen hier das Hausrecht haben wie Google, Youtube usw. Ihr grundsätzlicher Meinungsjournalismus wird aber auch anderen immer klarer.

      9. @Saschok
        Ich weiß jetzt nicht ob sie das auf meinen Beitrag oder einen vorherigen beziehen.

        Korrektur zu meinem letzten Absatz, ich schrieb: „Und wenn wir nun Druck erhöhen und zur Impfung zwingen (d.h. letztlich unsere Regierung), aber wir wären dann z.b. im nächsten Herbst (man sollte sich nicht zu sicher sein!) dann immer noch nicht aus der Pandemie raus und es läge immernoch viele Menschen auf den Intensivstationen, dann wird beim nächsten Mal in pandemischer Notlage die gleiche oder eine neue Regierung gewaltig an Legitimität und Autorität eingebüßt haben. Das ist aus meiner Sicht sicher.“

        Hier muss ich meine Sicherheitsbekundung selbst relativieren: Eine durchgreifende Regierung kann natürlich auch bei vielen Menschen an Legitimität und Autorität gewinnen.

        Ansonsten stehe ich zu dem Geschriebenen und respektiere es, wenn andere gewisse Dinge anders sehen.

      10. Guten Tag, mein erster Beitrag zu dem Thema, was die allermeisten sehr aufbrausen lässt. Der Reihe nach:

        @Moderation zu Saschok:
        „Hinweis der Moderation: Eben die Information, dass auch Geimpfte noch (in geringerem Maße) ansteckend sein können, sofern sie eine Covid19-Infektion in sich tragen, wurde und wird landauf, landab ständig berichtet. Bezieht man jedoch mit ein, dass Geimpfte ganz offenkundig eher zu einem solidarischen und informiertem Verhalten neigen, während Ungeimpfte häufig auch schon vorhergehende Schutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Schutzmaske) ablehnen, ist der pauschalen These, diese wären gefährlicher als Ungeimpfte klar zu widersprechen.“

        Unzeitgeist:
        Ich muss deutlich sagen, dass eine moralische Zurechtweisung und Zensur bei einer Frage der Wahrheit nichts zu suchen hat, weil sie bei der Frage danach, was der Fall ist, nichts zur Erkenntnis beiträgt. Zurück zu unserem Thema kann man z.B. doch ganz sachlich wiederholen, dass man die Sichtweise nicht teilt und z.B. auf die Inzidenzen der Ungeimpften im Vergleich zu den Geimpften verweisen. Ungenommen ist es aber der Fall, dass 2G ohne Sonstige Maßnahmen auch ein Problem darstellt. Weitere Konkretisierung: Um volatile Gruppen zum Beispiel zu schützen reicht es längst nicht, wenn nur alle geimpft sind, hier benötigt es weiterhin ein strenges Testregime, selbst wenn die Alten geimpft sind da der statistisch erwartbare drohende Schaden – je älter diese Personen sind – immernoch groß ist und nicht extrem selten ist!

        @nuhn:
        Sie gehen weit über einen respektvolles Gespräch hinaus. Und es ist hinlänglich bekannt, dass Geimpfte auch noch Probleme mit Corona haben können sowie auch, dass diese solche verursachen können; dafür gibt es unzählige Quellen auch von internationalen Autoritäten, das muss man ihnen auch nicht einzeln heraussuchen, das können sie selbst und es ist ein Teil der Wahrheit. Sind diese problematischer als Ungeimpfte? Nein, natürlich nicht, aber sie sind (zum Teil) gefährdet und gefährden.
        Ihre Abkanzelung von Kekule spricht nicht nicht für sie. Er hat in der ganzen Pandemiezeit sachlich viel erklärt, problematisiert und lag auch einige Male richtig und zwar bis heute.

        Allgemeine Aussage Unzeitgeist:
        Erstens sehe ich, dass es weite Kreise, sogar unter sich selbst als liberal verstehenden Menschen gibt, die die ganze Schuld bei Ungeimpften suchen und diese mittlerweile richtig hassen. Es scheint mir fast ein Glücksfall zu sein, dass sie eine Feindbildgruppe gefunden haben um ihre Unzufriedenheit abzuladen.
        Um es klar zu sagen: Ich bin geimpft und ich bin klarer Impfbefürworter, halte es auch rational allgemein für eine deutlich bessere Sache als nicht zu impfen (ausgenommen besonderer Menschen mit besonderen Umständen), aber ich habe genug Informationen vorliegen und sehe wenn ich mal den Blick aus Deutschland hebe genug Anderes, das mir beweist, dass diese Pandemie nicht einfach aufhört (oder ausreichend ungefährlich ist) auch bei höherer Impfquote (d.h. wie oben bereits argumentiert braucht es weiterhin Vorsicht und Maßnahmen um gefährdete Gruppen zu schützen!). Das zu akzeptieren fällt schwer, man hat die Nase voll, man hatte gedacht es wäre vorbei, aber es ist nun wie es ist.

        Zweitens muss festgehalten werden, dass unsere politischen Führungen in der Pandemie oft keine gute Politik (vor allem aber nicht nur Informationspolitik) betrieben haben. Zugegeben auch, dass diese Aufgabe sehr schwierig ist, aber es war mitunter ein Trauerspiel. Wir leben in einer individualistischen Gesellschaft mit dem Zentrum der persönlichen Freiheitsrechte und huldigen der individuellen Wahl und Einsicht, dass jeder für sich selbst Entscheidungen treffen soll. Darüber wären viele Dinge zu sagen, aber es soll nicht zu philosophisch bleiben und vom Thema wegführen, daher kurz: Es gibt hier viele rationale (in dem Sinn, dass sie eine Herausforderung für die Rationalität darstellen, nicht dafür, dass sie rational wären) Konflikte, die absolut nicht trivial sind, um ein paar zu nennen:
        eigene Entscheidung vs. Fremdforderung -> nicht trivial
        Legitimität von Entscheidungen, die weit in persönliche Rechte eingreifen -> nicht trivial
        Fakten, zukünftige Fakten die alte ablösen vs. wann ist ein Fakt ein Fakt, wer legt es fest und was folgt aus einem Fakt -> nicht trivial
        persönliche Risikoabschätzung -> nicht (für alle) trivial

        Da gibt es dann noch mehr, aber man darf aus meiner Sicht nicht nur tun, als wisse man alles, als wäre alles selbst evident, als wäre alles unzweifelhaft.

        Und wenn wir nun Druck erhöhen und zur Impfung zwingen (d.h. letztlich unsere Regierung), aber wir wären dann z.b. im nächsten Herbst (man sollte sich nicht zu sicher sein!) dann immer noch nicht aus der Pandemie raus und es läge immernoch viele Menschen auf den Intensivstationen, dann wird beim nächsten Mal in pandemischer Notlage die gleiche oder eine neue Regierung gewaltig an Legitimität und Autorität eingebüßt haben. Das ist aus meiner Sicht sicher. Und es ist auch sicher, dass nicht per Fiat eine Befriedung und eine Versöhnung mit denen, die erreichbar und eigentlich sehr soziale Menschen sind (gibt es auch viele Umgeimpfte) erreicht werden kann. Dieser Schaden da kann aus meiner Sicht nicht leicht behoben werden und kann langfristig uns stärker zusetzen, als uns eine Impfpflicht jetzt erlöst. Das halte ich für sehr gut möglich.

        Hinweis der Moderation: Es handelt sich nicht um „Zensur“, wenn einzelne Beiträge auch mal entfernt werden. Verwechseln Sie bitte nicht Staat (dem Zensur untersagt ist) mit Privat (die wir hier unter der Verbreiterhaftung stehen). Im Weiteren handelt es sich durchaus um asoziales Verhalten, sich nicht impfen zu lassen. Es ist demnach keine moralische Überhöhung, angesichts gefüllter Intensivstationen und der einhergehenden Schäden für Dritte.

      11. Herr Freitag,

        Natürlich soll bitte jeder seine Meinung sagen. Dabei finde ich es auch nötig, dass eine gewisse Form gewahrt bleibt. Und es gibt einen Unterschied zwischen „unsozial/antisozial“ und dem Wort „asozial“, den Sie als wortgewandter Mensch sehr wahrscheinlich kennen.

        Hätte jemand unter dem Artikel über „Tischler-“ Willi“ beispielsweise kommentiert, dass dieser Asoziale, der sich deftigst in der Wortwahl vergriffen hat, doch einfach die Fresse halten solle, anstatt den Wohnungsbau (könnte man auch soziales Ansinnen nennen) zu behindern, ich wette, dass hätten Sie nicht stehen gelassen.

        Mit Recht nicht, denn es wäre eine Beleidigung gewesen. Dass sich da Ihnen jetzt etwas „nicht erschließt“ glaube ich nicht, aber ich gestalte hier auch nicht den Diskussionsraum.

      12. Herr Kretschmer hat heute gesagt, wenn die Inzidenzen in Sachsen nächste Woche nicht besser werden müsse man weitere Kontaktbeschränkungen diskutieren.

        WTF!

        Jetzt endlich etwas tun!

        Und immer daran denken: Querdenken-Demos müssen weiter laufen, das sind wir unserer Demokratie schuldig.

        Aber was rege ich mich auf: Ab 1.12. kommt ja sowieso der Generalstreik in D und A, dann brauchen wir keinen Lockdowm mehr.

      13. Interessant, die Moderation ist also doch aktiv. Ich war mir unsicher, weil gewisse Formulierungen von Thomas_2 immernoch dastehen.
        Ob „[…] und Fresse halten“ oder „[…]-Asoziale“ als Kommentar unter einem Antifa-Artikel auch stehenbleiben würde?

        Hinweis der Moderation: Wir kümmern uns vorrangig darum, dass unsere Seite nicht für Fakenews und Halbwahrheiten missbraucht wird. Leider gibt es genau da durchaus genug zu tun. Was an der verkürzten Beschreibung von Menschen als antisozial, die sich freiwillig nicht impfen lassen wollen in der aktuellen Lage der Krankenhäuser und somit der Beeinträchtigung anderer Menschen – demnach ein Eingriff in das soziale Miteinander durch eigenes Tun – falsch sein soll, erschließt sich nicht.

        Zudem kann man kaum Meinungsfreiheit einfordern, die man anderen dann nicht lassen will.

      14. Kekule ist inzwischen der Lieblingsepidemiologe der Impfgegner, Schwurbler und der B-Zeitung.

        Gleich nach Frau Wagenknecht.

      15. Sehr interessante Informationen beim ZDF:

        Markus Lanz – Kekulé: 2G ist „Teil des Problems“

        Datum:
        19.11.2021 09:15 Uhr

        „Virologe Alexander Kekulé zeigt sich bei Markus Lanz besorgt über 2G-Veranstaltungen. Diese seien mitverantwortlich für die hohe Inzidenz. Bei größeren Veranstaltungen sei angesichts der dramatischen Corona-Lage eine Impfung nicht ausreichend. Es müsse auf Mittel wie Maske und Tests zurückgegriffen werden, so Kekulé.“

        https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-lanz-kekule-corona-2g-100.html

        Hinweis der Moderation: Nichts davon ändert etwas an der Hauptursache der mangelnden Impfung vor allem in Sachsen.

      16. Und schon wieder Bullshit:
        Die Wahrscheinlichkeit ist laut verschiedenen Studien viel geringer (US-Daten gehen von 1 zu ein paar Millionen, israelische Daten von 3 zu 100.000 aus).
        Und bisher wurden in den wenigen Fällen keine bleibenden Schäden festgestellt.

        Übrigens ist die Gefahr einer Herzmuskelentzündung, neben vielen anderen Gefahren, bei einer Covid-Erkrankung von Ungeimpften fast viermal höher.
        Aber so ist halt die selektive Wahrnehmung der Anti-Covid-Asozialen.

      17. Hinweis der Moderation: Da der User mit verdrehten Halbwahrheiten aufwartete, beginnen wir nun leider mit ersten Löschungen.

      18. Was ist an 40% Wirksamkeit bitteschön „nur“?
        Das ist so typisches Rum-Geschwurbel und Pseudo-Argumentieren! Klar, wenn was nicht 100% (wirksam) ist, kann man es ja direkt lassen.

      19. @Lutz 70
        Laut WHO Meldung von heute vermindern Corona Impfstoffe die Übertragung der Delta Variante nur um 40%.

        Solche dahingeworfenen Sätze mag ich.
        -Keine Quelle
        -Keine Einordnung
        -keine Schlußfolgerungen

        Das ist Niveau von Reitschuster, Querdenken und co.

        Ich habe auch noch einen:
        Ich kenne keinen, der an Corona gestorben ist, aber Hunderte Bekannte und Verwandte, die an den Folgen der Impfung und der Masken gestorben sind. Das verschwiegen uns aber die MSM.

        Hören Sie auf damit, das ist so ermüdend!

      20. So kann man Verhalten, was andere Unbeteiligte gefährdet, im Nachgang auch schönreden. Die sogenannten „Querdenker“ sollen froh sein, dass es ein Arztgeheimnis in diesem Land gibt, sonst könnte man ihren Schaden wirksam ermitteln.

      21. Aber die „Bekloppten“ gelten doch nach so einen Event mittlerweile als „Genesene“.
        Müssen sich doch zu tausenden Angesteckt haben.
        Eigentlich ganz kollegial. Sozusagen eine Massenimpfung….

      22. Klar, der Geimpfte feiert feucht fröhlich sein Leben, während die armen (freiwillig) Ungeimpften (=Corona-Leugner-Deppen) zu Hause bei Wasser und Brot sitzen. Hört doch mal auf, so eine Scheiße zu erzählen!

        Die Bekloppten rannten zu Tausenden über den Ring ohne Masken und Sicherheitsabstand, tragen, wenn überhaupt, oft die Maske unter der Nase und werden oft verbal oder / und physisch gewalttätig, sobald darauf hingewiesen wird!

        Aber immer schön den Opfer-Mythos am laufen halten, da kommt’s mir echt hoch. Geht Impfen oder Fresse halten.

      23. Was auch noch zu ergänzen wäre ist das Phänomen, dass sich jetzt Millionen Geimpfte, denen man eine Immunität versprochen hat, und die sich ja vor Arbeitsantritt nicht zwingend testen lassen müssen, auch nicht testen, obwohl sie doch Infiziert werden , erkranken können und den Virus auch weitergeben können. Die Summe der getesteten Ungeimpften ist ein deutlich geringeres Risiko als die Summe der Geimpften, die ungetestet feucht fröhlich ihr Leben genießen können. Das teil auch A. Kekule

        Hinweis der Moderation: Eben die Information, dass auch Geimpfte noch (in geringerem Maße) ansteckend sein können, sofern sie eine Covid19-Infektion in sich tragen, wurde und wird landauf, landab ständig berichtet. Bezieht man jedoch mit ein, dass Geimpfte ganz offenkundig eher zu einem solidarischen und informiertem Verhalten neigen, während Ungeimpfte häufig auch schon vorhergehende Schutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Schutzmaske) ablehnen, ist der pauschalen These, diese wären gefährlicher als Ungeimpfte klar zu widersprechen.

      24. @Saschok: Hätte ich noch die „Genesenen“ hinzugenommen, wäre der Artikel einerseits noch länger als bereits jetzt schon geworden und hätte dann weitere Gegenüberstellungen (Genesene kontra ungeimpft Gestorbene und kontra Geimpfte und geimpft Gestorbene) benötigt.

        Praktisch ein neues Thema.

      25. Die Zunahme der Infektionen durch die Delta-Variante des Virus gegenüber dem letzten Jahr deckt sich mit dem Wissen zur Koevolution zwischen Mensch und Virus bei zoonotischen Viren, die erstmals auf den Fehlwirt Mensch trafen. Der zonnotische Virus ist am Anfang allgemein weniger infektiös und tötlicher später im Ergebnis der Anpassungen Wirt/Virus infektiöser und weniger tötlich. Das sowohl einige Wissenschaftler, danach auch die Politik, bei den als mutationsfreudig geltenden Coronaviren von einem Feststatus des Genoms ausgegangen sind und damit auch die Herdenimmunität begründen wollten, wird Gegenstand einer in der Zukunft liegenden Aufarbeitung sein. Das eine Mutation des Virus zur vermehrten Wirtsmortalität führt ist nicht im Interesse des Virus. Was im obigen Artikel fehlt ist, dass Genesene prinzipiell besser vor einer Neuinfektion geschützt sind als Geimpfte und das bei weitem nicht alle Menschen Krankheitssymptome (Blutgruppe Null.. und Kreuzimmunität) entwickeln.

      26. Man sollte besser von „Menschen ohne ausreichenden Infektionsschutz“ sprechen. Dabei ist es allerdings wirklich egal, warum sie keinen (ausreichenden) Infektionsschutz (mehr) haben. Ihre Zahl ist dennoch wichtig, denn nur wenn sie so niedrig ist, dass ca. 90% einen ausreichenden Impfschutz haben, lässt sich die Pandemie hoffentlich bald überwinden. D. h., alle, die sich impfen lassen können (ohne Kontraindikation) müssen das auch tun!
        Zu denen, die noch nie geimpft wurden (egal, ob sie hätten geimpft werden können) kommen jetzt aber die dazu, deren Infektionsschutz nicht mehr vorhanden ist. Je nach Impfstoff kann das nach 4 -7 Monaten nach der letzten Impfung der Fall sein. Alle, die also im Frühjahr vollständig geimpft waren, sind inzwischen mithin wieder als quasi „ungeimpft“ anzusehen. Das gilt auch für Genesene, deren Genesung länger als ca. 1/2 Jahr zurückliegt…
        Eine 3. Impfung ist dann auch keine „Booster“-Impfung, die einen vorhandenen Impfschutz verstärkt, sondern eine, die ihn wieder herstellt (Muss man nicht bei Impfungen, die doppelt erforderlich waren, wieder doppelt impfen!?). Und gemäß dieser Umstände wird sie vermutlich auch nicht die letzte sein können. Im Frühjahr steht dann die 4. Impfung an, wenn die Pandemie dann immer noch andauert (=> 5. Welle???).
        Wenn man das berücksichtigt, könnte es sein, dass die Zahl der Menschen (in Sachsen, aber auch anderswo) ohne ausreichenden Infektionsschutz deutlich höher ist als nur die derjenigen, die noch nie geimpft oder erkrankt waren…
        Gibt es dazu irgendwelche Zahlen? Vermutlich ja nicht…

      27. In der Tagesschau-App werden seit ca. 2 Wochen die Inzidenzen nach Altersklassen je Kreis ausgewiesen. Heute für Leipzig: Gesamt 501.8, 0-4 Jahre 176.6, 5-14 Jahre 1367.4, 15-34 Jahre 487.2, 35-59 Jahre 531.2, 60 – 79 Jahre 253.6, 80 Jahre und älter 229.9.

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